Mittwoch, 29. Januar 2014


Abt. Statistik ist lustig II - heute: Abfall @ Basel


Gemäss Stadtbuch 2013 der CMS, Seite 40, produzieren Haushalte und Gewerbe zusammen in Basel 180 Gramm (!) Abfall pro Person pro Jahr:

Unbenannt

De facto sind es alleine für die Haushalte rund 2'000 mal mehr.

Fact checking FTW!

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Abt. Statistik ist lustig - heute: "Export aus BS"


Das Basler Stadtbuch 2013 hat's ausführlich vom spannenden Thema Logistik.

Ein Artikel beschäftigt sich u.a. mit dem Wert der Exporte aus dem Kanton Basel-Stadt und nennt dafür die Zahl 48 Milliarden Franken. Gemäss Eidgenössischer Zollverwaltung stimmt die. Und sie hat sich seit 2000 sogar mehr als verdoppelt. Siehe:

Allerdings lesen wir im selben Artikel auch den folgenreichen Satz:

693f5032-7302-480c-a1ea-78bfb9c6aabd

Wofür eine Speditionsfirma in Basel-Stadt die Zolldeklaration erledigt, addiert sich also zur Statistik unter "Ausfuhr aus Basel-Stadt".

So als Laie fragt man sich nun: Was ist mit den Gütern, die überhaupt gar nie baselstädtischen Boden berührten, deren Zollformalitäten aber eine baselstädtische Speditionsfirma erledigte? Gibt's das? Und wie hoch ist deren Anteil?

Und sieh da: Ein neugieriger Anruf bei einem hiesigen Speditionsunternehmen bestätigt die Vermutung. Es gibt durchaus den Fall, dass z.B. Güter aus dem Tessin nach Italien exportiert werden und die Zollformalitäten dafür eine Firma in Basel erledigt. Diese - und ähnliche - Varianten kommen offenbar sogar recht häufig vor: Geschätzt wertmässig ein Drittel der Güter (= 16 Milliarden Franken) berührt gar nie baselstädtischen Boden. Taucht u.a. in der kantonalen Statistik aber - stillschweigend, ohne warnende Fussnote - auf als "Ausfuhr aus Basel-Stadt". Vielleicht "systembedingt" nicht anders zu machen, aber dennoch irgendwie schräg. Jedenfalls:

QED - Statistik ist lustig!


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Abt. Grosse BaZler


Die "Basler Zeitung" würdigt in einer neuen Serie "Grosse Basler". Nein, Arthur Cohn und Roger Federer tauchen auf der Vorankündigungsliste nicht auf, die dortigen Namen (K. Alexander Müller, Marthe Keller, ­Leonhard Euler, Johann Peter Hebel, Karl Barth, Bruno Manser, Johann Ludwig Burckhardt, genannt Sheikh Ibrahim Ibn Abdallah, Oskar Bider) sind aber auch nur eine Unter-Anderen-Auswahl.

Es beginnt nun mit dem Physik-Nobelpreisträger Karl Alexander Müller. Und wir beginnen mit der Frage, wann denn ein Basler wirklich als Basler gelten kann. Reicht es, wenn er in Basel geboren ist? Beim vorliegenden Fall muss es, denn mehr Baslerisches hat Müller nicht vorzuweisen.

Müller kam also in Basel (genauer im Claraspital) zur Welt, weil die Familie den Spitälern in Salzburg, wo seine Eltern (und auch er später) lebten, nicht trauten. Nun gut, nach der Scheidung seiner Eltern lebte der "Grosse Basler" kurze Zeit bei seinen Grosseltern in Dornach, bevor ihn seine Mutter nach Lugano holte, wo er zur Schule ging, bis er nach dem Tod seiner Mutter mit elf Jahren nach Graubünden zog, wo er bis zur Matura blieb:

"I was born in Basel, Switzerland, on 20th April 1927. The first years of my life were spent with my parents in Salzburg, Austria, where my father was studying music. Hereafter, my mother and I moved to Dornach near Basle to the home of my grandparents, and from there to Lugano in the italian-speaking part of Switzerland. Here, I attended school and thus became fluent in the Italian language ..."

In seiner wissenschaftlichen Laufbahn taucht Basel ebenfalls nicht auf. Er studierte an der ETH, war Professor in Genf und wurde für seine Forschungsarbeit an der Uni Zürich mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Er lebt in der Zürcher Gemeinde Hedingen, deren Ehrenbürger er ist, und hat über die halbe Welt verteilte Ehrendoktortitel und Auszeichnungen (darunter keine aus Basel) ...

Kurz: Mehr Basel als den Ort der Geburtsklinik gibt's bei Alexander oder K. Alex Müller nicht.


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