Montag, 20. Dezember 2010


Abt. Gartenzwerg und die Brandstifter


Am Sonntag erreichte uns eine Mitteilung aus den blühenden Beeten der Vorstädte, die uns aufhorchen liess:

"Keine Hinweise auf Zusammenhang zwischen Brandstiftungen und Familiengarten-Initiative!"
Ach? Doch nicht! Da haben wir gedacht, dass Regierungsbaulöwe Hans-Peter Wessels in seinem Feldzug gegen die Basler Familiengärten zu martialischen Mitteln gegriffen hat. Aber Heinrich Überwasser, Familiengartenlobbyist und als SVP-Politiker selber irgendwie Spezialist für Brandstiftungen, beruhigt:
Die Verschwörungstheorien sind also falsch. (...) Wir haben keine Hinweise für einen Zusammenhang der Brandstiftungen mit den Initiativen zur Rettung aller Familiengärten in Basel und Riehen - auch nicht mit der gestrigen Veröffentlichung des neuen Gegenvorschlags des Bau- und Raumplanungskommission des Grossen Rats. Falsch und absurd ist auch die Vermutung, es gäbe in den Familiengärten ein Problem mit Menschen mit Migrationshintergrund. (...) Familiengärten sind sichere und liebevoll gepflegte "grüne Quartierzentren", und trotz Brandattacken bleibt die Bevölkerung bei uns willkommen!
Trotz Brandattacken willkommen. Am besten aber ist es, wenn man einen Kessel Wasser mitnimmt.


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Samstag, 18. Dezember 2010


Abt. BaZille des Tages – heute: Frenkels Blockerli


Die BaZille des Tages geht wie künftig wohl immer am Samstag an Max Frenkel. In seiner heutigen Kolumne mit dem Titel "Rhäzünser Leckerli" foppt der Haudrauf Basler und Blocher zugleich, aber nur so ein kleines bisschen. Weh tut's beim Lesen trotzdem:

Denn alles, was von Zürich kommt, ist zur Zeit in Basel des Teufels. Die einst sprichwörtliche Basler Toleranz und Selbstironie scheint heute auf drei Tage im März limitiert zu sein: die Basler Fasnacht (für Transrheinische: der Baseler Fasching).
Natürlich finden die Basler nicht alles, was aus Zürich kommt, des Teufels. Aber das meiste. Und das nicht nur "zur Zeit". Dass die Toleranz für Zürcher ist an den "drey scheenschte Dääg" besonders ausgeprägt sei, ist mir in den letzten 20 Jahren auch nicht aufgefallen.


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Abt. Lug und Trug, heute: Roche


Sachlich betrachtet lassen sich von Tamiflu bestenfalls die Nebenwirkungen beweisen. Fehlt nur noch der Nachweis, dass Roche die WHO für die Vogel-, Schweine- etc. Grippepanik die ohne diese Substanz nicht zu bewältigen sei, schmierte.


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Freitag, 17. Dezember 2010


Abt. TV-Trouvaillen – heute: Bushido rappt Sarrazin


Wer, wie ich, Digital TV hat und ZDF neo empfangen kann, und, anders als ich, noch Zeit zum Fernsehen findet, dem sei die Late Night Show von Benjamin Stuckrad-Barre empfohlen. Dort gibt es lustige Sachen wie diese hier: Bushido liest den "Alptraum" von Thilo Sarrazin. Wer zum Fernsehen keine Zeit hat, kann sich, wie ich, die ganze Sendung während der Arbeit im Internet ansehen. Abschaff-Thilo war übrigens höchstselbst zugegen. via Joël


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Abt. Aufgeschoben – heute: SRF


Vor kurzem noch wurde die neue SRF-Seite auf heute angekündigt (s.o.). Wer heute vorbeigeht, um nachzuschauen, wird auf den 1.1. vertröstet (s.u.). Na, passt ja auch viel besser …


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Donnerstag, 16. Dezember 2010


Abt. Fragestunde - heute: bei der ESA


Jetzt einschicken! "Aus der Schweiz erreicht uns die Frage einer Frau Burtscher. Sie möchte wissen: Wann startet die ESA zum Mars?"


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Mittwoch, 15. Dezember 2010


Abt. Protestaktion des Tages – heute: @SRG


Der rasante Schnitt lässt eine Schlägerei erwarten, aber Action-Freunde werden enttäuscht: Der Nationale Vorstand des SSM protestiert vor und in der Generaldirektion der SRG gegen die Einführung eines unfairen Lohnsystems. Weitere Infos gibt's hier.


