Dienstag, 22. April 2014


Abt. Unnützes Wissen - heute: 1'000'000 Fliegende
Plusminus 7'000 Maschinen sind jetzt grad unterwegs über Europa:



Jede ist durschnittlich zu 80% belegt. Die 80% sind geschätzt etwa 130 Personen pro Flugzeug. Ergibt, leicht aufgerundet, eine ungefähre Untergrenze von rund 1 Million Menschen, die jetzt gerade in der Luft sind.

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Abt. Flugstunden - heute: im A350
Stundenlang drehte heute Morgen der A350 mit dem Kennzeichen F-WZGG seine Runden um den Euroairport:



Inzwischen ist er auf dem Weg nach Toulouse (?) in die Mittagspause (?).

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Sonntag, 20. April 2014


Abt. Engelberger for President - heute: SP-Überläufer
Die SP-Männer sind für Engelberger (mit Ausnahmen), die SP-Frauen sind für Bernasconi (mit Ausnahmen).

Die Argumente:

Ruedi "Windrad" Rechsteiner ist im Unterstützungskomitee für den Mann, der zur beleidigten Leberwurst mutiert, wenn seine Konkurrentin die Binsenwahrheit auszusprechen wagt, dass er Pharmainteressen vertritt. So berichtete das Regionaljournal über Bernasconis Kritik an Engelbergers Pharmanähe:



Rechsteiner begründet in der basellandschaftlichen Zeitung seinen Support für Engelberger so:

Rechsteiner sagt, er habe Engelberger in der Wirtschafts- und Abgabekommission [WAK] gut kennen gelernt. Er politisiere stramm bürgerlich, aber lösungsorientiert und verzichte auf Prima-Donna-Allüren. «Ich habe mich entschlossen, ihn zu unterstützen, weil ich überzeugt bin, dass er gut zum Regierungsteam passt und weil die Bürgerlichen Anspruch auf diesen Sitz haben.»
Rechsteiner sitzt erst seit Februar 2013 in der WAK. Insofern beruht Rechteiners Urteil über Engelberger auf einer äusserst dünnen empirischen Basis. In den vergangenen 12 Monaten, während Rechsteiner zusammen mit Engelberger in der Kommission sass, behandelte die WAK, gemäss Website des Grossen Rates, kein Geschäft, das ähnlich brisant war, wie Engelbergers Meisterstück in den Vorjahren, als er diese Kommission präsidierte: das jährliche 100-Millionen-Geschenk an seine eigene Branche.

Wenn Engelberger bei unkontroversen WAK-Geschäften "lösungsorientiert" (Rechsteiners Wort) ist, heisst das überhaupt nichts für seine Politik als Regierungsrat, so er denn gewählt würde.

Die WAK hatte, nach dem Steilpass der Regierung, unter Kommissionspräsident Engelberger ab 2010 der Pharmaindustrie und den Banken ein jährliches Steuergeschenk von über 100 Millionen (im Vergleich zu 2007) organisiert (Zahl: siehe hier S. 4).

Es brauchte 2012 eine Referendumsabstimmung, um Engelberger und Konsorten davon abzuhalten, der hochrentablen Pharmaindustrie in Basel, die 2013 11 Milliarden an Dividenden an die Aktionäre von Novartis und Roche verteilte, weitere Millionen zu schenken. Man nagt da ganz offensichtlich nicht am Hungertuch! Die Branche bezahlte 2013, über den Daumen gepeilt, rund 500 Millionen an Steuern; das sind 4,5% von dem, was an die Aktionäre ging.

Warum die hochrentable Branche noch weitere Steuerergeschenke erhalten soll, ist nicht nachzuvollziehen. Der "Standortwettbewerb"? Dann lasst die Holdings halt abziehen, wie Novartis offen droht! Irgendwo sind die Steuern immer tiefer. Wollt ihr ein Politikerleben lang erpressbar sein? Wie krumm wird da das Rückgrat?

