Sonntag, 17. Oktober 2010


Abt. Qualitätsjournalismus


Es geht um Rassismus. In der "Sonntagszeitung", die als Hauptschlagzeile vermeldet, dass laut Exklusivumfrage 62 Prozent der Stimmbürger die SVP-Ausschaffungsinitiative annehmen würden. Aber mit Rassismus werden nicht die potenziell Ausgeschafften angesprochen, sondern das jööö Schnüffi da oben:

Giftspritze: Unschuldige Hunde werden getötet, ...
... heisst die Schlagzeile auf Seite eins. Und auf Seite zwei lesen wir im Kommentar:
"Kein anderes Tier wird so rassistisch behandelt wie der Hund
Und wir sind betroffen! Dieses so unschuldig-schnüffihaft nett-unschuldig (= Hundeblick) dreinschauende Wesen muss das Leben lassen??!!!!

Doch auf der Seite zwei, im Hauptartikel, wo der Hund erneut unschuldig schnüffihaft in die Kamera blicken darf, erfahren wir, dass es gar nicht um diesen Hund geht!:

"Welpe Eiko hat Glück. Seinem Nachbarhund, den man nicht fotografieren darf, droht der Tod durch die Spritze."
Ach ja? Irgendwie im Text erfahren wir, dass es sich beim Nachbarhund offensichtlich um so etwas wie einen Pittbull handelt, der nicht vermittelbar sei. Die sehen anders aus – eben irgendwie unvermittelbar! Weil es sich um einen "Rassenlistenhund" handelt und: Tierheime, wie das "Tierheim Pfötli (das heisst wirklich so) im Zürcherischen Winkel, meinen laut "Sonntagszeitung":
"Das Tierheim nimmt keine Rassenlistenhunde mehr auf, solange sie nicht vermittelt sind."
Das nenn ich Kampfjournalismus!


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Abt. Piratenforderungen - heute: Grundeinkommen


Die Piratenpartei von der anderen Rheinseite ruft zur Demo für das BGE nach Berlin. In den Kommentaren dazu drüben bei Youtube wird allerdings grad diskutiert, ob das Video tatsächlich auf der Parteilinie liegt.


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Samstag, 16. Oktober 2010


Chinablues


angeekelt von der stets tendenziösen berichterstattung über chinas «nobelpreisträger» (warum hat mumia abu jamal, der aus politischen gründen in einer amerikanischen todeszelle schmort eigentlich noch keinen preis?) und die grassierende vergötterung des klapperigen und semidebilen dalaih lama, hatte ich den festen vorsatz, den veranstaltungsmarathon «culture scapes china» zu ignorieren. zumal unter dem patronat der promisken politchristin und bunderätin doris leuthard. aber da ich auf dem klo zwanghaft nach bedruckten seiten asschau halte, die ich noch nicht gelesen hab, musste ich meine meinung ändern. durch schreibtischarbeit mit darmträgheit geplagt, reichte die inhaltsangabe der meister propper-flasche als lektüre für meine sitzung nicht aus. daher griff ich missmutig nach der herumliegenden broschüre zu «culture scapes» und las, voller vorurteile, das editorial. und siehe: wie ein heller sonnenstrahl durch dichte wolken, wärmte mich ein anflug gutmenschlicher intelligenz aus der feder jurriaan cooimans. mit knappen, wohlgewählten sätzen fasst er die unerwarteten begleiterscheinungen des gewaltigen wachstums im reich der mitte zusammen und vermittelt einen eindruck was für eine weltmacht da entsteht. und ohne die probleme zu leugnen zieht er ein zwischenfazit, dass ich keinem kulturfachidioten je zugetraut hätte: «china als grösste staatliche einheit, aber zentral organisiert, sprüht vor enormer vielfalt und produktivität und kreativität .... in den vergangenen 30 jahren entriss china mehr als 300 millionen menschen der armut – ein noch nie dagewesenes ereignis...» statt dissidentenkitsch aus der froschperspektive oder retardierung zur tibethischen theokratie also ein differenziertes, optimistisches und dabei keineswegs unkritisches kulturspektakel? da geh ich doch mal hin.


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Abt. Cha Cha Chavez - heute: ChAKWez


Hola Hugo, antigua casa! Porque lässt Dir dal mamà Rusia una AKW aufhablar? Con esta holst Dir problemos ins Land, qui Dir vorher am culo passaran! Estás loco?


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Abt. don't miss it! heute: "Mörgeli am Äbeli"


@klatschheftli begleitete Christoph Mörgeli ins Zürcher Oberland, an das "Oktoberfest" im "Cheers Club". Oder? Klatschheftli: garantiert immer beste Unterhaltung!


