Donnerstag, 5. März 2015


Abt. hasta la victoria - heute: #conancuba
In seiner gestrigen show besuchte Conan O'Brian Cuba:


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Abt. Mikropolitik - heute: "effiziente" Oeffnungszeiten
Luzia Wigger, die Leiterin des Bau- und Gastgewerbeinspektorates (BGI) beantwortete unsere Anfrage gleich selber (Merci!):

Frage: Seit wann sind die Oeffnungszeiten des BGI auf dem derzeitigen Stand (werktags 10-12)?

Luzia Wigger: Werktags zwischen 10-12 können Kunden unangemeldet vorbeikommen oder telefonieren. Termine ausserhalb dieser Zeiten können unter bvdbgi@bs.ch vereinbart werden, da sind wir sehr flexibel.
Die telefonische Sprechstunde findet täglich von 10 bis 11 Uhr, die persönliche Sprechstunde von 11 bis 12 Uhr statt. Während das Letztere schon früher galt, war der Schalter bis Dezember 2014 von 8 bis 12 und 14 bis 16.30 Uhr für Unangemeldete geöffnet. Seit 12.1.2015 muss man ausserhalb dieser Zeiten vorgängig einen Termin per mail vereinbaren.


Frage: Wenn ich mich richtig erinnere, dass sie noch vor nicht allzu langer Zeit länger waren (am Nachmittag nochmals offen von 14-16 oder ähnlich???), nimmt mich wunder, was das BVD dazu bewogen hat, sie zu verkürzen.

Luzia Wigger: Ziel ist die stete Gewährleistung unseres umfassenden Kundenservices angesichts der steigenden Arbeitsbelastung. Ausserdem soll die Effizienz in der Bearbeitung von Gesuchen gesteigert werden, damit die Dienstleistungen weiterhin in angemessener Bearbeitungszeit erfolgen können.

Frage: Wann und auf welchem Weg wurde die Änderung kommuniziert?

Luzia Wigger: Seit dem 10.12.2014 in jedem Kantonsblatt, das am Mittwoch erscheint.
Werktags 2 Stunden neu, statt 6 1/2 Stunden bisher unangemeldet Pläne einsehen, ansonsten nur mit Termin: Kann man machen. Die Hürde für eine Einsicht ist damit, trotz versprochener Flexibiltät, dennoch erhöht.

Dass die 70%ige Verkürzung des offiziellen Zeifensters lediglich per Änderung der Notiz im Kantonsblatt kommuniziert wurde, verwundert ein wenig. Schon irrelevantere Anlässe haben ihr eigenes Communiqué erhalten...

Nebenwirkung: Wer sich per Mail anmeldet, identifiziert sich automatisch - in der Regel. Das Zeitfenster für anonyme Einsichtnahmen ist damit ebenfalls um 70% geschrumpft, wie auch immer das zu bewerten ist.

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Montag, 2. März 2015


Abt. Mikropolitik - heute: prohibitive Oeffnungszeiten


Du willst in Basel beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat an der Rittergasse 4 das physische Dossier zu einer Baueingabe einsehen (Pläne, Formulare etc. à la das hier)? Sei es, um Material für eine allfällige Einsprache zu beschaffen oder aus journalistischem oder politischem Interesse? Oder einfach nur aus Neugierde? Zum Beispiel das Dossier zu den 175 neuen Parkplätzen, die die BASF plant an der Mauerstrasse?

Das geht nur morgens von 10-12 Uhr.

Zufall oder Absicht?

Wie wir hören, wurden die Oeffnungszeiten erst Ende 2014 bewusst verkürzt. Noch 2011 jedenfalls war es möglich, am Nachmittag Pläne einzusehen. Als Beleg sei die Aufnahmezeit des Dossiers zum "Stapelvolumen" am Bahnhof SBB angeführt: nach 14 Uhr. Das ginge heute nicht mehr.

Sobald wir aus dem BVD erfahren wann und warum die Verkürzung der Oeffnungszeiten erfolgte, tragen wir es hier nach. Die Anfrage ist gestellt.

Die Absicht muss fast die bewusst betriebene, aktive Behinderung der Ausübung Deiner Rechte durch die willkürliche Setzung prohibitiver, restriktiver Oeffnungszeiten, die kaum jemand wahrnehmen kann, sein, auch wenn das BVD die Reduktion vermutlich anders begründen wird.

