Abt. BaZille des Tages - heute: Frag Somm!


BaZ
Morgen über Mittag kannst du den neuen BaZ-CR anrufen und ihm Fragen stellen. Damit du nicht lang hirnen musst, hat der Besten aller Zeitung ein paar Fragen vorformuliert. Damit Herr Somm nicht zu lang studieren muss, haben wir ihm schon mal ein paar Antworten zurechtgelegt. Eine Hand macht die andere dreckig!

Grüezi, Herr Somm, infamy am Apparillo! Was gefällt Ihnen an der Basler Zeitung?
Was mich sehr beeindruckt hat, ist die unbedingte Folgsamkeit der Belegschaft. Man hat ja lesen können, dass ich für den Fall einer Arbeitsniederlegung einen Streikbrechertrupp organisiert habe. Die Leute konnten aber schliesslich daheim bleiben. Die beiden Türsteher vom Saint-Gemain, die Geering und Suter vom Betreten des Gebäudes abhielten, reichten locker, um die paar, die den beiden am Fenster eine lange Nase machten, wieder an die Arbeit zurückzuschicken. Anyway, schad um die 500 Stutz, die ich den unnötigen Streikbrechern zahlen muss.

Was stört Sie?
Wo soll ich anfangen? Der ganze administrative Krempel, den so ein Chefredaktor erledigen muss, geht mir ehrlich gesagt ziemlich am Arsch vorbei. Ich bin geholt worden, um zu spalten und zu polarisieren! Auch die sogenannten repräsentativen Aufgaben können mir gestohlen bleiben. Was soll ich mit so müden Bebbi abhängen? Representen und Fun dabei haben, das geht im Kaufleuten. Oder beim Business Lunch mit Stöff und Mörgeli. Aber hier? Ich zahl doch keine 30 Hämmer für einen Rucola-Salat in der Kunsthalle! Und für litauische Pfifferlinge brauch ich auch nicht in die Bodega. Basel hat hier ganz klar Aufholbedarf. Aber das wird schon. Wenigstens hat es jetzt eine wirtschaftsfreundliche Zeitung.

Was wünschen Sie sich von der BaZ?
Dass sie abonniert und mit Inseraten überschüttet wird. Wie wir das erreichen wollen? Nun, wir sind im Gespräch mit Novartis, die unteren Seitenecken mit lebensverlängernden Substanzen zu imprägnieren. So lange wir keine neuen Abonnenten gewinnen, dürfen die alten nicht sterben, so einfach ist das! Um neue Abonnenten zu gewinnen, holen wir an einem Tag die Rechtsextremen ab, am nächsten trösten wir die Kommunisten mit einem Gegenkommentar. Noch nicht zur Spruchreife gediehen sind unsere Bestrebungen, das Internet in der, wie sagt ihr hier: "Regio"? abzustellen. Da sind natürlich auch wirtschaftliche Interessen im Spiel. Ah, und "Das Magazin" ist mir natürlich auch ein Stachel im Fleisch. Sobald wir aus dem Vertrag raus sind, legen wir, natürlich nur für Abonnenten, am Wochenende die Weltwoche bei.


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Basel
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