Sonntag, 8. März 2009


Abt. Hütchenspieler II - UBS & CS verpfänden Hypotheken


Das lief Ende Dezember schon mal ab, was jetzt erneut geschieht: Weil die Grossbanken zu wenig flüssig sind, Kantonalbanken, Post und Raiffeisen aber in Cash schwimmen, nehmen die Grossbanken bei der "Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute" Kredit auf, den sie mit Hypotheken absichern, indem sie diese an das Institut verpfänden. Die Pfandbriefbank ihrerseits, holt die Kohle von den Banken, die nicht wissen wohin mit dem Geld und die es bisher laut Thomas Jordan, Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank in der NZZ vom 27.2., nahezu zinslos bei der Nationalbank parken. Die Pfandbriefbank emitiert dazu Anleihen, in die jene Banken investieren, zu denen viele Private ihre Fränkli von der UBS weggezügelt haben. Oder in den Worten von Jordan:

Die geldnehmende Grossbank verpfändet einen Teil ihrer Hypotheken und erhält im Gegenzug ein Darlehen von der Pfandbriefbank. Damit kann sie zu attraktiven Konditionen mittelfristiges Fremdkapital aufnehmen, das ihr sonst unter der heutigen Marktsituation nicht zur Verfügung stünde. Die Pfandbriefbank emittiert nun Pfandbriefanleihen, die von den Banken gezeichnet werden, die Liquiditätsüberschüsse aufweisen. Bei diesen Banken kommt es zum Aktiventausch, indem die zinslosen liquiden Mittel durch den Kauf von Pfandbriefen in zinstragende Wertpapieranlagen umgewandelt werden. Damit können diese Banken ihr Anlageproblem verringern.
Gibt es ein worst case Szenario? Was, wenn UBS und CS die Kredite der Pfandbriefbank wider Erwarten nicht zurückzahlen können? Dann fallen wohl die Hypotheken an den Kreditgeber. Aber Hypotheken sind kein Cash. Sondern das Geld ist ja investiert in Häuser. Wenn Raiffeisen, Post & Co ihrerseits das Geld für ihre Anleihen zurückwollen am Ende von deren Laufzeit, dann muss die Pfandbriefbank sich diesen Cash beschaffen. Was droht dann einem Hausbesitzer X, dessen Hypothek als Pfand von der UBS an die Pfandbriefbank gefallen ist? Flattert dem plötzlich ein Brief ins Haus, die Hypothek sei bankseitig gekündigt, sie wolle jetzt Cash sehen? Muss X dann plötzlich ganz dringend verkaufen, um sich das Geld zu beschaffen und der Immobilienmarkt bricht infolge zu grossen Verkaufsdrucks zusammen - wie in den USA? Oder springt ein weiteres Kreditinstitut ein, das die Hypothek von X übernimmt, also ihm das Geld leiht, das er der Pfandbriefbank zahlen muss, damit die Raiffeisen & Co bedienen kann? Was weiss ich?! Mir als einfachem Gemüt wird das langsam zu vertrakt... Die Optimisten sagen ja sowieso, der grosse Crash komme erst noch.


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Freitag, 6. März 2009


Abt. bazOnline-illen des Tages


Gleich mehrfach verwöhnt uns bazOnline heute mit -illen. Die vermeintlich 12 Männer sind nicht etwa die Jünger Christi. Es sind die neuen Hüter des Bankgeheimnisses. Und: Es sind 13 - bazOnline hat einfach falsch gezählt und den Leiter des sauberen Dutzends übersehen. Dafür hat es Diplomanten drunter, was bekanntlich konvertierte Ministranten sind. Was aber Exeprten sind, weiss ich auch nicht.

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Abt. Aus und vorbei


Ok, ich geb's ja zu, ist nicht sonderlich aktuell, aber ich bin halt erst heute wieder in der infamy-Zentrale angelangt.


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Abt. Die Selbstgespräche des Roger Köppel


"Die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung muss gegenüber Ausländern fallen. Es kann kein Geschäftsmodell der Zukunft sein, wenn sich unser Bankenplatz zur Fluchtburg der internationalen Steuerumgehung rüstet. Das Bankkundengeheimnis soll die Privatsphäre der Kunden schützen, nicht aber Leute, die ihr Geld arglistig an ihren Heimatstaaten vorbeischmuggeln. (...) Die Rechtsordnung müsste nicht umgekrempelt werden. Für Schweizerinnen und Schweizer bliebe die Unterscheidung bestehen. Nötig wären jedoch klare Ansagen der Banken an ihre ausländische Kundschaft, die man bei begründetem Verdacht auf Steuerhinterziehung nicht mehr decken würde. (...) Der freiwillige Verzicht auf fragwürdige Bankenpraktiken steigert echte Schweizer Standortqualitäten." Roger Köppel, Weltwoche, 26.2.2009, S. 5