Stay tuned, we'll update!

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Sonntag, 1. März 2015


Abt. Pausenmusik

Peter Behrens spielt in der Nordseepassage (wie sonst könnte ein EKZ in Wilhelmshaven/D auch sonst heissen) und schiebt sein Klavier durch Wilhelmshaven, wo der Mann, der früher mit Trio Dadada sang und trommelte, zu Hause ist. Das Schwarzweiss-Video ist vom Debutalbum “Unkaputtbar” von Deichkind Gründungsmitglied Buddy Buxbaum, das am 15. Mai erscheinen soll.
Veröffentlicht am 25.02.2015
Buddy Buxbaum – Ballast (Official Video)
Gesang: Buddy Buxbaum
Klavier: Peter Behrens
Kamera: Christian Coslar & Cem Kaya

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BASF Areal...
....könnte sich der verkauf noch länger hinziehen?
Auf jeden fall plant die Basf an dieser ecke bei der ciba kreuzung

Den bau von 175 provisorischen parkplätzen, welche bis 2020 genutzt werden sollen.


NACHTRAG der Redaktion

An die Ecke sollen die 175 Plätze für Blechkisten hinkommen:



So sieht's da aus:



Die Baupublikation erfolgte am 4.2.2015.

Aber wo ganz ganz genau die 175 Parkplätze (das ist eine ziemliche Menge!) hinkommen sollen, ist dennoch unklar. Um das rauszufinden, müsste man beim BVD vorbei und die Pläne einsehen...!

Hier die Übersichtskarte mit den Besitzverhältnissen (rot = BASF, violett = Novartis, gelb = Huntsman):



Eigentlich hiess es ja vor einiger Zeit, die BASF wolle alles bis Ende 2014 (!) verkauft haben!

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Donnerstag, 26. Februar 2015


Abt. Nachbarschaftspflege - heute: mit Scientologen
Heute flatterte von der E-Mail-Adresse jstettler@gmx.ch eine Anfrage des folgenden Wortlauts in die Inbox:

Grüezi Herr Tschudin

Ich sah Ihre Anfrage auf einer Facebook Seite zum Thema Kreuz an der neuen Scientology Kirche in Basel.
Ich gehe davon aus, dass Sie sich mit dem Thema immer wieder mal befassen. Da Sie gemäss Ihrer Webseite in der Nähe wohnen, wollte ich Sie anfragen, ob Interesse / Möglichkeit besteht, Sie mal auf einen Kaffee zu treffen.
Ich pendle regelmässig zwischen München und der Schweiz, wäre selber am nächsten Dienstag in Basel und vielleicht ergäbe sich da die Gelegenheit? Oder sonst an einem anderen Datum?
mit besten Grüssen
Jürg Stettler
Sprecher
Scientology Kirche in der Schweiz
Meine Antwort (an die E-Mailadresse ging ein Link nach hier):

Sehr geehrte_r Verwender_in der E-Mail Adresse jstettler@gmx.ch,

Sollten Sie der sein, für den Sie sich ausgeben, lesen Sie bitte weiter. Anderenfalls können Sie hier abbrechen.

Besten Dank für Ihre Anfrage. Ich sehe in absehbarer Zeit allerdings keine Möglichkeit für einen Kaffee zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Sie können aber gerne und jederzeit Ihre Frage(n) hier als Kommentar hinterlegen.

Ich werde bei Gelegenheit darauf antworten.

Stellen Sie sich die Unterhaltung per Kommentarfunktion vor wie ein langgezogenes, asynchrones Gespräch an einem virtuellen Kaffeetisch.

Sollten Sie das Medium E-Mail bevorzugen, geht das natürlich auch. Ich werde dann Ihre Mails hier als Kommentare veröffentlichen.

mit freundlichen Grüssen

Patrik Tschudin

P.S. Weil wir's grad von Scientology haben: Sie als Sprecher der Organisation können mir sicher sagen, ob das, was South Park in der Episode "Schrankgeflüster" beschreibt, tatsächlich das ist, was Scientologen glauben.

South Park beruft sich dabei übrigens plusminus auf den Wortlaut eines Vortrags von L. Ron Hubbard, gehalten am 3. Oktober 1968, als Transkript und Audiomitschnitt (relevant ab Position 46:09) zu finden bei Wikileaks.

