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Dienstag, 30. April 2013
patpatpat, 30. April 2013 um 17:43:00 MESZ Abt. Lachnummer - heute: Datenklau Wir erinnern uns: Vor rund einem Jahr machte ein Informatiker des Schweizer "Geheimdienstes" - in dubio pro reo - ein unerlaubtes off-site-Backup geheimer Daten. Die SonntagsZeitung schrieb am 30.9.2012: Der Mann war offenbar ein Nerd par excellance. Einer aus der WG von "Big Bang Theory". Der Bericht schreibt über ihn: ... link (no comments) ... comment
patpatpat, 30. April 2013 um 14:18:00 MESZ Abt. blinder Fleck - heute: Beschäftigungszahlen BASF und andere bauen massiv Stellen ab. Aber einer findet, wir unterlägen einem Denkfehler, wenn wir das überschätzen. Matthias Zehnder, Chefredaktor der Basellandschaftlichen Zeitung, schrieb am 27.4.: So umittelbar einleuchtend es erscheint, dass eine aktuelle, laufend nachgeführte Statistik über die im (nicht beim!) Kanton Beschäftigten eine relevante Kenngrösse wäre zur Beurteilung der ökonomischen Prosperität eines Kantons, so ernüchternd ist die Suche danach. Sie führt ins Leere! Es gibt sie nicht. Nicht beim kantonalen Amt für Statistik. Dort gibt's zwar eine quartalweise aktualisierte Tabelle der "Beschäftigung in der Nordwestschweiz (BESTA)". Die "Nordwestschweiz" ist aber der Zusammenzug der Zahlen von BS, BL und AG. Und: Die BESTA ihrerseits beruht zudem nicht auf effektiven Zahlen, sondern auf einer Und ebenso: Nicht beim Amt für Wirtschaft und Arbeit. Das AWA publiziert zwar fleissig jeden Monat zur "Lage auf dem Basler Arbeitsmarkt. Aber darin steht lediglich, was sich in Sachen Arbeitslosenzahlen resp. offene Stellen tut. Hansjürg Dolder, Leiter des AWA erklärt auf Anfrage, dass auch sein Amt die Zahlen des BfS verwende. Gefragt danach, ob eine Statistik darüber existiere, wieviele Menschen auf Kantonsgebiet arbeiteten, erklärt er, Mir fällt zu Not nur noch die AHV ein als Datenquelle. Wenn wir als "BeschftigteN" definieren, wer in einem bestimmten Zeitabschitt AHV einbezahlt hat, dann müsste die kantonale Ausgleichskasse aus ihrem System die Zahl extrahieren können. Aber die Ausgleichskasse schloss heute bereits um 12, wie die gesamte Kantonsverwaltung, wegen des 1. Mai die Schalter. Fortsetzung folgt. Vielleicht. Nachtrag: Nicht einmal der "Wirtschaftsbericht 2012" des Regierungsrats nennt auch nur eine einzige absolute Zahl zu den Beschäftigten im Kanton. Dafür ventiliert er seeehr viiiel warme Luft! Und ohne eine einzige Zahl als Beleg orakelt er freihändig auf Seite 30: Offenbar geht das so durch bei Verwaltung und Regierung. Und auch das Parlament nickte den Wisch am 12.9.2012 ab. NACHTRAG II, 2.5. 15:20: Peter Laube, Vize-Chef des Statistischen Amtes Basel-Stadt, erklärt die Sache freundlicherweise in einem Mail heute. Es ist so: Genferseeregion GE, VD, VS
Espace Mittelland BE, FR, JU, NE, SO
Nordwestschweiz AG, BL, BS
Zürich ZH
Ostschweiz AR, AI; GL, GR, SG, SH, TG
Zentralschweiz LU, NW, OW, SZ, UR, ZG