Und was lesen wir bei Onlinereports am 21.3.2014?
"Auf eine weitere Frage von OnlineReports sagte Engelberger, es sei zu überlegen, ob für bestimmte Unternehmen, die nicht von der Lizenzbox profitieren könnten, nicht eine gewisse Senkung der Gewinnsteuersätze zu prüfen wäre."
Der demokratische Entscheid von 2012 kratzt den CVP-Regierungskandidaten offenbar nicht. Engelberger will erklärtermassen, wenn er gewählt ist, weitere Steuersenkungen für die Industrie durchsetzen.

Steuergeschenke an hochprofitable Betriebe in Zeiten, da der Kanton unter anderem in Bildung und Schulen investieren will und für die kommenden Jahre bereits rote Zahlen budgetiert und mit einer Nettoneuverschuldung um 1 Milliarde (von 2,6 auf 3,6 Mrd) rechnet bis 2017. Wofür soll die Industrie eigentlich belohnt werden?

Und trotzdem ist CVPler Engelberger für einige SP-ExponentInnen die richtige Wahl.

INTERMEZZO

Marc-Uwe, was meinen Sie dazu?



ENDE INTERMEZO

Was für Hinterzimmerdeals haben Leute wie Tobit Schäfer, Ruedi Rechsteiner usw. mit den Bürgerlichen geschlossen? Was für Zückerchen versprechen sie sich davon, wenn sie den politischen Gegner hofieren? Das würd ich gerne mal irgendwo erfahren! Die offiziellen Aussagen der SP-Supporter für den Pharmafreund Engelberger sind nur Propaganda und heisse Luft!

Man muss kein grosser Fan der politischen Linie von Martina Bernasconi sein, um wenigstens per Ausschlussverfahren zur Erkenntnis zu gelangen, dass die anderen beiden unwählbar sind! Dieses Fazit zog offenbar auch SP-Ständerätin Anita Fetz. Sie unterstützt, laut Schweiz am Sonntag von heute, Bernasconi.

Allerdings durchaus auch mit, naja, teilweise zweifelhaften Argumenten gegen Engelberger:
Ich wünsche mir eine Person mit etwas mehr Lebenserfahrung. Zudem sollte ein junger Vater von drei Kindern Zeit haben. Kinder brauchen ihre Väter live. Waschtage bringen da zu wenig.
Das geriet dem namentlich nicht genannten, aber unzweideutig gemeinten, Waschtag-Regierungsrat-Dürr natürlich sofort in den falschen Hals:



Der Ton wird schärfer im Wahlkampf. Was die Qualität der Argumente und den Stil angeht, hat's noch deutlich Luft nach oben!

P.S. Ausser den erwartbaren "usual suspects" übrigens auch im pro-Engelberger-Kommitee sind: Dani Jansen, Michael Koechlin, Tino Krattiger, Georg Kreis, Daniel Ordas, Jürg Stöcklin, Roger Thiriet.

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Samstag, 19. April 2014


Abt. Das Ende des iPod - heute: Neil Young

Eure Ohren werden Augen machen und befreit aufatmen!
(die formulierung war volle absicht, ja!)

Neil Young holt für seinen kompromisslosen high-end-Audioplayer Pono (spielt bis 192 kHz sampling Rate, bei 24 bit Auflösung [CD ist 44,1 kHz, 16 bit]), mit dem ein Music-Store verbunden sein wird, der hoch- bis höchstaufgelöste Songs verkauft, über 6 Millionen$ bei Kickstarter. Das ist sein Promofilm:


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Freitag, 18. April 2014


Abt. 100% - heute: Tempelhofer Feld
Worum's geht am 25.5. in Berlin? Siehe hier. Was dort läuft, siehe Video:





Hintergrund zur Abstimmung:


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Donnerstag, 17. April 2014


Abt. Verlautbarungen - heute: WG Klybeck


Presseerklärung der WG Klybeck zu

Migrolareal / Ackermätteli


Mit Erleichterung nimmt die WG Klybeck davon Kenntnis, dass sich die Regierung dazu durchringen konnte, den Wagenplatz am Klybeckquai weiter zu tolerieren.

Zudem ist es begrüssenswert, dass es wenigstens formal mit der Zwischennutzung dieses attraktiven Areals vorwärts geht. Die intransparente Vergabe an den Verein „Shiftmode“ sorgt allerdings für Skepsis im Quartier. Dies passt zur schlechten Figur, welche die Regierung bei der Entwicklung der Klybeckinsel macht. Dem Verein kann man deswegen keinen Vorwurf machen.