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Dienstag, 24. Februar 2015


Abt. Minusrekorde @ BS - heute: Geborene pro Gestorbene
In Basel-Stadt wurde 2014 häufiger gestorben als zur Welt gekommen. Und zwar proportional häufiger als in jedem anderen Kanton.

In Basel kamen 2014 auf 1 verstorbene Person 0,92 Babys. Das ist Schweizer Minusrekord. In der <1-Liga spielen nur noch Schaffhausen, Tessin und Uri.

Im Kanton Zürich kamen 2014 auf 1 verstorbene Person 1,58 Babys. Das ist (fast) Schweizer Rekord.

Weil der Vergleich Basel-Stadt vs. Kanton Zürich vielleicht unfair sein könnte, weil zu ZH viel nicht-urbanes Hinterland gehört, das BS fehlt, hier die jüngste verfügbare Zahl für die Stadt Zürich: auf 1 verstorbene Person kamen 2013 1,41 Babys.

Die "top-5" der kantonalen "Babys pro Gestorbene"-Liste: Zug 1,7; Freiburg 1,66; Genf 1,65; Waadt 1,58; Zürich 1,58.

Quelle: BfS Tweet.

Und so sieht's landesweit aus:

blaue und violette Icons = mehr Verstorbene als Geborene

rote, gelbe und grüne Punkte = mehr Geborene als Verstorbene

Ein Klick auf das Symbol liefert die Zahlen des BfS.


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Freitag, 20. Februar 2015


Abt. IT-Gottvertrauen - heute: @ Staatskanzlei BS

Bild: Ulrich Wiesner, CCC-Talk 2008. Statt eVoting ist in Basel eCounting das Thema. Die Problematik ist aber letztlich, in dieser schematischen Form, sehr ähnlich und darum stellt die Grafik sie insofern korrekt dar.

Demnächst gilt bekanntlich, leicht zugespitzt, in Basel:

Big Brother is voting for you.
Auf unsere Nachfrage hat die baselstädtische Staatskanzlei freundlicherweise ausführlich und geduldig präzisiert, wie das Setup aussehen wird, mit dem sie am 8.3.15 die Stimmzettel in Basel-Stadt erstmals automatisiert auszählt.
  • Es handelt sich am Standort Basel um 2 Windows-Laptops, an denen je 1 Canon-Scanner per USB-Anschluss hängt.
  • Die Laptops sind über eine "autonome Netzwerkkonfiguration" untereinander und mit einem Datenbankserver verbunden, der sich im gleichen Raum wie die Laptops befindet.
  • Zu dem Raum hat nur ein kleiner Personenkreis Zugang.
  • Eine Netzwerkverbindung der drei lediglich untereinander verbundenen Geräte nach ausserhalb des Raumes existiert zu keiner Zeit. Auch nicht an anderen Tagen im Jahr.
  • In Riehen und Bettingen ist je 1 Laptop + Scanner als Einzelarbeitsplatz mit derselben Software im Einsatz.
  • Auf allen 4 Laptops in Basel, Riehen und Bettingen läuft kommerzielle, proprietäre (closed source) Standardsoftware zur automatisierten Analyse von eingescannten Dokumenten, im Einsatz auch an vielen anderen Orten.
  • Lieferantin ist, wie auch an anderen Orten in der Schweiz, die Firma Kaiser Data.
  • Hersteller ist Readsoft (ursprünglich eine schwedische Firma, heute eine Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Lexmark).
  • Die zwei Laptops und der Datenbankserver in Basel stehen ausserhalb ihres Einsatzes am Abstimmungswochenende, laut Auskunft der zuständigen Mitarbeiterin der Staatskanzlei, in einem “abgeschlossenen Raum mit eingeschränkter Zugangsberechtigung (gleich wie auch die Scanner)”.
  • Eine Überprüfung des Zählergebnisses durch ein zweites automatisches Zählsystem, basierend auf einer anderen Hard-/Software-Kombination, findet nicht statt.
  • Ein Sicherheitsaudit zur Überprüfung der eingesetzten Hard- und Software wurde "bis anhin v.a. aus Kostengründen" nicht durchgeführt. Basel-Stadt vertraut stattdessen auf die Erfahrungen anderer Städte und Firmen mit dem System, wo es bereits "erfolgreich eingesetzt" werde.
Ein befreundeter Informatiker kommentierte diese Situation so:
Dann reduzieren sich die Manipulationsmöglichkeiten auf das IT Wartungs-Personal und die Einspielung von Hersteller-Updates sowie auf diejenigen die Zugang zu den Geräten haben mit einem USB Stick.
Man könnte zum Schluss kommen: Wollte ich in Basel-Stadt ein Abstimmungsresultat manipulieren, müsste ich darauf nicht, wie zunächst vermutet, 500$ und einen russischen, sondern vielleicht 5'000$ und einen chinesischen Hacker ansetzen.

