Dienstag, 27. September 2011


Unverstanden


Unverstanden

Es ist nichts neues, dass die BaZ-Lokalredaktoren mangels Sachverstand unverständliches verzapfen. Der Aufmacher des heutigen Lokalteiles über die Saturday-Night-«Randale» ist allerdings ein besonders gelungenes Exemplar unfreiwilliger Komik. Die völlig verdrehte und faktenferne Schilderung der Ereignisse am Voltaplatz ist für besser Informierte schon ein Spass für sich. Richtig witzig wird's aber im Kommentar. Zwar bemüht sich Autor Kurt Tschan zumindest Ansatzweise um ein gewisses Verständnis für die Forderung nach Frei- und billigen Wohnräumen, beklagt aber, dass diese im Klirren eingeschlagener Fensterscheiben unterzugehen droht. Als wenn eine solche Diskussion ohne Geklirr überhaupt stattgefunden hätte. Mit nebulösen Formulierungen, wie «In dieser Unsicherheit kam es zusätzlich unter den Aktivisten selbst zu Auseinandersetzungen», versucht der Autor Hintergrundwissen zu simulieren um gleich im nächsten Satz gehörig auf dem Metaphernglatteis auszurutschen: «Ein Funke reichte, um das Fass zum überlaufen zu bringen.» Das vergleichsweise harmlose Entglasen der ekligen Christ und Gantenbein Überbauung, ein grösseres Lagerfeuer, und das Ausknipsen der Ampelanlage sind für den sensiblen Tschan bereits «Nackte Gewalt». Das die Verantwortlichen bewusst die direkte Konfrontation mit der, für einmal, zahlenmässig massiv unterlegenen Polizei vermieden haben und unpolitische Krawallmitläufer aus dem Nordstern an ungezielten Zerstörungsakten gehindert haben, ist dem Journalisten freilich entgangen. Das hätte ja das Eskalationsgeschwätz doch zu sehr als solches enttarnt. De Fakto war die Aktion wohl eher ein Schuss vor den Bug des Baudepartementes, der mit grösster Wahrscheinlichkeit absichtlich überhört wird, bis es denn mal wirklich zur Eskalation kommt, auf die ich, wie ich unumwunden zugebe, mich schon jetzt freue. Denn wie schon meine gestrenge Oma sagte: «Wer nicht hören will, muss fühlen.»


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Montag, 26. September 2011


Abt. darüber reden - heute: Claraturm


Darüber... offizielle Sichtweise: ... soll am 20.10. geredet werden im Volkshaus. U.a. das BVD lädt dazu ein:

Vor der öffentlichen Planauflage zur Festsetzung eines Bebauungsplanes für den Claraturm möchten wir Sie zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung (im Sinne einer Anhörung) einladen.
Die Verdichtung hat in der Planungspraxis Freunde und Feinde. Sind Hochhäuser die richtige Lösung für die Verdichtung in der Stadt? Was bringt der Claraturm der Quartierbevölkerung? Die widersprüchlichen Sichtweisen wollen wir anhand von Fragen zu Verkehr und Nutzungen / Wohnanteil am Beispiel Claraturm diskutieren. Gerne laden wir Sie zu diesem Anlass ein am
Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19.30 bis 22.00 Uhr, Volkshaus, Unions-Saal, Rebgasse 12, Basel
Veranstalter:
Bau- und Verkehrsdepartement (BVD), Planungsamt Präsidialdepartement (PD), Kantons- und Stadtentwicklung Stadtteilsekretariat Kleinbasel Gast: UBS Immobilienfonds Sima (Bauherrin und Grundeigentümerin Claraturm) Es ist vorgesehen, in Arbeitsgruppen den vorgestellten Stand der Planung zu diskutieren, Anregungen aus der Bevölkerung aufzunehmen und die wichtigsten Anliegen herauszuarbeiten. Die Ergebnisse werden von den Veranstaltern gemeinsam ausgewertet.
Einladung: claraturmdiskussion (application/pdf, 46 KB)

"Vor der öffentlichen Planauflage" ist vor der Einsprachemöglichkeit. Ob darum die "Anregungen aus der Bevölkerung" wohl tatsächlich in eventuelle "last minute"-Planänderungen einfliessen?


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Abt. Must-have des Tages


Groupon bietet aktuell zwei gepimpte Schöppen zum Preis von nicht mal einem. Fachgerecht ausgestopft vom berühmten Dr. Kish. Da heisst es zugreifen!

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Abt. Geili Kääre


Dieses hübsche Ding aus Helge Schneiders Garage kannst Du hier kaufen.

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Abt. Easy Riders – heute: @Paris


Don't mess with the gun guy!

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Abt. Neues aus Kleinhattan


Es kann weitergehen mit der Planung für Kleinhattan, der Neunutzung- und vor allem -überbauung des Hafenareals Klybeck und Kleinhüningen.