Die Wohngenossenschaft Klybeck hat letzten Herbst eine Petition (P318) für eine Passarelle von der Inselstrasse an den Klybeckquai eingereicht. Der Grosse Rat überwies sie mit überdeutlicher Mehrheit (63 zu 9 Stimmen) an die Regierung. Sie ist damit in der Pflicht, dieses Projekt zügig umzusetzen.

Im Kantonsblatt vom 9.4.2014 ist nun ein

Projekt: Pavillon für Doppel-Kindergarten (Schule Ackermätteli), Provisorium bis 31. 7. 2019“ an der Ackerstrasse 25, 27, Rastatterstrasse 32, Sekt. 9C, Parz. 113
publiziert.

Der erste Satz auf der page der „Stadtentwicklung Basel Nord/Ackermätteli“ lautet:
In Basel Nord steht, verglichen mit dem Gesamtkanton, pro Person dreimal weniger öffentliche Grünfläche zur Verfügung.
Trotzdem will der Kanton das sowieso schon zu kleine Ackermätteli für fünf Jahre mit einem „Pavillon für Doppel-Kindergarten“ zustellen.

Dagegen erhebt die WG Klybeck nachdrücklich Einspruch.

Die Passarelle muss sofort gebaut werden, um das Migrolareal dem Quartier zugänglich zu machen. Für einen alleinstehenden Doppelkindergarten ist dort vielleicht nicht der beste Standort. Dafür könnte man aber Räume für ältere Schüler aus dem Ackermätteli-Schulhaus an den Quai verlegen, damit Platz für die Kindergärtner im Schulhaus frei wird.

Der Klybeckquai soll in allererster Linie die Lebensqualität im Klybeck verbessern. Unser benachteiligtes Quartier hat einen Anspruch darauf. Mit der Passarelle und dem Schulprovisorium könnte diese (für einmal echte) Aufwertung verwirklicht werden.

Für die Wohngenossenschaft Klybeck

Martin Brändle

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Samstag, 12. April 2014


Abt. Beisshemmung - heute: der Bundesanwalt

"Wer Geheimnisse verrät ist mir grundsätzlich eher suspekt."
Bundesanwalt Michael Lauber über Ed Snowden [Position 15:40]
In der heutigen Samstagsrundschau von Radio SRF befragte Hans-Peter Künzi den Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber. Es ging ab 15:19 darin auch um Ed Snowden.

Das Transkript des Ausschnitts von 16:56 bis 18:37, Thema ist, ob Lauber Snowden einvernehmen will:
Hans-Peter Künzi: Jetzt ist die Schweiz ja, zumindest am Rande, auch betroffen von den Enthüllungen. Der Bundesrat hat Sie im Dezember ermächtigt, ein Verfahren zu eröffnen. [Präzisierung von "Digitale Gesellschaft", Ergänzung von Steiger Legal] Das haben Sie dann auch getan. In den seither drei, vier Monaten, was ist in der Zeit schon gelaufen?

Bundesanwalt Michael Lauber: Wir sind am Analysieren all der Fakten, die wir überhaupt auf Schweizer Boden erhältlich [sic!] machen können. Man muss einfach wissen, dass in diesen Fällen die internationale Kooperation sehr stark eingeschränkt ist, weil es sich in der Regel um so genannte politische Rechtshilfe handelt.

Das heisst, ich bekomme nichts vom Ausland. Und mir wird aber umgekehrt auch nichts gegeben. Also ich kann nicht den Herrn Snowden einvernehmen im Ausland, denn da brauche ich ein Rechtshilfegesuch. Und, da bin ich fast sicher, das werden mir die Russen aus politischen Gründen nicht geben. [Er meint vermutlich Rechtshilfe würden die Russen nicht gewähren]

Künzi: Snowden, der mit Abstand offenbar am meisten wüsste und auch mindestens bereit wäre hier auszusagen: Müsste man das nicht mal wenigstens versuchen, da einen Kontakt zu knüpfen?

