patpatpat, 21. Mai 2013 10:59:00 MESZ Abt. Whodunnit? - heute: Bitcoin Der japanische Mathematiker Shinichi Mochizuki war's! Er stecke hinter dem bis heute nicht gelüfteten Pseudonym "Satoshi Nakamoto", dem Erfinder von Bitcoin, argumentiert in diesem, am vergangenen Freitag publizierten, Video Ted Nelson, seinerseits der Erfinder u.a. der Begriffe "Hypertext":
supra, 21. Mai 2013 08:59:00 MESZ Abt. FC Hülftenschanz
Eigentlich wollte ich mir ja den glorreichen Sieg des FC Basel im Schweizer Cupfinal anschauen. Offensichtlich bin ich aber versehentlich beim Spiel des FC Baselland gelandet, und der hat bitterlichst verloren.
patpatpat, 20. Mai 2013 11:53:00 MESZ Abt. neulich im... - heute: Bird's Eye Hip Hop met Jazz gestern Abend. Im ersten Set ab 20:30 gab's Interpretationen von Standards zu hören. Verrappt, umgedichtet, neugeschrieben. My funny Valentine, Just a Gigolo etc. Very nice!
Das zweite Set gehörte zu 90% dem Freestyle. Hier Pyro (links) und BugsMC (?) am Mic:
Kalmoo:
von rechts: Luana, Gwen und eine Sängern mit überzeugender Stimme, deren Namen - sorry - mir entfallen ist:
von links: Luana, Skelt!, Black Tiger:
Und da waren noch viele mehr. Merci! allen Sängerinnen & Sängern und der grossartigen Band für den coolen Abend! It was big fun! Fand auch mein (bald) 11jähriger (der weitaus Jüngste im Publikum)!
patpatpat, 19. Mai 2013 15:14:00 MESZ Abt. vorher / nachher - heute: Scientology in the 'hood Vorher: ein seit vielen Monaten sträflich leer stehender Büroklotz, ein Annex des Implenia HQs an der Burgfelderstrasse 211:
Nachher: ein Treff für - gelinde gesagt - fehlgeleitete Science-Fiction Fans. Wikileaks bietet verdankenswerterweise einigen Einblick in deren Vorstellungswelten. Ich sag nur: Xenu!
Hier hört der Spass auf! Was meine unmittelbare Nachbarschaft braucht an der Stelle ist zu allerhinterletzt eine Zombiezucht. Sondern ein lebendiges Quartierzentrum, wie schon vor längerem hier vorgeschlagen. Mein Bauchgefühl sagt mir: Sobald die Hubbard-Jünger ihr Baugesuch eingeben, wird es Einsprachen hageln!
Ach, hätten die SchiessstandbesetzerInnen doch diesen Block gekapert nach ihrer Vertreibung aus Allschwil...
patpatpat, 19. Mai 2013 12:24:00 MESZ Abt. Piratensender @ Basel - heute: Radio Energy Bern Die Funkkonzession von Radio Energy Basel ist eindeutig. Ihr Artikel 1 sagt klar und deutlich:
Die Konzessionärin erhält das Recht, ihr Programm gemäss Veranstalterkonzession des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vom 7. Juli 2008 in der Region Basel nach Massgabe von Ziffer 4, Nummer 17 nach Anhang 1 zur RTVV mit den im beiliegenden funktechnischen Netzbeschrieb aufgeführten UKW-Frequenzen in analoger Technik zu verbreiten.
Die Konzessionärin veranstaltet ein tagesaktuelles Radioprogramm, das vorwiegend über die relevanten lokalen und regionalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge informiert sowie zur Entfaltung des kulturellen Lebens im Versorgungsgebiet beiträgt.