"Heute unterzeichneten Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Basel-Stadt, Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, Weil am Rhein, und Monsieur le Maire Jean-Marc Deichtmann, Huningue, eine Absichtserklärung für die trinationale Stadtentwicklung auf den Hafenarealen und den angrenzenden Gebieten."

Die Nachbarn sind also mit im Boot. Und tragen eine "grenzüberschreitende Vision für die künftige Hafen- und Stadtentwicklung" mit, die mit solchen Visualisierungen arbeitet:

Diese hohen Häuser bieten viel Platz:

"Mit den unterschiedlichen Stadtquartieren, wie sie in der Entwicklungsvision 3Land skizziert sind, kann Raum für je 10’000 neue Einwohner/innen und Arbeitsplätze geschaffen werden."

10'000 neue Einwohner/innen. Ja aber was ist den mit den alten? Diese geniessen im Moment die letzten Sommertage in der neuen Buvette von Marina Basel auf der "Klybeckinsel".

Gleichzeitig monieren sie aber, dass sie bei der Planung nicht mitreden können. Noch nicht, wie es in der gemeinsamen Mitteilung von Base-Stadt, Weil am Rhein und Huningue heisst:

" Die Ergebnisse des Masterplans wie auch die Verlagerung des Containerumschlags Schiff-Bahn – mit einem neuen Containerterminal auf dem Areal des ehemaligen badischen Rangierbahnhofs inkl. Hafenbecken und Option Hafenbahnhof als Voraussetzung dazu – fliessen in einen Stadtteilrichtplan ein, zu welchem die Bevölkerung im Rahmen einer Planauflage beteiligt wird."

Verfasst wurde diese "städteplanerische Vision" vom holländischen Planungsbüro MVRDV in Zusammenarbeit mit den Basler Planern Philippe Cabane und Martin Josephy. Cabane, einer der Initianden des Freiraumprojekts nt/Areal, beweist damit, dass er auch bei Projekten mitdenken kann, die nicht ganz so freiräumig sind.

patpatpat übernehmen Sie ...


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Abt. "Massive Sachbeschädigungen" (oder so)


Das Basler Sicherheitsdepartement teilt mit:

"Am Voltaplatz ist es am Sonntagmorgen in der Zeit nach 3 Uhr zu massiven Sachbeschädigungen mit eingeschlagenen Fensterscheiben gekommen."

Nun denn, das will man als Katastrophentourist natürlich sehen. Und dann dieses hier (siehe Diashow oben): Ein paar einge- bzw. angeschlagene Schaufensterscheiben, hellgrüne Farbe auf der Strasse, eine eingezäunte Feuerstelle am Strassenrand und der kleine Holzturm, der keinerlei Spuren der Zerstörung trägt (allerdings ja auch keine Fensterscheiben hat). Und ein Polizeiauto, das vielleicht auf die Turmbauer wartet.

Ein Vergleich mit den "Event-Chaoten" (wer hat eigentlich dieses Wort erfunden?) aus Zürich ist auf alle Fälle unangebracht. Denn hier wurde offensichtlich keine direkte Auseinandersetzung mit der Polizei gesucht. In der Meldung aus dem Sicherheitsdepartement heisst es dazu:

"Beim Einschreiten der Polizei zerstreuten sich die Randalierer in alle Himmelsrichtungen."

Etwas befremdlich ist schliesslich auch die Tatsache, dass die Polizei von der "besetzten Voltamatte" spricht. Voltamatte besetzt? Nun ja, wenn mit den "Besetzern" die Robispielplatz-Betreiber gemeint sind oder die Stadtgärtnerei, die die Matte hinter Bauzäunen neu herrichtet. Die paar Quadratmeter Trottoirfläche NEBEN der Voltamatte, die der Holzturm in Beschlag nimmt, können ja wohl nicht wirklich gemeint sein.


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Abt. Unterführung reloaded - heute: Bahnhof SBB


Was aussieht, wie hingeworfene und vergessene Bauklötze eines ADHS-Kindes,... ...ist in Tat und Wahrheit die Visualisierung im Modell dessen, was am 14. September im baselstädtischen Kantonsblatt zu lesen war:

Generelle Baubegehren

Meret Oppenheim-Strasse 28, 30, Güterstrasse 105, 107, Sekt. 3, Parz. 509 Projekt: Grundsatzfragen zum Vorhaben: SüdPark Basel / Baufeld B / Unterirdische Erschliessung mit Unterbauung Meret Oppenheimer-Strasse (RC LZ MOS), sowie Autoeinstellhalle für 160 PW (Erschliessung Hochhaus Baufeld B, Hauptbahnhof SBB + Passarelle) (Dieses Generelle Baugesuch steht im Zusammenhang mit Hochhaus «STAPELVOLUMEN» (Dienstleistung, Läden + Gewerbe) / BBG 9041139) Bauherrschaft: SBB Immobilien IM-DV, Effingerstrasse 15, 3000 Bern 15 verantwortlich: Buchhofer Barbe AG, Förrlibuckstrasse 66, 8005 Zürich

