Montag, 10. September 2012


Abt. Mega-Panne - heute: Kreditkarten Pincodes


Alle vierstelligen Codes aller Kreditkarten (auch Deiner!) sind frei im Netz verfügbar: HIER.

:-)


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Abt. "Fussgehende" und anders Verkehrende


Geschlechtsneutralität in der Sprache kann manchmal gar seltsame Wirtschöpfungen generieren:

"Unter dem Motto „Anregen, Aufregen und Diskutieren“ sollen mit der Kampagne „Fair im Verkehr“ alle Verkehrsteilnehmer, also Auto- und Velofahrende und zu Fussgehende gleichermassen angesprochen werden und ihr Verkehrsverhalten reflektieren."
... schreibt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement in einer Medienmitteilung. Nicht nur, dass es in der Mitteilung von rein männlichen Bezeichnung, etwa Verkehrsteilnehmer, Botschafter und Passanten, nur so wimmelt, mit einem Begriff wie "Fussgehende" begibt man sich denn schon ein bisschen ins sprachliche Abseits. Abgesehen ist ja nicht ganz sicher, ob Handgehende da wirklich mitgemeint sind.

"Goppeloni" möchte man da ausrufen. Aber vielleicht ist dies ja so beabsichtigt, denn die beschriebene Kampagne "für ein faires und angenehmes Miteinander im Strassenverkehr" trägt eben gerade diesen Titel.


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Sonntag, 9. September 2012


Abt. Ungewisse Zukunft von bazonline?


Auf www.nzz.ch lesen wir heute, dass der "Tages-Anzeiger" plane, "die Redaktionen der Zeitung und der Online-Ausgabe zusammenzuführen":

"Tamedia-Unternehmensleiter Martin Kall hatte bereits vor einigen Tagen anlässlich der Publikation der Halbjahreszahlen gesagt, er gehe davon aus, dass künftig alle Tamedia-Zeitungen gedruckte und elektronische Informationen aus einer Hand anbieten werden."
Dies könnte auch Folgen für die "Basler Zeitung" haben, die deren online-Plattform – newsnetz.ch – ja hauptsächlich von der Tagi-Redaktion mit Inhalt speisen lässt. Im Impressum der <a href="www.tagesanzeiger.ch" target?"blank">Tagi-online-Redaktion lesen wir fast 50 Namen (was aber nicht mit Vollstellen gleichzusetzen ist). Bei <a href="verlag.baz.ch" target?blank">bazonline sind es gerade mal vier, die noch ein paar lokale Vergewaltigungen und Verbrechen (oder, siehe unten, auch mal Kulturmeldungen) hinzufügen.

Was bedeutet nun eine allfällige Zusammenlegung von Print- und Online-Redaktion beim Tagi für newsnetz.ch – zumal der Zürcher Verlag auch die Einführung eines digitalen Gebührenmodells prüfe? Kann die BaZ sich dann noch auf die Tagi-Leistungen stützen? Oder ist eine stärkere Anlehnung an TA-Media eh bereits beschlossene Sache?


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Abt. bazille des Tages


Eigentlich ist es eine bazonline-ille oder – seien wir fair – eine SDA-ille. So ist also auf bazonline folgende SDA-Mitteilung zu lesen:

"Mit 6000 verkauften Tickets bei insgesamt 7500 Plätzen an 49 Vorstellungen lag die Auslastung bei 84 Prozent, wie das Festival am Sonntag mitteilte."
Das stimmt nicht. Oder stimmt nur fast, was aber Zufall ist. Die richtige Version ist aus dem vorläufigen Schlussbericht der Festivalleitung zu entnehmen, der übrigens am Samstag bereits und nicht erst am Sonntag versandt wurde:
"Insgesamt gab es 49 Vorstellungen, für 37 Vorstellungen wurde Eintritt erhoben, knapp die Hälfte davon war vollständig ausverkauft, für 12 Veranstaltungen war der Eintritt frei. Das Theaterfestival hatte etwa 7.500 BesucherInnen. Die 6000 verkauften Tickets entsprechen einer Auslastung von 84%"
Richtig ist also, dass 6000 Tickets verkauft wurden, nicht aber bei 7500 Plätzen (das würde einer Auslastung von 80% entsprechen) und nicht an 49 Vorstellungen. Die 6000 Tickets gingen für 37 Vorstellungen weg. Die 12 restlichen Veranstaltungen waren gratis und wurden von 1500 Leuten besucht, womit man auf einen Gesamtzuschauerzahl von 7500 kommt (und nicht auf 6000 Besucher, wie es im Titel der Meldung heisst).


