Dienstag, 16. Dezember 2014


Abt. Medienkritik - heute: SRF 2 Kultur
Die NZZ schreibt heute ausführlich über die jüngeren Tendenzen bei SRF 2 Kultur:

Es war einmal ein Radiosender, der war anders als alle anderen. Er fütterte seine Hörerschaft mit sorgfältig zubereiteter Vollwertkost. Wer ihn einschaltete, war vor Junkfood sicher. Der Sender hiess DRS 2. Die vier Zeichen standen für klassische Musik, frühabendlichen Jazz und solide Hintergrundsendungen. In den Ohren der treuen, wenn auch verglichen mit anderen Sendern nicht besonders zahlreichen Hörerschaft klangen die Stimmen der Moderatoren vertraut. Ja, man darf ruhig sagen: DRS 2 war für viele Menschen ein Stück Heimat. Der Sender mit Format war auch ein Fels in der Brandung. Hier war offenbar noch immer kein Mainstream gefragt. Diese Redaktion peilte nicht möglichst viele Hörerzahlen an, sondern vertraute auf ihre eigenen grossen Qualitäten.

Doch eines Tages wurde diese letzte Bastion vom Zeitgeist eingeholt. (...)
NZZ über SRF 2 Kultur ( ex DRS2 )

Die im Artikel erwähnten TV-Spots für den Sender, aus denen auch das zur Illustration verwendete Bild stammt, gibt's hier drüben bei persoenlich.com

Zusätzliche Ironie der Geschichte: Ausgerechnet heute hat eine der namentlich im Text erwähnten Personen Geburtstag...

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Montag, 15. Dezember 2014


Abt. aus gegebenem Anlass IV - heute: die Lohnliste
Vor gut einem Jahr machte die Gehaltsliste der Schweizer ChefredaktorInnen die Runde, zusammengeschustert von Sacha Wigdorovits:

NZZ (Markus Spillmann) 480′000
Tages-Anzeiger (Res Strehle) 380′000
NZZ am Sonntag (Felix Müller) 320′000
Blick (René Lüchinger) 320′000
SonntagsZeitung (Martin Spieler) 320′000
SRF Radio (Lis Borner) 310′000
SRF Fernsehen (Diego Yanez) 310′000
SonntagsBlick (Christine Maier) 280′000
20 Minuten (Marco Boselli) 250′000
Schweizer Illustrierte (Stefan Regez) 240′000
Handelszeitung (Stefan Barmettler) 240′000
Schweiz am Sonntag (Patrik Müller) 220′000
Neue Luzerner Zeitung (Thomas Bornhauser) 220′000
Bilanz (Dirk Schütz) 220′000
Blick am Abend (Peter Röthlisberger) 200′000
Tele Züri (Markus Gilli) 200′000
Finanz und Wirtschaft (Mark Dittli) 195′000
Aargauer Zeitung (Christian Dorer) 195′000
Berner Zeitung (Michael Hug) 195′000
Basler Zeitung (Markus Somm) 195′000
Wenn Spillmann dann mal den Macht- und Bedeutungsverlust (Schnief!) überwunden hat, wird er bemerken, dass er (mit seinen gefühlten zwei Jahresslären als Abschiedsgeschenk?) ziemlich weich gelandet ist.

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Aus ...
... gegebenem Anlass (III).


Ist das ein Kommafehler? Sollte es nicht eher heissen: «Ziel ist es auch weiterhin, eine aussergewöhnliche, profilierte Tageszeitung für die Region Basel und die Schweiz herauszugeben»?

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Aus ...
... gegebenem Anlass (II).


Via dgy..

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Aus ...
... gegebenem Anlass.


Ganzer Text aus dem Jahr 2010 hier zu finden.

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Sonntag, 14. Dezember 2014


Abt. TalkTalk - heute: Fetz, Blocher & Müller zur NZZ
Anita Fetz, SP-Ständerätin BS, Christoph Blocher, SVP-Stratege, Ex-Bundesrat und Patrik Müller, Chefredaktor "Schweiz am Sonntag" diskutierten u.a. die Vorgänge bei der NZZ im SonnTalk vom 14.12.2014 auf TeleZueri.