Auf die Frage
Wie stellen Sie zu 100% sicher, dass das Schlussresultat, das Ihr System "ausspuckt" (Zitat Anina Weber im Video), tatsächlich der jeweiligen Anzahl Kreuze auf den Stimmzetteln entspricht?
antwortete die Staatskanzlei:
Vorab sei festgehalten, dass es bei keinem Verfahren eine 100%-ige Sicherheit geben kann, auch nicht bei der manuellen Auszählung. Die genannten Massnahmen vor und während der Auszählung stellen aber sicher, dass das Resultat auch künftig korrekt ermittelt wird. Dies haben umfangreiche Tests im Vorfeld des ersten Einsatzes mit rund 10‘000 Stimm- und Wahlzetteln bestätigt.
Fazit: Wenn Du künftig in Basel-Stadt Deine demokratischen Rechte wahrnimmst, bleibt Dir nichts anderes übrig, als einer einzigen Maschine zu vertrauen, dass sie das Abstimmungs- und Wahlresultat korrekt ermittelt und wiedergibt - und nicht mehr einem Saal voller Menschen. Sei Dir dessen bewusst!



Im Mai 2014 berichtete watson über Unregelmässigkeiten beim elektronischen Auszählen von Stimmzetteln in Bern. Dort wurde zwar ein anderes Setup, aber dieselbe Software wie in Basel verwendet.

Mit der Problematik des Einsatzes von Informatikmitteln in Wahlen und Abstimmungen befasste sich bereits 2008 Ulrich Wiesner ausführlich. Er legte seine Sicht der Dinge u.a. in einem Talk am CCC dar. Beachte insbesondere seine Slides!

Mit dem eCounting, worum es sich in Basel handelt, im Gegensatz zum eVoting, beschäftigt sich zudem dieser Wikieintrag des CCC-Berlin.

Die Thematik eVoting und eCounting kritisch verfolgt z.B. papierwahl.at.

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Mittwoch, 18. Februar 2015


Abt. obligatorische Begehung - heute: Feldbergstr. 47

Bild: Streetview Feldbergstrasse 47


Wie die TaWo meldet, soll im Frühling 2016 auch mit Lady Bar, Lebensmittelgemeinschaft und Restaurant Feldberg Schluss sein, nicht nur mit Hinterhof und Nordstern und Garage.

Anders als die TaWo meldet, ist der Frame mit der Ausschreibung auch für die ohne Kantonsblatt-Abo zugänglich.

Das Datum könnte wichtig sein:

5. März 2015, 14 Uhr
Dazu meint die Ausschreibung (vollständig im ersten Kommentar):
Bemerkungen: Obligatorische Begehung:
Datum: Donnerstag, 05. März 2015
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Besammlungsort: Feldbergstrasse 47, im Innenhof
Die Teilnahme an dieser Begehung ist für alle Anbietenden obligatorisch. Anbietende, die der obligatorischen Begehung fernbleiben, werden nicht zum Vergabeverfahren zugelassen.
Und das ist der Knochen, um den es geht:
Gesucht wird ein Generalplanerteam für die Instandsetzung des Eckgebäudes sowie den Neubau des Hinterhofgebäudes. Das bestehende eingeschossige Hinterhofgebäude soll durch ein mehrstöckiges Wohngebäude ersetzt werden.
Na dann...!

