Freitag, 30. September 2011


Abt. Quote of the day II: "Urbanes Stadtleben"


Wenn wir das gewusst hätten:

"Urbanes Stadtleben ist im Trend."
Das teilt uns heute das Präsidialdepartement Basel-Stadt mit. Urbanes Stadtleben ist also im Trend. Ganz im Gegensatz zum ruralen Stadtleben oder urbanen Landleben?

Inhaltlich geht es um das neue Wohnraumfördergesetz, das "den Weg für die Entstehung von zusätzlichem Wohnraum für alle im Stadtkanton weisen" soll. Unter anderem geht es darum – tatsächlich, lieber patpatpat, Büroraum zu Wohnungen umzugestalten. Zumindest ein bisschen:

"In den nächsten 15 Jahren können 400 Wohnungen aus Umnutzungen von Büroflächen gewonnen werden."

Hintergrundmaterial gibt es hier.


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Abt. Quote of the day - heute: Andreas Büttiker


Vom BLT-Chef lasen wir in der bz das Bonmot:

Es passiert selten in der Schweiz, dass Energieversorger die Kostenlose Einspeisungsvergütung (KEV) übernehmen.
Wer den Fehler die Pointe findet, wird als Ehrenmitglied auf Lebzeit aufgenommen in das Solarstromkombinat Burgfelden.


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Abt. Alex Baur, selbst- und BaZ-ernannter Superstar


Was muss das für ein Mensch sein. Grossartig. Ein Vorbild für uns alle, die wir uns Journalisten schimpfen:

"Leute, die ihn kennen, beschreiben ihn als Spürhund, immer die Nase im Wind, immer der nächsten grossen Geschichte auf der Spur. Mehrfach wurde er als bester Recherchejournalist des Landes ausgezeichnet."
Wer ist es? Alex Baur! Der scharfe Sozialmissbrauchs-Hund bei der "Weltwoche", der seine grösste Grosstat und vor allem auch seine Grosstätigkeit nun in einem Buch veröffentlicht hat: "Störfall im Sozialamt". Die "Basler Zeitung", der Tageszeitungs-Ableger der "Weltwoche", lobt das Buch in den höchsten Tönen:
"Ein Plädoyer für anwaltschaftlichen Journalismus"
Und:
"Hier werden nicht knochentrockene Fakten ausgebreitet, hier wird ein Krimi erzählt."
. Und in diesem Krimi sind offenbar solche Sätze zu finden, wie:
"Roger (Anm. nicht der Schawinski, der Köppel natürlich) war voller Anerkennung. Was wir praktisch im Alleingang bewegt hatten, schien ihm unerhört."
Anerkennung über und über. Der Journalist Baur anerkennt in seinem Buch ofenbar vor allem seine grossartige Leistung, Roger Köppel ist voller Anerkennung für seinen Sozialmissbrauchs-Spürhund und der BaZ-Redaktor Erik Ebneter jubelt über das Buch des grossen Selbstbeweihräucherers.

Aus dem "Störfall im Sozialamt" wird so gewissermassen ein "Störfall auf der BaZ-Redaktion". Oder leider schon Normalfall ...


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abt. finde die unterschiede


gestrige beste aller, seite 31:

gestrige beste aller, seite 52:


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Donnerstag, 29. September 2011


Abt. Rätseln mit der Besten aller


"Zwei Verletzte nach Streit in Basler Innerstadt", titelt bazonline. Die Meldung beginnt dann so:

Gemäss den Ermittlungen der Polizei hatte ein 53-jähriger Mann an der Basler Schifflände am Donnerstag gegen 13 Uhr den Fussgängerstreifen überquert und wurde dabei von einem Auto fast angefahren. Das versetzte den Mann in Rage, und er schlug mit der Hand aufs Heck des vorbeifahrenden Autos.
Der Heckschläger wurde in der Folge von drei der Insassen "angestresst" und umgeschupft. Bei der anschliessenden Verfolgungsjagd stürzte ein Flüchtender mit dem ihn anhaltenden Polizisten in ein Schaufenster, wobei sich die beiden Verletzten. Womit der Titel zwar nicht falsch, aber doch irreführend, wenn nicht gar tendenziös ist. Korrekt müsste es heissen: Schweizer schlagen Kosovarenhecks.