"Die rechtliche Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung ist so gesehen Ausdruck einer freiheitlich-republikanischen Staatsauffassung. Sie gibt den Leuten in Vermögensfragen ein Recht auf Notwehr gegenüber den Behörden. Es ist kein Zufall, dass in der Schweiz weniger Steuern hinterzogen werden als in den unersättlichen Hochsteuerländern der EU. Es ergibt keinen Sinn, die segensreichen Gepflogenheiten über Bord zu werfen. (...) Die Schweiz muss nicht handeln, sie muss nichts aufgeben, sie muss keine Konzessionen machen. (...) Es ist nicht einzusehen, warum wir unsere Souveränität auf Druck von aussen preisgeben, warum wir unsere Gesetze den Forderungen einiger amerikanischer Staatsanwälte und europäischer Politiker anpassen sollten. Ein guter Bundesrat kann stillsitzen. Festigkeit, ja Sturheit ist das Gebot der Stunde. Wer Widerstand leistet, bleibt sich treu." Roger Köppel, Weltwoche, 5.3.2009, S. 5

Was nun?


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Donnerstag, 5. März 2009


Abt. Was macht eigentlich?


... Markus Lehmann, Präsident der CVP Basel-Stadt? Er lebt wie viele andere Fasnächtler seine geheimsten Gelüste aus.


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Abt. Fuzzy On Board


Tjaha, ich bin halt aufm Waggiswaage mitgefahren! Und wisst ihr was? Die Waggis sind im Fall voll lieb.


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Mittwoch, 4. März 2009


Abt. Wozu Twitter gut ist


Ich werd ja regelmässig gefragt, ob und, wenn ja, für was Twitter gut ist. Zum Beispiel um Hilfe zu rufen, wenn man vom Kurs abgekommen ist:

In ihrer Not loggten sich seine Gruppenkameraden per iPhone beim Online-Kurznachrichtendienst Twitter ein und riefen um Hilfe, wie heute verschiedene britische Medien berichten. «2 unserer Skigruppe sind seit 16 Uhr vermisst. Schlimme Bedingungen. 1 Mann gefunden. 20 suchen nach anderem.»
Kann man auch anders machen, sagst du? Klar, aber dann erfährt's nicht gleich die BBC!


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Abt. Angebot des Tages


Tönt nach einem Schnäppchen, aber bis der Scheisser volljährig ist, kostet dich die Stammzellen-Einlagerung 1296 €.


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Abt. Rausch und Risiko – heute: Dwain Chambers


spiegel.de

Auf der Suche nach Max Mosley blieb ich an einem Spiegel-Stück über den bekennenden Doper Dwain Chambers (Titel: «Ich war ein wandelnder Junkie») hängen:

"Ich war zu diesem Zeitpunkt fast jeden Tag auf Drogen, praktisch ein wandelnder Junkie. (…)", schreibt Chambers.
Ein wandelnder Junkie? Hm. Aber warum nur hat er das Zeug genommen? Klar, wegen dem Geld. Sein Sponsor habe ihm angedroht
"dass die Bezüge halbiert würden, wenn ich nicht in mehr zu den ersten Drei der Rangliste gehöre. Deshalb habe ich zu Dopingmitteln gegriffen."
Da der Mann heute wieder an Rennen teilnimmt, hoffen wir für ihn, dass die Anforderungen diesmal klarer formuliert sind. Und denen vom Spiegel wünschen wir gute Besserung.


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Abt. Twitpic des Tages


sfalc twitterte dieses Bild von Obmaa Obama mit der leicht entsetzten Unterschrift: «how the US president looks to (some of) the citizens of basel. sprachlos/speechless.»


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Dienstag, 3. März 2009


Abt. Viel, viele Pixel - heute: flickr schluckt HD Videos


Da steht's. Damit ist Vimeo nicht mehr nahezu alleiniger (?) Flash-HD-Hoster. Macht mal jemand je Aufstellung, wer alles zu welchen Konditionen HD-Videos erlaubt? Danke!


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Abt. Mogelpackung des Tages – heute:  ?


Ich setze mal ein Fragezeichen, vielleicht bin ich ja nur zu doof, um es zu checken. Aber hier (Bild oben) bietet mir Apple einen 8-Core mit 2 (zwei) Quad-Core-Dingens für 4099.- an. Wenn ich dann auf "Konfigurieren" klicke, sind die zwei nur noch einer:

Mit zwei Prozessoren kostet die Mühle schlappe 1820.- mehr:

Ist doch nicht korrekt, oder?


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infamous for 8601 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)