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Dienstag, 17. Februar 2015


Abt. vom Kopf auf die Füsse - heute: Platzbedarf
Die TagesWoche titelte gestern:

Die Baslerinnen und Basler brauchen immer mehr Platz
Aufgrund des steigenden Colabedarfs brauchen die Menschen immer grössere Flaschen: Wer so argumentierte, würde zurecht ausgelacht (natürlich werden - umgekehrt - Colaflaschen grösser, damit mehr konsumiert wird). Was beim Blöterliwasser niemand ernst nähme, geht aber beim Thema Wohnen als Wahrheit durch. Jüngst wieder unter dem Titel der TaWo (siehe oben), womit sie wiederholt, was Baudepartement und Bau- und Immobilienlobby als "wachsenden Flächenverbrauch pro Kopf" seit Jahr und Tag anführen als Argument für ihre expansive Baupolitik!

Das klingt, als ob der "Platzbedarf" der Menschen der Auslöser sei dafür, dass die Baulobby händeringend und unfreiwillig - im Durchschnitt - immer grössere Wohnungen baut - und dabei - leider, leider - nicht ruhen kann, bis der letzte Flecken Grün zubetoniert ist. Das ist natürlich Humbug.

Der "Platzbedarf" ist nicht die unabhängige Variable! Was simplifizierend als "Platzbedarf" bezeichnet und als auslösender Faktor ins Feld geführt wird, ist die komplexe Reaktion der wechselnden Anzahl Wohnungssuchender auf das objektive Wohnungsangebot. Dort liegt die "unabhängige" Variable.

Die Legende vom "wachsenden Platzbedarf" macht die Getriebenen zu Treibern, vernebelt den Blick auf die tatsächlichen Verhältnisse und spielt den Kreisen in die Hände, die einfach nur neu bauen wollen, weil das ihr einziges Geschäftsmodell ist.

Die Erkenntnis scheint sich, langsam zwar, aber immerhin, bis in die Kommentarspalten der TaWo herumzusprechen.

Klar muss man über die Produktion von neuem Wohnraum in Basel reden. Aber die Debatte sollte mindestens ebenso intensiv über dessen Qualität, wie über dessen Quantität geführt werden.

"Mehr Wohnungen!" alleine ist kein Programm. "Raum schaffen für ein erspriessliches Zusammenleben auf der gegebenen Fläche!" schon eher.

10 linksgrüne GrossrätInnen haben dieser Tage einen Anzug eingereicht, der dazu einige interessante Vorschläge auf den Tisch bringt (Anzug Thomas Grossenbacher und Konsorten betreffend Wohnflächensuffizienz).

Wenig erstaunlich spuckt die Kommentarspalte bei der BaZ unter dem Artikel über u.a. den Anzug bereits Gift und Galle.

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Abt. Frage & Antwort - heute: Hubbardistenlogo
Gestern an bvdbgi@bs.ch

Sehr geehrte Damen und Herren

Am Bürogebäude Ecke Oltingerstrasse / Burgfelderstrasse hängt seit einigen Tagen auf der Seite Oltingerstrasse das auf dem Photo im Anhang sichtbare, rund 2 Meter hohe Reklamesymbol. Gerne wüsste ich von Ihnen:

1. Hat die Bauherrschaft dafür ein Gesuch gemäss "Baubewilligungspflichtige Bauten und Anlagen, Formular-Nr. 170-101" & "Anhang F (Reklame)", eingereicht?
2.1. Falls Ja: Wann?
2.2. Falls Ja: Wurde die Reklame bewilligt (und wann)?
2.3. Falls Ja: Ist das Dossier (Gesuch um Baubewilligung, samt Bewilligung) einsehbar?
2.4. Falls kein Gesuch eingereicht wurde: Halten Sie diese flach an der Hauswand angebrachte Reklame für bewilligungspflichtig?
2.5. Falls kein Gesuch eingereicht wurde & Sie halten sie für bewilligungspflichtig: Wie gedenken Sie vorzugehen, um der Bewilligungspflicht Nachdruck zu verschaffen?

besten Dank im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Bemühungen!
Bild: absichtlich verwischtes Logo der Hubbardisten

Antwort heute Morgen um 10h aus dem BVD:
Besten Dank für Ihre Nachfrage zum "Reklamesymbol" am Gebäude Kayserbergerstr. 3.

Wir können Ihnen mitteilen, dass die von Ihnen angesprochene bzw. aufgezeigte Reklame/Beschriftung im vereinfachten Verfahren geprüft und behördlich bewilligt wurde.

