Freitag, 31. August 2012


Abt. Vor 20 Jahren: "Basler AZ" und "Nordschweiz" stellten ihr Erscheinen ein


Heute genau vor 20 Jahren stellte die Basler Tageszeitung "Nordschweiz" ihr erscheinen ein. Am 29. August 1992, also zwei Tage zuvor, war die "Basler AZ" (ohne die es <a href=2http://infam.antville.org/stories/2133789/" target="blank">infamy wohl nicht gäbe) zum letzten Mal erschienen.

Übrigens: Die einzige Zeitung, die das bemerkte, ist die "Programmzeitung".

Hier gibt es eine minutiöse Chronik zur Basler Medienlandschaft: prädikat durchscrollenswert!


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Abt. Was ist eigentlich? Heute: Videoton


Klar. Ein Videoton ist ein Video-Ton. Aber auch einer der Gegner des FC Basel in der Europa League. Übrigens einer mit rot-blauen Leibchen.


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Abt. Mikropolitik - heute: Urban Agriculture @ Landhof


me likes! See also das Filmchen von Meister fuzzy für die TaWo:


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Donnerstag, 30. August 2012


Abt. Panikattacke - heute: @ Bundesamt für Informatik


SQL-Injection (und nicht "SQL-Anfragen", wie die NZZ schreibt) heisst, was ein Comparis-Mann am 28.9.2011 ab 10:45 während 6 Sekunden - offenbar erfolglos - versuchte auf der BAG-Website priminfo.ch. Berichtet die NZZ, schreibe l'hébdo. Das heisst ungefähr, der Comparis-ler schrieb in eines oder mehrere der Textfelder in der Suchmaske nicht, was verlangt wird (Postleitzahl / Jahrgang), sondern etwas irgendwie in der Art:

SELECT * FROM plz ORDER BY name, id DESC

Also eine SQL-Abfrage. Wenn die datenbankbasierte Anwendung, welche die Suchanfrage entgegennimmt, schlecht programmiert und das Serversystem nicht aktuell gehalten ist, liefert sowas eventuell Dinge zu Tage, die mit einer normalen Anfrage nicht zu erhalten sind.

Dafür wollte das Bundesamt für Informatik und Technologie (BIT), das die absichtliche Falscheingabe mit seinen speziellen Firewalls bemerkte, dem Comparis-Mann einen Verstoss gegen StGB Art 143 anhängen:

Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, sich oder einem andern elektronisch oder in vergleichbarer Weise gespeicherte oder übermittelte Daten beschafft, die nicht für ihn bestimmt und gegen seinen unbefugten Zugriff besonders gesichert sind, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.
5 Jahre Knast für 6 Sekunden nachschauen, ob die BAG-Informatiker ihre Hausaufgaben gemacht haben! Die Schweizer Gesetze in Sachen "Cyberkriminalität" sind "effizienter" als Putin. Denn Pussy Riot bekamen nur 2 Jahre Lager für immerhin ein paar Minuten Tumult!

Und auf dieses Posting hier stehen also offenbar bis zu drei Jahre Knast, gemäss Art. 143bis, Absatz 2:

1 Wer auf dem Wege von Datenübertragungseinrichtungen unbefugterweise in ein fremdes, gegen seinen Zugriff besonders gesichertes Datenverarbeitungssystem eindringt, wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. 2 Wer Passwörter, Programme oder andere Daten, von denen er weiss oder annehmen muss, dass sie zur Begehung einer strafbaren Handlung gemäss Absatz 1 verwendet werden sollen, in Verkehr bringt oder zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
Denn es erklärt, was bei priminfo.ch geschah und bringt so "Daten" in Umlauf, von denen infamy "weiss oder annehmen muss, dass sie zur Begehung einer strafbaren Handlung gemäss Absatz 1 verwendet werden" können.

