Sonntag, 6. Oktober 2013


Abt. Statistik verbiegen - heute: Regierung BS


Nachzulesen in der Steuerstatsistik BS 2013 (genau hier auf S. 24):

Der Median des Reineinkommens aller Veranlagungen im Kanton (2010) beträgt 48'072 Franken; im Steuerjahr 2009 lag er bei 47'980 Franken.
Demgegenüber behauptete der Regierungsrat im Ratschlag zur unlängst knapp gescheiterten Initiative "Bezahlbares und sicheres Wohnen für alle!" auf Seite 41:
Auf die Finanzkraft der Bevölkerung lässt sich aus dem Reineinkommen und Reinvermögen schliessen (vgl. Abbildung 11). (...) Das Medianeinkommen war im Kanton Basel-Stadt [2006] mit CHF 53'000 rund CHF 8'000 tiefer als jenes im Bezirk Arlesheim.
Warum verwendete die Regierung im Ratschlag a) veraltete Zahlen, die b) aus ominösen, nicht präzise referenzierten "Statistiken der eidgenössischen Steuerverwaltung" stammen und c) einen massiv geschönten Eindruck machen? Warum fragte sie nicht die hauseigenen Statistikfachleute?

Etwas weiter oben ist zu lesen:

Rund die Hälfte der Steuerpflichtigen verfügen über ein Reineinkommen von unter CHF 50'000
Nochmals: Falsch! Genau die Hälfte verfügen über ein Reineinkommen von unter 48'000.-! Das ist, was der Median besagt.

Es sieht so aus, als ob die Regierung im Ratschlag, der vor allem dazu diente, die Initiative "Bezahlbares und sicheres Wohnen für alle!" schlecht zu machen, die Finanzkraft der Bevölkerung massiv nach oben verfälschte!

Das heisst umgekehrt: Es gibt deutlich mehr Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, als die Regierung wahr haben will!

Ohne zu zögern, schrieb die Regierung in den Ratschlag zudem:

Es zeigt sich, dass die Differenz zwischen dem Kanton Basel-Stadt und dem Bezirk Arlesheim bezüglich des steuerbaren Durchschnitts- und Medianeinkommens seit 2003 praktisch unverändert blieb.
Das ist offenkundig Mumpiz. Ein Anruf da drüben hätte gereicht, um rauszufinden, dass im Gegenteil der Bezirk Arlesheim Basel-Stadt mehr und mehr abhängt.

P.S. "Median" meint: Es gibt im Kanton gleich viele Menschen mit weniger als 47'980.- Reineinkommen pro Jahr, wie solche mit mehr als 47'980 Reineinkommen pro Jahr. Der Median ist nicht zu verwechseln mit dem Durchschnittswert.


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Abt. freiwillige Stelleninserate - heute: AKW-StilllegerIn


Unaufgefordert und ohne Gegenleistung publizieren wir hier dieses Stelleninserat in der Hoffnung, dass die Person möglichst bald gefunden wird und ihre Arbeit aufnehmen kann:

Hier klicken für Détails! Aus der NZZaS von heute.


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Abt. Umgehungsstrategie - heute: ZenMate


Nie mehr beim Zugriff aus Helvetistan auf ARTE "Es tut uns leid. Dieses Video ist in Ihrem Land nicht verfügbar" sehen müssen: Einfach Chrome als Browser verwenden, das Add-On Zenmate installieren (Besprechung bei netzwertig) und "Frankfurt" als Standort auswählen. Voilà!

(Vielleicht nicht ganz so anonym wie das Browsen via TOR, dafür eine einfache und für Fälle, bei denen eine "mittlere Anonymität" reicht, sehr nützliche Alternative.)


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Freitag, 4. Oktober 2013


Abt. Kopf oder Zahl III - heute: 5erli befreien


8 Millionen 5 Rappen Stücke, verpackt in 160'000 Rollen zu CHF 2.50. Die wollten erst mal geöffnet sein, bevor die Aktion laufen konnte!

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Abt. Kopf oder Zahl II? - heute: @ Russia Today


Auch die berichteten:

(via Sophie Hunger)

Man beachte auch die Kommentare bei Youtube unter dem Video.


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Abt. Kopf oder Zahl? - heute: auf dem Bundesplatz


8 Millionen Fümpferli. Erst waren sie grad noch im Safe...

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... und jetzt, aus Anlass der Einreichung der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen heute, liegen sie für einige Stunden auf dem Bundesplatz! Mehr demnächst im Informationsmedium Deiner Wahl.


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Mittwoch, 2. Oktober 2013


Abt. Proud not to be American


Folgen des Shutdowns: "(...) die Nahrungsmittelhilfe für Schwangere und junge Mütter aus ärmlichen Verhältnissen wird ausgesetzt" Nzz


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Abt. Was bringt eigentlich die EU?


Neue Geheimdienste


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Dienstag, 1. Oktober 2013


Abt. vormerken! - heute: Denknetz zu Lehrplan21


Mehr Infos hier!


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Abt. Dienstagsrätsel


Wenn ein Bagger auf Reisen ist, dann kriegt er was zu sehen; und zu hören: Tuuuuut (audio/amr, 35 KB)

An euch nun die Dienstagsfrage: Wer tuuuutet da?