2 Die Konzessionärin stellt werktags während den Hauptsendezeiten (06.30-08.30, 11.30-13.30,
17.00-19.00) sicher, dass ihre lokalen und regionalen Informationsangebote:
a. in erster Linie relevante Informationen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport beinhalten;
b. thematisch vielfältig sind;
c. eine Vielfalt an Meinungen und Interessen wiedergeben;
d. eine Vielfalt von Personen beziehungsweise Personengruppen zu Wort kommen lassen, und
e. das gesamte Versorgungsgebiet berücksichtigen.
Wir merken uns "vorwiegend über die relevanten lokalen und regionalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge".
Heute Morgen lief (und läuft derzeit noch!) auf der Basler UKW-Frequenz von Radio Energy (101,7 MHz) stundenlang ein, gemäss Internetlivestreams, in Bern, Zürich und Basel identisches Programm. Dem Akzent der Moderatorin nach zu urteilen ist es "Radio Energy Bern". Also nicht das vom Bundesrat konzessionierte Programm für diese Frequenz.
Wenn ein dafür nicht konzessioniertes Radio auf einer ihm nicht zugesprochenen Frequenz in einem dafür nicht vorgesehenen Verbreitungsgebiet sendet, darf man es wohl mit Fug und Recht als Piratensender bezeichnen.
Insofern sendete heute Morgen - und sendet derzeit noch - in Basel auf der Frequenz von Radio Energy ein Piratensender.
Vermutlich handelt es sich dabei um ein in Bern hergestelltes Mantelprogramm.
So in der Sache nachvollziehbar es ist, dass Ringier die Produktionskosten für seine "Hit-Music-Only"-Klitschen minimieren will durch zeitweises Networking unter den "Radio Energys" dieses Landes, so konzessionsrechtlich zumindest fragwürdig ist diese Praxis. Hallo Aufsichtsbehörde Bakom???
NACHTRAG: Auf DAB+ läuft unter "Enery Basel" derzeit ebenfalls dasselbe wie unter "Energy Zürich". Auf DAB gelten allerdings andere, laschere Spielregeln als auf UKW. Insofern handelt es sich hierbei allenfalls um "Ettikettenschwindel".
(full disclosure: Der Autor ist Minderheitsbeteiligter an der RX AG, die die Stiftung Radio X auf die Beine stellen half.)
patpatpat, 17. Mai 2013 14:38:00 MESZ Abt. Zahl des Tages - heute: 10'620
So viele Kilometer (!) lang sind insgesamt die Wurzelhaare einer einzigen (!) vier Monate alten Roggenpflanze. Die erstaunlichen Daten stammen aus "A Quantitative Study of the Roots and Root Hairs of a Winter Rye Plant (Secale Cereale)" von Howard J. Dittmer, erschienen im "American Journal of Botany", Vol. 24, No. 7 (Jul., 1937), pp. 417-420, veröffentlicht von der "Botanical Society of America". Die weiteren Angaben in der Tabelle im Bild umgerechnet:
Wurzeloberfläche insgesamt (mit Wurzelhaaren): 639 m2
davon Wurzelhaare 402 m2
Gesamtlänge des Wurzelsystems (ohne Wurzelhaare): 622 km
Länge der Wurzelhaare insgesamt: 10'620 km (!)
Wachstum des Wurzelsystems pro Tag (mittel, ohne Wurzelhaare): 4,99 km
Wachstum der Wurzelhaare pro Tag: 89 km
Das heisst u.a., Wurzeln und Wurzelhaare dieser einen Roggenpflanze wuchsen in den 4 Monaten im Durchschnitt 1,5 Meter. Pro Sekunde! Jetzt steh mal vor ein Roggenfeld ...
... und stell Dir vor, was da im Untergrund los ist!
bagger, 17. Mai 2013 00:01:00 MESZ Abt. Forza Bläsi! Ab dem Sommer müssen über 300 Primarschulkinder ab 6 Jahren der Kleinbasler Bläsischule in ein Provisorium auf der Erlenmatt gehen.
Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ist aber bis heute nur mangelhaft an das Matthäus-Quartier angeschlossen.
