Montag, 9. März 2009


Abt. Hütchenspieler III - Jean-Daniel Gerber SECO


Auch der Chef vom Seco steht auf Hütchenspiele:

Was ist das grössere Problem? Dass die Liquidität zwar vorhanden ist, aber nicht am richtigen Ort: bei den Regional- und den Kantonalbanken und nicht bei den Grossbanken. Grössere Projekte können praktisch nur von den Grossbanken analysiert und betreut werden. Diese mussten ihre Bilanz um Milliarden von Franken reduzieren, sollen aber auch weiterhin im grossen Stil Kredite vergeben. Das passt nicht zusammen. Die Lösung? Ein vielversprechender Weg ergibt sich über das Instrument der Pfandbriefe, die es ermöglichen, Mittel in grösserem Stil von den äusserst liquiden kleineren Banken zu den Grossbanken zu transferieren. Über diesen Kanal könnten durchaus noch zusätzliche Mittel in Milliardenhöhe fliessen.
Das freut den Pessimisten!


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Abt. gewagte Schlüsse - heute: von Gieri Cavelty


Der noch recht jugendliche, baldige Inlandchef der Aargauer Zeitung meint in seinem Kommentar zum Wahlausgang im Solothurnischen:

Ein Sozialpsychologe der Uni Zürich hat kürzlich folgendes Experiment durchgeführt: Er liess SVP-Präsident Toni Brunner Anliegen der CVP vortragen – das Publikum hielt diese automatisch für SVP-Forderungen. Das zeigt: Die Marke SVP ist zu stark, um an vorübergehender Konzeptlosigkeit Schaden zu nehmen.
Das ist natürlich Mumpitz. Es zeigt einzig, dass die CVP offenbar in gewissen Bereichen nicht von der SVP zu unterscheiden ist. Und dass Toni Brunner sich für jede Schnapsidee eines Sozialpsychologen der Uni Zürich hergibt.


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Sonntag, 8. März 2009


Abt. Zumutung des Tages – heute in: Solothurn


«… und vor allem mutet man uns zu, die Probleme der nächsten Legislaturperiode zu lösen», sagte der frisch wiedergewählte Solothurner Regierungsrat Christian Wanner (FDP) in der Tagesschau von SF. Dabei ist er ja freiwillig angetreten.

Und soll jetzt bloss niemand reklamieren, weil ich ein SF-Video eingebunden hab. Sonst hau ich noch ein infamy-Logo rein ;)


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Abt. Jööö, Schnüffi!™



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Abt. In the Neighborhood – heute: Sonntagslektüre


+

Wer im St. Johann wohnt, braucht keine Sonntagszeitung. Nach dem Einzeiler von letzter Woche wurden wir dieses Wochenende mit einer Fortsetzungsgeschichte beglückt. (Gestern war sie nur halb so lang.) Ich brauch noch nicht mal das Haus zu verlassen, um sie zu lesen. Sie prangt just an jener Wand, hinter der bis vor kurzem noch mein Freund, der Turteltürkentaubenbaum, stand.


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Abt. schiefe Bilder - heute: Zeitung = Katzenfutter


Die berner Zeitung Der Bund bat Dr. med. Karl Lüönd um eine Diagnose für die schwerkranke Patientin Z. Eitung. Wahrscheinlich weil die Dokters immer so kompliziert daherreden, versteh ich seine Analogie zwischen Katzenfutter und Zeitung nicht:

Lüönd: Das Finanzierungsmodell hat einen Systemfehler: Der Leser zahlt zu wenig. Ich vergleiche gerne mit Katzenfutter. Frager: Katzenfutter? Lüönd: Derjenige, der es frisst, ist nicht identisch mit demjenigen, der es bezahlt. Der Kater, der es frisst, entscheidet aber über die Produktwahl. Wenn mein Kater ein Futter nicht mag, kauft meine Frau ein anderes. Der Kater ist der Leser. Wenn es zu wenige Katzen gibt, die ein Katzenfutter fressen, dann zieht sich dessen Sponsor – er ist der Inserent – zurück, und das Katzenfutter verschwindet vom Markt.
Nochmals in Zeitlupe: Der Kater frisst, was ihm passt und wofür er nicht zahlt. Und: Ohne Katzen - kein Katzenfutter. Was haben wir jetzt über den Zeitungsmarkt besser verstanden? Ausser dass Herr Lüönd sich an das alte chinesische Sprichwort hält: Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?! Traut er sich nicht zu sagen, dass die WoZ das einzig richtige Geschäftsmodell umsetzt: Die grösstenteils abofinanzierte Zeitung? Alles andere führt über kurz oder lang vom Journalismus zum Werbetexten! Lüönd ist der Autor von Standardwerken wie "Rohstoff Wissen" über die segensreiche Geschichte der Schweizer Pharmaindustrie, geschrieben im Auftrag der Pharmalobby Interpharma zu deren 75stem Geburtstag, publiziert im NZZ-Verlag, von Klausi Stöhlker wohlwollend bemerkt, mit einem Vorwort von Doris Leuthard geadelt und einem Interview mit Iwan Rickenbacher angereichert, worin dieser feststellen darf - laut Lukas Hässig (Merci, L.H., für das online-Artikelarchiv!) in der Handelszeitung vom 17.9.08:
"An diesem Beispiel kann man das, was ich unter intelligentem Lobbying verstehe, genau aufzeigen", sagt Rickenbacher über Interpharma. "Am Ende des Tages haben sie vielleicht nicht das Beste, aber das Bestmögliche erreicht." Für Rickenbacher ist die Pharmalobby im Unterschied zur Meinung einiger Politiker ein fairer Partner. "Es ist Konsens bei Freund und Feind, dass sie nicht ‹tricky› ist", sagt der frühere CVP-Generalsekretär im Buch. "In anderen Branchen konnte man da nicht immer so sicher sein."
Lüönds unbestechlicher Gewährsmann in Sachen weisse Weste der Pharmalobby, Rickenbacher, sitzt mit ihm zusammen übrigens im Stiftungsrat des Ausbildungszenturms der Schweizer Katzenfutterindustrie. Wie verkommen ist diese Branche eigentlich? Fortuna beweist einmal mehr Humor, wenn sie Lüönd, einen der Chefideologen dieses Tollhauses, in Tolhusen wohnen lässt!


