Abt. antichinesische Hetze II - heute: Der Spiegel


Wenn schon China anpissen, dann mit harten Facts. Aber nicht mit dem Schwachfug, den der Spiegel schon wieder ventiliert! In Ausgabe 15/2009 auf S. 124 finden wir drei Spalten mit Titel und Lead:

Digitales Dauerfeuer Rechner der Bundesregierung werden täglich von Hackern attackiert, die Spionageprogramme einschleusen wollen
Soweit so langweilig. Das läuft ständig täglich millionenfach gegen jedes Ministerium der Welt, das am Internet hängt. So what? Die Autoren John Goetz und Marcel Rosenbach üben sich in massloser Selbstüberschätzung, wenn sie ihre Schreibe beginnen mit
Es klang verbindlich und sehr entschieden, was Chinas Premierminister Wen Jiabao der Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch im Sommer 2007 öffentlich versprach. Seine Regierung werde "entschlossen Maßnahmen ergreifen, um Hacker-Angriffe zu verhindern". Das Zugeständnis war nicht ganz freiwillig. Kurz vor der Abreise Angela Merkels hatte der SPIEGEL (35/2007) über massive Hacker-Angriffe auf die Bundesregierung berichtet, die deutsche Sicherheitsbehörden bis zu Servern in diversen chinesischen Provinzen zurückverfolgen konnten.
Sie brüsten sich mit 13 Seiten, die wir schon damals als heisse Luft enttarnten! Und auch jetzt reihen die beiden wieder Banalität an Peinlichkeit. Z.B.
Allein an den beiden zentralen Internet-Schnittstellen des Computerverbunds IVBB, der die Rechner des Kanzleramts und der Bundesministerien in Berlin und Bonn verbindet, diagnostizieren spezielle Viren-Scanner jährlich etwa 600 Einschleuseversuche für ausgefeilte Spionage-Software. Es ist ein digitales Dauerfeuer mit einer erheblichen Dunkelziffer, denn bei weitem nicht alle Attacken werden erkannt, und die Angriffe werden immer raffinierter.
600 Mal pro JAHR schlagen die Bundes-Virenscanner an und melden Trojaneralarm? Keine 2 Mal pro Tag? Und das an einem Netzknoten, der Kanzleramt und Bundesministerien verbindet? Wo also sicher täglich tausende von Mails rein und rausgehen und ein Mehrfaches davon an Spam anlandet? 600 Mal pro Jahr trauen sich Goetz und Rosenbach als "Digitales Dauerfeuer" zu bezeichnen? Die wissen offenbar nicht, wovon sie schreiben! Ein weiterer Beleg dafür scheint mir, dass sie die totale Banalität des Absender-Forging zum Skandal hochschreiben. Das wäre vielleicht 1995 News gewesen, heute wirkt das nur peinlich:
So erhielt ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums unlängst eine Mail, bei der als Absender einer seiner Kollegen in einer Arbeitsgruppe auftauchte, die sich mit Transportsicherheit befasst - eine fast perfekte Fälschung, in der im Anhang das Schnüffelprogramm versteckt war.
Und zu China haben den beiden ihre Einflüsterer beim BND auch nicht viel Neues verraten.
Sicher ist, dass die chinesischen Nachrichtendienste und das Militär schon seit Ende der neunziger Jahre Computeraufklärung betreiben. Daneben existiert in China eine vitale Szene versierter und patriotischer Hacker, die schon seit Jahren mit regelrechten Kampagnen ausländische Internet-Angebote angreifen. Da China sein Internet so streng reguliert und kontrolliert wie kaum ein anderer Staat weltweit, darf man auch in solchen Fällen zumindest eine anhaltende staatliche Duldung der Hacker-Aktivitäten unterstellen.
Gähn! Du, Herr vanpipe, der Rest eures Blattes ist aber mit mehr Fachwissen und Realitätsbezug vollgeschrieben, oder?


Computeraufklärung?

Also, es gibt Ports und Stecker. Wenn CPU und Peripheriegerät Nachwuchs machen wollen, lässt ... – geht genauso gut wie mit Bienchen und Blümchen.

Na schön, der war ein bisschen billig. Dann schieb ich eben einen Trojaner zum Knechtli.

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