supra, 29. Januar 2012 16:59:00 MEZ Abt. Was macht eigentlich? Heute: Christoph Stutz Wir erinnern uns. Christoph Stutz war einst Regierungsrat, nicht allzulange aber, denn nach vier Jahren wurde er bereits wieder abgewählt. Nun, die "Basler Zeitung" am Sonntag kürt ihn zu einem der "zehn wichtigsten Basler".
"Er hat nach seinem Ausscheiden aus dem Regierungsrat eine Projektmanagementfirma gegründet und berät Firmen in diversen Bereichen. Er dient als Verwaltungsrat verschiedenen nicht börsenkotierten Unternehmen im Dienstleistungssektor und im Baunebengewerbe."
Arm die Stadt, in der es möglich ist, mit diesem Leistungsausweis zu den zehn wichtigsten Persönlichkeiten aufzusteigen.
Wer sonst noch auf der Liste ist? Arthur Cohn nicht, obschon er "wahrscheinlich der bekannteste Basler der Welt und einer der wichtigsten Botschafter der Stadt" sei. (Um Gottes Willen, wer ausser den "Basler Zeitung"-Leser und ein paar Zweitklass-Hollywood-Promis kennt denn Arthur Cohn?) Karli Odermatt auch nicht, Klaus Littmann ebenfalls nicht, wie es im Artikel heisst. Ich übrigens auch nicht, womit ich ganz gut leben kann. Dafür aber: Ueli Vischer, Maja
Oeri, Jacques Herzog, Franz Humer (Basler?), Daniel Vaselle (Basler?), Sam Keller ("«Sam», wie ihn jeder nennt"), Bernhard Heusler, Andreas Burckhardt und Pferde- sowie Luxushotelnarr Thomas Straumann.
"Die Auswahl, es ist klar, kann nur subjektiv sein, und die Qual der Selektion hat uns begleitet."
Manchmal sagt eine Auswahl mehr über die Auswählenden aus als über die Auserwählten.
supra, 28. Januar 2012 11:20:00 MEZ Abt. *uck USA Fast hatte man das Gefühl, er habe Kreide gefressen. Sehr viel davon sogar. Gemeint ist Markus Somm, Chefredaktor des Blattes des gesunden rechten Menschenverstands. Aber, und das war ja abzusehen, irdend einmal kommt all die Wut gegen Linke und gegen das, was ausserhalb der Schweizer Grenze ist, wieder hoch. Und dann ganz heftig. So wie heute im Leitartikel zum Ausverkauf der Bank Wegelin. von "Komplizen, Halunken, Heuchlern" ist die Rede, von "wie mit einer Fernzündung in die Luft sprengen", "Todesangst" wird heraufbeschworen, von "finsteren Zeiten" liest man.
Aber es geht, man ahnt es bestimmt, nicht um die "leichtfertige" (NZZ) Übernahme von US-Bankkunden der UBS, sondern um die böse böse USA. Am liebsten würde Somm, könnte man meinen, dem bösen Amerika den Krieg erklären, nur dass sich die "kleine, solide, erzkapitalistische und doch neutrale" Schweiz das nicht traue:
"Damals den Amerikanern nachzugeben und die eigenen Kunden zu verraten und deren Daten nach Übersee zu liefern, machte jedermann in Washington klar: Die Schweiz ist sturmreif. Sie wehrt sich nicht. Sie hat sich damit abgefunden, zu einer Art Kolonie abzusinken, wo das eigene Recht wenig gilt, das amerikanische aber alles. Willkommen in US-Switzerland."
bagger, 27. Januar 2012 22:42:00 MEZ Abt. Jööö, Schnüffi!™ Auf der Facebook-Seite von Natalie Rickli www.facebook.com bin i darauf gestossen: www.facebook.com
Soll man die denn lieber etwas weniger allgemein halten? Wäre es dann OK?
Und: Vielleicht könnte Somm auch sowas für die Baz gestalten lassen? Einen Platz hier hätte er auf sicher.
bagger, 27. Januar 2012 13:41:00 MEZ Abt. Stromausfall Liebe Baz. Zürich mag für euch ja finster sein, aber beim Tageslicht hat man an der Limmat schon vor längerem auf Solarenergie umgestellt.