Tessin TI Von der Möglichkeit einer kantonalen Erhöhung der BESTA-Stichprobe hat Basel-Stadt, wie übrigens die allermeisten Kantone abgesehen. Zum einen wären die Kosten sehr hoch, zum anderen die Belastung der vierteljährlich Auskunft gebenden Betriebe kaum zu verantworten. Vor allem aber kommt hinzu, dass mit der derzeitigen Neukonzeption der Betriebszählung die Beschäftigtenzahlen künftig jährlich, auch auf Kantonsebene vorliegen werden. Die Betriebszählung, neben der Volkszählung traditionell die andere grosse landesweite Vollerhebung im 10-Jahresrhythmus, fand ursprünglich in den 5-er Jahren (1975, 1985 …) statt. Um der sich schnell ändernden Wirtschaftsstruktur gerecht zu werden, wurde die Periodizität in den 90-er Jahren erhöht (1995, 1998, 2001, 2005, 2008). Mit dem Übergang von Erhebungen zu registerbasierter Statistik wurden die Daten von 2011 nicht mehr aufwändig durch das Bundesamt für Statistik bei allen Betrieben erhoben, sondern erstmals den AHV-Registern entnommen. Das ist ein Paradigmenwechsel, der zumindest in der Anfangsphase noch keine zeitliche Verbesserung bringt. Die Daten werden vorerst wie bisher nach rund zwei Jahren vorliegen, also vom Herbst 2011. Aber: Die Daten werden künftig jährlich zur Verfügung stehen und es ist davon auszugehen, dass sich die Zeit zwischen Stichtag und Publikation verringern dürfte. Künftig werden somit jährlich detaillierte Daten zur Beschäftigung auf Kantonsebene vorliegen.Ok. In Zukunft wird alles besser. Und die Fachleute sind auch darauf gekommen, man könnte bei der AHV die Daten holen... Aber irgendwie bleibt ein schaler Geschmack im Mund zurück, dass es bis dato tatsächlich keine (mindestens quartalsweise) aktuellen, effektiven Zahlen gibt über die Anzahl Beschäftigte (wenn möglich: nach Branchen) in Basel-Stadt. Das kann, auch für Statistikskeptiker, fast nur eines heissen: Das Wirtschafts(und Sozial) und das Finanzdepartement fällen ihre wirtschaftspolitischen Entscheidungen (soweit sie überhaupt solche fällen) seit Jahr und Tag so gut wie im Blindflug! Die Wirtschaftsförderung hat keinerlei solide Erfolgskontrolle. Und: Dem Parlament war das bis anhin schnuppe. ... link (no comments) ... comment Montag, 29. April 2013
supra, 29. April 2013 um 22:43:00 MESZ Abt. Medienstadt Basel Der Herr Professor (Klaus Neumann-Braun mit Namen) befand den Andrang voller Understatement als "erfreulich gross". So gross, dass das neue Seminar für Medienwissenschaften (wo der Professor Professor ist) aus allen Nähren platzte. Aber zum Glück können die Medienwissenschaftler auch mit Technik umgehen, so dass spontan eine Live-Übertragung in den ersten Stock organisiert werden konnte, so dass der Publikumsandrang nicht zur katatrophalen Überfüllung führte. Warum denn dieser Andrang? Angesagt war eine Elefantenrunde zum Thema "Die Basler Medienlandschaft: Quo vadis?". Elefantenrunde hiess: CEO der "Basler Zeitung", Rolf Bollmann, und Verleger der AZ Medien AG, Peter Wanner, zusammen auf einem Podium. Die beiden hatten sich kürzlich ein heftiges Gefecht um die kolportierten und scheinbaren Auflagezahlen geliefert. Und das lockte viele viele Leute, in erster Linie Journalistinnen und Journalisten (es ist erstaunlich, wie viele es in Basel noch gibt) an. Ach ja. Da waren noch ein paar andere. Die Vizechefredaktorin von Tele Basel (ihr gefällt die neue BaZ), der Chefredaktor von Radio Basilisk (den Sender gibt es noch immer), den Medienjournalisten Chrstian Mensch (immer für ein Tannen-bäumiges Bonmot gut), den Alt-Radiodirektor und BaZ-Buch-Herausgeber Walter