Abt. Schlaumeier - heute: Freddy Burger


Wie rechtfertigt dutzendfach-Millionär Freddy Burger gegenüber TeleBasel, dass er vom baselstädtischen Swisslos-Fonds CHF 150'000.- abzockt für seinen Disney-Trash "The Lion King" im Musical Theater?

So (Transkript seines Statements):

Mir händ ja für eus definiert, dass mir geseit händ, mir wänd au Schuele Spezialpriise gee. Und dass mir da au e chli grosszügiger in dem Bereich chönd umgaah. Und uf die Art und Wiis chönd mir das kompensiere.
Damit missbraucht dutzendfach-Millionär Burger ebenfalls Kinder und Jugendliche als Scheinargument, um an Kantonsgelder zu kommen!

Nach derselben Masche verfuhr bereits die hochprofitable MCH Group, als sie vom Kanton CHF 100'000.- abholte für ihre "13 rooms".

Wenn der Swisslos-Fonds Burger Geld nachwirft, damit der seine überteuerten Tickets leicht verbilligt an Schulklassen verhökern kann, ohne unter dem Strich weniger Gewinn zu machen, bezahlen die Preisdifferenz genau genommen die lottospielenden Eltern der Kids, die sich den Afrika-Kitsch ansehen müssen, weil irgendwer den irrtümlicherweise für pädagogisch wertvoll hält.

Burger aber hängt sich ein gemeinnütziges Mäntelchen um und macht einen auf kinderfreundlichen Wohltäter, ohne dass es auch nur im Geringsten seiner Rendite schadet. Was für ein Schlaumeier!

Dass der Regierungsrat, auch mit der jüngsten Verordnungskosmetik, weiterhin kommerzielle Projekte unterstützen will, ist nur das eine Ärgernis. Dass er nicht von selber auf die Idee kommt, für mehr Transparenz bei seiner Vergabe zu sorgen, ist das andere, eigentlich grössere. Es sei drum nochmals festgehalten: Vorbildilich verhält sich der Regierungsrat des Kantons Zürich! Er informiert offen und nachvollziehbar darüber, wer warum wozu wieviel an was mit welchen Auflagen bekommt.

Basel-Stadt hingegen verweigert aktiv die Einsicht in die Unterlagen, aus denen diese Informationen zu gewinnen wären. Mehr als ein schmallippiges Kurzstatement zu den Beiträgen rückt der Kanton freiwillig nicht raus.

P.S. Dass TeleBasel ausgerechnet und nur von SVP-Nationalrat Frehner ein paar kritische Bemerkungen zur neuerlichen Swisslos-Verordnungskosmetik bringt, ist etwas enttäuschend und bedient letztlich vor allem seinen Wahlkampf. Was er sagt, war vorhersehbar. Eigentlich interessanter wär die Haltung von Leuten aus den Regierungsparteien zur Absicht ihrer Vertreter in der Exekutive, das gesetzeswidrige Hintertürchen offenzulassen und an ihrer "Langstrumpf-Politik" festzuhalten.


Spannend....spannend

Der Kanton stellt an vielen Orten um: neu erhalten z.B. nicht mehr Heime eine Subvention, sondern die Bedürftigen - also z.B. Behinderte.

Dieses System folgt einer einfachen Logik, indem damit bei den Heimen eine Konkurrenz aufgebaut wird, welche zu einer Qualitätsverbesserung führen soll. Die meisten Ökonomen dürften sich dabei einig sein, dass dies ein sinnvoller Mechanismus ist. Ein weiteres Beispiel:
Statt Objekte (Wohnungen wie in Bern....) günstig zur Verfügung zu stellen, sollte man die Subjekte (Bedürftige) subventionieren.

Swisslos soll doch den Kindern von Basel-Stadt Kultur-Gutscheine schenken. Dann haben diese die Möglichkeit, diese dort einzusetzen, wo sie es als sinnvoll empfinden.

Danke für diese Schlaumeier-Aufdeckungen....

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