Lauber: Das sind alles sehr formelle Kontakte. Wenn sie rechtshilfeweise etwas wollen, dann müssen Sie ein Gesuch stellen und Sie müssen sagen, was Sie wollen. Und dann wird das beurteilt und wird ihm zugestimmt oder nicht.

Dann wissen Sie eigentlich im Prinzip schon von Vorneherein, dass es abgelehnt wird. Und ich mache also nicht Gesuche, bei denen von Vorneherein die Chance, dass es abgelehnt wird, derart gross ist, dass man mir eher sagt, "jetzt machst Du einfach ein bisschen auf Wind, und irgendwie gross Sachen ankündigen", und es kommt dann trotzdem nichts dabei raus.

Künzi: Also interpretiere ich das richtig, wenn ich sage, das Verfahren, das gibt es zwar jetzt, aber es hat nicht die allerhöchste Priorität?

Lauber: Das Verfahren wird geführt, wie alle anderen auch. Und ich habe aber von Anfang an schon gesagt, dass man da ja nicht allzu hohe Erwartungen haben soll an das Resultat von diesem Verfahren. Die eine Limitation, die habe ich erwähnt, das ist die internationale Dimension. Die andere ist: Sie können nicht einfach in eine Botschaft reinlaufen und eine Hausdurchsuchung durchführen und Dinge beschlagnahmen. Die sind so genannt strafrechtlich immmun. Das heisst, die können nicht strafrechtlich belangt werden in der Schweiz.
Ist es etwas anderes als eine Schutzbehauptung, die Russen würden ein Rechtshilfegesuch ablehnen, drum lohne es sich gar nicht, es zu versuchen? Vielleicht. Im umgekehrten Fall allerdings, wenn Russland Rechtshilfe verlangt, da ist die Schweizer Bundesanwaltschaft dafür umso dienstfertiger, wie Andreas Gross unlängst in einer Anfrage an den Bundesrat kritisierte:
In letzter Zeit wurde in die Schweiz immer wieder zum nützlichen Gehilfen der Machthaber in Russland, um politische Gegner oder unliebsame Wirtschaftsführer in die Schranken zu weisen oder auszuschalten.

Es zeigt sich folglich, dass die Bundesanwaltschaft bei Rechtshilfegesuchen aus Russland vielfach nicht oder nur ungenügend prüft, ob die Verfahren politisch motiviert sind. Dabei werden häufig fundamentale rechtsstaatliche Grundsätze verletzt.
Ob Schutzbehauptung oder nicht: Lauber scheint jedenfalls wenig Lust zu haben, die Sache voranzutreiben geschweige denn, etwas herauszufinden. Ähnlich hatte er sich bereits Mitte Dezember geäussert. Hier das ganze Gespräch:


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Donnerstag, 10. April 2014


Abt. Und Jesus sprach... - heute: "Meine Frau..."

Jesus spricht zu ihnen: Meine Frau … … sie wird für mich Jünger (sic) sein können und...
Das steht da, Schwarz auf Beige, in der vierten Zeile. Und das Dokument ist, gemäss heute publiziertem Fachartikel, tatsächlich rund 1'300 Jahre alt.

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Abt. der kleine grosse Unterschied - heute: Heartbleed


MELANI, die "Melde- und Analysestelle Informationssicherung" riet gestern in den Morgennachrichten uns Normaluser_innen: "48 Stunden Finger weg vom E-Banking!". Eine interessante Première!

Die globale Aufregung entstand übrigens lediglich, weil im Quellcode von OpenSSL das stand

buffer = OPENSSL_malloc(1 + 2 + payload + padding);

und nicht das

buffer = OPENSSL_malloc(write_length);

Ein Klassiker!

Eine Variablengrösse ("buffer") wird zusammengesetzt aus u.a. einem von aussen, per Userrequest, definierbaren Wert ("payload"). Und wird daraufhin - jetzt kommt's! - nicht mehr auf die Zulässigkeit der entstehenden Grösse geprüft (das ist inzwischen geändert).

Darum konnten cleverere Hacker_innen mindestens 2 Jahre lang sozusagen die Tresortüre vor dem Speicher eines vermeintlich per SSL gesicherten Servers so weit aufschieben, dass sie Dinge sahen, die eigentlich nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt waren.

