Donnerstag, 6. Januar 2011


Abt. Wiederaufbereitung ist lustig


China kann jetzt hier in der Wüste Gobi auch AKW-Abfälle wiederaufbereiten, nachdem es die Technologie dafür in Frankreich eingekauft hat bei der Areva! Über diesen Prozess steht in der offiziellen Firmenbroschüre der Wiederaufbereitungsanlage La Hague (Betreiberin: Areva):

Permanent technological progress means that the volume of waste is constantly decreasing. Today, reprocessing one ton of spent fuel generates less than 0.5m3 of waste. Without processing, the volume of waste would be 4 to 5 times greater.
Klingt gut, oder? So auf den ersten Blick: 1 Tonne ausgebrannte AKW-Brennstäbe "aufbereiten" produziert weniger als einen halben Kubikmeter Abfall. Aber Achtung: 1 Tonne Brennstab, angenommen er besteht rein aus Uran (Dichte: 19g/cm3) ist nur ein Neunzehntel Kubikmeter gross (remember: Dichte = 19t/m3). Also 0,052 Kubikmeter. Daraus wird gemäss Areva-Broschüre, durch die Aufbereitung, 0,5 Kubikmeter. Also ein 10 Mal grösseres Volumen an radioaktivem Abfall! Wir lernen: AKW-PR ist immer mit grösster Vorsicht zu geniessen!


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Mittwoch, 5. Januar 2011


Abt. Wunderkammer - heute: Sonnenbenzin


Was am Heiligen Abend in "Science" stand, macht heute die Frontseite von "20Minutten" und sieht von nahem so aus:


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Dienstag, 4. Januar 2011


Abt. Gerüchteküche: FCB-Safari zu Aston Villa?


footballtransferrumours.net hält es für einigermassen wahrscheinlich, dass Behrang Safari zu Aston Villa wechselt. In der BaZ war bis vor kurzem noch die Rede von Werder Bremen.


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Abt. Sonnenfinsternis


Besonders viel hat man in Basel nicht gesehen von der partiellen Sonnenfinsternis. Aber ab und zu brach sich die halbverdeckte Sonne doch ein Loch durch die Wolken. Und ein bisschen toller als auf meinem lausigen Bild hats schon ausgesehen.

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Abt. Was wirklich geschah - heute: bei Saddams Statue


Der New Yorker hat in seiner aktuellen Ausgabe eine spannende, lange Hintergrundgeschichte über die Ereignisse rund um den Abbruch von Saddam Husseins Statue am 9.4.2003, kaum dass die Amis in Baghdad ankamen. infamy war damals an dem Tag übrigens - aus sicherer Distanz per Dauer-Livestream von n-tv (remember Tilgner & Iraks Informationsminister Mohammed Saeed al-Sahaf) - mit dabei: Ja, so alt ist infamy schon!


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Montag, 3. Januar 2011


Abt. Kontextwerbung, elendige


Focus-online: Contextwerbung


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Abt. infamysierte – heute: Blick am Abend


Judihui - unser halbweises Züribrot vom Sutter-Begg hat es in die Zürcher Ausgabe des Blick am Abend geschafft!


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Abt. Qualitätsjournalismus


Das Jahr ist so frisch, dass wir noch gar nicht so richtig wissen, was mit ihm anzufangen ist. Da sind wir doch sehr froh, dass uns die "Basler Zeitung" mit guten Ratschlägen weiterhilft:

"Es gibt viele Gründe, sich aufs neue Jahr zu freuen, ..."
... verkündigt die Redaktion, und wir staunen, was für Gründe das sind: Der neue Tim-und-Struppi-Film von Steven Spielberg, die Baz-Sujets an der Fasnacht, dass der FCB zweitplatziert ist und nicht weiter hinten und dass Hauseigentümer sparen können.

Ach! Ist alles nur ironisch gemeint? Müsste man eigentlich glauben, wenn man von Chefredaktor-Stellvertreter Urs B. liest:

"Endlich sind wir gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger am Zug, im Baselbiet grad zwei Mal. Was haben wir uns doch in der Vergangenheit geärgert über Politiker, die mutlos dahinschwatzen, sich verfilzen, egoistisch Privilegien geniessen, Wahlversprechen brechen und vieles Wüste mehr. (...) Jetzt sind wir dran und können wählen, wer etwas taugt. Bald tauchen im Baselbiet die ersten Wahlplakate auf, flattern Prospekte ins Haus für die Landratswahlen ..."
Eigentlich müsste es Urs B. doch besser wissen, ist er doch selber Baselbieter. Und leitet er doch eine Zeitung mit, in er selber des öftern lesen konnte und kann, dass sich im Baselbieter Regierungsrat ziemlich sicher nichts bewegt, wenn Ehemalige ins Wahlrennen steigen. Seien sie auch noch so unfähig.

Aber wahrscheinlich ist alles eh nur ironisch gemeint.


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Abt. Für Schnellentschlossene – heute: Rom retour


Wegen Unabkömmlichkeit verschenke ich zwei Easyjet-Tickets ohne alles nach Rom und zurück. Einziger Haken: Die Umbuchungsgebühr muss vom Geschenknehmer übernommen werden. Und die ist in diesem Fall (CHF 48.- pro Ticket) höher als der Einstandspreis.