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Abt. Branding from Hell


Während die Arbeiten am Messe-Neubau zu Basel den Anwohnern noch den Schlaf rauben, wirbt die MCH Group bereits offensiv mit neckischen Faltprospekten für die neue Event Halle im entstehenden 430-Millionen-Bau (im Angebot: Konzertbestuhlung für bis zu 2550 Personen, Bankett für bis zu 1360 Personen). Ja, genau: Event Halle. Und zwecks harmonisierten Brandings, so ist gerüchtehalber zu vernehmen, soll künftig nur noch vom Messe Platz, vom Messe Turm und von der Rundhof Halle gesprochen werden.

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Samstag, 8. September 2012


Abt. Muse und Musikantenstadel


Heissa! Er ist wieder da: der Musikantenstadel. Voller Freude verkünden die St. Jakobshalle und das Standortmarketing, dass sich das grosse Fest des guten Musikgeschmacks am 16. November 2013 wieder mal live aus der St. Jakobshalle Basel präsentieren wird. Basel ist also stolz darauf, wieder in den Reigen der Stadl-Städte mit Krefeld, Ingoldstadt oder Tulln aufgenommen zu werden.

Was der Preis dafür war, die abgewanderte TV-Sendung wieder zurückholen zu können, geben die Verantwortlichen nicht bekannt. Ein Grund für den Wegzug der Schunkelschau soll eine Rechnung für Parkplätze gewesen sein.

Aber bereits ein Jahr zuvor ist in der Halle einiges los. Live Acts, die es in Tulln wohl nur selten zu erleben geben dürfte. So kommen die britischen Bombastik-Rocker von Muse, gefolgt u.a. von Gossip, Marilyn Manson und den Toten Hosen. Hier das Programm bis Jahresende:

29. September Sonic 19

  1. November Helene Fischer
  2. November David Garrett
  3. November Muse
  4. November Gossip
  5. Dezember Master of Hardcore
  6. Dezember Marilyn Manson
  7. Dezember Die Toten Hosen
Weitere "Top Acts und Veranstaltungen" werden, so die Verantwortlichen, in den nächsten Wochen auf der Homepage der St. Jakobshalle angekündigt.

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Abt. 100 Jahre Silo auf der Erlenmatte


Die <a href="www.stiftung-habitat.ch" target=blank">Stiftung Habitat möchte das neue Basler Erschliessungsgebiet davor bewahren, zur eintöntigen Satellitensiedlung zu werden, und greift deshalb die die Planung ein:

"Genossenschaften, Baugruppen, Familien, zuhause arbeitende Menschen, Mieter und Mieterinnen mit speziellen Bedürfnissen - auf Erlenmatt Ost sollen unterschiedliche Wohnformen Platz finden,

... schreibt die Stiftung auf ihrer Website. Um Raum zu schaffen für ein "buntes und sorgfältig austariertes Nebeneinander von Ideen und Lebensformen", will sie deshalb Parzellen im Baurecht an verschiedene Bauträger abgeben.

Ein erstes Projekt nimmt aber bereits Gestalt an: Das ehemalige Silo, das heuer seinen 100. Geburtstag feiert. Dieses stattliche Gebäude soll nun neu belebt werden. Einerseits sollen im und um das Gebäude Zwischennutzungen stattfinden, "andererseits soll es später dem Quartier dienliche Angebote beherbergen".

