Samstag, 25. September 2010


Abt. Old farts – heute: Krokus


Eigentlich war ich ja wegen Stress in Schupfart. Aber für euch alte Fürze hab ich ein paar Takte Krokus mitgebracht. Die Opas rockten den Hangar von Schupfart ganz gehörig. Und wenn sich auch fast alle an das Rauchverbot hielten – auf eine Dezibelbeschränkung pfeift man hinter den sieben Hügeln noch.


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Abt. Der Chefredaktor spricht


Der Fondation Beyeler, die den gesamten ersten Bund in Anspruch nimmt, sei Dank, erscheint der Leitartikel des neuen Chefrefaktors der "Basler Zeitung", Markus Somm, erst auf Seite 19 statt 3. Aber er erscheint. Und er entspricht wohl – in leichter Aktualisierung – dem politischen Redaktionsstatut der "Weltwoche", wo er vorher als Blochers Vize-Sprachrohr fungiert hat. Somm nun also nimmt Stellung zum Vormarsch der Rechtsextremisten in Nordeuropa. Bei ihm heissen sie aber ganz anders:

"Überall errangen Anti-Immigrations-Parteien bedeutende Siege, obwohl oder vielleicht gerade weil sie von den übrigen Politikern und den Medien als populistisch oder xenophob oder gar rassistisch bezeichnet worden waren."
So ist das also. Die Medien sind schuld, wenn sie Rechtsextremisten als Rechtsextremisten bezeichnen. Schuld sind aber nicht nur die anderen Medien und "übrigen Politiker", sondern die sozialen und sozialliberalen Kräfte bzw. der Sozialstaat an und für sich:
"Europa steht vor einer schwierigen Wahl: Will es seinen Sozialstaat aufrechterhalten, muss es die Einwanderung rigoros beschränken. Weil dies erstens aber nicht möglich, und zweitens auch nicht erwünscht ist, werden die europäischen Politiker – ob in Schweden, Holland, Deutschland oder auch in der Schweiz – nicht darum herumkommen, den Sozialstaat deutlich zurückzufahren."
Das Rezept lautet also: Fahrt den Sozialstaat bis zu einem Minimum zurück, dann kann es auch keine Sozialschmarotzer mehr geben! Die Schweiz ist – der Anti-Immigrationspartei SVP sei Dank – laut Somm mit dem guten Beispiel vorangegangen:
"Wenn es eines Belegs bedurft hätte, dass dieses Land in manchen Dingen ein Sonderfall ist, dann ist es die Tatsache, dass die Ausländerpolitik hier schon seit Jahrzehnten auf der Agenda steht. Die direkte Demokratie reagiert sensibler auf die Sorgen der sogenannt einfachen Leute."
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass sich die neue "Basler Zeitung" in manchen Dingen zum Sonderfall machen möchte, dann sind es diese Leitworte des neuen Chefredaktors!


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Freitag, 24. September 2010


Abt. Public Private Partnership - heute: Pro Stücki


Erst schlecht reden, dann über den Klee loben: So macht's die BaZ. Wir von der infamy-Wirtschaftsförderung hingegen sind da konsequenter. Wir unterstützen von Beginn weg die Forderung der angehenden Investitionsruine nach einer eigenen Haltestelle.

Verbessert werden soll auch die Erreichbarkeit des Shopping-Centers in Kleinhüningen: Angestrebt wird eine neue Linienführung der Tramlinie 14 mit einer Haltestelle direkt vor dem «Stücki». Nach Angaben Tanners laufen derzeit Gespräche mit der Basler Regierung über dieses Projekt, das er möglichst rasch realisiert sehen möchte. Die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site AG als Besitzerin des «Stücki» habe signalisiert, dass sie sich an den Kosten für die Tramerschliessung beteiligen könnte, sagte der Center- Manager.
"beteiligen könnte"? Warum soll sich Swis Prime Site überhaupt an den Kosten beteiligen, fragen wir? Denn erfunden hat die 14er Haltestelle vor dem Stück der Grüne Grossrat Michael Wüthrich. Die BaZ schrieb am 14.8.2006:
Ausserdem, so Wüthrich, sei es schlicht nicht verständlich, weshalb seine Vorschläge im Grossen Rat, zum Beispiel zur Verlängerung der Tramlinie 14, nicht auf Gehör gestossen seien (...)
Also: Baut die Haltestelle! Und schickt die Rechnung an MiWü! Oder doch gleich Herrn Morin?

UPDATE: Wie wir soeben vernehmen, wird ab 2011 cR Basel PR für die einsame Haltestelle beim kommenden Zweifrankenshop machen! Viel Glück!

P.S. Weil wir's grad davon haben: In den Tiefen des Internetz haben wir sogar die Liste der Mitglieder des damaligen Pro Stücki Komitees gefunden: Pro Stücki Mitglieder (application/pdf, 300 KB) . Wenn wenigstens alle die regelmässig dort einkaufen würden... das wär doch eine nette Geste der Solidarität!


