Freitag, 23. August 2013


Abt. prophetisch - heute: Vilém Flusser


Wenn, wie Flusser in dieser Aufnahme vom 1991 erzählt, die USA damals tatsächlich schon 3'000 verschiedene Szenarien des Golfkriegs durchrechneten und die Computer dann den Militärs diktierten, wie und wo sie bombardieren mussten, dann läuft heute irgendwo in den Kellern des Pentagon garantiert mindestens die 5. Generation dessen, was FuturICT erst von Null aufbauen will / wollte: der totale Weltsimulator "Living Earth Simulator".


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Abt. Die singende Bürgermeisterin


Die blonde Dame hat das Zeug zum Youtube-Star: Josefa Schmid, Bürgermeisterin der bayerischen Gemeinde Kollnburg und – nein, nicht CSU – FDP-Kandidatin bei der Landtagswahl in Bayern.

Nun gut, so blond ist er nicht, aber vielleicht hätte Baschi Dürr bessere Chancen gehabt, zum Basler Bürgermeister gewählt zu werden, wenn er eine Ode an Basel gesungen hätte, statt nur Bier zu trinken?


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Mittwoch, 21. August 2013


Free Bradley Manning!


Wenn Du die Weltöffentlichkeit wissen lässt, wie die USA im Irak Krieg führen,...

...stecken sie Dich für 35 Jahre hinter Gitter.


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Abt. Wohnraumpolitik - heute: Fritz Schumacher


Wie BaZ und BZ mehr oder weniger übereinstimmend berichten, forderte der baselstädtische Kantonsarchitekt Fritz Schumacher gestern auf dem "Schiff" an einem Wohlfühlanlass für kapitalkräftige Immobilienleute als Methode, um uns Normalsterbliche in engere Wohnverhältnisse zu drängen:

laut bz: "Macht die grossen Flächen teurer! Solange die Leute es bezahlen können, ändert sich nichts." laut BaZ: "Bauen Sie neue Wohnungen teuer!"
Und ist es auch Wahnsinn, so hat er doch Methode!

ETH-Architekturprof Eberle lobte am selben Anlass in seinem Vortrag offenbar die Städtebauer des Mittelalters. "Ihre Werke seien Ausdruck effizientesten und verdichtetsten Bauens und zeichnen sich dadurch aus, dass Arbeit, Wohnen und Verwaltung in Fussdistanz zu erreichen sind", zitiert die BaZ ihn. Das klingt schon interessanter, als Schumachers grenzdebile Forderung nach supertreuern Grosswohnungen als ökonomisches Druckmittel zur Zwangsverdichtung.

Neo-Altstadt: Warum eigentlich nicht? Mehr Erice...

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und weniger Plastik!

Unbenannt Unbenannt

Hätte Schumacher von den versammelten Geldsäcken gestern gefordert, "lasst euch etwas einfallen und baut menschenfreundliche, attraktive 5-Zimmerwohnungen auf 70 Quadratmetern, aber lest vorher 'Nachbarschaften entwickeln'!", wär das eine fortschrittliche (NICHT "innovative"! Das Wort "innovativ" hat Hausverbot auf infamy! Für immer!) Forderung gewesen!

Schumachers Grosswohnungen baut ihm sein Praktikant! Dahinter steckt kein einziger Gedanke!

P.S. Warum berichtet die TaWo eigentlich nicht über den Anlass? Oder find ich den Artikel mal wieder nur nicht?


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Dienstag, 20. August 2013


Abt. vorher / nachher - heute: Guardian-Macbook


Vorher:

Nachher:

Irgendwelche britischen Geheimdienst-Büttel bedrohten den Guardian wegen seiner NSA/GCHQ/etc. Berichterstattung und zerstörten schliesslich dort einen Laptop, auf dem gewisse der Dokumente von Snowden gespeichert waren. In den Worten von Guardian Herausgeber Alan Rusbridger:

A little over two months ago I was contacted by a very senior government official claiming to represent the views of the prime minister. There followed two meetings in which he demanded the return or destruction of all the material we were working on. The tone was steely, if cordial, but there was an implicit threat that others within government and Whitehall favoured a far more draconian approach.