Sie konnten die ihnen so zugänglichen Ausschnitte des Arbeitsspeichers von vermeintlich per SSL gesicherten Servern sogar runterladen. Und dann darin, offline, in aller Ruhe nach Passwörtern etc. suchen.

So beschreibt z.B. @fb1h2s das Problem (backup der Seite bei archive.is).

Die Hacker_innen mussten für den Download der Speicherbereiche aus dem Server nicht etwa irgend einen privilegierten Zugang zu der Maschine haben. Keine Usernamen, keine Passwörter. Das "Problem" lag eine Schicht tiefer. Sie mussten lediglich eine clever formatierte, auf den ersten Blick "unschuldig" aussehende SSL-Anfrage an den Server schicken. Der allerdings antwortete - freiwillig - pro Anfrage mit bis zu 64kB grossen Ausschnitten aus seinem "Allerheiligsten".

Die Pointe: Die Anfrage hinterliess keinerlei verdächtige Spuren. Ausser - vermutlich - einen normalen Eintrag im Logfile, dass jemand per https auf den Server zugegriffen habe. Von den übermittelten Speicherlecks steht nichts im Logfile.

Hat die NSA diesen Fehler für ihre Zwecke verwendet? Vielleicht. Vielleicht nicht.

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Mittwoch, 9. April 2014


Abt. Abstimmungspropaganda in Zeitungen
Am 18. Mai stimmt Basel-Stadt über den 68-Millionen-Kredit für die neue Tramlinie vom Badischen Bahnhof zum Erlenmattareal ab. Gestern Dienstag hat das Pro-Komitee orientiert, heute ist in den regionalen Zeitungen ganz Unterschiedliches darüber zu lesen.

BaZ-Redaktor Daniel Wahl gibt sich schon gar nicht die Mühe, als Reporter in Erscheinung zu treten, sondern geht gleich zum Kommentar über:

"Mit Zahlen ist es so eine Sache: Sie lassen sich derart leicht zerlegen und teilen, dass sie sich allen Argumenten anpassen. Ein Beispiel gibt das Komitee «Ja zum Tram», das gestern den Auftakt über Abstimmung Tram Erlenmatt machte."
... beginnt er seinen "Artikel", um dann im selben Stil weiterzufahren:
"Das Sahnehäubchen in dieser Argumentationskette setzte Komiteemitglied Lukas Stutz, ehemaliger CVP-Grossrat, auf: «Der nächste Autobahnkilometer, der in Basel gebaut wird, kostet sechs- bis achtmal mehr als ein Kilometer Erlenmatt-Tram.» Kein Wort fiel darüber, dass ein Autobahnkilometer eine 100-fach höhere Transportkapazität hat. Oder dass die Auslastung des Trams Erlenmatt – sollte überhaupt einmal ein Einkaufszentrum im neuen Quartier gebaut werden – bei kläglichen 17 Prozent liegt. Zahlenakrobatik ist offenbar im Abstimmungskampf erlaubt."
Ganz anders die Berichterstattung in der "Basellanschaftlichen Zeitung":
Die Befürworter wissen, dass die 68 Millionen das wichtigste Argument der Tramgegner sind. «Alles in allem kostet das Tram eigentlich nur 27,2 Millionen Franken», so Stutz. 18 Millionen Franken würden für Strassenarbeiten verwendet, die auch Autofahrern und vor allem Velofahrern zugute kommen. 15 Millionen werden für Arbeiten rund um den Schwarzwaldtunnel verbaut, die auch vorgezogene Unterhaltsarbeiten beinhalten. Und 6 Millionen Franken kostet die Neugestaltung und Aufwertung des Platzes vor dem Badischen Bahnhof. Für Lukas Stutz und das Ja-Komitee sind dies allesamt Kosten, die auch ohne das Tram anfallen würden."
Und die "Tages Woche"? Sie berichtet gar nicht über die Medienkonferenz des Komitees.

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Abt. Win-win oder die BaZ vom nächsten Montag


Der Fotograf Lucian Hunziker hat einen Fotoband herausgegeben mit dem Titel "Basel in Portraits". Darin hat er eine Auswahl prominenter BaslerInnen im Stil von berühmten FotografInnen abgebildet.