Meret Oppenheim-Strasse 28, 30, Güterstrasse 105, 107, Sekt. 3, Parz. 509 Projekt: Grundsatzfragen zum Vorhaben: SüdPark Basel / Baufeld B / Hochhaus «STAPELVOLUMEN» (Dienstleistung, Läden + Gewerbe) (Dieses Generelle Baugesuch steht im Zusammenhang mit der Unterirdischen-Erschliessung mit Unterbauung Meret Oppenheim-Strasse / BBG9041135) Bauherrschaft: SBB Immobilien IM-DV, Effingerstrasse 15, 3000 Bern 65 verantwortlich: Buchhofer Barbe AG, Förrlibuckstrasse 66, 8005 Zürich

Quelle: Suburbansky. Links, nach dem Meret-Oppenheim-Platz neben diesem Block, entworfen von - genau! - H&dM, will die SBB ihr 80 Meter "STAPELVOLUMEN"-Hochhaus (10 Meter höher als der BIZ-Turm, "Dienstleistung, Läden + Gewerbe": noch mehr Leerstand...) hinstellen: "Südpark" an der Güterstrasse Von der anderen Seite gesehen, hierhin:

Und, wie man hört, könnte "Unterbauung Meret Oppenheim-Strasse" eventuell heissen, dass die SBB da gerne die alte "Unterführung SBB" in neuem Kleid (Vorbild: Shopville Zürich?) wiederaufleben lassen will.

UPDATE 20:15 - Die SDA hat heute ausführlich über das Hochhausprojekt berichtet. Die BaZ übernahm das Agenturmaterial wortwörtlich. Die bz kürzte den letzten Abschnitt weg. Der Blick am Abend brachte das Thema ebenfalls . Dito das Regionaljournal.


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Sonntag, 25. September 2011


Abt. jährliche Rituale - heute: Kulturgrümpeli


Zum 6. Mal durchgeführt, heute stattgefunden: das Basler Kulturgrümpeli. Verdienter Sieger: das Team aus dem Restaurant "manger et boire". Das Team "Kulturmanager", wo der Reporter mithechelte, erreichte die beste Platzierung in der Geschichte seiner Existenz und Teilnahme: den sagenhaften 4. Rang - vor allem dank der Teens und Twens im Team (Söhne & Neffen der ü40-Teamgründer und ihre Freunde). Und gewann erneut den Originalitätspreis für sein Spieltenue: übergrosse Männerpijamas. Der gewonnene 5-Liter-Humpen Bier wird am Dienstag voraussichtlich geleert anlässlich ManU - FCB. Jedes der Teams, das es unter die letzten 8 schafft, muss, vor der Endrunde im KO-System, einen Kulturbeweis erbringen. Hier jener der Mannschaft mit dem treffenden "nom de guerre" "Männerstimmen":

2 weitere Müsterchen: Team "Traktor Tinguely" aus dem gleichnamigen Museum überzeugte mit einer lebenden Tinguely-Skulptur. Die Jungs aus dem Kunstmuseum, firmierend als "Victoria Holbein", produzierten auf die Schnelle ein Kunstwerk in Jackson Pollock'scher action painting Manier: 3 Fussballer standen in Farbtöpfe mit ihren Kickschuhen und tanzten auf einem Leintuch herum. Fotos von beidem gibt's hier drüben. Es war ein amüsanter, rundum gelungener goldener Septembersonntag! Vielen Dank auch auf dem Weg an die OrganisatorInnen! Wir freuen uns - wie jedes Mal - schon auf's nächste Jahr!

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Abt. Klagelied


Dass es in der Schweiz bezüglich Förderung alternativer Energien nicht zum besten steht, beklagt die <a href=www.sonntagszeitung.ch target=blank> Sonntagszeitung wohl nicht ganz zu Unrecht. Fast noch schlimmer steht es jedoch um das Wissen der zwei Journalistinnen wenn sie Sonnenkollektoren meinen und "Selbst fabrizierte Solarzellen auf österreichischen Dächern" titeln. Österreichs Keller sind zwar immer wieder für eine Überraschung gut, doch wage ich zu bezweifeln, dass dort jemand zu Hause eine Solarmodulfabrik hat.


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Abt. Erkenntnis des Tages


"Wir müssen die Risiken zurückfahren" meint Herr Villiger vom semiprofessionellen UBS Führungsteam in einem PR-Interview. Noch nicht bewiesen ist allerdings, ob psychopathisches Verhalten lernbar ist.


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Freitag, 23. September 2011


Abt. Speeeed - heute: überlichtschnell


3 Screenshots vom Webcast des CERN über die zu schnellen Neutrinos mit den zentralen Resultaten. Laut James Gillies verfolgten ihn bis zu 15'000 Interessierte:


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