Ein konkretes Zwischennutzungsprojekt ist bereits bekannt. Im Herbst soll darin die Ausstellung des baselstädtischen Kunstkredits Platz finden. Ob sich das Gebäude für Ausstellungen eignet, davon konnte man sich am Samstag bei schönstem Wetter selber überzeugen.


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Abt. Die Gedanken sind frei! heute: in Moskau


Es hier in diesem Moskauer Hinterhof,

wo seit gestern, gut versteckt, ein Basiliskenbrunnen vergammelt (Offizielle Sprachregelung: "Basel schenkt der Moskauer Bevölkerung einen originalen Basiliskenbrunnen, der am 7. September auf dem zentralen Moskauer Platz Sad im. N. Baumana vom Schweizer Botschafter Pierre Helg, von Guy Morin und von offiziellen Repräsentanten der Stadt Moskau eingeweiht wird."), "nur" zu denken

kostet natürlich niemanden etwas, Herr Euler!

(Foto [ohne Gedankenwolke!]: Guy Morin)


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Freitag, 7. September 2012


Abt. Освободи Pussy Riot! - heute: in Moskau


Den Punkerinnen auf der Flucht heute Asyl in Basel zu gewähren, wie infamy vorschlug, stand offenbar nicht auf der Agenda:

Hier geht's direkt zum Regi-Beitrag.


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Abt. Think Big!


Denn Basel ist überall.

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Donnerstag, 6. September 2012


Abt. ziemliches Niveau


Im Gespräch mit dem Newsnetz verrät Oskar Freysinger, dass er eigentlich nur deshalb Gymerlehrer und Nationalrat ist, um als Schriftsteller unabhängig bleiben zu können: «Wer nur Schriftsteller ist, der läuft Gefahr, von den Verlegern mit Vorgaben belegt zu werden oder von seinem Erfolgsrezept gefangen genommen zu werden – es ist ja sein Brotberuf.» In der «Schublade» (wer hat denn heute noch eine Schublade?) habe er, wie er weiter gesteht, ein ungespieltes Theaterstück zu Jesus Christus, von dem alle, die es gelesen hätten, sagen würden: «Genial!». Und wer «tiefer gehen» wolle im Freysingerschen Werk, dem lege er seine «Schachspirale» ans Herz: «Als Ueli Maurer die Geschichte gelesen hat, hat er mir gesagt, er müsse sich ordentlich anstrengen; die Sprache sei schon auf einem ziemlichen Niveau!» Da hat sich der Maurer geschickt aus der Affäre gezogen, indem er die Höhe einfach offen lässt.


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Abt. NZZ: BaZ auf Talfahrt – CEO geht!


Von Zeit zu Zeit lesen wir, frei nach Goethes "Faust", die alte Tante NZZ gern. Diese berichtet heute, dass der CEO der "Basler Zeitung", Roland Steffen, das Haus verlässt. Die NZZ beruft sich auf unterschiedliche "zuverlässliche Quellen". Für heute Nachmittag sei ein entsprechendes Communiqué in Aussicht gestellt worden (noch nicht da).

Die NZZ berichtet weiter über einen ziemlich maroden Geschäftsgang der Zeitung:

"Die «Basler Zeitung» kämpft seit längerer Zeit mit Turbulenzen, die sich auch auf die Abonnenten-Zahlen niederschlagen. Die verkaufte Auflage liegt gemäss Brancheninformation noch bei rund 63'000 Exemplaren."
2007, drei Jahre vor der Ära Tattamanti/Blocher/Somm waren es noch 94'000 gewesen, beim Verkauf waren es 88'200, seither ging es stetig bergab: 2011 wies die Zeitung noch rund 78'000 verkaufte Exemplare aus und jetzt 63'000? Das sollte doch eigentlich der neoliberalen Führungsriege zu denken geben!


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infamous for 8571 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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