Übrigens: Wenn Du weitererzählst, was Du hier gelesen hast, wanderst Du, unter Berufung auf denselben Paragraphen, auch gleich in den Knast, denn damit brächtest Du "Daten" in Umlauf, von denen Du weisst... blablabla etc. pp.! infamy lesen ist gefährlich!

P.S. Absatz 1 von 143 und 143bis verlangen, dass das Zielsystem "besonders gesichert" sein muss gegen unbefugte Zugriffe. Erfüllt ein schlecht gewarteter, drum löchriger Server dieses Kriterium überhaupt? In der Botschaft über die Genehmigung und die Umsetzung des Übereinkommens des Europarates über die Cyberkriminalität auf Seite 4705 steht explizit:

Der unbefugte Zugriff auf nicht gesicherte Daten oder deren unbefugte Verwendung fällt nicht unter den Tatbestand.
Daten auf einem verwundbaren Server sind eigentlich doch "nicht gesicherte Daten" und darum sollte der erfolgte oder versuchte Zugriff darauf, "nicht unter den Tatbestand fallen"! Denn: Wer den Server nicht updatet, ist selber schuld!

P.S. Comparis ist sofort einknickt und hat die Person, die mit völlig alltäglichen IT-Mitteln ihrer sachbezogenen Neugierde folgte und - nota bene - keinerlei Schaden angerichtet hat, auf die Strasse gestellt. Ist nicht eher das der Skandal, als die Tatsache, dass sich der Entlassene nicht an die Bedienungsanleitung des BAG-Prämienrechners gehalten hat?


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Abt. Berufskrankheiten


Welche Spätfolgen die Arbeit als Banker haben kann, zeigt uns die "Kampagne für die Steuerabkommen."

Jahrelanges hantieren mit Geld führt offenbar zu einer Degenerierung der Hand, so dass das Zeichen für "Daumen hoch" nur noch wenig überzeugend daherkommt. Vorher Nachher


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Abt. Schnapsideen von - heute: Daniel Wiener


In der aktuellen Ausgabe einer lokalen Gratiszeitung namens "Sperrling", oder ähnlich, schlägt Daniel "unsere kleine Stadt" Wiener in einem Interview vor:

Es wäre Aufgabe der Behörden, dafür zu sorgen, dass sich die Einwanderung besser auf alle Quartiere verteilt. Sinnvoll wäre zum Beispiel sozialer Wohnungsbau auf dem Bruderholz. Damit würden auch die Schulklassen besser durchmischt und es gäbe nicht das Phänomen, dass Schweizer Familien aus dem Matthäusquartier abwandern, wenn das erste Kind in die Schule kommt. Diese Trennung zwischen den Bevölkerungsgruppen gilt es zu durchbrechen.
Über die Qualität des Zwischenrufs äussern wir uns jetzt mal nicht. Sondern fragen - Pragmatiker, die wir sind - nach dem Bauland für die Sozialwohnungen auf dem Bruderholz. Die Äcker der CMS sozialisieren?

Die Batterie zur Wohnbatterie umfunktionieren?

Genossenschaftswohnungen auf dem Land der Radio- und Fernsehgenossenschaft?

Herr Wiener schuldet uns eine Antwort!


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Abt. TagesWochille von morgen



Damit ihr hier auch wieder mal was zu lachen habt, und weil der Witz ohnehin unvermeidbar ist, geb ich mich eurem Spott lieber selber preis. Ich hab ja einen unheilbaren Hang zu alliterierenden Titeln. Aber so verbitten bin ich dann doch nicht. «Ausserdem weiss ja jeder, dass der richtig Bad Pritt heisst», wie mich ein Co-Chefredaktor vor versammelter Runde belehrte. Ob die Pointe in meinem «Auch das noch» so schlaff war, dass Produktion und Korrektorat in den Schlaf verfallen sind, oder so lustig, dass sie vor Lachtränen in den Augen den Schreibfehler nicht mehr sahen, kann morgen jeder in der Zeitung lesen. Die Druckmaschinen waren leider schon abgestellt, als ich den Fehler sah.


