Abt. Aufklärungsjournalismus


Der "Tages-Anzeiger" ist bekannt und geschätzt für seinen kompromisslosen Aufklärungsjournalismus. Heute entlarvt er die Toggenburger Lehrerin Barbara Burtscher gnadenlos als Hochstaplerin:

"Eine Toggenburgerin erobert als Nasa-Mitarbeiterin die Titelseiten, tritt als Promi im «Samschtig-Jass» auf und parliert mit Kurt Aeschbacher. Weil ihre Geschichte so gut ist, fragt keiner genau nach. Ein Fehler."
Und wir sind beruhigt: Wenigstens eine Zeitung in der Schweiz nimmt sich noch die Mühe zu recherchieren und nachzufragen:
"Ein «Nasa Education Center» gibt es nicht. Weder in Huntsville noch in Alabama, noch sonst wo. Das machen ein paar Telefonanrufe in den USA klar: Alle liessen sich von Burtscher an der Nase herumführen."
Irgendwie und irgendwann zumindest, denn noch am 5. Februar dieses Jahres war auch im "Tages-Anzeiger" zu lesen:
"Ein Spektakel war auch Burtschers Auftritt am International Space Camp 2009 im Nasa Education Center in Huntsville, Alabama. Eigentlich war sie nur aus Spass dort, sie durfte eine ihrer Kanti-Schülerinnen begleiten, die einen Forschungswettbewerb gewonnen hatte. Doch dann absolvierte sie die Astronauten-Tests (Minirakete basteln, Satellit flicken, Bergung im Wasser, Zentrifuge fahren, im Simulator einen Spaceshuttle landen) derart souverän, dass ihr die Nasa nicht nur die Ehrenmedaille «Right Stuff» verlieh, sondern ihr auch einen Job anbot: Sie darf fortan jeden Sommer am Nasa Education Center Lehrer unterrichten."
Und endlich kommen wir zum Punkt. Hätte das Zürcher Aufklärungsblatt doch bloss infamy (29. Januar 2010) gelesen. Unser Spezialist für das Ausserirdische hatte die Astronautin nämlich längst enttarnt.


Es hat.

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Ach ja? Dann nenn uns "KEINER".

Weil ihre Geschichte so gut ist, fragt keiner genau nach.

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Die Story wird ...

... noch geiler. Wart's ab, bis ppp seinen Kaffee getrunken hat.

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Der trinkt ...

... aber lange Kaffee!

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Ein Gerald Ressmann

runzelte übrigens ebenfalls bereits am 25. Februar in den Kommentarzeilen drüben bei der CoopZeitung die Stirn:

Habe Frau Burtscher gestern live im Verkehrshaus erlebt und ich + wohl auch alle anderen Zuschauer, haben sich wohl gefragt, wieso Frau Burtscher eingeladen wurde. Krampfhaft versuchte sie sich als mögliche Astronautin darzustellen, Informationen gab sie keine wieder und auf Fragen der Zuschauer ist sie überhaupt nicht eingegangen. Ich weiss nicht, wie es Frau Burtscher in die Medien geschafft hat. Wer wollte nicht als Kind Astronaut werden oder möchte dies immer noch. Auch mein Traum ist es Richtung ISS oder Mond abzuheben. Das Astronautentraining, von welchem Frau Burtscher allen so stolz erzählt, kann jeder mit genügend Kleingeld im Online buchen...

Mehr in der Sache: Eventuell (wie immer bei infamy...) demnächst.

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@supra

So, du Ungeduldiger, jetzt ist der Kaffee weg und das Posting draussen...

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Es ist angerichtet.

Es ist aber irgendwie schon verlogen, wenn jetzt die Medien anfangen, das von ihnen hochgehypte Astro-Girl zu demontieren. Hochstaplerin? Ich würde sagen, die Presse hat beim Hochstapeln ganz schön nachgeholfen. Und wenn man dann mal - mehr oder weniger freiwillig - in aller Öffentlichkeit auf diesem wackligen Gebilde steht, ist vermutlich weniger Lust dabei, nun abzuheben, sondern vielmehr die Angst, da runterzufallen. Im Zweifel für die Angeklagte: Ich denke, Butscher war ein bisschen zu naiv, als sie sich (freiwillig) derart von der gierigen Journalistenmeute vereinnahmen und damit (unfreiwillig) derart exponieren liess. Jetzt hat sie den Salat. Angerichtet haben ihn andere.
(Nur nicht infamy, das stimmt)

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Könnte ppp die im Januar auf Druck der Weltraumfahrerin gelöschten Posts nun nicht wieder hereinstellen oder wenigsten rekonstruieren? Jetzt, wo sie von dem Aufklärungsmedium aus Züri enttarnt worden ist.

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@anty

Nää, mach ich nicht.

  1. sind die wirklich gelöscht und weg.
  2. hab ich immer noch keine Lust auf Zoff mit ihrem "Rechtsschutz".
  3. helf ich nicht jenen, die sie erst ungeprüft hochjubelten, die Frau jetzt in Grund und Boden zu schreiben

Eigentlich ist im Posting vom 29.1. ja schon alles gesagt. Pour le reste verweise ich auf den Kommentar von ridikühl.

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