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Abt. infamy Sonntagsrätsel


Was ist das?

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Abt. Gelb(rot)e Gefahr


Erste Sichtung des neuen BLT-Drämmlis im 4056. Fast wären wir zur Jungfernfahrt gekommen. Doch als es an der Haltestelle einfuhr, machten uns Fahrschüler und -lehrer nur eine lange Nase. Wir mussten ins alte Drämmli direkt dahinter einsteigen – und bis in die Stadt hinter dem Neuen herschnecken, weil der sich nicht recht durch die St. Johanns-Vorstadt zu fetzen traute.


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Abt. Tubel Trophy


"Hallo, Sie, können Sie bitte Ihren Hund von dem Kleinkind zurückholen?" "-" "He, Sie, den Hund bitte zurück. Sofort!" "Das ist hier'n Spielplatz." "-" "Hören Sie mich nicht? Warum machen Sie nichts? Der Hund bellt, ist gross und nicht an der Leine..." "-" Hallo. Verstehen Sie mich nicht?" "-" "Jetzt gehen Sie einfach weiter, und tun so, als ob Sie nichts gehört haben? Die anderen Kinder brüllen schon." "-" "Warten Sie mal, das ist nicht in Ordnung so!" "-" "Wissen Sie was, sind ein richtig blöder Typ, Sie." Erst aus der sicherer Entfernung hallte mir ein "Gang doch zrück uff Düütschland" entgegen.


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Abt. Sonntag = Praktikantentag - heute: beim Tagi


Auch beim Tagi müssen am Sonntag die Praktikanten an die Tasten. Und die finden dann, ob Ministerpräsident oder Ministerratspräsident ist einerlei. Hauptsache die Headline stimmt optisch. Inhalt ist sowas von 80er Jahre! Was meint wohl Karel "die Braue" Schwarzenberg zu seiner Beförderung zum ersten Ministerpräsidenten der EU?


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Abt. Wunsch & Wirklichkeit - heute: tamedia Aktie


Der ist zwar etwas billig, aber die bieten ihn wirklich auf dem Silbertablett: Das Icon auf der tamediasite, das verlinkt zum Kursverlauf... ... hat aktuell wenig zu tun mit dem tatsächlichen Verlauf: Das Papier hatte übrigens seinen Höchststand bei Fr. 264.-. Das war ganz kurz am Ausgabetag, dem 2.10. 2000. Warum das interessiert? Weil vielleicht in deren Jahresberichten zu finden ist, woher die ihr Geld nehmen für die Expansion über den Röstigraben. Zu der übrigens Kurt "KWZ" Zimmermann herzlich wenig Erhellendes einfällt, ausser Käufer Kall viel Glück zu wünschen mit seinem schweren Fall von Antizyklitis.


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Abt. Gretchenfagen - heute: Obama, bist Du Sozialist?


Fragt die New York Times den mutmasslichen Genossen Barack doch tatsächlich in Air Force One kürzlich:

Is there one word name for your philosophy? If you’re not a socialist, are you a liberal? Are you progressive? One word?
Worauf er pariert mit:
No, I’m not going to engage in that.
Aber etwas später rief er das Blatt doch nochmals an, weil ihm das Sozialistending keine Ruhe liess: "At 2:30 p.m., President Obama called The New York Times, saying he wanted to clarify a point from the interview. Here is a transcript of that brief call:"
President Obama: Just one thing I was thinking about as I was getting on the copter. It was hard for me to believe that you were entirely serious about that socialist question. I did think it might be useful to point out that it wasn’t under me that we started buying a bunch of shares of banks. It wasn’t on my watch. And it wasn’t on my watch that we passed a massive new entitlement – the prescription drug plan without a source of funding. And so I think it’s important just to note when you start hearing folks through these words around that we’ve actually been operating in a way that has been entirely consistent with free-market principles and that some of the same folks who are throwing the word socialist around can’t say the same.

Q. So who’s watch are we talking about here?

A. Well, I just think it’s clear by the time we got here, there already had been an enormous infusion of taxpayer money into the financial system. And the thing I constantly try to emphasize to people if that coming in, the market was doing fine, nobody would be happier than me to stay out of it. I have more than enough to do without having to worry the financial system. The fact that we’ve had to take these extraordinary measures and intervene is not an indication of my ideological preference, but an indication of the degree to which lax regulation and extravagant risk taking has precipitated a crisis. I think that covers it.

Also: offizielle Entwarnung! Die USA werden NICHT von einem Sozialisten regiert! via Jay Rosen


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infamous for 8601 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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