Mittwoch, 10. November 2010


Abt. bewegte Standbilder - heute: if we don't,


if we don't, remember me. Wer immer das gebaut hat: Chapeau! (via L.M.)

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Abt. Da lacht der Texter – heute: über Keystone


Fragt sich, wann es endlich los geht, das sich zu Ende neigende Jahr 2010.

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Abt. Was du wolle? – heute: easyJet.com


Bei easyJet kann man nicht nur billig fliegen. Auch Bucherholungsort- und Stadtübertragungen sind im Angebot.

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Abt. Vorankündigung - heute: the Nastuchstory continues


Tempo Taschentuch: "Augenkontakt vermeiden!" Mehr: demnächst. Zur Erinnerung: Darum geht's.


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abt. die hat sich aber verändert


edit: 15 minuten später folgt schon die korrigierte version. aber wir wissen ja: das internet vergisst nie.


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Dienstag, 9. November 2010


Abt. Und setzt dem Haus eine Krone auf ...


Während in den Amtsstuben und Gängen von Museumsverwaltungen über Museumszusammenlegungen und andere Synergiemassnahmen debattiert wird, bereitet sich das Museum der Kulturen langsam auf seine Wiedereröffnung vor. Irgendwann im nächsten Sommer ist Neubeginn mit zwei China-Ausstellungen. Dann wird man auch sehen, wie es im Innern dieser von Herzog & de Meuron gestalteten pechschwarzen Krone aussieht, die vom Riesenrad auf dem Münsterplatz aus gesehen, einen doch ziemlich dominanten Eindruck hinterlässt.


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Abt. Unverklemmt - heute: zu Guttenberg


Was Köhler noch den Kopf kostete, bringt Jungspund Karl-Theodor jetzt ganz offensiv auf den Tisch: Das Deutsche Militär soll dort töten dürfen, wo es die Deutsche Wirtschaft befiehlt. What's the problem?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich dafür ausgesprochen, in der Sicherheitspolitik „offen und ohne Verklemmung“ auf wirtschaftliche Interessen einzugehen. Es gelte in gewissen Kreisen immer noch als „überaus verwegen“, den Zusammenhang zwischen diesen beiden Bereichen herzustellen, monierte der CSU-Politiker auf einer Sicherheitskonferenz in Berlin. Dies habe auch der frühere Bundespräsident Horst Köhler zu spüren bekommen, der für den Verweis auf diesen Kontext „fürchterlich geprügelt“ worden sei. „Ich frage mich bis heute, was so verwegen an dieser Aussage war“, sagte Guttenberg. „Ich hätte mir von uns allen etwas mehr Unterstützung in dieser Fragestellung gewünscht.“
Welcome to Realpolitik!


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Abt. Qualitätsjournalismus


Wir alle wissen: "Sex sells". Früher gab es das Blick-Girl auf Seite 3 und auch sonst scheinen die nackten und halbnackten Damen alles verkaufen zu können (selbst das letzte Quäntchen Moral, gell patpatpat).

Auch die beste aller Basler Tageszeitungen hat gemerkt, dass sie ihren Leserinnenschaften nicht nur neoliberale Leitartikeleien servieren kann, sondern ab und zu etwas fürs Gemüt. Auf der Seite mit dem, schönen Titel "letzte" darf die Brigitte Bardot posieren. In einer Aufnahme, die 1958 den Titel der Zeitschrift Playboy zierte. Also ganz und gar ohne Aktualitätsbezug. Einfach so. Und ganz ohne Rock, damit ihr die von Chefredaktor Somm kürzlich abgemahnten SP-Narren nicht unter denselbigen greifen können.

Wenn wir ehrlich sind: das Bild hat uns gefallen, und der Beitrag ist eigentlich nur eine Alibiübung, es hier an dieser Stelle ebenfalls bringen zu können.


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Abt. Weichmacher - heute: in 20minutten


Ach, Kinder! Wenn ihr die BPA Geschichte schon um's Verrecken so reisserisch aufmachen müsst, dann lest weeeeenigstens kurz irgendwo nach, was es ist. Von mir aus auch auf Wikipedia. Besser noch gleich bei der Plastikindustrie selber, denn in der Hinsicht wissen sie, wovon sie reden. Und hört dann endlich auf, zu behaupten, Bisphenol A sei ein Weichmacher. Ist es nicht. Wer erzählt euch solchen Unfug? Es ist der Baustein für Plastik. So wie Lego der Baustein für eure Kinderphantasie war, als ihr noch eine hattet. Weichmacher hat's woanders. Ich sag jetzt nicht wo. Oder hört mal Deutschlandfunk!


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Abt. Auf was wir lange gewartet haben ...