Bonusquiz für NochBaZLeser: Was hat der Schweizer genommen, dass er mit der blossen Hand auf so ein hartes Metall hauen konnte?


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Abt. Original und Fälschung – heute: SP vs. politfe


Die sozialdemokratische Partei der Schweiz bittet um unsere Mithilfe. Eine gewisse <a href="www.facebook.com target="blank">"Simona Keller" a.k.a. politfe hat ein SP-Wahlvideo plagiiert und die Aussage ins Gegenteil verkehrt. "Für die SP an sich ist das kein Problem, für die Schauspieler aber sehr wohl; nachdem sie sich unbezahlt für ein Anliegen dass auch ihnen wichtig war zur Verfügung gestellt haben, werden sie jetzt mit einer genau entgegengesetzten SVP-Position in Verbindung gebracht", schreibt der Leiter Kampagnen und Kommunikation (Abt. K.u.K.) in seinem Mail an infamy. Er möchte daher Frau Keller bitten, das Video vom Netz zu nehmen. Allerdings antwortet sie nicht auf Facebook- und Youtube-Nachrichten antwortet.

So könnt ihr helfen: Wenn ihr eine Frau kennt, die Simona Keller heisst, rechtsbürgerlichen Glaubens ist und an der HGK Zureich studiert hat, haut sie doch mal an und überbringt ihr das Anliegen der SPS. Wenn jemand Zeit hat, kann er dem sozialistischen Zentralkomitee erklären, wie man bei Facebook einen Antrag auf Löschung eines Fake-Accounts stellt. Ich hab weiss Gott Besseres zu tun!

Hier das corpus delicti:
Original



Fälschung

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Abt. Unterführung reloaded - heute: unter'm Stapelvolumen


"Allfällige Personenunterführung" heisst in den Plänen im Anhang zur Eingabe der SBB der Widergänger der "Unterführung SBB" selig: 2011-09-29 14.29.10 Sogar die Rolltreppe ist schon drin: 2011-09-29 14.13.30 Das ist das "Stapelvolumen" (wir hatten's unlängst schon davon) im Zusammenhang: 2011-09-29 14.18.42 Das ist der Schattenwurf des Hauses am 21. März: 2011-09-29 14.29.33 So sieht im gleichen Anhang Basel aus etwa anno 2040, wenn alle Hochhausträume realisiert sind: 2011-09-29 14.20.44 Und da hat's noch mehr Schnappschüsse zum Thema. Die Einsprachefrist endet übrigens rein zufällig am 14.10., dem Freitag am Ende der baselstädtischen Schulherbstferien.


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Abt. Voltaplatz: Die andere Seite


Viel wurde geschrieben über die "Krawalle" vom Wochenende am Voltaplatz. Vor allem die "Basler Zeitung" sorgte dafür, dass empörte Anwohner (anonym), empörte Polizisten (anonym), empörte onlione-Kommentierer (anonym), empörte Politiker (Wahlkampf) und die eigene Empörung zu Wort kamen. Heute haben wir ein Schreiben eines Aktivisten erhalten (ebenfalls anonym), das wir hier der Öffentlichkeit zugänglich machen wollen.

Zu den Hintergründen der Ereignisse liest man zum Beispiel:

"Wir haben es längst aufgegeben, uns auf irgendeine Autorität zu verlassen. Es wird einzig für diejenigen gebaut, die das Geld und die Macht mitbringen! Dass die Stadt und die InvestorInnen dadurch aktiv die Verdrängung der „ursprünglichen“ AnwohnerInnen vorantreiben, ist ihnen entweder egal oder aber sie nehmen es billigend in Kauf – solange die Rechnung für sie aufgeht! Sie können noch lange von „sozialem Wohnungsbau“ und (kommerziellen) Freiräumen schwafeln, wir haben es satt!"