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Mittwoch, 29. August 2012


Abt. it's not my fault - heute: reddit down


Obama ist schuld!

Er trat vor wenigen Stunden reddit bei und wartete auf Fragen...

...wie auf Twitter angekündigt:

(via)


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Abt. Neues aus dem Swisslos-Fonds


Mit grossem Interesse lesen wir immer wieder, wer mit Geldern aus dem Swisslos-Fonds Basel-Stadt beglückt wird. Heute erfahren wir, dass der Verein Jungle Street Groove-Parade 1000 Franken (in Worten: Eintausend) erhält für die Parade am 1. September 2012. Die Parade führt nicht wie gewohnt über die Wettsteinbrücke, sondern dem Rhein entlang vom Schaffhauser-Rheinweg (Start: 16 Uhr) bis zur Kaserne.

Für diese kurze Route muss der Verein dem Kanton 7000 Franken bezahlen. Für Polizei und Signalisation, wie es heisst. Diese Gebühr bringt die Organisatoren ernsthaft in Bedrängnis, wie die Tageswoche berichtete.

Und wenn wir schon dabei sind. Auch andere bekommen Geld aus dem Swisslos-Fonds. Ein bisschen mehr:

Verein Totentanz Basel, Produktion und Aufführung „Der wiederauferstandene Basler Totentanz“ im November 2013, Fr. 250'000.–

Verein pro Kathedrale St. Urs und Viktor, Solothurn, Renovation der St. Ursen-Kathedrale in Solothurn, Fr. 75'000.–

Waldwirtschaftsverband beider Basel, Liestal, Umsetzung des Projekts „Ameisengotten und Ameisengötti“ für die Jahre 2012 bis 2022, Fr. 30'000.–

Kunstverein Binningen, Licht- und Multimediaperformance „Binningen enlighted“ anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums, Fr. 20'000.–

Verein Blues Festival Basel, 14th Blues Festival-Ausgabe vom 9. bis 14. April 2013 im Volkshaus Basel, Fr. 18'000.–

Wasserfahrverein Horburg, Anschaffung eines neuen Festzeltes, Fr. 17'000.–

Das ist doch ganz aufschlussreich.


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Abt. Sportler und Strassennamen


Die Grünliberalen beider Basel wollen die St. Jakobshalle zu Ehren des Wollerauer Tennisprofis Roger Federer in Federer-Arena umtaufen. In etlichen Baselbieter Gemeinden gibt es Vorstösse, ihm einen Strassennamen zu widmen. Bislang vergeblich. Strassennamen, so die Begründung der Gegner, sollen nur nach Personen benannt werden, die nicht mehr leben.

Nun stimmt nicht ganz. In Basel gibt es zu Ehren des FCB-Goalis Yann Sommer eine Sommergasse (die ist bei der Wintergasse – aber der treibt ja kaum Sport – ums Eck). Und eine Frei(e) Strasse. Und in Muttenz gibt es die Stockerstrasse. Hab ich noch eine übersehen?


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Dienstag, 28. August 2012


Abt. "Brutstätte Kasernenareal"


Jetzt soll es vorwärts gehen mit der Gesamtsanierung des Kasernenhauptbaus. Heute hat der Basler Regierungsrat dem Grossen Rat einen entsprechenden Ratschlag vorgelegt, der gleichzeitig Gegenvorschlag sein soll zur "Kantonalen Initiative Öffnung zum Rhein", die vor einiger Zeit von Jungpolitikern fast aller Parteien eingereicht worden ist. Konkret geht es um einen Kreditantrag in der Höhe von 2'300'000 Franken für einen Projektwettbewerb und die Planung bis zum Bauprojekt.