Am Eurokonkurs des Liedguts sind sie so etwas von abgeschifft, jetzt streben die Lovebugs zu höheren Weihen: Wie das Pop-Urgestein Sting wollen die Bitpop-Buben aus Basel jetzt ein Stück Klassik-Himmel erobern:

Die Lovebugs und das Sinfonieorchester Basel, unter der Leitung des englischen Dirigenten Robert Emery, stehen im Februar 2011 für drei Konzerte gemeinsam auf der Bühne des Stadtcasino Basel und loten eine neue Dimension der Musik der Lovebugs aus.
Das klingt doch spannend: eine neue Dimension in der Lovebug-Musik. Einfach sei das Zusammenkommen nicht gewesen, lesen wir in einer Mitteilung des Sinfonieorchesters Basel:
Neu ist die Idee "Rock meets Classic" auch in der Schweiz nicht mehr, aber dennoch muss sich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, dass so etwas überhaupt möglich wird.
Na wenn das nicht zu den "Highest Heights" führen wird!


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Montag, 8. November 2010


Abt. Alzheimer - heute: bei BAG und SDA


Es ist Herbst und das Thema Depression hat in den Medien wieder Hochkonjunktur. Diesmal tritt das BAG selber den Depro-Hype los und die SDA ist seine Trompete. Sie schreibt im Original:

Bern · Wegen Depressionen zum Hausarzt - Erste Statistik liegt vor Immer mehr Menschen suchen wegen Depressionen ärztliche Hilfe. Pro 1000 Hausarztbesuche erfolgen fast 13 wegen der psychischen Krankheit, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Die Zahlen stammen von der ersten Sentinella-Statistik zu Depressionen aus dem Jahr 2008.
Prompt landet das Communiqué, stimmig aufgemacht und reisserisch übertitelt, auf der Frontpage bei den Newsnetz-Sites: Schon im Lead von SDA - und logischerweise auch Newsnetz - schreit einem der Schwachfug ins Gesicht: Wie in aller Welt, soll aus einer einzigen Statistik eines Jahres ein Trend abzulesen sein? Wie kommt die SDA zur unhaltbaren Aussage, "immer mehr Menschen" suchten wegen Depressionen ärztliche Hilfe auf? Vielleicht kommt ja noch etwas, aber bis jetzt findet sich beim BAG keine Medienmitteilung, die als Grundlage für die SDA-Meldung hätte dienen können (und wo ev. Hintergründe dazu zu finden wären - Meine Güte, jetzt hoff ich schon darauf, dass die zugrundeliegenden Communiqués jene Hintergründe liefern, die ihre journalistische Aufbereitung versaut hat; weit ist's gekommen!). Die Aussage im Lead der SDA, dies sei die "erste Sentinella-Statistik zu Depressionen" ist zudem kreuzfalsch. Das Publikationenverzeichnis von Sentinella schreibt schwarz auf weiss auf Seite 13: "T. Lehmann, Arbeitsgruppe Sentinella; Depression; Jahresbericht 1988/89". Leiden BAG und SDA an Alzheimer, dass sie sich nicht an diese Untersuchung erinnern? Leider ist dieser Jahresbericht nicht elektronisch zugänglich. Aus dem Vergleich von dessen Zahlen mit denen von 2008 liesse sich vielleicht ein Trend konstruieren. Auf diese 20 Jahre alten Daten nimmt aber niemand Bezug. Weder das BAG noch die SDA etc. Zwar deutet der letzte Satz der Meldung an, wie der Trend konstruiert wurde:
Das BAG rechnete diese Zahlen mittels Daten des Krankenkassen-Dachverbandes Santésuisse und dem Bundesamt für Statistik hoch.
Aber über die Methoden schweigt sich die Agentur aus. Eher anekdotisch interessant scheint mir, dass die CHF 10'000.- teure wissenschaftliche Auswertung der Sentinella-Zahlen von 2008 gemäss Projektdatenbank eigentlich bereits Ende November 2009 abgeschlossen wurde. April bis Juni 2010 musste offenbar sozialwissenschaftlich für CHF 16'920.- nochmals dran rumgeschraubt werden. Und bis zum jetzt publizierten, ominösen Communiqué in der Angelegenheit mussten weitere 4 Monate ins Land streichen... Und das alles endet schliesslich verkürzt, unvollständig und irreführend im Newsnetz. Schade um die viele Arbeit! Beim Gerede von wachsenden Zahlen von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen scheint mir übrigens immer grösste Skepsis angebracht! Schon die Zahlen des Kantons Basel-Stadt und des BAGs unterscheiden sich um einen Faktor 4:
BS: Jeder fünfte Erwachsene leidet mindestens einmal im Leben unter einer Depression. BAG: Man nimmt an, dass 5-7% der Bevölkerung an Depressionen erkranken.
Das Gesundheitsobservatorium bietet zwar eine lange Publikationenliste dazu. Aber, wer die Datenbasis für diese Aussagen zu rekonstruieren versucht, sieht, dass ein Bericht immer den vorhergehenden zitiert, der einen Dritten zitiert (soweit normales wissenschaftliches Vorgehen...), am Ende aber nicht viel mehr als Grundlage bleibt für z.B. die viel herumgereichte, maximalistische Aussage, dass jede zweite Person in der Schweiz einmal im Leben an einer psychischen Störung erkranke, als zwei relativ dünne Studien: eine aus Basel (Wacker 1995, vergriffen) & die viel zitierte sog. "Zürich"-Studie. Letztere sagt ehrlicherweise allerdings über sich selber:
The data are based on a relatively small sample; a single age cohort, and the study was conducted in Zurich, Switzerland. These study features may diminish the generalisability of the findings.
Depression ist eine zu ernste Sache, um sie der Journaille zu überlassen!