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Montag, 30. September 2013


Abt. Kaffeesatzlesen - heute: Wirtschaftsentwicklung


Die so genannte "Kreativwirtschaft" und die Life Sciences schiessen durch die Decke. Finanzsektor, Chemie, Logistik gehen den Bach runter.

Insgesamt:

  • Im - reichlich absurden - "best case scenario" arbeiten in 20 Jahren 215'000 Menschen in Basel. Das sind 20'000 mehr, als jetzt insgesamt im Kanton überhaupt leben!
  • Im - wohl auch eher optimistischen - "Mittleren Szenario" passiert zwischen jetzt und Ende 2016 ein "Basler Jobwunder" und es entstehen über 5'000 neue Arbeitsplätze in den "Zielbranchen" "Life Sciences" und "Kreativwirtschaft" (siehe auch: "Initiative Kreativwirtschaft").
  • Das Deproszenario spricht für sich selbst.
So sieht's aus in den nächsten 20 Jahren in Basel-Stadt. Jedenfalls sind das die Prognosen im 87-Seiten Ding von Ende Juli 2013 aus der Küche von BSS und Wüest&Partner, bestellt vom Amt für Wirtschaft und Arbeit zum Thema "Wirtschaftsflächen im Kanton Basel-Stadt" (Direktlink zum pdf).

Das Papier soll wohl vor allem die Regierung daran erinnern, dass - neben den Menschen - auch "die Wirtschaft" zusätzlichen Raumbedarf hat.

Mehrfach ist darin in Varianten zu lesen, "die Nachfrage nach Wirtschaftsflächen" werde "in den kommenden 3-7 Jahren hoch sein". Diese Aussage basiert auf Umfragedaten. Firmenvertreter wurden gefragt, wie sie die Entwicklung der Anzahl Mitarbeitenden in ihrer Bude und den Flächenbedarf bis in 5 Jahren einschätzten. Viele meinten, es gehe mit beidem weiter aufwärts, wenn auch nicht mehr so rasant wie in den vergangenen Jahren.

Die gute Nachricht auf S. 53: Es hat Platz für alle!

Ohne die derzeitigen Leerstände und ohne die Gebäude, die zum Beispiel Roche mittelfristig frei geben werden, könnten in BS künftig zusätzliche 800‘000 m2 BGF für Wirtschaftsflächen entwickelt werden. Dazu kommen noch Flächen, für die heute noch keine genauen Zahlen bzgl. künftiger BGF angegeben sind, wie z.B. für das Areal Wolf.

Insgesamt sind in BS also ausreichend Entwicklungsflächen vorhanden, um das prognostizierte Arbeitsplatzwachstum auch realisieren zu können.

Neben der Unsicherheit, ob diese Flächen wirklich verfügbar gemacht werden können, ist der Zeitfaktor ein kritischer Punkt. Laut unseren Prognosen werden in den kommenden 7 Jahren weit über 200‘000 m2 BGF benötigt. Von daher müssen relativ zeitnah Flächen zur Verfügung stehen. Basierend auf den Daten zu Leerständen und den Angaben zu Gebieten, die neu entwickelt werden, wären unseres Erachtens in diesem Zeitraum einerseits in den aktuellen Entwicklungsgebieten und andererseits in den Arealen von verschiedenen Pharmafirmen ausreichend Flächen verfügbar, um die notwendigen Flächen zu realisieren.

Die schlechte Nachricht auf S. 52:
Prognosen sind selbstredend immer mit Unsicherheiten behaftet. Entwickelt sich die Wirtschaft schlechter, dann werden weniger Arbeitsplätze entstehen, entwickelt sie sich besser, dann könnten es auch deutlich mehr sein (...)
Prognosen sind halt schwierig. Insbesondere über die Zukunft.

P.S. Man beachte insbesondere auch die Aussage zum Thema "der Staat als Landbesitzer" auf S. 69 und insbesondere bei den Empfehlungen auf Seite 78:

Der Staat kann grössere Parzellen aufkaufen (bzw. nicht verkaufen) und als Reserve für den Fall vorhalten, dass ein grosses Projekt im Kanton realisiert werden soll, für das eine grosse zusammenhängende Fläche benötigt wird. Das Land sollte er dann aber zu Marktpreisen abgeben.


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Freitag, 27. September 2013


Abt. Das Lied des Grauens!


Jetzt wissen wir's. Baselland kann nicht mit Basel-Stadt fusionieren, weil das irgendwie so ist wie Nordirland und Irland. Zumindest klingt die Anti-Fusionshymne von Florian Schneider, der sich vom Phantom of the Opera zum Gschpängscht vo dr Hülfteschanz gewandelt hat, arg irisch. Oder meint er es ironisch, wenn er mit übertrieben pathetischen Vibrato säuselt?

"Und schwätze teil wieder vom grosse Kanton, mir wei doch nüt wüsse vo sonre Fusion und hebe no feschter zum eigene Stand, zum Rotstab vo Lieschtel und vo Baselland.
Oder die Fortsetzung:
"Und schlot denn au mir mol my letschti Stund, no mach mer e Bett dört im schönscht Mattegrund und syg so guet, leg mer in my chalti Hand der Rotstab vo Lieschtel und vo Baselland."
Aber handelt es sich letztlich nicht eigentlich um eine Abschreckungshymne an die Adresse von uns Städtern? Denn ich frage mich ernsthaft: Wollen wir Städter uns wirklich so etwas aufhalsen?


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