Mittwoch, 17. Dezember 2008


Abt. Spam of the day


Das Fischhackerforum, offenbar eine Art Internet-Universität für angehende Verbrecher, hat angeblich bereits 14200 Mitglieder.


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Abt. O Tempora o Mores


Alle reden über Raser, kaum einer will einer sein: Für die NZZ am Sonntag ist klar, dass vor allem Ausländer rasen (da sind nicht die Deutschen auf deutschen Autobahnen gemeint), das Tagi-bz-Bund-soloth-baz-Newsnetz nimmt die "Balkan-Raser" ins Visier und ...

Auch schon vor hundert Jahren war Raserei ein Problem. Damals (wie heute?) war diente AG auf dem Nummernschild zur Verallgemeinerung. Die NZZ zitiert sich im Jahresrückblick in einem vor 100 Jahren erschienenen Artikel selber:

Vergangenen Samstag fand auf Einladung des Gemeinderates von Mumpf hin eine von dreissig Gemeinden beschickte Versammlung statt, die gegen die Automobilraserei auf öffentlichen Strassen Stellung nehmen sollte. Das Fricktal ist durch diesen Sport ganz besonders in Mitleidenschaft gezogen und die Gemeinden sind des Hohnes und Spottes müde, mit dem unverständige Automobilfahrer die ganze Welt belästigen sollen."
Mit dem Hohn und Spott müssen sie heute noch leben.


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Abt. Ausgehtipp - heute: Clair Obscur Filmfest


CIMG0075 Warum denn in die Ferne schweifen, sieh' das Obskure liegt so nah!


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Abt. Zürcher


Die Zürcher gehen gerne ins Theater, sogar ins Schauspielhaus, wenn ihnen "Sex" geboten wird:

Alle Vorstellungungen von "Sex" im Dezember sind ausverkauft. Eine Wiederaufnahme ist im Februar geplant. Wir informieren Sie an dieser Stelle über die Spieldaten.
Und die Zürcher gehen auch gerne in den Zoo. So gerne, dass sie dort sogar heiraten möchten und nun auch dürfen:
Der Zoo – ein Kulturinstitut Zürichs – wirkt als Botschafter zwischen Mensch, Tier und Natur. Die Trauungen im Zoo Zürich werden von Mittwoch bis Freitag angeboten.

Folgende Tierhäuser stehen für Ihre Trauung zur Auswahl: Masoala-Halle: 40 Personen
Elefantenhaus: 50 Personen
Löwenhaus: 40 Personen
Schildkrötenhaus: 20 Personen
Exotarium Regenwald: 120 Personen
Exotarium Reptilien: 60 Personen


Noch ist der Zoo nur "Botschafter zwischen Mensch und Tier" und nicht Verkuppler ...


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Abt. Rauchverbot in Basel ab 1. April 2010


Ich gebe zu, das Bild könnte als Polemik aufgefasst werden, denn ganz so voll war der Aschenbecher nicht, den ich heute früh aus meinem Büro wegräumen musste ...

... wird er aber vielleicht ab 1. April 2010 sein. Denn ab dann – sofern es sich, siehe Datum, nicht um einen Scherz handelt – wird in Basel-Stadt das Rauchverbot in Gaststätten wirksam. Das heisst dann, dass ich als Nichtraucher in die Beiz muss, wenn ich den volksinitiativ auferlegten "Schutz vor Passivrauchen" geniessen möchte.

Jetzt kann man sich fragen, warum die Umsetzung des Rauchverbots solange dauern muss.

Mit diesem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der entsprechenden Änderung des Gastgewerbegesetzes soll den Betrieben der erforderliche Mindestzeitrahmen zur Anpassung ihrer Konzepte inklusive allfälliger baulicher Anpassungen eingeräumt werden.
Was denn für bauliche Anpassungen? Müssen Lüftungen ABgebaut werden?

Nein, denn:

So genannte Fumoirs, also abgetrennte, unbediente und mit eigener Lüftung versehene Räume, sind von diesem Rauchverbot ausgenommen.