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Abt. Cool like... - heute: Hansjörg Schneider


Michael Steiner hat Hansjörg Schneiders Stück nicht gelesen, sagte er mehrfach öffentlich. Hansjörg Schneider hat Michael Steiners Film nicht gesehen. Wer von den beiden hat recht? Mein Verdacht nach dem Trailer: Steiner macht kulturindustrielles Hackfleisch in Dosen aus dem Sennentuntschi-Stoff, den Schneider 1972 zu einem Kunstwerk verarbeitet hatte. Schneider meint auf die Frage von Rico Bandle, warum er gestern nicht an der Première von Steiners Film war:

Einige Journalisten wollten, dass ich den Film anschauen gehe und etwas dazu sage. Das wollte ich aber nicht. Ich schaue ihn mir dann schon noch an, allerdings in aller Ruhe.
Was ist cool, wenn nicht das?


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Abt. Falsches Timing – heute: in Schweizerhalle


Polizei BL Der Gedenk-Zwischenfall zum 24. Jahrestag von Schweizerhalle ereignete sich ein wenig verfrüht: Seit heute früh schwebt eine giftige Wolke aus Salz- und Essigsäure über dem Firmenareal von CABB in Pratteln (siehe baz(online).ch). Wenigstens die Schlussformulierung der Polizeimeldung hält sich an die Tradition: "Für Mensch und Umwelt besteht zur Stunde keinerlei Gefahr."

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Abt. Endloses Drama über das Theater Basel


Der Baselbieter Landrat hat die Basler Theatervorlage mit überraschendem Mehr bewilligt. Das ist schön und richtig, findet auch die Kommentatorin der "Basler Zeitung". Finden wir hier ja auch. Begrüsst wird überdies, dass das Baselbieter Stimmvolk das letzte Wort sprechen wird. Darüber sind wir aber nicht ganz so froh. Vor allem, wenn wir uns daran erinnern, wie die BaselbieterInnen vor wenigen Jahren erst beantragte Beiträge an die basel sinfonietta mit einem Zweidrittel-Mehr geradezu abgeschmettert hatten.

Aber die Kommentatorin der "Basler Zeitung" ist voller Zuversicht, und sie hat auch prächtige Argumente:

"Wer einmal in einem Drama, einer Oper oder einem Ballett sass und hoffte, es möge nie enden, hört auf zu rechnen.
Beim Drama um die gerechte Finanzierung des Theater Basel könnte ihr Wunsch leider, leider in Erfüllung gehen.


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Donnerstag, 23. September 2010


Abt. für alle... - heute: Stadtwohnen


Weder BaZ noch Programmzeitung noch Ron Orp weisen heute darauf hin, soweit ich sehe, aber: Meister Ehret versucht ab 18 Uhr in der Voltahalle für die CMS, die Stadt, die IG Wohnen und die fhnw drei Stunden lang eine "offene Diskussionsrunde" zum Thema Stadtwohnen zu moderieren. Für Raschentschlossene und last minute Junkies und damit Roger nicht vor leeren Stühlen steht drum hier der Link zu weiteren Infos und zum Flyer. Ich hab auch keine Zeit, aber iiiiirgendjemand wird doch wohl hingehen, oder?


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Abt. 7 aus 35


slug.ch

Schon klar, die Slug-Charts guckt eh längst keiner mehr an. Und Eigenlob stinkt sowieso. Aber der Unverlinkbare macht es sich ja auch immer. Deshalb sei der Hinweis gestattet, dass 7 der 35 meistgelesenen Artikel in der aktuellen Hitparade von infamy stammen.


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Abt. Donnerstagsrätsel: Was ist hier falsch?


Auflösung: Fast alles.

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was berichtete EL PAIS...


...laut Wikipedia, die größte und international bekannteste Tageszeitung Spanien über die Bundesratswahlen von gestern? NICHTS!

Ben hatte Recht:


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Abt. Bei Geburt getrennt - heute: bz & BaZ


Die neue online-bz sieht doch aus... ... wie der online-BaZ (und allen anderen Newsnetz-Klonen)... ...aus dem Gesicht geschnitten, oder?


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Abt. Skurriles in der Kaserne Basel


Sie sind beeindruckend gut, die Mitglieder der Groupe acrobatique de Tanger. In der Akrobatik, aber auch sängerisch, tänzerisch und vor allem in ihrer hinreissenden Selbstironie, mit dem sie den Tanztheaterabend Chouf Ouchouf ("Schau, aber schau genau!") des grossartigen Künstlerduos Zimmermann & de Perrot in der Kaserne Basel bestreiten. Den knapp fünf Viertelstunden dauernden Abend zu beschreiben, fällt nicht leicht. Das ganze (marrokanische) Leben bekommt man serviert, ohne Worte, aber mit, Gesang, Musik, fulminanten Akrobatikeinlagen, Menschenpyramiden, Dauersaltos und mit einem Bühnenbild aus fünf Türmen, die ebenso zu leben scheinen, wie die Menschen auf der Bühne.

Staunend sitzt man auf der (proppenvollen) Zuschauertribühne der Reithalle und denkt: wie nur haben Zimmermann und de Perrot diese wundervolle Truppe ausfindig gemacht, wie nur sind sie auf dieses Feuerwerk an skurrilen und hintersinnig-komischen Ideen gekommen und wie haben sie es geschafft, aus dieser ungewöhnlichen Akrobatik-Truppe ein Schauspiel- und Tanztheaterensemble zu formen, das vollauf zu überzeugen vermag?

Chouf Ouchouf ist noch heute und morgen in der Reithalle der Kaserne Basel zu sehen. Mit etwas Glück bekommt man noch ein Plätzchen.


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infamous for 8585 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
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