Freitag, 10. September 2010


Abt. Praktikanten-Freitag - heute: FMI-Plakat


Tramplakate sind offenbar für viele Grafikbüros Strafaufgaben, die die Praktikanten aufgebrummt erhalten, wenn der Kaffee, den sie der Chefin bringen mussten, zu heiss / zu kalt / zu süss / zu bitter war. So auch in jenem Grafikbüro, das das Tramplakat für den Tag der offenen Tür des Frierich Miescher Instituts entworfen hat. Eine 5 Punkte grosse Schrift auf einem Tramplakat kann niemand entziffern, der weiter als 50 Centimer von dem Schmarrn entfernt ist. Und das sind alle. Also funktioniert der schlechte Witz mit den "Bergkristallen", die gar keine sind und von denen es auch keine am FMI zu sehen gibt am Tag der offenen Tür, NICHT! Alle Strahler und Mineraloginnen, die beim FMI anrennen würden, seien hiermit vorgewarnt. FMI Plakat führt in die Irre


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Abt. Happy Welcome! – heute: Journal21


journal21.ch

Für mich, aber das will nichts heissen, gänzlich überraschend ist heute Journal21 gestartet. "Vertiefte Analysen, Kommentare und Hintergrundberichte" wollen JournalistInnen wie Heiner Hug, Hansjörg Enz, Pia Horlacher, Arnold Hottinger, Klara Obermüller, Bruno Stanek und viele andere mehr bieten. Positiv an der auf den ersten Blick vielleicht etwas angejahrt wirkenden Autorenschaft ist neben der Erfahrenheit auch der Umstand zu würdigen, dass die Betreiber vermutlich nicht auf Einnahmen angewiesen sind. Das erhöht die Überlebenschancen eines solchen Projekts, wie wir aus eigener Erfahrung wissen, natürlich deutlich. Zum Start von Journal21 liess es sich der scheidende Bundesrat Moritz Leuenberger nicht nehmen, ein medienkritisches Grusswort abzusondern. Persönlich favorisiere ich aus gegebenem Anlass indes den Beitrag von Emanuel La Roche über das Making of the General Guisan. Den guten Wünschen schliessen wir uns natürlich an!


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Abt. Geocoding - heute: mit Google Maps


Manchmal wär's zur Veranschaulichung von irgendwas ganz praktisch, man hätte eine Karte, die anzeigt, wo überall die Adressen liegen, die man grad erfasst hat. So geht das:

  1. Adressdaten erfassen in Tabellenkalkulation. Z.B. Google Docs. Für Strasse und Stadt je eine separate Spalte
  2. Daten von dort exportieren als Text (Bei Google Docs: Datei -> Herunterladen als -> Text)
  3. Das Textfile öffnen, alles markieren und kopieren
  4. Bei www.batchgeo.com in Textfenster in "Schritt 1" einfügen (Vielen Dank Phillip Holmstrand für das geniale Werkzeug batchgeo!)
  5. "Bestätigen" klicken
  6. Spalten den korrekten Adressteilen zuweisen
  7. "Run Geocoder" klicken. Warten...
  8. "Speichern / Drucken / Veroeffentlichen" klicken und Formular ausfüllen, auf "Karte speichern" klicken
  9. Die Karte erscheint! 10 Ganz runter scrollen auf der Seite
  10. Auf "Google Earth KML" klicken, die KML-Datei herunterladen (ev. ihr einen eigenen Namen geben)
  11. Mit einem Text editor die Datei öffnen und die paar Zeilen am Anfang des Files löschen in denen Style id="0" und Style id="1" definiert sind.
  12. File unter neuem Namen abspeichern
  13. Zu maps.google.ch gehen und mit Deinem Google-Account einloggen
  14. Auf "Meine Karten" klicken
  15. Auf "Neue Karte erstellen" klicken
  16. Auf "Importieren" klicken und die vorhin unter neuem Namen gespeicherte Datei auswählen.
  17. Hochladen, warten und
  18. Fertig ist die Karte!

Damit hab ich zum Beispiel diese Karte erstellt, die zeigt, woher überall Einsprachen kamen gegen den Teil der baselstädtischen Zonenplanrevision, der die Milchsuppe betrifft:


Einsprechende auf einer größeren Karte anzeigen

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Donnerstag, 9. September 2010


Abt. Qualitätsjournalismus


Eines muss man der besten aller Basler Tageszeitungen lassen: Sie berichten nun wirklich auch über anderes. Und eines muss man dem Oberfamiliengärtner aus unseren Reihen lassen: www.milchsuppe.ch kommt – technisch und gestalterisch – beeindruckend daher. Wenn nur ...


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Abt. Namenswitz des Tages – heute mit: Peter K.


20min.ch Ehrlich gesagt, ging mir mit Peter K. erst eine andere Pointe durch den Kopf. Aber dass der Keystone-Fotograf, der die Story des erst verschanzten und jetzt flüchtigen "Amok-Schützen" Peter K. fotografierte, selber Peter K. heisst, ist ja auch witzig.


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Abt. Fuzzynierend!