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Freitag, 15. Oktober 2010


Abt. Tunnel in Schweden


Nicht nur, dass die Schweiz im Ausland gerne mit Schweden verwechselt wird, bei bundesrätlichen Auslandsbesuchen statt "Tritts im Morgenrot daher" Gottfried Kellers "O mein Heimatland" intoniert wird, nein, nicht genug, jetzt kleben die von n-tv dem BR Moritz auch noch einen Schnauz an. n-tv


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Abt. Glaubwürdige Politik



Auch wenn man mir jetzt mangelnde Fairness vorwirft, denke ich, dass wir den Hinweis darauf, mit was für Bildern sich die FDP Baselland sich für einen "schlanken Staat" einsetzt, durchaus Wert ist, veröffentlicht zu werden. Übrigens nach den Stichworten "Kultur" und "Theater" habe ich auf der Website der Partei, die in der Frage der Erhöhung der Theatersubventionen arg vom SVP-Virus heimgesucht wird, vergebens gesucht.

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Abt. Stadtentwicklung im Grossen ganz klein


Der Andrang zur Vernissage der Ausstellung "50 Jahre Stadtmodell – 10 Jahre Basel Nord" in der Voltahalle war gross. Die beiden ausgestellten, liebevoll und detailverliebt ausgearbeiteten Stadtmodelle von 1960 und heute eröffnen tatsächlich aufschlussreiche Ein- bzw. Aufblicke. Wir wollen uns hier mal auf die Zukunftsprojekte beschränken, die im Modell von heute bereits Platz gefunden haben:

Zum Beispiel der Roche-Riesentreppe, die neue Kinderspitalsiedlung und die Pizzaschachteln der Messe Schweiz, die das Stadtbild aus der Vogelschauperspektive doch sehr verändern werden. Und das in naher Zukunft bereits

Bei der Ansicht auf den Rheinhafen Kleinhüningen allerdings scheint die Phantasie der Planer etwas überbordet zu haben. Allerdings für eine Wohnung im Grand Arch au bord du Rhin würde ich mich schon interessieren.


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Donnerstag, 14. Oktober 2010


Abt. Zahl des Tages - heute: 1'000$ / Sekunde


Spät kommt sie, aber sie kommt, die Zahl des Tages! Hier ist sie:

1'000 Dollar pro Sekunde
So schnell nimmt Google das Geld ein. Im Duchschnitt der letzten drei Monate. Davon bleiben 280$ pro Sekunde als Reingewinn im Firmenportemonnaie liegen. Das ist den soeben veröffentlichten Quartalszahlen zu entnehmen. 1'000$ pro Sekunde: Das kann man sich merken.


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Abt. It's not my fault! heute: yahoo.com kaputt


Bei Yahoo ist jemand über das Kabel gestolpert!


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Abt. Zerstörungen im Museum Tinguely


Über den unfreiwilligen Vorboten der Ausstellung haben wir ja bereits berichtet, ab morgen kann man sich nun ein eigenes Bild der Zerstörungswut im Museum Tinguely machen, die unter dem Titel Under Destruction in eine wunderbar unerhabene Ausstellung mündete.

"Betreten der Baustelle auf eigenen Gefahr", warnt ein Schild die Besucherinnen und Besucher. Und tatsächlich ist der Gang durch die Ausstellungsräume nicht ganz ohne, denn plötzlich bricht da und dort der Boden ein (Bild oben). Das ist der Künstlerin Monica Bonvicini zu verdanken, die mit ihrer Arbeit "Plastered" (1998) die gesamte Bodenfläche – zumindest zu Beginn der Ausstellung – zum unsicheren Grund machte.

Auf dem Bild links sind die beiden Kuratoren der Ausstellung Gianni Jetzer und Chris Sharp zu sehen. Sie stehen vor einer Bombe. Zumindest der Behauptung einer Bombe, die, so die Aufschrift, im Jahr 2104 explodieren wird. Gut, dass wir erst das Jahr 2010 schreiben.

Under Destruction befasst sich auf witzige, hintergründige und zuweilen auch ganz direkten Art und Weise mit dem im Titel genannten Thema. So zum Beispiel Martin Kersels "Tumble Room" (im Film unten), der eine Mädchenzimmer-Einrichtung kaputt rotieren lässt. Oder die wohl radikalste Arbeit in der Ausstellung, "Corner Basher" von Liz Larner (zweiter Teil Film unten), die den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit gibt, das Museum selbst (oder zumindest eine Ecke davon) zu zerstören.


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Abt. Gruppenbild mit Dame


V.l.n.r.: Moderator Georg Halter (SF), RR (The Guy Called) Guy Morin, die Schönste aller Schönen Joliejoli und my man Ueli Mäder. Thema der Podiumsdiskussion gestern im Unternehmen Mitte: Bubenträume und Männerphantasien. Neeeeein, nicht so, wie ihr denkt!

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