Freitag, 11. Februar 2011


Abt. Wunderheilung der Woche


Weil ich meine 1 GB Datenlimite ausgeschöpft (!) habe, musste ich gestern im Bus den Blick am Abend lesen. Was, wenn man es nicht gewohnt ist, ja eine reichlich gschpässige Erfahrung ist. Natürlich entdeckte ich einen Schreibfehler. Der Ärger darüber wurde durch die wahrhaft erstaunliche Genesung der unlängst angeschossenen US-Politikerin Giffords aber mehr als aufgewogen:


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Abt. Sonderkorrespondent - heute: vanpipe @ Tahrir


Seinen Lohn bezieht er von der Auslandredaktion des Spiegel. Aber ohne ihn gefragt zu haben, erklären wir ihn hiermit zum infamy-Sonderkorrespondenten in Kairo auf dem Tahrir Platz:

Go, vanpipe, go! Und lass Dich nicht von Mubaraks Schlägern erwischen!

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Donnerstag, 10. Februar 2011


Abt. Direktübertragung einer Abdankung?


"will begin shortly"

Mubarak soll eine rede halten, Aljazeera überträgt direkt aus dem Tahrir Square in Cairo auf Youtube:

www.youtube.com


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Abt. Blöde Blogger – heute: Bernd


Auch wenn euch die Lektüre der Besten aller daran zweifeln lässt (siehe unten): Was in der Zeitung steht, stimmt. Denn die Journalisten unterliegenstehen der Sorgfaltspflicht und kontrollieren alle Fakten, bevor sie etwas publizieren. Was hingegen in diesen "Internet-Tagebüchern" steht, kontrolliert kein Mensch. Um die Kinder, die eine Welt ohne Blogs ja gar nicht gekannt haben, darüber aufzuklären, hat der Verband Bayerischer Zeitungsverleger das Lehrmittel "Schau genau hin!" mit dem Blöden Blogger Bernd entwickelt. Viel Erhellendes kommt dabei natürlich nicht rum, aber immerhin glaubt der Verlegerverband offenbar daran, dass es noch etwas zu abonnieren gibt, wenn die Kleinen einmal gross sind. Blogger Bernd


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Abt. Kriminaltango in der "Basler Zeitung"


Wir wissen dank des fulminanten Kartografieeinsatzes von Mischa H., wo Basel besonders kriminell ist. Heute nun erfahren wir, dass nicht die Innenstadt, nicht das Kleinbasel, nicht das St. Johann besonders gefährliche Orte sind, sondern Basels Grenzen. Und damit sind nicht die Übergänge ins Baselbiet gemeint, sondern natürlich die Landesgrenzen, denn ennet dieser Landesgrenzen gibt es ja noch mehr Ausländer als in der Stadt selbst, und Ausländer sind ja bekanntlich besonders gefährlich und kriminell (weshalb man sie ja nun auch rigoros ausschaffen wird).

Nun denn. Micha H. übertitelt seinen Bericht zur Bilanz des Grenzwachtkorps mit:

"Mehr Gewalt an Grenze zu Frankreich"
Aha. Da werden alte Klischees bedient, vielleicht sogar bestätigt? Lesen wir also weiter. Lange lange ist kein Wort von Gewalt zu vernehmen. Von Fleisch- und Drogenschmuggel ist die Rede:
"Bei den Betäubungsmitteln gab es in der Region eine Verdreifachung von Cannabissicherstellungen und eine beschlagnahmte Rekordmenge von 710 Kilogramm des afrikanischen Rauschkrauts Khat. Andere Drogen wurden weniger gefunden, was allerdings nichts über den Drogenkonsum in Basel aussagt."
Was wiederum den Umkehrschluss zulässt, dass auch die höheren Beschlagnahmungsmengen an Cannabis und Khat nichts über das Konsumverhalten aussagen.