Nach den Selbstbedienungsrestaurants gibt es also wohl bald ein neues Konstrukt: Das Unbedienungsrestaurant. Aber halt! Daran hat die Basler Regierung sehr wohl gedacht:

Das Rauchverbot soll gemäss Initiativtext in Räumen, die öffentlich zugänglich sind und grundsätzlich von jedermann betreten werden können, gelten. Der Begriff der öffentlichen Zugänglichkeit soll im Sinne eines optimalen Schutzes der Öffentlichkeit weit ausgelegt werden.
Das heisst, dass juristische Konstrukte, die einzig und allein der Umgehung des Rauchverbotes dienen, als missbräuchlich und unzulässig erachtet werden. Nicht aber das Rauchen in Privaträumen, die nicht öffentlich zugänglich sind. Hmmm! Siehe Bild oben.


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Abt. war is peace - heute: freier Waffenverkehr in EU


Bei murdelta grad gelernt: Die Giftgase Sarin und Tabun, sowie Phosphorsäure, Psychokampfstoffe, Entlaubungsmittel, CS-Gas, Bomben, Torpedos, Kriegsschiffe, Spezialpanzer und weitere nette Dinge sollen in Zukunft in der Europäischen Union ungehindert zirkulieren dürfen. Freier Waffenverkehr, wo freier Waren- und Personenverkehr schon gilt. Das hat das Europäische Parlament gestern Dienstag beschlossen. Es hat die "Richtlinie zur Vereinfachung der Verbringung von Verteidigungsgütern innerhalb des Binnenmarkts" verabschiedet, was auch den Verheugen freut. Das mit den Giftgasen und Psychokampfstoffen (explizit genannt ist ein Halluzinogen namens 3-Chinuclidinylbenzilat, entwickelt von der US Army, schreibt Telepolis) steht hier auf S. 207 ff (1,8MB Wordfile; ev. von Hand ".doc" ergänzen! - oder nur die 35 Seiten Anhang als .pdf: liste (application/pdf, 159 KB) ). Vertreten hat das Geschäft vor dem Parlament als Berichterstatterin des entsprechenden Ausschusses - Nein, nicht eine rechtsaussen Kriegsgurgel der Europäischen Volkspartei, sondern - Heide Rühle von "Bündnis90/Die Grünen". Ansonsten liegen ihr eigentlich Spielsachen für die kleinen Jungs am Herzen. Im Sinne des "autonomen Nachvollzugs" werden in Zukunft wohl Nervengas, Psychokampfstoffe*, Entlaubungsmittel und - darauf freuen wir uns ganz besonders - Kriegsschiffe Helvetien ungehindert durchqueren dürfen. Alles für "die Entwicklung eines europäischen Marktes für Verteidigungsgüter und einer international wettbewerbsfähigen europäischen Verteidigungsindustrie."

*Einem ganz anderen Wirkungsprinzip folgen psychotoxische Kampfstoffe. Unter Militärchemikern gelten sie als ideal, weil sie den Gegner nicht töten, sondern durch die Auslösung von Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Entsetzen und Psychosen nur vorübergehend kampfunfähig machen. Zu diesen Substanzen gehören die Piperidylbenzilate. Ab 1961 wurde 3-Chinuclidinylbenzilat unter der Bezeichnung BZ hergestellt.

Addendum Mittwochmorgen: KEINE Zeitung hat heute ein Wort darüber in ihren Seiten. Jedenfalls keine, die von der SMD erfasst ist. Oder hab ich was übersehen?

Addendum II: Da ist das Protokoll der Diskussion im Europaparlament dazu. Es fällt auf, dass nur der linke Tobias Pflüger sich dagegen wehrte:

Innereuropäischer Rüstungsexport bedeutet auch Rüstungsexport an Krieg führende Staaten, zum Beispiel Großbritannien im Irak oder Deutschland in Afghanistan. (...) Wir brauchen keine Erleichterung für den Rüstungs- und Militärmarkt, wir brauchen eine Richtlinie für Abrüstung und Rüstungskonversion!


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Dienstag, 16. Dezember 2008


Abt. Wasser & Brot



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Abt. money for nothing - heute: US-Dollar


23 Jahre nach dem Song der Dire Straits "money for nothing" ist es nun tatsächlich soweit (auch wenn der Song sich um was ganz anderes dreht!).

In den USA gibt's money for nothing. Die Banken können sich bei der FED Geld umsonst, gratis, für lau ausleihen. Der sog. Leitzins ist bei 0%. "...and chicks for free"?

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Abt. D.I.Y. – heute: Lenin-Aufhängen mit Bert


Komplettiert wird die Rückkehr unseres alten Kampfgenossen Friedman ins infamy Headquarter natürlich erst durch das Hissen des obligaten Lenin-Porträts. Doch da hat der Heimwerker die Rechnung ohne unsere atombombensichere Aussenwand gemacht. Für das Scheitern seiner Mission macht Friedman freilich auch die mangelhafte Ausstattung unseres Werkzeugmagazins verantwortlich: «Mit einem Hammer allein war es schlicht nicht zu schaffen. Morgen bring ich eine Sichel mit.»