Die Fotos sind bis am 20. April nun auch in einer Ausstellung in der Querfeldhalle zu sehen. Die Vernissage dieser Ausstellung war ihrem Inhalt entsprechend ein Promi-Selbstbetrachtungs-Reigen.

Aber kommen wir zur Sache: Der Fotograf Lucian Hunziker begleitet unter anderem unsere Lieblings-Klatschreporterin Tamara Wernli auf ihren BaZ-Klatschtouren. Und natürlich hat er sie gleich selber zur Prominenz erklärt und sie vervielfacht in sein Buch (und in die Ausstellung) aufgenommen. Ebenfalls drin sind Wernlis Vorgänger Roger Thiriet und natürlich -minu.

Und hier schliesst sich nun der Freudschaftskreis: -minu durfte in der BaZ vom vergangenen Samstag eine freudige Vorschau auf das ihn enthaltende Buch schreiben:

"Lucian Hunziker, im Juni 33 Jahre jung, hat während vier Jahren an einem Buch gearbeitet, das ein Renner wird"
Und die im Buch ebenfalls vorkommende Tamara Wernli huschte mit gezücktem Notizblöckli von Promi zu Promi, um die Vernissage und damit natürlich auch das Buch (höchtwahrscheinlich) in ihrer unvergleichbaren Kolumne in der kommenden Montags-BaZ noch einmal in den höchsten Tönen zu loben.
Die Anmerkungen "Anzeige" und "Publireportage" beziehen sich übrigens auf das, was unten auf der Seite folgt.

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Abt. Nicht gut! - heute: Glyphosat in Muttermilch
In einer Pilotstudie, finanziert von zwei NGOs in den USA, wurde - offenbar zum ersten Mal - das weit verbreitete Herbizid Glyphosat in Muttermilch gefunden:

In the first ever testing on glyphosate herbicide in the breast milk of American women, "Moms Across America" and "Sustainable Pulse" have found ‘high’ levels in 3 out of the 10 samples tested. The shocking results point to glyphosate levels building up in women’s bodies over a period of time, which has until now been refuted by both global regulatory authorities and the biotech industry.
(…)
From a total of 10 samples sent in by mothers from states across the U.S., 3 women had detectable levels of glyphosate in their breast milk. The highest glyphosate level was detected in a mother from Florida (166 ug/l) and the other two mothers with ‘positive’ results were from Virginia (76 ug/l) and Oregon (99 ug/l).
Angelika Hilbeck von der ETHZ...

FDF2014nr114

(Photo: Die Auslöser, Berlin)

... sagt dazu:
If confirmed in a full investigation, it seems that glyphosate has become a ubiquitous chemical in terms of presence and persistence. This data also offers a first indication of potential accumulation in the human body, giving newborns a substantial dose of synthetic chemicals as a ‘gift' for their start into life, with unknown consequences. This is reckless and irresponsible conduct in a democratic society, which still has a living memory of previous reckless chemical contaminations, such as DDT. It seems we either did not learn, or we have forgotten, our lessons from Rachel Carson!.
Nicht gut!

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Kontakt:
Medienbüro Dominique Spirgi
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by gnom (22.04.14 22:44)
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by ridikühl (22.04.14 16:02)
Abt. Unnützes Wissen - heute: 1'000'000 Fliegende Plusminus 7'000 Maschinen sind jetzt grad unterwegs über...
by patpatpat (22.04.14 13:49)
Engelberger for President? .... ...not for me! Ich wähle keine Bürgerlichen! Ich bin auch nicht...
by stelue (22.04.14 13:39)
Abt. Flugstunden - heute: im A350 Stundenlang drehte heute Morgen der A350 mit dem Kennzeichen...
by patpatpat (22.04.14 12:11)
Sehe das ganz ähnlich ... ... und von zwei Bürgerlichen wähle man sowieso das kleinere....
by gnom (22.04.14 11:12)
Mir gefällt einfach sein kreuzbraves Konterfei nicht. Diese Bilderbuchexistenzen, die in ihrem Leben alles...
by ridikühl (22.04.14 00:01)