Im Ratschlag ist nicht von einer Öffnung, sondern von einer "grosszügige Verbindung des Kasernenhofs mit der Rheinpromenade" die Rede. Interessant ist die Nutzungskonzeption, die der Regierungsrat vorgibt:

"Mit dem vorgesehenen Szenario "Brutstätte Kasernenareal" ist ein Mix aus kommerziellen und nicht kommerziellen Nutzungen vorgesehen, die sich aus aktuellen Trends ergeben. Schwerpunkte werden dabei im Bereich der Gastronomie, der Kultur und darstellenden Kunst, der kreativwirtschaftlichen Aktivitäten und der Quartiernutzungen gesetzt."
Platz finden sollen darüber hinaus "Plattformen für öffentliche Veranstaltungen".

Und um zu verhindern, dass die Nutzer in den Räumlichkeiten wie im Klingentalbau ums Eck alle miteinander alt werden, sind regelmässige Wechsel vorgesehen:

"Um eine möglichst hohe Dynamik im Hauptbau und gleichzeitig eine gute Zugänglichkeit zu gewährleisten, wird ein wesentlicher Teil der Räumlichkeiten einem regelmässigen Wechsel in der Zusammensetzung der darin aktiven Nutzer unterzogen werden."
Die Verantwortung für das gesamte Kasernenareal soll übrigens an ein Arealmanagement übergeben werden.

Das verspricht spannend zu werden. Aber ein bisschen warten müssen wir noch, die jetzigen Schulen werden erst 2015 aus dem Hauptbau ausziehen.


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Abt. Redundanz - heute: Hinweistafel


Wir können nicht nicht kommunizieren, behauptet Paul Watzlawick. Auch die BVB können das nicht nicht:

was willst du mir sagen?

Die offizielle Erklärung für diesen Anzeigetafelwurmfortsatz ist uns wohlbekannt:

Im Rahmen des Leitstellenersatzes müssen einzelne Hard- und Softwarekomponenten jeder einzelnen Anzeige ersetzt werden. Deswegen müssen diese während weniger Tage vor und nach dem Umschalttermin ausser Betrieb genommen werden. (...) Die betroffenen Anzeigetafeln werden mit einem Hinweis gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung wird aus organisatorischen Gründen bereits vor der Umstellung angebracht, sie bleibt nach der Umstellung allenfalls noch kurze Zeit hängen. Die Fahrgäste können sich aber darauf verlassen, dass die Angaben auf der Anzeigetafel gültig sind.
Nach eingehender Reflexion und Diskussion sind wir zum Schluss gekommen: Sie ergibt absolut keinen Sinn! Sondern stiftet einzig und allein Verwirrung.

Die Anzeigetafeln müssen ein paar Tage lang abgestellt werden? Who cares? Wen interessiert das, ausser die involvierten Techniker? Macht's doch einfach! Schaltet die Tafeln ab, wechselt aus, was ausgewechselt werden muss, und schaltet sie wieder ein. Das war's. Wenn sie schwarz sind, kommen Normalbegabte von alleine auf die Idee, den analogen, papierenen, auf die Metallplatte aufgezogenen Fahrplan zu konsultieren. Wenn sie unbedingt wollen. Oder sie nehmen die BVB-App zur Hand. Ehrenwort! Die paar freundlichen Verwirrten, die anrufen, um eine vermeintlich defekte Tafel zu melden, bewältigt die BVB-Telefonzentrale mit links!

So aber ist das gesamte BVB-Publikum tagelang, bei absolut ordnungsgemäss funktionierenden Anzeigetafeln, damit beschäftigt, darüber nachzudenken: "Was ist los? Wo wird hier umgebaut? Stimmt die Anzeige noch? Warum soll ich jetzt auf den Fahrplan schauen, wenn ich gar nicht will? Was soll das überflüssige Schild hier?" und verpasst ein Tram / einen Bus nach dem anderen!

Kein Schild aufzuhängen, die kurzen Upgradearbeiten klammheinlich, unauffällig und unangekündigt durchzuführen, hätte Watzlawick widerlegt. Das können Werber und PR-Leute, auf ihre Weise à la Watzlawik unfähig, nicht zu kommunizieren, natürlich nicht zulassen.


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infamous for 8571 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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by fuzzy (26.02.24, 11:55)
Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)