Und zur viel zitierten "Schmusepolitik" und monierten Tatenlosigkeit des Basler Sicherheitsdirektors heisst es darin:

"Die Schlagzeilen und Kommentare eifriger SchreiberInnen sind bereits vorprogrammiert und in ihrer Wiederholung zur Unendlichkeit verdammt: „Harte Strafen!“, „Züchtigung!“, „Schnellverfahren!“, „Militäreinsatz!“. Es wird "Keine Toleranz mehr mit illegalen Hausbesetzern!" gefordert und dabei unterschlagen, dass in den letzten 7 Jahren sämtliche Hausbesetzungen innert weniger Stunden geräumt bzw. mit völlig übertriebenen Polizeiaufgeboten zur Aufgabe gezwungen wurden. Die allermeisten illegalen Parties wurden ebenfalls aufgelöst, Musikanlagen beschlagnahmt und die OrganisatorInnen verzeigt. Wir erleben schon seit Jahren eine Politik der „Nulltoleranz“ gegenüber allem, was den von oben vorgegebenen Rahmen sprengt."

Der gesamte Text ist im Kommentar zu finden.


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Mittwoch, 28. September 2011


Abt. Zitate des Tages


Nach dem Bundes- und Nationalrat hat heute nun auch der Ständerat den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Und zwar deutlich und ohne dem Vorschlag seiner Energiekommission, nur die Atomkraftwerke der "heutigen Generation" zu verbieten, nachzukommen.

In der (noch) besten aller Tageszeitungen im atomfreien Basel lesen wir heute folgenden Satz:

"Die 'nukleare Welt' hielt kurz den Atem an und legte eine Denkpause ein. Doch es geht weiter."
Eine Pause nach Fukushima meint der zitierte Günter Lohnert, ehemaliger Herausgeber von "Nuclear Engineering and Design", der weltweit grössten Fachzeitschrift für Nukleartechnik. Das Zitat ist zu finden auf der Seite 3, die den Untertitel trägt ...:
"Kernkraftwerke sind Auslaufmodelle, heisst es. Weit gefehlt. Ein Überblick."
... und vor allem die "Kernreaktoren der vierten Generation" als Patentlösung für die Stromzukunft anpreist. Mit Sicherheitsstandards, die "Reaktorschäden ausschliessen". Schäden ausgeschlossen? Das war doch bislang immer so. Vor Three Mile Island, danach, vor Tschernobyl und danach, Vor Fukushima und jetzt auch wieder ...


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Abt. Shoot to kill – heute: Christophe Darbellay


Der <a href="www.schweizerbauer.ch target="blank">Schweizer Bauer hat ein Müsterli über die heimlichen Träume des Grosswildjägers Darbellay auf SF mitgekriegt:

Und er [der Moderator] fragte ihn, ob er als Walliser davon träume, einen Wolf zu schiessen. Da zögerte Darbellay zuerst und wies auf die von den Wölfen verursachten Schäden hin. Als der Moderator ihn aufforderte, die Frage mit Ja oder Nein zu beantworten, zögerte der CVP-Präsident nicht lange und sagte deutlich Ja.
Möge Isegrim ihn ins Füdli beissen, wenn sie sich wirklich mal treffen!


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Abt. unwahrscheinlich - heute: Ruedis Wahrscheinlichkeit


Zugegeben, beim Thema Wahrscheinlichkeitsrechnung hab ich in der Schule zum Fenster raus geschaut. Aber irgendwie kam mir die Zahl doch spanisch vor, die unser aller Ruedi Rechsteiner heute in seiner Kolumne "Mitbericht" nennt:

Rechnerisch erleidet jeder hundertste Reaktor eine Kernschmelze. Bei fünf Reaktoren in der Schweiz liegt die Wahrscheinlichkeit also bei 20 Prozent.
Was jetzt kommt ist sicher kreuzfalsch! Ehrenwort! Wenn 100 AKWs in der Schweiz stünden, wär die Chance, dass irgendeines durchbrennt im Laufe seiner Betriebszeit, also 100%. Nun stehen hier aber nur 1 Zwangzigstel so viele rum. Aus dem Bauch raus würd ich sagen, dann ist das Risiko, dass es eines davon trifft, auch nur 1 Zwanzigstel so gross. Also 5%. Nicht die Rechsteiner'schen 20%. Bis hierhin war alles kreuzfalsch! Aber sonst hat er natürlich recht!


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Abt. Wer nix hat, dem wird genommen – heute: Krankenkasse


500 Franken und 44 Rappen: So viel müssen die Basel-Stadt Bewohnenden im nächsten Jahr durchschnittlich für die Krankenkasse zahlen. Wird Zeit, dass das endlich aufhört.


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