Da Sie nicht Verfahrensbeteiligter sind, können wir Ihnen keine Akteneinsicht gewähren und auch keine weiteren Informationen zum laufenden Verfahren geben.
Nachfrage
Besten Dank für Ihre Ausführungen.

Sie können mir also auch rein äusserliche Informationen nicht geben, wie z.B. wann das Gesuch eingereicht und wann es bewilligt wurde?

Darf ich trotzdem kurz eine Nachfrage stellen?

Was verstehen Sie unter "vereinfachtem Verfahren"? Was unterscheidet dieses von einem normalen Verfahren?
Die Antwort um 15:27 vom geduldigen Mitarbeiter des BVD ist der freundliche Hinweis auf §12 lit. f der Ausführungsbestimmungen zur Bau- und Planungsverordnung (ABPV (application/pdf, 97 KB) ) (und der Hinweis, dass er mir keine weiteren Auskünfte über das Verfahren geben darf). Darin steht:
Im vereinfachten Bewilligungsverfahren werden Vorhaben ohne wesentliche Aussenwirkungen, somit insbesondere die folgenden Vorhaben geprüft:
(...)
f) freistehende Reklamen bis zu 1 m2 und an Gebäuden angebrachte Reklamen bis zu 12 m2;
Für das "vereinfachte Verfahren" gilt gemäss §11 ABPV, Abs.2:
Das Bauinspektorat verzichtet auf eine Publikation und auf ein Einspracheverfahren im vereinfachten Verfahren, wenn keine öffentlichen Interessen und keine Rechte Dritter berührt werden oder das schriftliche Einverständnis der zur Einsprache berechtigten Dritten vorliegt.
Wenn die Hubbardisten ihr Logo übergross an ihr neues HQ klatschen, hat das laut Bauinspektorat keine "wesentlichen Aussenwirkungen", besteht daran "kein öffentliches Interesse" und werden "keine Rechte Dritter" berührt. Darum wurde das Bauvorhaben für das Logo nicht publiziert und gibt es keine Einsprachemöglichkeit dagegen.

P.S. Eigentümergeschichte der Parzelle: 2008 von Implenia Vorsorge an die westschweizer Orox Capital Investment. 2011 von Orox an die Hubbardisten der Estaniola AG und Burgfelder Immobilien AG.

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Sonntag, 15. Februar 2015


Abt. Ausgehtipp - heute: Fondation Fernet-Branca
Noch bis zum 8. März ist in der Fondation Fernet-Branca in St. Louis

Fernet-Branca Museum in St. Louis

die Ausstellung "Prender le temps" mit Werken von u.a. Guido Nussbaum

Untitled
Untitled
Untitled

und Bernard Latuner

Untitled

zu sehen. Ein Besuch jederzeit wert!


Fernet-Branca Museum in St. Louis

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infamous for 4603 Days
Sperrfrist: 03.03.15 18:42

Kontakt:
Medienbüro Dominique Spirgi
Murbacherstrasse 34
CH-4056 Basel
T +41 61 681 61 77
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Abt. hasta la victoria - heute: #conancuba In seiner gestrigen show besuchte Conan O'Brian Cuba:
by patpatpat (05.03.15 22:26)
Abt. Mikropolitik - heute: "effiziente" Oeffnungszeiten Luzia Wigger, die Leiterin des Bau- und Gastgewerbeinspektorates (BGI)...
by patpatpat (05.03.15 13:39)
oder... ...nach Vereinbarung. Vielleicht wollen sie auch nur den Personalaufwand reduzieren.
by mcfisch (03.03.15 18:42)
Abt. Mikropolitik - heute: prohibitive Oeffnungszeiten Du willst in Basel beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat an...
by patpatpat (02.03.15 18:20)
Da hat sich ... ... Stephan Remmler mit seinen auch schon 68 Jahren aber deutlich...
by friedman (02.03.15 10:41)
BASF Areal... ....könnte sich der verkauf noch länger hinziehen? Auf jeden fall plant die Basf...
by ausgeher (01.03.15 23:58)
Abt. Pausenmusik Peter Behrens spielt in der Nordseepassage (wie sonst könnte ein EKZ in Wilhelmshaven/D...
by bagger (01.03.15 23:05)
Grüezi Herr Stettler ... ;-) Ich finde die Argumentation von Jürg Stettler immer wieder „erfrischend“:...
by Wilfried Handl (28.02.15 18:44)