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Abt. Schall und Rauch: Silvesterfeuerwerk


Weil es so schön war, hier noch ein paar Impressionen vom Basler Silvesterfeuerwerk. So viel Geld wurde verpulvert, um Rauch und Nebel zu beleuchten. Für eine Windmaschine, um letztere wegzublasen, hat es nicht gereicht.


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Sonntag, 2. Januar 2011


Abt. Eins auf die Finger - heute: 2 Grad


AKW-Betreiberin Axpo ist "Kooperationspartnerin" der Ausstellung "2 Grad - Das Wetter, der Mensch und sein Klima". Das gibt Axpo offenbar das Recht, am Inhalt der Ausstellung rumzukritteln, wenn sie etwas davon für "fachlich nicht haltbar" und "zum Teil falsch" hält. Wie die BaZ berichtet (Chapeau!), urteilt die Axpo so über diese Aussage:

Uran ist eine begrenzte Ressource. Bei einem massiven Umstieg auf Atomkraft wären die Uranvorräte nach nur 18 Jahren verbraucht. Der radioaktive Abfall strahlt noch sehr lange und ein schwerer Unfall kann nie ausgeschlossen werden.
Darum hat die Axpo bei "2 Grad" interveniert. Und prompt hat "2 Grad" die entsprechende Passage in einem Video in der Ausstellung gelöscht. "2 Grad" hat nicht etwa der Axpo die Gelegenheit zur Gegendarstellung gegeben, sondern die atomenergiekritische Passage entfernt. Wie steht es um die Aussage der Ausstellung? Ist Uran keine begrenzte Ressource? Vor bald 2 Jahren argumentierte Horst-Michael Prasser, an der ETHZ "Professor für Kernenergiesysteme" ausführlich für seine Disziplin in einer Diskussion auf dem Blog "sciencesofa". Er kommt dort (in Kommentar Nr. 11) auf 80 bis "hunderttausende von Jahren", die die Uranvorräte noch reichen. Je nach eingesetzter Reaktortechnologie. Die hohen Zahlen gelten für mit Uran und Plutonium betriebene Brutreaktoren. Nach Prassers Kommentar auf dem Blog spielt "die Tatsache, dass Uran nicht erneuerbar ist, für die heutige Debatte" keine Rolle. Aber nicht mal Prasser sagt, Uran sei keine begrenzte Ressource. Die Axpo hingegen stört sich so sehr daran, dass sie bei der Ausstellung interveniert. Die Zahl von nur 18 Jahren, die die Uranvorräte noch reichten, mag allerdings tatsächlich einer genauen Prüfung kaum standhalten. Aber die hätte sich wohl korrigieren lassen. Gemäss der Internationalen Energie Agentur IEA liefern AKWs derzeit knapp 6% des weltweiten Primärenergiebedarfs (IEA Statistik 2010, .pdf S. 6). An der globalen Stromproduktion haben AKWs aktuell einen Anteil von knapp 17% (gleiches Dokument, Seiten 27 + 25). Hier rechnet ab Position 2:30 der MIT-Chemiker Dan Nocera vor, was passieren müsste, damit die AKWs in dieser Welt (IAEA Datenbank aller Anlagen) in 40 Jahren mit 50% einen substanziellen Beitrag zur CO2-neutralen Weltenergieversorgung liefern könnten. Er kommt auf 200 neue AKWs, die pro Jahr neu gebaut werden müssten. Ab jetzt. Für immer. Denn ein AKW läuft etwa 50 Jahre.

Dann wären da noch die Aussagen, radioaktiver Abfall strahle sehr lange und ein schwerer Unfall könne nie ausgeschlossen werden. Die sind in sich so banal und zugleich unumstösslich, dass schwer nachvollziehbar ist, warum "2 Grad" sie auf Betreiben der Axpo eliminiert hat. Alles in allem: Es bleibt ein unangenehmer Nachgeschmack bei der ganzen Sache. Erfreulich hingegen ist, dass die BaZ den Vorgang publik macht! Disclaimer: Ich hab die Ausstellung noch nicht gesehen.

P.S. Dass der Axpo ihre Zahlen ("Neben den weltweit 444 Kern- respektive Atomkraftwerken befänden sich derzeit 40 Einheiten im Bau, für 80 weitere lägen konkrete Projekte vor.") zumindest in 2 Punkten nicht stimmen, übersehen wir geflissentlich und werfen ihr nicht vor, sie seien "fachlich nicht haltbar" und "zum Teil falsch". Sondern weisen sie freundlich darauf hin, dass per 23.12.2010 441 AKWs in Betrieb und 65 in Bau waren, gemäss der dafür massgeblichen IAEA. P.P.S. Der industrienahe "Energierat" hat's in seinem alle 3 Jahre erscheinenden Ressourcenbericht 2010 ab Seite 202 von Uran. Der Autor dieses Kapitels, H-Holger Rogner von der IAEA, kommt zum Schluss, mit dem Verbrauch von 2008 reichten die bekannten Reserven noch 98 Jahre.


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Freitag, 31. Dezember 2010


Abt. Happy Birthday! - heute: Douglas Coupeland


Dank @dougcoupland wissen wir, was der Autor von "Generation X" sich wünscht:


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