Abt. Gretchenfrage - heute: Wie hast Du's mit den Hubbardisten?


Die CVP, in Religionsfragen vielleicht sensibler als andere, reagierte gestern ziemlich gereizt auf die Tatsache, dass das AWA die Hubbardisten als "religiöse Gemeinschaft" im Sinne von Arbeitsgesetz §3a durchgehen lässt.

Drum nochmals kurz von ganz vorne: Die Genealogie der Sache ist recht simpel. Das Hubbardisten-HQ ist offen auch an Sonn- und Feiertagen, wie ich mehrfach beobachtete.

Auf Anfrage beim AWA ob die Hubbardisten denn eine Bewilligung für Sonntagsöffnungszeiten für ihren Laden haben, kommt von dort die Antwort, das sei ein Kurslokal, drum können die auch am Sonntag Kurse und Bücher verkaufen.

Auf die zweite Anfrage, ob die denn eine Bewilligung für Sonntagsarbeit gemäss Arbeitsgesetz hätten, kommt die zweite Antwort von dort, das sei eine religiöse Gemeinschaft nach Arbeitsgesetz §3a und drum von der Pflicht zur Einhaltung des Gesetzes entbunden, das SECO decke diese Einteilung der Hubbardisten.

Das ist der arbeitsrechtliche Aspekt. Soweit ich sehe, ist das "lediglich" ein Verwaltungsakt. Und ist keine Anerkennung der Hubbardisten, wie sie die Aleviten erhielten durch den Grossen Rat, nach den Spielregeln von Artikel 133 der baselstädtischen Kantonsverfassung.

Die Frage, die die CVP implizit stellt, ist durchaus berechtigt:

Wie kommt das AWA (gedeckt vom SECO) dazu, einer Gruppierung den Status "religiöse Gemeinschaft" zuzuerkennen (mit den genannten arbeitsrechtlichen Folgen), bevor diese das Prädikat "kantonal anerkannt" gemäss dem Verfahren von Art. 133 der Kantonsverfassung erhalten hat?

Dazu wird sich die Regierung äussern müssen.

Meiner Meinung nach kann das Resultat, angesichts der juristischen Sachlage, eigentlich nur sein:

Die Regierung pfeifft das AWA zurück und dessen Angestellte müssen in der Folge durchsetzen, dass an der Burgfelderstrasse 215 das Eidgenössische Arbeitsgesetz eingehalten wird - was es jetzt definitiv nicht wird.

Wenn die Hubbardisten danach sich um eine Anerkennung gemäss §133 der Kantonsverfassung bemühen wollen, dann steht ihnen das natürlich frei!


Man könnte diese komische Ideal-Org-Hütte der Scientologen auch als eine Aussenstation der UPK betrachten. Ohne mich mit dem Inhalt ihrer Lehre auseinander gesetzt zu haben, sehe ich diese Bewegung als eine Zusammenballung von Menschen, die sich (fremd- oder eigenverschuldet, meistens beides) in eine Parallel-Welt verirrt haben und mittels stetem Akquirieren von Mitgliedern bestrebt sind, diese Welt vor sich selber zu bestätigen. Denn was nur einer glaubt, ist eine Wahnidee. Was 100 glauben, ist eine Verschwörung. Was aber 100‘000 Menschen glauben – da muss was dran sein. Auch wenn der Inhalt exakt derselbe ist.
Aber es ist ein wackliges, ein abstruses Gebäude, was der Hubbard ihnen da gezimmert hat. Jede verlorene Seele, die sie assimilieren können, stützt die eigene Psychose und lässt sie etwas wirklicher erscheinen, und die Menschen etwas weniger einsam. Je mehr da rumstehen, desto weniger sieht man die Risse, Brüche und das Sonnenlicht, das durch den als Palast getarnten Bretterverschlag scheint.
Es ist noch keiner Bewegung gut ergangen, die die „wirkliche Welt“ verneint und sich dabei lediglich auf ein komisches Buch mit seltsamen Gesetzen, wirren Geschichten und unglaubwürdigen Wunderdingen gestützt hat. Oder halt…

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die hubbartisten sind nix anderes als eine kriminelle vereinigung wie die mafia

unter dem schein von religion
es sind verbrecher durch und durch
und sowas kann nur zitterwölfisch bekämpft werden

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