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Abt. Offener Brief – heute: Pink Cross an Fifa-Sepp


Weil Fifa-Sepp meint, sie sollen an der WM in Katar auf Sex verzichten, haben die Brüder und Schwestern von Pink Cross ihm diesen Brief geschickt:

Lieber Sepp Blatter Schwule sollen 2022 in Katar auf Sex verzichten, wenn sie an die Fussball WM reisen, haben sie in Johannesburg gesagt. Schwulen und Lesben drohen in Katar bei gleichgeschlechtlichen Handlungen 5 Jahre Knast oder 90 Stockhiebe, oder auch beides. Und dass die Katari es ernst meinen, können Sie selber nachlesen. Sie haben die Vergabe der WM nach Katar verteidigt mit dem Hinweis, der Westen solle sich nicht so aufspielen, Fussball entwickle sich und sei nicht nur etwas für überhebliche Europäer oder Südamerikaner. Muss ich nun daraus schliessen, dass Weiterentwicklung heisst, dass Schwule und Lesben akzeptieren müssen, dass ihre Sexualität mit massiven Strafen bedroht wird? Ist das die Zukunft, die Sie wollen, vorwärts in die Vergangenheit? Da ist das Alkoholverbot an der WM in Katar ja im Vergleich gerade noch harmlos.

Lieber Sepp Blatter, vielleicht spielt Sexualität in ihrem Alter keine grosse Rolle, im März werden Sie ja 75 Jahre alt, vielleicht ist Geld für Sie jetzt wichtiger. Vielleicht erinnern Sie sich, als Sie noch jünger waren: Sex hat viel mit Emotionen zu tun, Fussball auch, wie sie selber immer wieder betonen. Sex und Fussball sind also, wenn man so will, Brüder. Wie wär’s darum, wenn Sie konsequent wären, nicht nur einen Sex-Verzicht für Schwule in Katar predigen, sondern auch gleich einen Fussballverzicht für die Mannschaften an der WM?

Den Vorschlag find ich jetzt zwar übertrieben. Man wird doch wohl einen Monat ohne Poppen auskommen. Aber ohne Fussball???


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Dienstag, 14. Dezember 2010


Abt. Finger weg von... - heute: Assange!


..schreiben (.pdf) einige Journalismusprofs der New Yorker Columbia Journalism School an Barack Obama: Formulieren wir es als Frage: Würde das MAZ je so etwas wagen solange er sein Präsident ist? Er, der zugleich dort "Führungskräfte und Kommunikationsverantwortliche" "Issues antizipieren" lehrt. Ob er im nächsten Kurs ein "Issue" wie Wikileaks gleich einbaut?


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Abt. Touri-Abzocke – heute: Taxi-Wucher


Foto: thetschopp

Stell dir vor: Du bist ein deutscher Tourist, der aus Angst vor Islamisten-Terror mit seinen Kegelfreunden für einmal nach Basel kommt, anstatt nach Nürnberg auf den Christkindlmarkt zu gehen, wie sonst immer. Es gibt überall das gleiche zu kaufen, dass die Futterstände eigentliche Fast-Food-Filialen sind, wundert dich längst nicht mehr, aber hey, du bist ein Schwoob, hast gern Geselligkeit und vor allem magst du Glühwein. Und irgendwie hat dieses Weihnachtsmarkthopping auch was. Wenn du also, guter Dinge, da leicht angesäuselt, vom Barfi her auf der "längsten Weihnachtsstrasse Europas" zum Claraplatz torkelst, auf dem von der lokalen Presse vollkommen zu Unrecht vernachlässigten Clara-Weihnachtsmarkt eine weitere Runde Glühwein orderst und vor lauter Fusel der Versuchung erliegst, dich und die Jungs mit dem Taxi zum Winterzauber spedieren zu lassen, obwohl das Tram gleich nebenan fährt, wird dir der Fahrer kaum sagen, "Lauf oder fahr mitem Drämmli!", denn das wäre nicht eben kundenfreundlich. Er wird vielleicht nicht einmal etwas gegen den Glühweinbecher in deiner Hand sagen, im Gegensatz zum Tramkontrolleur. Jedoch, du wirst dir an dem heissen Gebräu höchstens einmal die Zunge verbrennen, bevor dich das Taxi auf den Messeplatz spuckt. Und der Taxifahrer mit hohler Hand 15 Franken von dir verlangt? Für eine Strecke von 500 Metern?!


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Abt. Breaking News – heute aus: Minneapolis



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Abt. Zitat des Tages – heute: Markus Spillmann


In Lech wird gerade die <a href="de.paperblog.com target="blank">europäische Medienzukunft diskutiert. Aus der Schweiz ist unter anderen NZZ-Chef Markus Spillmann angereist. Ihm wird folgendes Statement zugeschrieben:

Ich sage es ganz ehrlich: Ich halte nichts vom Citizen Journalism. Das ist wie ein Citizen Doctor, zu dem würde ich nie gehen, auch wenn er sich die Technologien angeeignet hat.
Mal abgesehen davon, dass der Vergleich sowieso blöd ist, weil Spillmann "Journalismus" mit "Arzt" vergleicht statt mit "Medizin": Wenn ich ihn richtig verstehe, geht er lieber zu einem zittrigen Greis, der ihn zwar mit einem unsterilen Messer auf schneidet. Aber wenigstens an der richtigen Stelle!


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