Freitag, 22. März 2013


Abt. öffentliche Meinungsbildung als Privatsphäre


Die Motion Jans Beat Den Einfluss auf Medien als Interessenbindung offenlegen wurde im Nationalrat mit 88 zu 79 Stimmen abgelehnt. Jans hatte gefordert, „dass Mitglieder des Parlamentes offenlegen, wenn sie durch Besitz oder Mandat Einfluss auf Medien nehmen“. Er machte keinen Hehl daraus, auf wen die Motion gemünzt war: „Üble Nachrede, Thesenjournalismus, frei erfundene Gerüchte gehören heute zum BaZ-Alltag wie der Wetterbericht.“ Die Motion hätte nichts an diesen Tatsachen geändert. Sie verlangte lediglich Transparenz: „Politiker, die auf die Berichterstattung Einfluss nehmen, sollen ehrlich sein und das den Bürgerinnen und Bürgern bekanntgeben.“ Die gewundenen Gegenargumente formulierte der CVP-Nationalrat Jakob Büchler: „Die trennscharfe Abgrenzung zwischen Medienunternehmungen und anderen Unternehmungen dürfte kaum möglich sein. Weiter ist die Definition des Besitzes von mindestens 5 Prozent einer Unternehmung rechtlich äusserst schwierig zu fassen, insbesondere dann, wenn es sich um komplexe Beteiligungen handelt und beispielsweise Familienangehörige des Ratsmitgliedes involviert sind. Dabei ist daran zu erinnern, dass es sich bei der Offenlegung von Einkünften aus beruflichen Tätigkeiten um einen weitgehenden Eingriff in die Privatsphäre handelt.“


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Abt. freiwillige Stelleninserate - heute: Rundschau


Für 75.- / Tag ("brutto"!) HAUTaufgaben erledigen? HAUT?

Die online-Bewerbung läuft - wie bei SRF immer - via UMANTIS.


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Donnerstag, 21. März 2013


Abt. Staatsgene - heute: abgelehnt!


Remember Staatsgene? Waren am 20.3. Thema im Nationalrat. Die Motionen Aubert (106 : 37) und Neirynck (149 : 7) fielen haushoch durch. 20min brachte den SDA-Text dazu.


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Mittwoch, 20. März 2013


Abt. Mischa Hauswirth: Back to the Crime Side


Schreckliches ereignet sich:

"Kürzlich sprach mich eine Bekannte mit einer Mischung aus Verwirrung und Vorwurf an. Sie wollte wissen, ob es im Moment ruhig sei an der Kriminalfront, sie lese so keine Artikel mehr von mir zum Thema."
Das wird jetzt wohl nicht mehr so weitergehen. Ist es eine Drohung? Eine bittere Klage? Eine Art Läuterung? Von allem ein bisschen wohl. Mischa Hauswirth, BaZ-Schuster fürs ganz Grobe, will zu seinen Leisten zurückkehren, wie er heute in der "Basler Zeitung" bekanntgibt. Schluss mit der "Ruhe an der Kriminalfront". Dies nachdem er, von Chefredaktor Markus Somm zum Edel-Rechercheur wegbefördert – eine Aufgabe, der er nicht wirklich gewachsen war – , einige Zeit seine Finger von den Verbrechens-Meldungen gelassen hatte:
"Der Ursprung dafür, dass ich nicht mehr über die Gewalt in den Strassen oder die vielen Einbrüche geschrieben habe, hat etwas mit einem kleinen Versuch zu tun. Nachdem ich immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, die Unsicherheit in Basel her- beizuschreiben, hätte ja in der Logik dieser kritischen Stimmen ein Schweigen dazu führen müssen, dass das weit verbreitete Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung abnimmt und kaum mehr was passiert, sobald meine Feder ruht."
Dies Feder also soll wieder in Unruhe versetzt werden bzw. wieder dazu dienen, Unruhe zu verbreiten, denn:
"In Sachen Kriminalitätslage hat die Öffentlichkeit ein Anrecht darauf, von Gefahren und negativen Entwicklungen zu erfahren, auch dann, wenn sich Sicherheitsdirektoren damit schwertun und einen Imageverlust fürchten."
Und offensichtlich gibt es auf der BaZ-Redaktion nur einen, der für dieses Anrecht einstehen kann, auch wenn es eine schwere Aufgabe ist:
"Einige Basler Politikerinnen und Politiker (nein, ich werde keine Namen nennen, sonst drohen sie wieder, das BaZ-Abo zu kündigen, weil sie mit dem Inhalt der Berichterstattung nicht einverstanden sind) droschen auf die Staatsanwaltschaft ein, sagten, sie würde zu häufig über Strassenkriminalität, Einbrüche und Vergewaltigungen informieren und damit die Bevölkerung fahrlässig verängstigen."
Den Anfang machen wird Hauswirth wohl bei der bevorstehenden Präsentation der Kriminalstatistik. Und da wird er wohl einmal mehr beweisen, wie sehr sich eine Statistik biegen lässt, wenn es darum geht, eine zementierte These zu bestätigen. So wie Hauswirth es bei seiner aktuellen Ankündigung mit dem Bild tut. Dieses zeigt als Illustration für die nicht abgeebbte Kriminalität einen Überfall auf eine Coop-Pronto-Filiale in Liestal aus dem Jahre 2004.


