Abt. Fuzzy und die Bachstelzen-Brut (IX)


Der Vollständigkeit halber hier das bittere Ende unseres Dachstelzen-Abenteuers. Ein Glück, dass Vogelmutter Joliejoli im Urlaub ist und das nicht miterleben musste. Aber trotzdem schade, dass sie den Fotoapparillo mitgenommen hat.

Zwei kleine Küken waren noch am Leben, als Däne Armin vom Dachgarten nebenan uns am Samstagabend mit einem Glas Rosé (bäh!) begrüsste. Noch vor dem Zuprosten fiel unser Blick auf einen weiteren Kükenkadaver direkt neben dem Hibiskus. Der Kleine, der am Freitagabend noch frech auf dem Topfrand seines Hängeerdbeeren-Nests gesessen hatte, lag jetzt reglos und mit verdrehtem Genick auf dem Steinboden. Der Body Count erhöhte sich somit auf 4. Als wir das zweite dann wenig später fast tot unter einem Rolli fanden, war Armins Rosé plötzlich zu wenig. Doch der Däne zeigte keinerlei Verständnis für unser Mitleid mit den gefiederten Kreaturen: "Throw'em down!" empfahl er. - "Into the sandbox, where your kid is playing every day?" gab ich zurück. Als sein Sohn, Daniel, dann auch noch mit einem Kumpel aufkreuzte, beschlich uns ein grausiger Verdacht. Sollte etwa der kleine Drecksack ... ? "Did you know that we had a nest with little bachstelzlis in our hanging-strawberry?" warfen wir ihm den Köder hin. - "Oh yes!" - "They are all dead now, look at the dead babybird there!" - "Ou", sagte das mutmassliche Vogelmörderkind, und zu seinem Freund: "Chumm mir gönnd!" Nicht genug damit, dass der kleine Sucker höchstwahrscheinlich unsere Vögeli gemeuchelt hat - die Ratte spricht fliessend Schweizerdeutsch und hat zwei Jahre lang nichts davon gesagt! Beim Pflanzengiessen kamen dann die Bachstelzen-Eltern mit dem Futter für die Kleinen. "It wasn't me!" gab ich ihnen zu verstehen und wischte den sicher Toten mit einer Schaufel weg. Der zweite Kleine war am nächsten Tag weg, ob gefressen oder flügge, ist uns leider nicht bekannt.

Die ganze Bachstelzen-Story.


wie hat eigentlich eigentlich korrespondentin joliejoli das massaker aufgenommen?

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na ja...

...typische frauenfrage. ich musste ihr natürlich erzählen, was passiert war. und an den langen pausen während des gesprächs merkte man alsbald, dass sie a) traurig war und b) mir eine gewisse verantwortung für das drama anhängen wollte. ich hab dann aber alles konsequent auf die kleine dänensau abgeschoben. das mag dir jetzt feig erscheinen, ist aber ein fortschritt gegenüber ganz früher. da hätt ich mich einen scheissdreck geschert um die ollen dreckviecher und der alten einfach verzapft, sie seien allesamt flügge geworden und hätten sich mit einem hübschen formationsflug von mir verabschiedet. vielleicht wärs besser gewesen.

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Sperrfrist: 20.07.19 14:02

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