(Der Stromausfall war über Mittag)
bagger, 27. Januar 2012 13:32:00 MEZ Abt. Menschen in Not - Wer kann helfen? Von unserer Aussenstelle in Freiburg/D erreicht uns dieser Hinweis auf die prekären Verhältnisse beim nördlichen Nachbarn.
Via Mullah (grösserer Ausschnitt im Comment)
gnom, 27. Januar 2012 13:03:00 MEZ Abt. Lieblingszitate
Heute mit Konrad Hummler am 8. August 2009 in der NZZ zu Bankgeheimnis, Steuerhinterziehung und Abgeltungssteuer: «Ein Glaubensbekenntnis von mir ist (...), dass jeder Franken, der am Staat vorbeigeht, ein gut eingesetzter Franken ist.»
peyrol, 27. Januar 2012 12:41:00 MEZ Abt. Entlassungen - Sreten Ugričić Wie Wolfgang Klotz von der Heinrich Böll Stiftung in Beograd mitteilte, hat die Regierung Serbiens vor einer Woche die Entlassung des Schriftstellers Sreten Ugričić aus dem Amt des Direktors der Nationalbibliothek beschlossen. In einem offenen Brief hatten verschiedene Intellektuelle die hysterische Medienkampagne gegen den montenegrinischen Schriftsteller Andrej Nikolaidis kritisiert. Ugričić hatte diesen Brief mitunterzeichnet, was von den Nationalisten als willkommener Anlass genommen wurde, den unliebsamen Direktor zu entfernen. „Innerhalb von 24 Stunden war Sreten Ugričić seinen Posten los“, schreibt die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe. „Dass er in zäher Arbeit aus der Ruine der Nationalbibliothek eine benutzerfreundliche Institution aufgebaut hat, auf dem neuesten Stand der Technik und integriert ins europäische Bibliothekssystem – das interessiert niemanden.“ Wer sich dem internationalen Protest gegen die Entlassung anschliessen will, schreibt ein Mail mit Name und Institutionsbezeichnung an Wolfgang Klotz: wolfgang.klotz@hbs.rs
peyrol, 27. Januar 2012 12:00:00 MEZ Abt. Zweite Meinung - heute: in der Schweizerzeit „Wenn der Name Christoph Blocher nur schon in der Nähe eines Medienunternehmens auftaucht, laufen linksgestrickte Journalisten und Mainstream-Verleger Sturm“ schreibt Roman S. Jäggi aus Fulenbach SO in der heutigen „Schweizerzeit“. Roman S. Jäggi aus Fulenbach SO scheint so etwas wie der Medienexperte der „Schweizerzeit“ zu sein: „Böse Zungen behaupten, man könne heute in der Schweiz jedes «Chäsblatt» verkaufen, wenn man bloss rechtzeitig das Interesse Christoph Blochers daran durchsickern liesse.“ Da haben wir’s wieder: Das gefühlte Böse. Dabei ist Blocher nur „die personifizierte «zweite Meinung», wie Jäggi schreibt, „und die will man auf gar keinen Fall. (...) Doch seien wir ehrlich: Was wäre so schlecht daran, wenn das eine oder andere Medium gelegentlich die Kehrseite der Münze beleuchten würde? Heute hat neben der «Schweizeit» nur noch die «Weltwoche» und zunehmend auch die «Basler Zeitung» den Mut dazu.“ Es ist ein Skandal: Warum hat Jäggi noch keine Kolumne in der BaZ?
peyrol, 27. Januar 2012 11:51:00 MEZ Abt. Kesslers Treiben Kessler sei der falsche Experte und Interviewpartner, schreibt der Filmemacher Erich Schmid in einem Leserbrief im Tages-Anzeiger vom Mittwoch, wenn Kessler als Migrationsexperte behaupte, 90 Prozent der Asylsuchenden seien «im Sinne unseres Asylgesetzes keine Flüchtlinge». Denn nicht 10 Prozent, sondern 32 Prozent der Asylsuchenden würden anerkannt. Den Super-Gau aber lieferte laut Schmid der Moderater Urs Gredig vor einer Woche in der «Tagesschau»: «Schweizer Gemeinden wehren sich nicht nur gegen Asylunterkünfte, auch Atomendlager wollen viele nicht auf ihrem Gebiet.» Schmids Widerspruch ist ausführlicher auch auf infosperber nachzulesen.
bagger, 27. Januar 2012 10:36:00 MEZ Abt. Schon wieder Freitag dann ist Samstach, Sonntach, und dann geht dat allet wieder von vorne los.