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Abt. Mikropolitik - heute: Wohntürme


Wittigkofen bei Bern hat schon, was ähnlich in Basel-Ost angedacht

ist und von Thomas Kessler vertreten wird. Eine ethnologische Exkursion in Berns Vorort empfiehlt sich zur Meinungsbildung. Das offizielle Introvideo von wittigkofen.ch:

Ein paar eigene Schnappschüsse:

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Dienstag, 19. März 2013


FINISSAGE am Freitag


Am nächsten Frreitag 20 Uhr Finissage meiner Cartoonausstellung «Das druckt doch kein Schwein» im Mediencafe La Cuna, Feldbergstrasse 70, 4057 Basel. Besondere Attraktion: Live-Bedrucken von mitgebrachten Textilien oder anderen saugfähigen Oberflächen von des Meisters Hand.


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Abt. Zahlenspiele: Wieviel kostet die Kunst nun?


Die "Sonntagszeitung" veröffentlichte am 17. März einen gross aufgemachten, aber etwas verschwurbelt geschriebenen Artikel über die offenbar verschwundenen Meisterwerke des griechischen Reeder-Ehepaars Basil und Elise Goulandris. In diesem Artikel ist von "Recherchen der Sonntagszeitung" die Rede, die sich aber nur auf ein Detail der Geschichte beziehen.

Denn gut drei Wochen zuvor, am 26. Februar, hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" einen längeren Artikel über diese Geschichte veröffentlicht. Anders als die "Sonntagszeitung", die suggeriert, dass es sich ganz und gar um eine Eigenleistung handelt, nennt die FAZ die Quellen, aus denen sie ihre Informationen bezog:

Namentlich die Wirtschafts-Agentur Bloomberg, die am 17. Februar ausführlich über die Sache berichtet hatte.

Erstaunlich sind bei einem Vergleich der drei Artikel die Wertschwankungen, die der Sammlung innerhalb dieser kurzen Zeitspanne widerfuhren: Bloomberg bezieht sich auf eine Schätzung durch Armand Bartos, Jr. Fine Art Inc., die auf eine Summe von 781,4 Millionen Dollar für die Werke von Bacon, Balthus, Bonnard, Braque, Cézanne, Degas, Ernst, Gauguin, Giacometti, Van Gogh, Kandinsky, Klee, Léger, Miró, Monet, Picasso, Pollock, Rodin und Toulouse-Lautrec kam. Die FAZ geht von einer halben Milliarde Dollar aus, während die "Sonntagszeitung" Hand in Hand mit dem "Greek Reporter" mit zwei Milliarden Franken einen heftigen Sprung aufwärts macht.

Im Detail allerdings – es geht um einen Gauguin, den die griechischen Sammler in den 1950er-Jahren gekauft haben – liegt die "Sonntagszeitung" wiederum sehr viel tiefer als die FAZ:

"Bereits für das erste erworbene Bild, das «Stillleben mit Grapefruits» von Paul Gauguin, bezahlen die beiden den für die damalige Zeit unerhörten Rekordpreis von 100'000 Dollar."
Laut FAZ war der Preis dreimal so hoch:
"Goulandris sorgte 1957 weltweit für Schlagzeilen, als er - in ständiger Sammlerkonkurrenz vor allem mit seinem Landsmann Stavros Niarchos - in Paris für ein „Stillleben mit Äpfeln“ von Gauguin den damaligen Weltrekordpreis von umgerechnet 297'000 Dollar bezahlte."
Die aufmerksame Leserin wird nun bemerkt haben, dass einmal von Grapefruits und das andere mal von Äpfeln die Rede ist. Könnte schon sein, dass es sich letztlich um zwei verschiedene Bilder handelt. Ein Blick auf die Website des vom Reeder-Paar gestifteten Museum of Contemporary Art in Hora lässt indes darauf schliessen, dass es sich vielleicht doch um ein und dasselbe Bild handelt, das mal als Stilleben mit Grapefruits, ein andermal als Stilleben mit Äpfeln und Blumen bezeichnet wird. Tatsächlich kann man auf diesem Bild durchaus beides erkennen.