Aber wir werden im Titel (und im Aufhänger auf Seite 1) ja auf die Gewalt hingewiesen. Gegen Schluss des Artikels erfahren wir dann, was mit Gewalt gemeint ist:

"2010 kam es zu 48 Zwischenfällen, davon waren sieben «gewaltsame Durchbrüche der Kontrollen» und 21 Fluchten. In 19 Fällen wendeten Fahrzeuglenker, um einer Kontrolle zu entgehen."
Fluchten und Fahrzeugwendungen? Über den Begriff Gewalt kann man sich wahrlich gewaltig streiten. Könnte man, denn offenbar ist es bei Kriminalberichten in der "Basler Zeitung" nicht üblich, statistische Schwurbeleien zu hinterfragen.

PS: Gefahr lauert, wie wir der heutigen "Basler Zeitung" entnehmen können, nicht nur an der Grenze zu Frankreich, sondern auch an Tramstationen. Ja. Und auch hier hat sich ein Redaktor die Mühe gemacht, die zehn gefährlichsten Tramstationen zu kartografieren. Zumindest aber deklariert dieser Bericht klar, dass es sich bei der Zusammenstellung um subjektive Meinungen der verbliebenen LeserInnen der Zeitung handelt.


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Abt. Alle gegen die BaZ – heute: Arthur Cohn


BaZ Da immer weniger unserer Besucherinnen und Besucher täglich die BaZ lesen, erlauben wir uns, die an die Beste aller gerichtete Zuschrift von Herrn Cohn auch hier zu verbreiten. Ihr dürft beruhigt sein, A.C.s Filme waren, entgegen dem, was in Somms hetzerischer SVPostille behauptet wurde, immer zuerst in Basel zu sehen. Und das wird sich, so dürfen wir doch hoffen, auch in Zukunft nicht ändern.


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Abt. Homophobie – heute: im Basler Zolli


Aus der Basellandschaftlichen Zeitung: Der in der Liebe erfolglose Bulle sei weder asexuell noch schwul, ist Dietrich überzeugt. Sie bleibt zuversichtlich: "Er muss nun einfach noch etwas üben."

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Abt. Grundeinkommen - heute: Abschaffen!


Das "Bedingungslose Grundeinkommen" gehört abgeschafft! Jedenfalls für jene, denen es mehr als Fr. 5'000 pro Person pro Monat einbringt - und die es "Dividende" nennen. Was über dem Betrag pro Monat liegt, wandert in einen grossen Topf. Und aus dem Topf bekommen alle anderen ihr BGE. Damit hätten wir die Finanzierungsfrage auch gleich gelöst. Einsprachen? DRS1 hatte es heute vom BGE. Dort kommt die Tante von Avenir Suisse zu Wort, (Noch-)Vizedirektorin Katja Gentinetta (sie wechselt zu SRF - resp. ist schon dort) und macht sich lautstark Sorgen darüber, dass Leute mit einem Grundeinkommen nicht mehr arbeiten würden. Die Sorgen teilt auch Yves Rossier, Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen. Beide sagen "Sorgen", meinen aber ihre "Bedrohung" durch die Erosion der "disziplinierenden" Wirkung, die die Lohnsklaverei hat, wenn letztere durch ein BGE etwas gemildert würde. Um die Aktien-Rentiers und deren mangelnde Arbeitsmotivation infolge ihres "Dividende" genannten BGE "sorgen" Gentinetta und Rossier sich natürlich nicht!


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Abt. Was macht eigentlich ... heute: Christopher Lee?


gawker.com

Nicht der Christopher Lee, den wir als Dracula, Saruman u.v.a.m. kennen, sondern der republikanische Kongressabgeordnete gleichen Namens, ist gerade zurückgetreten. Wegen eines Fotos, das er an eine Inserentin auf craigslist.com geschickt hat. Respektive wegen der Angaben, die er in der Korrespondenz über sich selbst gemacht hat. Eine Leuchte scheint dem Kongress nicht wirklich abhanden zu kommen. Wann schickt uns mal jemand sowas? Craigslist gibt's ja auch in Basel. Aber richtig viel los ist da nicht.