Rüegg, den SRF-Regionajournal-Leiter und Gebühren-Profiteur Dieter Kohler und den "Tageswoche"-Cochef Urs Buess. Eigentlich viel zu viele für ein Podium. Aber allen war klar, dass es eigentlich um Wanner und Bollmann ging. Um den grossen Knatsch, der dann aber nur ganz bedachtsam ausgetragen wurde ... Im Zentrum der Diskussion stand, wenig überraschend, BaZ-CEO Rolf Bollmann, der sich wenig erfolgreich gegen den Vorwurf zur Wehr setzte, an der Spitze eines Blocher-Sprachrohrs zu sitzen. AZ-Verleger Peter Wanner bezeichnete die BaZ wie auch die "Weltwoche" als Bollwerk gegen alles, was Mainstream ist – einen Mainstream, der alles beinhalte, was links von der SVP sei. So plätscherte die Diskussion vor sich hin. Über die Zukunft der Medienlandschaft Basels war relativ wenig zu erfahren. Das Internet werde wichtiger, so der Tenor, der aber die Ratlosigkeit mitschwingen liess, wie sich damit Geld verdienen lässt. Interessant war eine Bemerkung von Bollmann am Rande. Wieviele Abos die BaZ denn nun tatsächlich noch ausweisen kann, darüber war nichts zu erfahren. Aber dass es weiter abwärts geht, das schon: Der übriggebliebene Abonnentenstamm der Zeitung sei ziemlich überaltert, gab der BaZ-CEO zu. Und angesichts der schwindenden Inserateeinnahmen – die BaZ muss im laufenden Jahr 30 Millionen Franken einsparen – werde man nicht darum herumkommen, die Abopreise spürbar zu erhöhen. Mit der Folge, dass weitere Abonnenten abspringen werden. Das sind düstere wirtschaftliche Aussichten. Wie die Zeitung damit umgehen wird (ob es viellecht gar Teil einer Strategie "Reduce to the political right-leaning max" sein könnte), sagte Bollmann allerdings nicht. PS: BaZ-Kolumnist Michael Bahnerth hat es mit seinem persönlich gefärbten Blick auf die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog doch tatsächlich geschafft, dass sich sogar Professoren mit seinen Texten beschäftigen. Klaus Neumann-Braun brachte diesen Artikel bei der Diskussion um Qualitätsjournalismus ins Spiel. Allerdings nicht als positives Beispiel. ... link (3 comments) ... comment |
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Motto: "Journalism is printing what someone else does not want printed. Everything else is public relations." @infamyblog folgen ![]() Youre not logged in ... Login
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Abt. Keintunnel
Nicht
vergessen, die Auto-Nerds wollen Milliarden in den Autobahnbau verlochen. Das ist sowas...
by bagger (02.09.24, 09:53)
Abt. Witz des Tages "Es
soll sogar prominente Klimakleber geben, die Flugreisen nicht grundsätzlich ablehnen,...
by bagger (15.06.24, 18:30)
Abt. Wohnschutz schützen Wenn die
Investoren husten, haben Basels Bürgerliche Grippe In einem beispiellosen Akt...
by bagger (15.06.24, 10:21)
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Northeast Laboratory (New York, New York) recently received a submission of...
by fuzzy (26.02.24, 12:06)
Abt. Wo-Wo-Wochenschau!
Männiglich fragte sich, was eigentlich Fonzis Leihkampffisch so macht. Die Antwort (oben) entnehmen...
by fuzzy (26.02.24, 12:04)
Abt. infamous Shooting
Foto: Fonzi Tromboni Gestern abend war grosses Fotoshooting im Studio zu Sankt...
by fuzzy (26.02.24, 11:55)
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