The mood toughened just over a month ago, when I received a phone call from the centre of government telling me: "You've had your fun. Now we want the stuff back." There followed further meetings with shadowy Whitehall figures. The demand was the same: hand the Snowden material back or destroy it. I explained that we could not research and report on this subject if we complied with this request. The man from Whitehall looked mystified. "You've had your debate. There's no need to write any more."

During one of these meetings I asked directly whether the government would move to close down the Guardian's reporting through a legal route – by going to court to force the surrender of the material on which we were working. The official confirmed that, in the absence of handover or destruction, this was indeed the government's intention. (...)

And so one of the more bizarre moments in the Guardian's long history occurred – with two GCHQ security experts overseeing the destruction of hard drives in the Guardian's basement just to make sure there was nothing in the mangled bits of metal which could possibly be of any interest to passing Chinese agents. "We can call off the black helicopters," joked one as we swept up the remains of a MacBook Pro.

Das unbedingt sehenswerte Videointerview mit Rusbridger u.a. zur Laptop-Sache:

Hierzulande wird das etwa so ablaufen, wenn die TagesWoche mal zu viel verät über den Schweizer Geheimdienst. Allerdings kommt in Helvetien dann Ueli "Rumpelstilzchen" Maurer persönlich vorbei, eingeflogen im SuperPuma, um auf den Laptops von Loser, Rockenbach & Co rumzutanzen.


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Abt. BisphenoliA


In einer Medienmitteilung teilt der Grossverteiler Coop mit, dass aus seinen Kassen bis Ende Jahr nur noch bisphenolfreie Kassenzettel herausrattern werden - man habe Alternativen getestet, die sich als tauglich erwiesen hätten. Leider weiss ich nicht mehr, wie man hier Links setzt, aber vielleicht kann da jemand die nötigen Ergänzungen anbringen.

Ich vermute jedoch, dass die Nachricht beim hier bestens bekannten, äusserst storyaktiven und verehrten PatPatPat eine gewisse Genugtuung auslösen dürfte - und weiter auch, dass seine preisgekrönten Recherchen in Sachen Bisphenol beim Entscheid von Coop eine Rolle gespielt haben.


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Montag, 19. August 2013


Abt. Tell it like it is! - heute: Michael Haller


Bei SPON fasst der Altmeister ein paar einfache Fakten zusammen, die im tagtäglichen Medienbetrieb immer verdrängt werden. Und er erzählt von den Ergebnissen seiner Umfragen:

Hallers unbequemes Fazit:

Diejenigen, die sich eine Regionalzeitung halten, haben für die tollen cross- und multimedialen Geschichten gern mal am Wochenende, nicht jedoch im Berufsalltag Zeit und Muße. Auch im Jahre 2013 wünschen sich die meisten Abonnenten den versierten Gatekeeper, der Relevantes von Belanglosem zu trennen versteht. Sie wollen den Rechercheur, der endlich mal aus Sicht des Publikums nachforscht und Missstände aufdeckt. Sie wollen Berichte, die auch solche Fragen beantworten, die sie mit dem Thema verbinden. Sie wünschen sich Reportagen, die hinter solche Kulissen blicken, hinter die auch sie gern blicken würden. Sie verlangen nach Hintergrundgeschichten, die ihnen aus kompetenter Sicht Durchblick geben. Und sie beachten solche Meinungsäußerungen, die wirklich fundiert sind. Kurz: Sie haben sehr wohl ein Gefühl dafür, was im Zeitalter des Internets eine gehaltvolle und unterhaltsam zu lesende Regionalzeitung ausmacht - ausmachen könnte.
Meine Vermutung: In einem Newsroom entstehen genau solche Texte nicht!


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Abt. Startschuss - heute: Abstimmungskampagne


Medienkonferenz MV Basel 19.8.2013

Heute Morgen erklärten unter anderem Patrizia Bernasconi und Beat Leuthardt vom Mieterinnen- und Mieterverband Basel auf dessen Dachterrasse den Medien, wie die Organisation argumentiert für ihre beiden Initiativen - und gegen den regierungsrätlichen Gegenvorschlag. Da geht's zur zugehörigen Website.

Medienkonferenz MV Basel 19.8.2013

Full Disclosure: Ja, wir leisten dem MV technische Hilfe bei seinen Bemühungen, das Anliegen mit IT-Mitteln in die Oeffentlichkeit zu tragen.