Sehr erhellend waren die knapp 6 Minuten nicht. Wirklich Neues war nicht zu erfahren. Trotzdem, hier die Tonspur (vielleicht hört doch noch jemand etwas Relevantes raus):



NACHTRAG

Warum das Bild mit dem sich am Ohr rumnestelnden Blocher als Hintergrund zur Tonspur, wenn eine Totale mit allen Gesprächsteilnehmenden doch illustrativer wäre? So ein Screenshot kam tatsächlich zunächst zum Einsatz. Wegen dieses sehr berechtigten Hinweises aber wurde er kurzerhand ausgewechselt:


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Abt. Seitenquelltext - heute: istmarkussommschonnzzchefredaktor.com
Im Sourcecode von

http://www.istmarkussommschonnzzchefredaktor.com/

entdeckt:

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Wem die heute registrierte Domain gehört, ist versteckt.

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Abt. Mikropolitik - heute: 3D-Stadtentwicklung
Visualisierungen sind ein mächtiges Instrument zur Gestaltung der Debatte um die Stadtentwicklung. Noch immer dominieren in der Diskussion über Bauvorhaben die schönfärberischen, parteilichen Visualisierungen, erstellt von einseitig Interessierten.

Wir erinnern an die echt billige Masche bei den Bildern der Novartis-Hochhäuser, aus der Küche von Herzog & de Meuron, im Ratschlag des Regierungsrates: kleine weissliche Blöcke vor hellgrauem Himmel…



(Warum lässt sich das baselstäditsche Kantonsparlament sowas überhaupt gefallen und winkt auf dieser lausigen Basis, die eigentlich nur ein schlechter Witz ist, den Bebauungsplan mit lediglich 1 Gegenstimme durch? Das wär wohl wieder eine andere Geschichte...)

Oder beim Claraturm, von dem die offiziellen Bilder natürlich nur die schlankste Seite zeigen:

Claraturm

Diese einseitige Propaganda des statischen, vordefinierten Bildes, ein antiquiertes Relikt aus dem 20. Jahrhundert, muss nicht mehr sein!

Es existieren immer mehr Werkzeuge, die einen intuitiven, individuellen Zugang zu Plänen und Ansichten ermöglichen.

Eine Demokratisierung des Blicks auf Bauprojekte ist möglich!

Planer, Behörden und Investoren müssen sie nur wollen - oder dazu verpflichtet werden!

Sketchup + GoogleEarth ist eine Option, allerdings eher nur für Nerds & Geeks.

Seit kurzem unterwegs ist SmarterBetterCities, ein SpinOff der ETHZ.

Mission Statement: Create smarter better places with innovative and affordable web solutions.
Die ermöglichen Dinge wie das da (steuerbar wie GoogleEarth):



Und die haben für einen ihrer Kunden eine digitale Werkzeugkiste mitentwickelt, die zeigt: So geht Stadtplanung heute! Recht eindrücklich zu sehen in diesem Demo-Film:



Die Stadt Zürich hat offenbar mit SmarterBetterCities zusammengearbeitet für die Zonenplanrevision und scheint ziemlich begeistert (Achtung, Marketing-Speech!):
SmarterBetterCities SmartZoning App enabled us to review the effects of current and future zoning laws in a stunning 3D environment. What traditionally would have taken us days, perhaps weeks, was reduced to hours. This tool is a must have for any developing city.
Nach Abzug des Marketing-Hypes bleibt immer noch die Aussage, dass die Auswirkungen von Zonenänderungen innert Stunden betrachtet werden konnten, während sie früher Tage und Wochen benötigten.

Was für Altstetten geht...



... sollte am Rheinknie auch möglich sein.

Und in Basel?

Der Geoviewer, den Basel-Stadt einsetzt beim Stadtplan, ist grundsätzlich ein Superwerkzeug. Wenn der jetzt noch um ein 3D-Modul à la SmarterBetterCities erweitert würde, wäre das allerdings ein Quantensprung!

Ein Stadtmodell aus Balsaholz & Papiermaché als einziges öffentliches "3D-Interface" zu den Plänen der Behörden, resp. Bauherren ist einfach nicht mehr zeitgemäss!