Wie schreibt die "Sonntagszeitung" so schön:

"Es sieht nicht so aus, als ob das Rätsel der verschwundenen Bilder so bald gelöst werden könnte."
Wie wahr.


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Abt. Praktikantendienstag - heute: FINMA


Swisscom IT pfuscht beim SSL-Zertifikat der FINMA! Wenn's nicht Swisscom IT ist, dann halt sonst ein Dienstleister, der der FINMA ein SSL-Zertifikat der Swisscom angedreht hat. Das ist besonders störend z.B. beim Kontaktformular, wo's möglich sein sollte, auf vertraulichem Weg eine Beschwerde hochzuladen!

Anders als mit "Pfusch" ist es nicht zu bezeichnen, wenn Safari und Firefox übereinstimmend heftig reklamieren beim Aufruf der FINMA-Seite über eine verschlüsselte SSL-Verbindung.

Safari reklamiert ausführlich:

Lieber gar keine SSL-Version der Website, als so eine. Firefox wird fast persönlich, wenn ich die vom Browser angebotene Option "Ausnahme hinzufügen" wähle:

"Seriöse Banken, Geschäfte und andere öffentliche Seiten werden Sie nicht bitten, Derartiges zu tun."

P.S. Hier kann der Helpdesk mit einem Klick nachschauen, was das Problem ist. Sogar infamy, resp. antville.org, kriegt das mit dem SSL-Zertifikat gebacken. So ein Hexenwerk kann's dann ja wohl nicht sein!

UPDATE 20.3., 09:45: Ist gefixt! Das ging aber rassig!


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Abt. Römisch-katholische Kleiderordnung


Die Kleiderordnung in der römisch-katholischen Kirche scheint insbesondere an der Einweihungsmesse für den neuen Papst relativ streng auf Einheit getrimmt zu sein. Dennoch sind mir da zwei Figuren aufgefallen, die aus der Kardinalsmenge herausragten. Besonders gut gefällt mir das Kreuzchen-Kleid, das sich sicherlich zum Moderenner entwickeln könnte. Sind das individuelle Protestnoten oder haben die eine besondere Funktion?

Ich gebe diese Frage an unseren Vatikan-Sonderkorrespondenten weiter.


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Abt. Jahrestag - heute: Irakkrieg


infamy ist alt genug, um sich an den Überfall vor 10 Jahren zu erinnern. In unserem Archiv kannst Du die Ereignisse - wie wir sie hier protokolliert haben - via Clicks auf den Kalender Tag für Tag nachvollziehen. Gut in Erinnerung ist uns noch die Live-Webcam auf dem Balkon des Journalistenhotels in Baghdad. Deren Tonspur mit den Gesprächen von (flirting) Ulrich Tilgner & Co, während sie sich unbeobachtet fühlten, war besonders amüsant.

Übrigens sprachen sich sogar noch am Tag vor dem Einmarsch immerhin 30% der AmerikanerInnen gegen diesen Bruch des Völkerrechts aus (bei dem, laut Sunday Herald vom 5.4.2003, die Alliierten auch Massenvernichtungswaffen in der Form von Depleted Uranium Munition, einsetzten).


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Abt. Logenplatz - heute: für Inthronisation


Während hier

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250'000 1'000'000 Menschen sich auf den Füssen rumstehen (Livestream von TV Vatikan), weil da

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unten

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die Festivitäten zu Bergoglios Amtseinsetzung stattfinden, würden wir es vorziehen, auf dem Dach des Petersdoms

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in der dortigen Bar abzuhängen, wo

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laut dem Barista allerdings noch nie ein Papst eingekehrt sei. Ist wohl eher der In-Place für die Afterhours der Kardinäle, nach der Inthronisations-Party.


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Montag, 18. März 2013


Abt. It was an inside job! - heute: Death Star


Hat uns George Lucas all die Jahre angelogen? Dieser schockierende Film stellt die offizielle Version der Ereignisse rund um die Explosion des Death Star, angeblich ausgelöst von einem einzigen Schuss mit zwei Protonen-Torpedos aus dem X-Wing von Luke Skywalker, in ein ganz neues Licht:

(via)


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Abt. Keintunnel CH
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