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Abt. bazille des Tages feat. Landistuhl


Ganz neu ist die Idee zwar nicht. Aber einen Gratisauftritt für den Landistuhl auf der Frontseite der besten aller Zeitungen weiss ich immer zu würdigen.


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Abt. Aus für das Theaterfestival Basel


Das Theaterfestival Basel konnte sich aus dem Strudel nicht mehr befreien

Was infamy bereits vermutet hat, ist jetzt offiziell: Das Theaterfestival 2008, das zum Theaterfestival 2009 verschoben wurde, findet nun gar nicht statt. Gleichzeitig löst sich der Trägerverein "welt in basel" auf.

Hoppla! Dass es gleich so sehr AUS UND FERTIG sein soll, überrascht uns denn doch. Die Begründung für diesen Beschluss ist finanzieller Natur. In der Mitteilung, die von den Kulturbeauftragten der beiden Basel, Niggi Ullrich und Michael Koechlin mitunterzeichnet ist, lesen wir:

"Zwar konnte die Grundfinanzierung durch die öffentliche Hand letzten Endes immer gesichert werden, aber es wurde für die Direktion des Festivals, auch aufgrund erheblicher zeitlicher Verzögerung der Mittelbewilligung im Jahr 2007/2008 zunehmend schwierig, die nötigen Drittmittel von Institutionen und Sponsoren zu beschaffen. Aus dieser Entwicklung wurde es damit auch zunehmend unsicherer, eine mittelfristige Zukunftsperspektive für das Festival zu entwickeln."
Das heisst mit anderen Worten doch eigentlich, dass es für ein solches Unterfangen nicht reicht, wenn die öffentliche Hand nur für die "Grundfinanzierung" (was immer das heissen mag") geradezustehen bereit ist.

Weiter heisst es in der Mitteilung:

Ohne funktionstüchtige "Homebase" erweist sich das andernorts durchaus bewährte Biennale-System als Hypothek. Was bei Film- und Musikfestivals noch angeht, ist in der aufwändigen Sparte Theater und Tanz höchst problematisch. In der Folge verdünnen sich für ein zeitgemässes und internationales Programm die Netzwerke und Partnerschaften.
Wiederum mit anderen Worten: Das bewährte Biennale-System hat sich dummerweise nicht bewährt. Und ausserdem fehlt dem Festival die "Homebase", was wiederum heisst, dass die scheinbar ausreichende Grundfinanzierung (immerhin 400'000 Franken aus dem Lotteriefonds Basel-Stadt und 350'000 aus dem Lotteriefonds BL) eben doch nicht ausreicht, denn sonst hätte sich das Festival diese Basisinfrastruktur leisten können.

Wie geht es nun weiter?

Nach der ordentlichen Auflösung des Trägervereins ist das Terrain frei für ausserordentliche Ideen, unverbrauchte Initiativen und neue Partnerschaften. So gesehen...und erhofft erleidet die Tradition des Theaterfestivals einen Unterbruch aber keinen definitiven Abbruch.
Auch etwas Geld sei noch vorhanden. Nur dumm, dass die Leute, die bereit waren, die Trägerschaft für ein solches Festival aufrecht zu erhalten, verheizt sind.

Trotzdem:

Der Trägerverein ist überzeugt, dass es in der Region Basel neben all den anderen Festivals ein attraktives, internationales und zeitgenössisches Tanz- und Theaterfestival braucht. Diese Meinung teilen auch die Verantwortlichen der beiden Kulturabteilungen BS/BL. Sie sind offen, die Planung und Realisation eines ambitionierten Tanz- und Theaterfestivals in der Region massgeblich zu unterstützen.

Freiwillige vorgetreten, die trotz der ungenügenden Grundfinanzierung, der Unmöglichkeit, ausreichend Sponsorengelder zu generieren und der Tatsache, dass die dringend nötige "Homebase" fehlt, ein zeitgenössisches und erst noch ambitioniertes Theater- und Tanzfestival auf die Beine stellen.


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Abt. Tell it like it is!


… und zu schwach: Neue Deckeninschrift im Lift zum infamy HQ.

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infamous for 8603 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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