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Mittwoch, 9. Februar 2011


Abt. Quote of the day - heute: Stephen Elop


Foto125.jpg Bild: The Kaurismääki-Brothers [?] spielen auf im Nokia HQ

Der CEO von Nokia (er war früher bei Microsoft) in einem internen Memo an seine Leute, in gewollter Anspielung auf Deepwater Horizon:

Nokia, our platform is burning.
Wenn Nokia kränkelt (Bilder vom HQ), hätte noch vor kurzem ganz Finnland gelitten; die Abhängigkeit mag heute nicht mehr ganz so eng sein.


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Abt. Sondermüll - heute: Nanomania


Liebe #Migros, auch wenn - eigentlich: gerade weil! - meine Söhne (8 & 11) auf Deinen Nepp reingefallen sind und die Dinger lustig finden: Was Du da an den Kassen unter die Eltern, Grosseltern usw. und schliesslich an die Kinder bringst, ist das Allerhinterletzte! Welcher (social media?) Marketingheini hat Dir den Schwachsinn mit den 3 cm grossen, kapselförmigen Idioten namens "Nanos" angedreht? Am Ende irgendein Agent des NFP 64 über "Chancen und Risiken von Nanomaterialien"? Ich trau Dir sogar das zu! Dass der Giftmüll aus China kommt und wahrscheinlich unter unwürdigen Bedingungen hergestellt wird, ist schlimm genug. Aber dass Du, Migros, Dir nicht eine anständige Übersetzung für den Text auf der - übrigens von Kinderfingern kaum aufzufummelnden - Verpackung leisten kannst, ist ein Armutszeugnis! "Für Korrespondenz aufbewahren"? Bitte? "Conserver l'emballage"? Wozu? Nimmst Du die Verpackung zurück? "Conservare per un uso futuro"? Um Meersäulibölleli darin zu entsorgen, oder was? Das Verdikt steht fest: Nur ein toter Nano ist ein guter Nano! Darum wandern hier alle sofort in die Vivisektion und zur Autopsie! Nein, milder lässt es sich leider nicht ausdrücken!

P.S. Sehe grad: Der Ramsch heisst in anderen Ländern "Mighty Beanz" und verseucht die Kinderzimmer dort schon seit 2002. Danach googlen kann, wer mag.

P.P.S. Das ist mir leider entgangen: Die Kollegin vom Kassensturz hat die Fummeldinger schon am Dienstag seziert:


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Abt. Kapitalismus heute


Wir erinnern uns: Mit Milliarden musste die öffentliche Hand die Grossbank UBS retten, die noch heute quasi als Bank mit Staatsgarantie wirtschaftet, wie die NZZ feststellt. Und das kann sie offenbar wieder etwas besser als früher, was der aktuelle Milliardengewinn zeigt. Als umso störender kann man es empfinden, dass diese öffentliche Hand von diesen Milliarden nicht wirklich profitieren kann. So schreibt die NZZ heute (was die "Basler Zeitung" und andere nicht tun):

"Trotz einem Reingewinn von 7,2 Milliarden Franken zahlt die Bank in der Schweiz keine Gewinnsteuern. Sie wird das auch in den Jahren 2011 und 2012 kaum tun."
Ja herrlich für die Bank, die dafür wieder schöne Boni auszahlen kann (die im Gesamtbetrag zwar etwas niedriger sind als früher, dafür aber auch an weniger Mitarbeiter verteilt werden müssen). Auf die staatsmitgarantierten Löhnen hat dies also keinen mindernden Einfluss: 250'000 Franken an Lohn, Bonus und Sozialleistungen bezogen die UBS-Mitarbeiter pro Kopf. Im (nicht befriedigend agierenden) Investmentbanking waren es gar 400'000 Franken.


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infamous for 8581 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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