Das Mätteli Open Air in Huttu hab ich leider verpasst. Wer wissen will, wie Fuzzy Index rocken, klickt hier.

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Abt. Einer weiss es sicher – heute: der dunkle Fleck


Vielleicht kann mir einer der Fotografen im Publikum helfen: Seit meinem letzten Wochenende im Jura haben die Fotos meiner Brusttaschenleica einen dunklen Fleck am unteren Rand. Jetzt muss ich immer alle Bilder beschneiden. Auf der Linse ist nix zu sehen. Woran mag das liegen?


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Abt. BaZille des Tages - heute: Frag Somm!


BaZ Morgen über Mittag kannst du den neuen BaZ-CR anrufen und ihm Fragen stellen. Damit du nicht lang hirnen musst, hat der Besten aller Zeitung ein paar Fragen vorformuliert. Damit Herr Somm nicht zu lang studieren muss, haben wir ihm schon mal ein paar Antworten zurechtgelegt. Eine Hand macht die andere dreckig!

Grüezi, Herr Somm, infamy am Apparillo! Was gefällt Ihnen an der Basler Zeitung? Was mich sehr beeindruckt hat, ist die unbedingte Folgsamkeit der Belegschaft. Man hat ja lesen können, dass ich für den Fall einer Arbeitsniederlegung einen Streikbrechertrupp organisiert habe. Die Leute konnten aber schliesslich daheim bleiben. Die beiden Türsteher vom Saint-Gemain, die Geering und Suter vom Betreten des Gebäudes abhielten, reichten locker, um die paar, die den beiden am Fenster eine lange Nase machten, wieder an die Arbeit zurückzuschicken. Anyway, schad um die 500 Stutz, die ich den unnötigen Streikbrechern zahlen muss.

Was stört Sie? Wo soll ich anfangen? Der ganze administrative Krempel, den so ein Chefredaktor erledigen muss, geht mir ehrlich gesagt ziemlich am Arsch vorbei. Ich bin geholt worden, um zu spalten und zu polarisieren! Auch die sogenannten repräsentativen Aufgaben können mir gestohlen bleiben. Was soll ich mit so müden Bebbi abhängen? Representen und Fun dabei haben, das geht im Kaufleuten. Oder beim Business Lunch mit Stöff und Mörgeli. Aber hier? Ich zahl doch keine 30 Hämmer für einen Rucola-Salat in der Kunsthalle! Und für litauische Pfifferlinge brauch ich auch nicht in die Bodega. Basel hat hier ganz klar Aufholbedarf. Aber das wird schon. Wenigstens hat es jetzt eine wirtschaftsfreundliche Zeitung.

Was wünschen Sie sich von der BaZ? Dass sie abonniert und mit Inseraten überschüttet wird. Wie wir das erreichen wollen? Nun, wir sind im Gespräch mit Novartis, die unteren Seitenecken mit lebensverlängernden Substanzen zu imprägnieren. So lange wir keine neuen Abonnenten gewinnen, dürfen die alten nicht sterben, so einfach ist das! Um neue Abonnenten zu gewinnen, holen wir an einem Tag die Rechtsextremen ab, am nächsten trösten wir die Kommunisten mit einem Gegenkommentar. Noch nicht zur Spruchreife gediehen sind unsere Bestrebungen, das Internet in der, wie sagt ihr hier: "Regio"? abzustellen. Da sind natürlich auch wirtschaftliche Interessen im Spiel. Ah, und "Das Magazin" ist mir natürlich auch ein Stachel im Fleisch. Sobald wir aus dem Vertrag raus sind, legen wir, natürlich nur für Abonnenten, am Wochenende die Weltwoche bei.


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Abt. Qualitätsjournalismus


"Das serbische Poloteam feiert ..."


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Mittwoch, 8. September 2010


Abt. Surprise - heute: Fred geht


Per Rundmail hat Fred Lauener grad bekannt gegeben, dass er das Strassenmagazin Surprise auf eigenen Wunsch verlassen wird per Ende Jahr. Sein Brief beginnt mit

