Dienstag, 28. September 2010


Abt. Hirnlose – heute: @Polizei BL


Unter dem Titel

Hirnlose Unbekannte legen Dolendeckel auf Tramgeleise
teilt die Polizei Basel-Landschaft mit:
In der Nacht auf Freitag, 24. September 2010, erlaubten sich Unbekannte in Reinach BL und Münchenstein BL einen hirnlosen Scherz. Zwischen den Tramstationen Reinacherhof und Gartenstadt wurden mehrere Dolendeckel, welche zuvor von der Strasse entfernt worden waren, auf die Tramgeleise der BLT-Linie 11 gelegt.
Nun ist Dolendeckelaufsgleislegen gewiss nicht sonderlich geistreich. Auch als Scherz nicht. Hirnlosigkeit könnte man aber auch dem abstraktesten Professorenwitz vorwerfen, ohne ihn zu beleidigen. Das ist nämlich intelligenten Lebewesen vorbehalten. Einen Polizeibeamten dürfte man zum Beispiel nicht hirnlos nennen, ohne Konsequenzen gewärtigen zu müssen, im Gegensatz zu den – semantisch völlig korrekt – als "hirnlos" bezeichneten "Unbekannten" aus dem Titel der Meldung. Aber man weiss ja, wie er es meint, wenn Meinrad Stöcklin schreibt:
Gleichzeitig appelliert die Polizei Basel-Landschaft mit Nachdruck daran, solche hirnlosen Scherze inskünftig zu unterlassen.
Also: Lasst die Dolendeckel, wo sie sind, ihr Dussel! (Auch wenn man sie woanders hinlegt, kann immer noch jemand ins Loch fallen.)


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Abt. Wer im Glashaus sitzt – heute: bild.de


bild.de mokierte sich über die "Mini-Panne" bei den Tagesthemen (vergessenes t bei Hartz IV). Der Schuss ging dank bildblog.de gehörig nach hinten los.


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Abt. Frage der Woche – heute: @coopzeitung.ch


coopzeitung.ch

Was man mit Umfragen nicht alles herausfinden kann: Drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer leben im Glauben, ihnen sei die Familie wichtiger oder sehr viel wichtiger als den meisten anderen Menschen. Nur 0% sagen übrigens, die Familie sei ihnen egal.


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Abt. Was passiert, wenn... - heute: die Hand im LHC


Was passiert, wenn Du Deine Hand in CERNs LHC steckst? Die Antworten:


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Montag, 27. September 2010


Abt. Sprachwissenschaft ist lustig - heute: Baseldeutsch


"Äimoläins", "Bolitigger", "Boortre", "Däije", "Dschäps", "hinge, "Öiroopa", "phäinlig", "Phariis", "psüücho", "Theip", "Thiim", "Zigge". Aber auch "figge", "futzdumm", "wiggse", "funze", "gemüütlich" und "hüppere". All die lustigen Wörter finden wir im unlängst erschienenen neuen Baseldeutsch Wörterbuch. In "Einleitung und Hinweise zur Benutzung" lesen wir:

Populäre Dialektwörterbücher sind in der Regel nicht als Vollwörterbücher konzipiert. (...) Vielmehr soll das Neue Baseldeutsch Wörterbuch das Spezifische des baseldeutschen Wortschatzes dokumentieren.
Nun sagt mir aber ein Gewährsmann, Anfangdreissiger, der in der Ostschweiz aufgewachsen ist, dass "futzdumm" sie schon in der Primarschule als Schimpfwort verwendet hätten. Aber schauen wir über diese kleine Unschärfe des AutorInnenteams Gasser, Häcki Buhofer (Leitung), Hofer et al. grosszügig hinweg! Zudem: Allerweltswörter wie "Milch" (Baseldeutsch: "Milch"), "Brot" ("Broot"), "Computer" ("Pheetsee" [sic!]) usw. sind auch drin. Denn:
Damit wird es Fremdsprachigen ermöglicht, auch Triviales nachzuschlagen und Gewissheit über die Baseldeutsche Aussprache der entsprechenden Wörter zu erlangen.
Ganz lustig auch: Die Quellen. Darüber erfahren wir:
Theaterstücke, Songtexte, Hörspiele und Fasnachtstexte jeder Art sowie - in geringerem Mass - neuere Literatur. Angereichert wurde dieses Material im Laufe der Arbeit mit Texten aus den elektronischen Medien, Radio und Fernsehen, die in bereits verschriftlichter Form zur Verfügung standen.
Soweit so traditionell. Aber man geht ja mit der Zeit, drum:
Es stellte sich zudem heraus, dass auf dem Web eine ungeheure Menge von breit gefächerten Dialekttexten existiert, und zwar in erster Linie in Diskussionsforen, in denen eine Vielzahl von baseldeutschen Stimmen zu finden ist. Viele dieser Wortmeldungen stammen aus dem Umfeld der Populärkultur des Fussballs.
FCB-Fans und -Hools als Kronzeugen für das lebendige, aktuelle Baseldeutsch: Ein interessanter Zugriff auf die Materie, den die altehrwürdige Christoph Merian Stiftung da stützt. Eines steht immerhin jetzt bereits fest: Was 2011 das Fasnachtssujet Nr. 1 sein wird.


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Abt. Volkswille


Das Thema sei "nicht einfach keines" und die Integrationspolitik müsse weitergeführt werden, findet RR Christoph Brutschin in der BaZ. Na, die heutige Abstimmung auf baz(online).ch ist ja auch nicht repräsentativ.


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Abt. Tweet des Tages


Um wieviel, wurde nicht vertwittert.