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Sonntag, 18. August 2013


Abt. BIZille


"Tower Of Basel" heisst das neue Buch des englischen Journalisten und Autors Adam LeBor. "Die BIZ steht – bis heute – über jedem Gesetz. Sie ist niemandem verantwortlich, ihre Mitarbeiter immun – die Schweizer Behörden haben noch nicht einmal Zugang zum (neuen) Hauptquartier, das ohnehin mit Krankenhaus und Bunker ausgestattet ist – für alle Fälle." Gold, Nazis und Euro: Die unheimliche Macht der BIZ.

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Abt. lauter Schulanfang - heute: @ SonntagsZeitung


Dort steht auf Seite 3 zu lesen:

In Basel liefen die Eltern Sturm gegen das Bläsi-Provisorium. Sie starteten sogar eine Petition, wie Flurins Vater Salvatore erzählt. Im provisorischen Schulhaus sitzt Flurin nun zum ersten Mal an seinem eigenen Pult. Fiamma auch, sie ist in derselben Klasse. Der sechsjährige Henry sitzt ganz hinten und versucht angestrengt, der Lehrerin zuzuhören. Sein Vater misst derweil am Fenster mit seinem iPhone den Lärm der 30 Meter entfernten A2: «75 Dezibel».

Dass es - mindestens bei geöffneten Fenstern - in einigen Schulzimmern im Provisorium zu laut werden dürfte, wissen die Verantwortlichen in Bau- und Erziehungsdepartement. Und nehmen es, auf Kosten der Kinder, um an dem Fünfeinhalbmillionen teuren Provisorium ein paar zehntausend Franken zu sparen, bewusst in Kauf!

Das steht allerdings so in der SoZ nicht.


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Abt. Shoppingträume - heute: Zahlungsschwierigkeiten?


Wir erinnern uns: Anfang 2008 tauchte in Basel ein Schweizer Ableger der niederländischen, auf Einkaufszentren spezialisierten "Multi Development" auf und gründete mit der Grundeigentümerin Vivico Real Estate ein "Joint Venture" zwecks Bau eines grossen Konsumtempels auf der Erlenmatt. Im Januar 2009 verkündeten Vivico / CA Immo und Multi, wie der Konsumtempel aussehen solle. Damals genannter Eröffnungstermin: Herbst 2011...

Inzwischen ist ziemlich viel Wasser den Rhein runter geflossen... Und jetzt erreicht uns aus Duisburg, wo die Zentrale von Multi Development Deutschland daheim ist und das Grossprojekt "Stadtfenster" von Multi...

...mitten im Rohbau seit Wochen stillsteht, folgende Nachricht:

Was bei Multi Development im Hintergrund geschieht

Dem weltweit tätigen Unternehmen steht eine Übernahme durch den US-Finanzinvestor Blackstone bevor, der vor allem an dem gut laufenden und gewinnbringenden Türkeigeschäft der Niederländer interessiert sein soll. Das Übernahmeangebot der Amerikaner soll die Europäische Kommission vor kurzem genehmigt haben. Die Deutschland-Zentrale von MD mit Sitz in Duisburg haben einige Manager bereits verlassen, darunter auch der Deutschland-Chef Axel Funke. Immer wieder gibt es Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten, auf die unter anderem auch der Baustopp am Stadtfenster zurückgeführt wird. Diese könnten aber in Zusammenhang mit der Übernahme gezielt gestreut werden, wohlmöglich auch, um die MD-Projekte billiger zu ergattern.

Wenn Multi tatsächlich aussteigt / umsteigt / verkauft wird / "umstrukturiert": Wer wird wohl dann allenfalls das hier

Erlenmatt

geplante Basler Projekt von Multi namens "Erlenmatt Galerie" ergattern?

So soll das Einkaufzentrum auf der Erlenmatt aussehen

P.S. "xtranews", ein Duisburger Newsportal, hat weitere Infos zu Multi aus den letzten Jahren.


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Freitag, 16. August 2013


Abt. Innovation


Hr. Musk startete mal eine Open Source Idee, den Solarmetro Hyperloop mit bis zu 1220km/h; - im Vakuum wie der immer noch nicht realisierte Swissmetro jedoch über dem Boden und solar gespeist. Anbei die Vorstudie als pdf.


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