Schon bei Bekanntwerden der Umzugspläne äusserten sich viele Eltern besorgt über die Schulwegsicherheit. Auf einer Info-Veranstaltung im November 2012 stellten Vertreter der Stadt Basel angemessene Massnahmen in Aussicht und baten die Eltern um Vertrauen und Geduld.
Als Eltern und Schüler nun im Mai 2013 auf Einladung der Schule mit den Schulpolizisten den neuen Schulweg begingen, wurde klar, dass sich am Gefahrenherd Riehenring nichts Wesentliches geändert hat: Während des Einübens der Kinder der Riehenring-Überquerung missachteten zahlreiche Autofahrer vor den Augen der Polizei die Grundregeln für das Verhalten am Fussgängerüberweg: Sie "huschten" noch schnell hinüber, obwohl die Kinder schon auf der Strasse waren, hielten die Streifen beim Rückstau von der Ampel Feldbergstrasse nicht frei usw. Zudem müssen die Kinder hier auch den obligatorischen Tramvortritt beachten.
Die grundsätzliche Problematik mit Fussgängerüberwegen können weder Kinder, noch Eltern oder die Polizei lösen, wohl aber lässt sich die Gefährdung der Kinder reduzieren und zwar durch eine Ampelanlage, die allen Verkehrsteilnehmern klare Ansagen macht. Die Eltern fordern Politik und Verwaltung auf, sich für den konkreten Schutz der Kinder einzusetzen. Viele Eltern wollen ihre kleinen Kinder nicht auf sich alleine gestellt über so eine grosse Strasse gehen lassen.
Die Eltern haben sich zusammengetan und fordern schnellstmöglich eine sichere Möglichkeit zur Überquerung der Verkehrsachse Riehenring. Sie schlagen vor, das zur Sicherung der Tramhaltestelle «Musical Theater» bereits installierte Lichtsignal für Autos, mit einer Fussgängerampel zu ergänzen.
Weil bis heute keine akzeptable Lösung für diese gefährliche Stelle vorliegt und die Verantwortlichen diese Gefahr offensichtlich unterschätzen, lancieren die Eltern eine Petition für eine Ampelanlage.
Update:
Die www.tageswoche.ch berichtet über die Petition und drehte gestern auch ein kleines Video vor Ort:
patpatpat, 16. Mai 2013 14:48:00 MESZ Abt. info blackout Zürich - heute: Mars-Aspirant Nikolaus Wyss, u.a. der ehemalige Rektor der "Hochschule Luzern - Design & Kunst" und in einem früheren Leben Mitherausgeber der genialischen Zeitschrift "Der Alltag", will mit dem KamikazeUnternehmen Mars One (fungiert bei uns in der "Abt. durchgebrannte Sicherungen") zum Roten Planeten fliegen:
Newsnetz schreibt darüber, aber Posting-Autorin Anna Jikhareva ist offenbar zu jung, um zu erkennen, wer der "64-jährige Nikolaus" ist, denn mehr als die abgeschriebene Altersangabe fiel ihr nicht zu ihm ein.
bagger, 16. Mai 2013 14:40:00 MESZ Abt. Freiräume abreissen und kaputtmachen Auf der re:publica 2013 brachten Tanja und Johnny Haeusler/Netzgemüse einen bemerkenswerten und unkonventionellen Beitrag: The Kids Are Alright
Sie kotzten im Quadrat. Sehet hier:
patpatpat, 16. Mai 2013 09:23:00 MESZ Abt. info blackout Basel - heute: Wissenschaftsnews Weil alle Medien auf dem Platz Basel meinen, eine Wissenschaftsredaktion sei überflüssiger Luxus, steht heute am Rheinknie nirgendwo etwas darüber, was die Fachjournis (mit Sperrfrist 16.5.) dank bevorzugtem Zugang zu wissenschaftlichen Papers via eurekalert schon seit Tagen wissen und heute drum in Tagi und NZZ zu lesen ist: Das Fachmagazin "Cell" berichtet, wie Du aus Hautzellen Embryos basteln kannst. Das kommt auch davon, dass die BaZ per Ende April ihren letzten regulären Wissenschaftsredaktor auf die Strasse stellte.