Vom obersten Stock der BIZ aus

Planauflage Campus St. Johann

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Abt. Sonntagsmeldungen - heute: Vermischtes
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... heisst es in der Musikakademie. Und:

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Bei den Hubbardisten brennt bereits Licht:

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Und, last but not least, Markus Somm sei kurz davor Chefredaktor der NZZ zu werden, schreibt Christof Moser:


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Abt. Fehlentscheide - heute: Screens @ BVB
Jahresbericht BVB 2013, S. 9:

Auch wurde entschieden, dass die neuen Fahrzeuge künftig mit Doppelbildschirmen ausgerüstet werden. Neben den rein betrieblichen Informationen wie Linie und Fahrweg, nächste Haltestellen und Uhrzeit können so auf einem zweiten Bildschirm allgemeine Informationen wie z.B. News und Wetter sowie maximal 25 Prozent Werbung gezeigt werden.
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Jahresbericht BVB, S. 41:
  • Betriebsertrag: 231'568'330.-
  • Reklameerträge und Extrafahrten: 7'626'830.-
Für ein paar lächerliche Umsatzpromille mehr belästigt und bedrängt uns die BVB künftig tagtäglich von frühmorgens bis spätabends in ihren neuen Trams mit Konsumpropaganda, Banalitäten und Schlagzeilen, die sowieso alle schon aus dem Radio, den Gratisblättern oder von ihren Handys kennen!

Flimmerkisten mit Werbung und Pseudonews im Tram sind so überflüssig wie ein Kropf!

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Wenn Du, BVB, den "Kropf"-Bildschirm nicht demontieren willst, dann ändere wenigstens dessen Programm!

Lass die Bildinhalte von Leuten gestalten, die das können, BVB. Wie wär's z.B. mit Studis der HGK? Einzige Vorgabe: Kein Text, kein Stroboskop! Ruf mal das Haus der elektronischen Künste an, BVB. Die haben Dir sicher Ideen und Kontakte.

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Samstag, 13. Dezember 2014


Abt. Zwischenstand - heute: Fang die Blechkiste!
Remember "Fang die Blechkiste!"? Aus der Überlagerung der zwei Screenshots vom 10.12. und heute der Karte der Standorte ihrer Autos, lässt sich dieses Bild erstellen, das zeigt:

Knapp die Hälfte der "Catch a Car"-Autos hat sich in den letzten 72 Stunden nicht bewegt.

Das sind auf dem Bild die weissen Punkte.

catch a car bewegungen

Wir bleiben dran...!

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Abt. Neue(re) Musik - heute: Fritz Hauser vs. John Cage


vs.



A propos: An der Musik Akademie Basel geht seit gestern das Symposium

Stille als Musik
über die Bühne. Darüber lesen wir da drüben:
Neue Musik ist seit einiger Zeit oft stille Musik: Sonst störende Alltags- und Nebengeräusche werden zur Hauptsache des Hörbaren; Subtilitäten im vielfachen pianissimo oder eine starke Neigung zum Verstummen machen die gewohnte Entfaltung von Klangwirkungen unmöglich; die lange Dauer vieler Werke bei gleichzeitiger Maximierung scheinbarer Ereignislosigkeit kann die Contenance des Publikums auf eine harte Probe stellen.

Was steckt hinter solcher Musik, die eigentlich eine Nicht-Musik zu sein scheint? Dieser Frage stellen sich die Hochschule für Musik und das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität Basel in den Veranstaltungen des gemeinsamen Jahresthemas im Studienjahr 2013/14. Verschiedenste Veranstaltungsformate bieten Erfahrungsmöglichkeiten stiller Musik, um diese mit kritischer Diskussion und wissenschaftlicher Reflexion zu verbinden.

Stille und Leere sind selbstverständlich keine Entdeckungen der Neuen Musik, sondern verweisen auf Kontexte, in denen sie sich abspielt: Zur Diskussion stehen daher auch ephemere Spuren in der historischen Musik ebenso wie Leisigkeiten, Nichtigkeiten in Literatur, Film, Philosophie, Theologie.
Stell Dir vor, alle KopfhörerträgerInnen im öffentlichen Raum haben eigentlich John Cages 4'33" in einer Endlosschlaufe auf den Ohren!

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Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ... ... wäre das wahrscheinlich richtig, handelte es sich oben...
by gnom (17.12.14 09:02)
Also wir wissen jetzt... ...gnom hat ein swisscom vertrag, war gestern kurz vor mittag in...
by ausgeher (16.12.14 22:40)
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