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Abt. R.I.P. – heute: Jimi Heselden


Ich sag doch, die Dinger sind lebensgefährlich:

Jimi Heselden, Eigentümer des Unternehmens Segway, ist am Sonntag im englischen County West Yorkshire tot in einem Fluss gefunden worden. Der 62-jährige Millionär soll mit einem Offroad-Segway auf seinem Anwesen unterwegs gewesen und über eine Klippe gefallen sein. Der Segway sei in seiner Nähe ebenfalls in dem Fluss gefunden worden.
heise.de


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Abt. Jööö, Schnüffi!™ – heute: bz


basellandschaftlichezeitung.ch

Local first heisst die Devise bei der neuen Online-bz. Und: Schnüffis ziehen immer! Was ist dagegen schon eine Ämterrochade im Bundesrat?


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Abt. End of pipe Lösung - heute: functional food


Nestlé lässt auf allen Kanälen ausrichten, man wolle "auf Wissenschaft basierte personalisierte Gesundheitsprodukte (...) entwickeln, mit denen Nestlé gezielt Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf sowie Alzheimer vorbeugen und behandeln" könne. Einige dieser netten Dinge bringt die Wissenschaft in den Zusammenhang mit hormonaktiven Stoffen in der Umwelt (so genannte EDC), wie zum Beispiel Bisphenol A BPA. Was Nestlé jetzt ankündet, ist vielleicht die Frucht dessen, was wir hier schon vor zweieinhalb Jahren notierten nach der Lektüre dieser Zusammenfassung eines Teilprojektes des Nationalen Forschungsprogrammes über Hormonaktive Substanzen in der Umwelt: aubert-nestle (application/pdf, 70 KB) , nämlich dass offenbar der Konzern:

Nahrungsmittelzusätze für Neugeborene (und Schwangere) entwickeln will, die jene Schäden reparieren sollen, die das Kind als Foetus erlitten hat dadurch, dass seine Mutter EDCs ausgesetzt war. Functional Food gegen Umweltgifte? Läuft das unter Innovation bei Nestlé?
Irgend etwas an dem Ansatz passt mir immer noch überhaupt nicht. Aber ich komm einfach nicht drauf was...

UPDATE 13:10 - Nestlés PR-Stunt die Luft raus lässt ganz enstspannt auch SR DRS in den Mittagsnews.


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Sonntag, 26. September 2010


Abt. konsexuelle Werbung - heute: Miss Schweiz


Den Begriff hat der @medienspiegler erfunden. Wir steuern dazu den unmanipulierten Screenshot dessen bei, was auf 20min.ch zu sehen war, kurz nach Ende des Beweises, dass Miriam Cahn bei DRS2 mit ihrem Rekurs auf Barbara Kruger natürlich recht hatte.


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Abt. Gated Community - heute: in Grenzach-Wyhlen


"Ein global wettbewerbsfähiger Life-Sciences-Standort ist darauf angewiesen, attraktiv für international mobile Talente aus aller Welt zu sein. Im heutigen Zeitpunkt sind für Top-Verdiener nur sehr wenige standesgemässe Wohnungen im Raum Basel verfügbar", schrieb laut Basellandschaftliche Zeitung vom 5. Mai 2010 der Gemeinderat von Grenzach-Wyhlen in den an der entsprechenden Medienorientierung verteilten Unterlagen über das Projekt, das im Auftrag der dortigen Grossgrundbesitzer, Sutters aus Basel, Judoweltverbands-Funktionär Gérard Benone aus Pratteln vorantreibt. Die Zeitung titelte denn auch:

Basels Goldküste entsteht in Deutschland Das bisher für Industrie und Gewerbe genutzte Rheinufer wird zur Wohnlage für Life-Sciences-Kader entwickelt
Die badischen Medien beschäftigten sich bereits verschiedentlich mit diesen Plänen für die erste Gated Community in der Region. Die BaZ, laut smd.ch, noch nie. So sieht Klein-Dubai, wie das Projekt in Grenzach-Wyhlen auch genannt wird, aus in der Phantasie der Architekten: Interessanterweise ist Benone auch Promotor der so genannten Rheinlehne, einem Areal quasi vis-à-vis von "Klein-Dubai". Die Rheinlehne ihrerseits ist ein dünner Uferstreifen auf Pratteler Boden an der Westspitze des Areals namens "Salina Raurica", wo Baselland Grosses vorhat. Zur besseren Uebersicht, hier eine kleine Karte (schwarz: Klein-Dubai, blau: Rheinlehne, rot: Salina Raurica):


Klein Dubai & Umfeld auf einer größeren Karte anzeigen

Natürlich wedelt Gérard Benone, wie andere auch, mit dem Gefälligkeitsbericht von Prognos an die Lobbyorganisation MetroBasel, worin von 40'000 neuen Arbeitsplätzen in der Region phantasiert wird bis 2020. Die Schönrederei hat Methode. Tatsächlich macht vor allem die Chemie in letzter Zeit durch massiven Abbau von sich reden: BASF minus 500 (UPDATE 16.11.: und gleich nochmals minus 300), Roche demnächst minus 1'000 oder mehr (Koellreuter [unlängst zu hören mit seiner "Metropolitan"-Botschaft auch auf DRS2] dazu in der BaZ am 4.9.: «Was die langfristige Perspektive angeht, bin ich optimistisch.» Man dürfe jetzt nicht die Nerven verlieren. (...) Falls es zu Entlassungen in der Region Basel kommen sollte, sieht Christoph Koellreuter nicht nur schwarz für sie: «In der Region sind aufgrund der starken Life-Sciences-Industrie qualifizierte Fachkräfte sehr gefragt.»). Ueberhaupt scheinen die Architekten das Rheinufer entdeckt zu haben. Erinnert sei kurz an die Pläne für die "Stadtrandentwicklung Ost" in Basel:


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infamous for 8585 Days
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