Willkommen bei dieser kurzen Tour durch infamy! Zuerst mal der Disclaimer:
infamy ist das mehr oder weniger offizielle Weblog des in.f.a.m. Medienbüro in Basel (Schweiz). Es dokumentiert und karikiert den Alltag journalistischen Schaffens (insbesondere, aber nicht ausschliesslich) in der deutschschweizerischen Medienwelt und zeichnet sich neben einem Höchstmass an News- und Nutzwert durch seinen hohen Satire-Gehalt aus.
Allfällige Ehrverletzungen wären in jedem Fall unbeabsichtigt. Wenn möglich, nennt infamy die Quellen seiner Meldungen. Wo es vergessen geht, ist auch dies unbeabsichtigt. infamy ist kostenlos und für jedermann frei zugänglich. Für Kommentare oder von Lesern gepostete Beiträge übernimmt die Redaktion keine Haftung.
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Schauen Sie sich um!
Meine Güte, was koch ich denn bloss? Look no further! Von der preisgünstigen und schnellen Hausmannsküche bis zum exotischen Leckerbissen hält das infamy Kochstudio stets eine Inspiration zum Nachkochen bereit. Unbestrittener Star im Studio ist Supra, der nicht nur mit jedem Küchenwerkzeug umzugehen, sondern auch aus den teuersten Zutaten einen schmackhaften Schnellimbiss zuzubereiten weiss.
Schnüffis, das weiss jeder Boulevard-Redaktor, ziehen immer. Und nirgends sind die Schnüffis schnüffiger als bei infamy. Nicht das verkitschte, überzüchtete und degenerierte Haustier allein steht hier im Focus, sondern ebenso das eigenwillige, bisweilen gar absonderliche Biest, das mitunter völlig zu Unrecht des Menschen bester Freund genannt wird. Namensgeber der Rubrik "Jööö, Schnüffi!™" ist übrigens der singende Hund Schnüffi, der einst in der infamy-Zentrale vorübergehend um Asyl ersucht hatte. Gott hab ihn selig!
Was dem Tierfreund das Schnüffi, ist dem Autonarr die Karre. Ob Oldtimer-Liebhaber bis oder drehzahlengeiler Technik-Fetischist – die infamy-Rubrik "Geili Kääre" hält für jeden etwas bereit. Angucken und abfahren!
Alles was kaputt geht oder schon ist, aber woran wir nicht schuld sind, wird bei infamy in der Rubrik "It's not my fault!" dokumentiert und gleichsam versorgt. Sie ahnen ja nicht, wie viele Seiten des Internets zeitweise unerreichbar sind. Würde man die nicht funktionierenden Teile abziehen, wäre das Internet viel kleiner als man uns weismachen will.
Viagra ohne Rezept, Frauen aus Osteuropa, Schwarzgeld aus Namibia: Was wäre das Internet ohne die vielen Schnäppchenangebote, die uns jeden Tag per E-Mail zugeschickt werden? Die schönsten Beispiele werden in der infamy-Rubrik "Spam of the day" verewigt. Langjährige Erfahrung zeigt: Längst nicht aller Scheiss, der einem unaufgefordert zugeschickt wird, kommt aus anonymer Quelle.
Damische Schreibfehler, hanebüchene Redewendungen, wahnwitzige Metaphern: Die beste aller Basler Tageszeitungen (es gibt ja nur eine!) ist für infamy eine nie versiegende Pointenquelle. Zu finden sind die Trouvaillen unter der Rubrik "bazille des Tages"!
Das war die Tour – aber längst nicht alles, was infamy zu bieten hat. Schauen Sie sich um, kommen Sie wieder, bleiben Sie uns treu! Weiter geht's mit einem Klick aufs Häuschen oben rechts an diesem Rahmen. Viel Spass auf infamy!