Kain Blud fir Öl


Laut Radio Berlin International hat Ahmed Chalabi, Führer des in London ansässigen sogenannten Irakischen National Kongreß (INK), schon mal mit drei US-Ölkonzernen über die Aufteilung der irekischen Ölreserven in einer Post-Saddam-Ära verhandelt.
Informationen über ein Treffen in Washington im Oktober – von einem INK-Sprecher bestätigt – besagen, daß Lord Browne, der Chef von BP, warnte, die britischen Ölfirmen könnten im Nachkriegs-Irak ausgebootet werden, noch bevor der erste Schuß bei einer von den USA geführten Invasion gefeuert worden sei.

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Fortsetzung "Kain Blud fir Öl"

Die Gespräche zwischen den Öl-Chefs und dem INK sind geeignet, die Spannungen im Sicherheitsrat unter den ständigen Mitgliedern und den Veto-berechtigten Mitgliedern Rußland, Frankreich und China zu verschärfen, die nämlich fürchten, sie würden aus dem Ölgeschäft im Post-Saddam-Irak hinausgedrängt.

Obwohl Rußland, Frankreich und China bestehende Verträge mit dem Irak haben, machte Chalabi deutlich, daß er die USA für den Sturz Saddams mit lukrativen Öl-Verträgen belohnen würde, und erklärte gegenüber der Washington Post kürzlich: “Amerikanische Firmen werden das große Sagen im Irakischen Öl-Geschäft haben.”

Tatsächlich spaltet die Frage, wer seine Hand auf die zweitgrößten Öl-Vorkommen der Welt legt, den UN-Sicherheitsrat in der Frage einer neuen Irak-Resolution. Das kann nicht überraschen, wenn man die Größe der potentiellen Geschäfte bedenkt. Per vergangenem Monat hatte der Irak Verträge über mehrere Milliarden Dollar mit chinesischen, russischen und französischen Ölgesellschaften abgeschlossen.

Die russischen Firmen haben an der Entwicklung der irakischen Ölfelder das größte Interesse, weil der Irak noch für frühere Waffenlieferungen Milliarden Dollar schuldet. Ein Vertrag mit der russischen Lukoil über 3.5 Milliarden Dollar hat eine Laufzeit von 23 Jahren.
Seit Abschluß des Vertrages im Jahre 1997 hat die russische Lukoil einen Plan zur Installation von Gerätschaften ausgearbeitet, die im West Qurna's Mishrif Gebiet eine Förderkapazität von 100.000 Barrel pro Tag ermöglichten.
Auch die französischen Interessen sind enorm. Total-Fina-Elf verhandelt mit dem Irak über die Entwicklung der Nahr Umar Felder.

Neo-Konservative Think-Tanks mit engen Verbindungen zur Bush-Regierung wollen mit der Kontrolle der der irakischen Ölfelder auch die Zerschlagung der OPEC, dem Kartell der Öl-Produzenten voran treiben. Larry Lindsay, der Wirtschaftsberater Präsident Bush?, sagte im September: “Wenn es im Irak einen Regierungswechsel gäbe, könne man die Weltförderung um drei bis fünf Millionen Barrel Öl (pro Tag) erhöhen. Die erfolgreiche Kriegsführung würde gut für die Wirtschaft sein.”

Analysten glauben, daß der Irak binnen fünf Jahren 10 Mio. Barrel Öl pro Tag fördern könne. Die OPEC sei bereits dabei zu implodieren, weil Mitgliedsländer ihre Quoten nicht einhielten, und versuchten, ihren Marktanteil zu erhöhen, bevor die Ölpreise wieder fallen.

Ein Plan für die Neuaufteilung der irakischen Öl-Industrie wurde im September von Ariel Cohen von der rechts-gerichteten Heritage Foundation, die enge Beziehungen zu Bush-Regierung unterhält, präsentiert.
In “Die Zukunft in einem Post-Saddam Irak: Ein `Blueprint for American Involvement?” (Plan für amerikanische Beteiligung) präsentierte Cohen, im gleichen Tonfall wie Chalabi, einen Fahrplan für die Privatisierung der irakischen verstaatlichten Öl-Industrie, und droht zugleich Frankreich, Rußland und China, daß es sehr wahrscheinlich sei, daß eine neue INK-geführte irakische Regierung deren Öl-Verträge nicht einhalten würde.

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