Die Zeiten als Menschen, die durch alle Maschen der sozialen Netze gefallen sind, sich in ihrer Not an Surprise wenden und auf unkomplizierte Weise Hilfe zur Selbsthilfe erhalten konnten, diese Zeiten sind vorbei. Einfach vorbeikommen, ein paar Strassenmagazine erwerben, diese auf der Strasse feilbieten und damit aus eigener Kraft den Tag anpacken und ein kleines Verdienst erarbeiten, ist schwieriger geworden. Wer Surprise verkaufen will, wird registriert, muss eine Vereinbarung unterschreiben, wird dem Amt gemeldet und streng kontrolliert. So wollen es neue Gesetze und behördliche Anordnungen. Das Surprise-Verkaufsverbot für Asylsuchende in Zürich und Baselland ist nur die Spitze des Eisbergs der wachsenden bürokratischen Hürden, die zu einer immer grösseren Diskrepanz zwischen administrativem Aufwand und inhaltlichem Ertrag sozialer Projekte führen (was übrigens nicht nur für Surprise gilt). Für viele Menschen in Not wirkt sich die Logik der Amtsstuben demotivierend auf die Eigeninitiative aus, und so verharren potentielle Surprise-Verkaufende zunehmend wieder in der Abhängigkeit von Sozialhilfe und anderen Sozialwerken.
...und endet mit...
Die Überzeugung, dass mit Blick auf die elementaren Bedürfnisse unserer Verkaufenden für Surprise kein Weg an einer stärkeren Integration in die Logik der Schweizer Sozialsysteme vorbei führt, bringt mich zur Einsicht, dass heute andere Kompetenzen gefragt sind als «zu meiner Zeit»: Um Surprise für die Zukunft fit zu halten, braucht es jetzt an der Spitze eine Persönlichkeit mit spezifischen Fähigkeiten, Erfahrungen und Netzwerken, insbesondere im Sozialbereich. Mein Know-how und meine Erfahrung stammen jedoch aus der Medien- und Kommunikationsbranche sowie dem interkulturellen Management. Ich habe mich deshalb entschlossen, einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin Platz zu machen, die oder der über das jetzt geforderte Rüstzeug für die erfolgreiche Bewältigung der neuen Herausforderungen verfügt. Ich werde Surprise Ende Jahr verlassen. Was für mich danach kommt, ist offen. Eine berufliche Alternative als weiteren Beweggrund für meinen Weggang gibt es nicht.
toitoitoi!


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Abt. strange bedfellows - heute: Armin & Aeschbi


Was haben Armin Biehler und Kurt Aeschbacher gemeinsam? Keine Ahnung. Aber am 11.10. moderiert Aeschbi die Première zu Armins Auftragsfilm mit dem vielversprecheden Titel "Basel lebt" (Ehrenwort, der heisst wirklich so!). Nein, das ist nicht "Chicken Mexicaine II"! Oder doch? Wir werden's sehen. Das Programm kündet u.a. an ein:

Podium mit Stargästen, die Basel bewegen
Endlich die längst fällige Hommage an die Tram- und BuschauffeurInnen der BVB? Find ich super! Nein? Doch nicht? Nur the usual suspects (Typus Vasella, Koellreuter, Herzog, Cohn, Fink etc.)? Schade!

P.S. à propos Film: Beim Kinderwettbewerb "Mein Basel Nord" ("Wohnst Du in Basel und möchtest einen Kurzfilm drehen? Dann mach mit!" Was duzt ihr mich? Haben wir zusammen Säue gehütet?) ist der Einsendeschluss noch nicht vorbei!


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Abt. Mikropolitik - heute: "gowest!"


CIMG5852.JPG Wem's wie mir ging, wer also die in letzter Zeit aushängenden kryptischen Tramplakate mit der Aufschrift "gowest!" einfach nicht kapierte (Ist das Werbung für einen neuen Nachtclub?), hilft Michel Ecklin in der BaZ heute auf die Sprünge:

Obwohl sie ein unterschiedliches Publikum anziehen, organisieren die Firmen und Institutionen auf dem Milchsuppe- und Friedmatt-Areal am Samstag ein gemeinsames Fest.
gowest! heisst das Motto dieses Festes. Langsam riech' ich den Braten! Und im Grusswort von Baudirektor Wessels auf dem Programmflyer lesen wir weiss auf rot:
Ungeliebte städtische Infrastruktur wurde früher gerne an den Stadtrand verlegt: Kein Wunder finden sich Kehrichtverbrennung, Schlachthof, Psychiatrische Universitätsklinik, Jüdischer Friedhof an der Westgrenze Basels.
Das heisst, u.a. der Jüdische Friedhof ist bis auf den heutigen Tag "ungeliebte städtische Infrastruktur". Anderenfalls hätte die Formulierung in etwa heissen müssen: "was früher ungeliebte städtische Infrastruktur war, nämlich...". Das steht aber nicht da. Welcher Krypto-Antisemit ihm das wohl wieder getextet hat? Item. Lesen wir weiter:
Im Westen liegt auch der Richtplan-Schwerpunkt «Wohnen Stadtabschluss Nordwest», das heutige Freizeitgartenareal an der Burgfelderstrasse. Hier möchte der Regierungsrat im Rahmen der Zonenplanrevision Raum schaffen für familienfreundliches Wohnen. Denn das am nordwestlichen Stadtrand zu Frankreich gelegene Freizeitgartenareal bietet in grossem Umfang Möglichkeiten für das in Basel besonders knappe Angebot an Einfamilienhäusern für Personen und Familien mit mittleren Einkommen. Eine verdichtete Bauweise, die Nähe zum Tram und Vorgaben zu Energiestandards und zur Vermeidung von motorisiertem Verkehr sollen ein ökologisch vorbildliches und familienfreundliches Baugebiet schaffen.
Aha, daher weht der Wind! Via einen parallelen "Tag der offenen Tür" bei so ungleichen Nachbarn wie Spielhölle, Psychi und Paraplegikerzentrum Stimmung machen für die Bagger und gegen die Familiengärten! Nice try. Aber das Ganze muss nochmals zum Grafiker! Mindestens. Und zum Texter. Wir erlauben uns hier zum Kontrastprogramm milchsuppe.ch zu verlinken.


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Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
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