Gruss aus dem Revier:
supra, 26. Januar 2012 16:40:00 MEZ Abt. Ihr müsst draussen bleiben
Bekannt ist, dass sich Davos Jahr für Jahr während des World Economic Forum als Festung auf Zeit gegen jegliche mögliche Störgeräusche abschottet. Dieses Jahr ist man noch ein Stückchen weiter gegangen und hat auch die "Wochenzeitung" (WoZ) ausgeschlossen:
"Das Wef verweigerte uns dieses Jahr eine Akkreditierung – zunächst ohne irgendeine Begründung ..."
... schreibt die WoZ "in eigener Sache". Später habe es geheissen, dass sich alle Medien mit weniger Zulassungen zufriedengeben müssten. Eine etwas fadenscheinige Entschuldigung, denn für die WoZ, die seit 2003 regelmässig nach Davos gereist ist, bedeutet das Weniger gar nichts mehr:
"Tatsache ist: Die Sender und Zeitungen der grossen Schweizer Medienkonzerne werden hofiert. Kritischen Stimmen wie der WOZ wird der Zutritt verwehrt."
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Meine Güte, was koch ich denn bloss? Look no further! Von der preisgünstigen und schnellen Hausmannsküche bis zum exotischen Leckerbissen hält das infamy Kochstudio stets eine Inspiration zum Nachkochen bereit. Unbestrittener Star im Studio ist Supra, der nicht nur mit jedem Küchenwerkzeug umzugehen, sondern auch aus den teuersten Zutaten einen schmackhaften Schnellimbiss zuzubereiten weiss.
Schnüffis, das weiss jeder Boulevard-Redaktor, ziehen immer. Und nirgends sind die Schnüffis schnüffiger als bei infamy. Nicht das verkitschte, überzüchtete und degenerierte Haustier allein steht hier im Focus, sondern ebenso das eigenwillige, bisweilen gar absonderliche Biest, das mitunter völlig zu Unrecht des Menschen bester Freund genannt wird. Namensgeber der Rubrik "Jööö, Schnüffi!™" ist übrigens der singende Hund Schnüffi, der einst in der infamy-Zentrale vorübergehend um Asyl ersucht hatte. Gott hab ihn selig!
Was dem Tierfreund das Schnüffi, ist dem Autonarr die Karre. Ob Oldtimer-Liebhaber bis oder drehzahlengeiler Technik-Fetischist – die infamy-Rubrik "Geili Kääre" hält für jeden etwas bereit. Angucken und abfahren!
Alles was kaputt geht oder schon ist, aber woran wir nicht schuld sind, wird bei infamy in der Rubrik "It's not my fault!" dokumentiert und gleichsam versorgt. Sie ahnen ja nicht, wie viele Seiten des Internets zeitweise unerreichbar sind. Würde man die nicht funktionierenden Teile abziehen, wäre das Internet viel kleiner als man uns weismachen will.
Viagra ohne Rezept, Frauen aus Osteuropa, Schwarzgeld aus Namibia: Was wäre das Internet ohne die vielen Schnäppchenangebote, die uns jeden Tag per E-Mail zugeschickt werden? Die schönsten Beispiele werden in der infamy-Rubrik "Spam of the day" verewigt. Langjährige Erfahrung zeigt: Längst nicht aller Scheiss, der einem unaufgefordert zugeschickt wird, kommt aus anonymer Quelle.
Damische Schreibfehler, hanebüchene Redewendungen, wahnwitzige Metaphern: Die beste aller Basler Tageszeitungen (es gibt ja nur eine!) ist für infamy eine nie versiegende Pointenquelle. Zu finden sind die Trouvaillen unter der Rubrik "bazille des Tages"!
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