PS: UPDATE Dienstag, 12:30. Inzwischen hat mir das BAG die Quelle für die SDA-Geschichte genannt: Sein wöchentliches Bulletin Nr. 45/10 (das auch den Link auf den nun endlich publizierten Schlussbericht der Sentinella-Daten in Sachen Depression enthält). Im BAG-Bulletin auf S. 1075 steht auch gleich wieder im zweiten Satz:

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der gestellten Diagnosen in der Schweiz zugenommen.
Ein Beleg für diese folgenreiche Aussage wird nicht referenziert. Die einzige kontinuierliche Quelle, die bisher eventuell solche Aussagen zuliesse, ist der so genannte "Schweizerische Diagnosen Index (SDI)". Das ist allerdings ein Marketinginstrument, vertrieben von der kommerziellen Pharmamarketing-Beratungsbude IMS. IMS macht regelmässig Umfragen unter AerztInnen, was sie warum verschreiben. Auch im psychiatrischen Bereich. Und dort wird er von den Gesundheitsbehörden auch konsultiert und zitiert. Um an diesen Unterdatensatz des SDI ranzukommen, zahlt alleine das Bundesamt für Statistik 10'000.- jährlich seit 2008. Es wäre wohl langsam an der Zeit, dass die Gesundheitsbehörden eine andere Quelle für ihre Behauptung der wachsenden Zahl Depressiver verwenden, als die Angaben des Pharmamarketing! Alles, was es bräuchte, wäre mit Sentinella ebenso kontinuierlich das Thema Depression zu beobachten, wie es für Grippe, Masern, Mumps und Röteln seit über 20 Jahren selbstverständlich ist!

Wäre es nicht rationaler, ein paar Jahre lang diese Zahlen zu sammeln, sie dann auszuwerten, und erst dann zu entscheiden, ob das Land tatsächlich ein "Bündnis gegen Depression" verschrieben bekommt? Statt die PR-Mühlen schon anzuwerfen, bevor wirklich harte Daten auf dem Tisch liegen???

P.P.S. Da schau an! Newsnetz hat die Headline verändert (Stand 14:00)! Jetzt lautet sie:

Romands besonders anfällig auf Depressionen
Das ist zwar ebenso ins Blaue behauptet wie die alte Schlagzeile, wie im etwas ausführlicheren Artikel zum selben Thema, ebenfalls bei Newsnetz, von Iwan Städler, der die SDA-Meldung ausgebaut hat, herauszufinden ist, wo steht:
Während im Erhebungsjahr 2008 in Graubünden und im Tessin auf 1000 Konsultationen 2,5 Depressionsmeldungen kamen, waren es in der Westschweiz fast zehnmal mehr – nämlich 21,1. Damit liegt die Romandie mit Abstand an der Spitze aller Regionen. (...) Heisst dies nun, dass die Westschweizer deutlich unglücklicher sind als die Deutschschweizer? Oder erkennen die dortigen Ärzte einfach schneller eine Depression? Beides sei möglich, sagt Regula Ricka vom BAG.
aber was ficht einen rechten Titeldichter die sachliche Korrektheit an?


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Abt. infamy History – heute mit: Mosi & Daisy


Die 540. Mäss ist zwar Geschichte, aber einen hab ich doch noch dazu. Weil uns dieser Schnappschuss vom seligen Herrn Moshammer und seiner Daisy nämlich Gelegenheit gibt, wieder mal auf den allerersten infamy-Beitrag ever zu verlinken. Preisfrage: Wo wurde das Foto aufgenommen?


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infamous for 8584 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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