Mittwoch, 22. Mai 2013


Abt. It's not my fault! - heute: Oeffentlichkeitsprinzip


Zu welchem Stichwort fällt (UPDATE 23.5. 11:28 - freundlicherweise bereits korrigiert, Danke!) fiel bis heute Morgen der Website des Kantons Basel-Stadt unter "Themen" überhaupt gar rein nichts ein? Genau!

Dabei wär da schon etwas auf der Site zu exakt dem Stichwort... Vielleicht fehlt der Link von "Themen" nach "Öffentlichkeitsprinzip", weil man es dem Publikum nicht zu einfach machen will, an das dort zu findende simple Webformular für den Einsichtsantrag in sämtliche staatlichen Dokumente ranzukommen??? Denn dann hagelte es vielleicht plötzlich Anträge auf Einsicht in Himmel weiss was??? Aber Nein, das wird sicher bloss ein unglückliches Versehen, und keine böse Absicht, sein!


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Abt. Was macht eigentlich... - heute: Daniel Fluri?


Der ([un]heimliche?) Erlenmatt-König (siehe auch Communiqué Losinger Marazzi vor einer Woche) hat, laut Mitteilung im Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB von heute, im zugerischen Cham, an einer Adresse, wo's vor einiger Zeit so

und später noch so

aussah, mal wieder eine AG gegründet: die "Bricks Invest AG".

Der wenig überraschende Zweck der neuen, mit einer Million Franken Aktienkapital ausgestatteten Firma, bei der Fluri alleine im VR sitzt:

Erbringung von Dienstleistungen im Immobilienbereich, insbesondere Erstellung, Erwerb, Verwaltung und Veräusserung von Liegenschaften
Bei der "Bricks Immobilien AG", mit rund 90'000m2 grösste Grundeigentümerin auf der Erlenmatt (und zugleich Eigentümerin von 43'584m2 an der Binningerstrasse in Allschwil bei der Ziegelei, daher der Name), amtiert Fluri bereits als VR-Präsident.

Trotz Grundeigentum alleine in Basel und Allschwil im Wert von - mutmasslich - weit über hundert Millionen, in das sie schon nur auf der Erlenmatt, zusammen mit Losinger Marazzi, 218 Millionen investiert und stattlichem Hauptquartier in Muri bei Bern,

worin 2009 (kleines Bild links) noch Marazzi (2011 integriert in Losinger, einer Tochter der französischen Bouygues Construction) residierte und heute (kleines Bild rechts) Fluris Bricks Immobilien,

verfügt die Firma über keine eigene aktive Homepage. Mails an [xxxxx]@bricks-immobilien.ch landen aber sehr wohl in dem Haus. Die Domain "bricks-immobilien.ch" gehört bis heute einer Person mit alten Verbindungen zu Losinger.

Der umtriebige Herr Fluri, mit seinen vielfältigen Beziehungen, betätigt sich seit längerem in Bern via die F-Partner AG und die "Helvetic Estates AG" (vormals: "Helvetic Trust Estates AG" - aber der Begriff "Trust" hat seit Offshore-Leaks offenbar den falschen Beigeschmack und wurde - vielleicht - drum per Ende April aus dem Namen gestrichen),

die sich die Klingel teilen mit der "Berakom AG"

des illustren ex-SRG-Kadermanns und Telecontrol-Erfinders Matthias Steinmann. Die Klingelpartnerschaft erklärt sich unter anderem über die Bekanntschaft von Fluri mit Steinmann, dokumentiert durch den Einsitz des ersteren in der "Steinmann-Stiftung Schloss Wyl". Steinmann hatte im Sommer 2012 für 4 Millionen

das vom Kanton Bern verscherbelte Schloss übernommen.

Pro memoria: Fluri interessiert hier keine Sekunde als Person. Seine geschäftlichen Aktivitäten hingegen illustrieren einen Seitenaspekt der Langzeitfolgen von am Rheinknie gefällten Entscheidungen in Sachen Stadtentwicklung auf dem Erlenmatt-Areal, festgezurrt anno 2002 im so genannten "Städtebaulichen Rahmenvertrag".

Diesen kennen übrigens bis auf den heutigen Tag in Basel nur eine handvoll Leute im Wortlaut. Ein Einsichtsgesuch vom 17. Dezember 2012 beantwortete BVD-Sprecher Marc Keller am 8. Januar 2013, unter Verweis auf die ablehnende Haltung der Vertragspartnerin Vivico bei ähnlichen früheren Gesuchen, zunächst negativ. Seither herrscht Funkstille in der Angelegenheit. Dann wird, als nächste Instanz, eben der kantonale Datenschutzbeauftragte beurteilen müssen, ob das im IDG definierte "Grundrecht auf Informationszugang (Öffentlichkeitsprinzip) der Bürgerinnen und Bürger durch kantonale und kommunale öffentliche Organe respektiert und gewahrt wird", wenn letztere umstandslos einem Finanzinvestor nachgeben, der einen über zehn Jahre alten Vertrag mit dem Kanton unter dem Deckel halten will.

P.S. Worum's in Bern in den Räumen von "Vital Relax" geht, in umittelbarer Büro-Nachbarschaft - Tür an Tür, Wand an Wand - zu Berakom, F-Partner und Helvetic Estates musst Du schon selber bei Google nachsehen. Warnung: Not safe for Work!


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Dienstag, 21. Mai 2013


Abt. Impressionen aus Baselland



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Abt. Fremdwörter - heute: Pietät


Wär ich Kader bei der Kleidermarke "Jack & Jones" und liesse u.a. in 36 Fabriken in Bangladesh produzieren...

... würde ich aus Pietät, wenigstens bis die Trauerfeiern für alle Opfer des Einsturzes der Textilfabrik vorüber sind, Displays wie diese...

... aus meinen Filialen entfernen. Trotz nettem "Sustainability Report". Gesehen im "Jack & Jones" Ableger in der Steinenvorstadt.


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Abt. Whodunnit? - heute: Bitcoin


Der japanische Mathematiker Shinichi Mochizuki war's! Er stecke hinter dem bis heute nicht gelüfteten Pseudonym "Satoshi Nakamoto", dem Erfinder von Bitcoin, argumentiert in diesem, am vergangenen Freitag publizierten, Video Ted Nelson, seinerseits der Erfinder u.a. des Begriffs "Hypertext":


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Abt. FC Hülftenschanz


Eigentlich wollte ich mir ja den glorreichen Sieg des FC Basel im Schweizer Cupfinal anschauen. Offensichtlich bin ich aber versehentlich beim Spiel des FC Baselland gelandet, und der hat bitterlichst verloren.


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Montag, 20. Mai 2013


Abt. neulich im... - heute: Bird's Eye


Hip Hop met Jazz gestern Abend. Im ersten Set ab 20:30 gab's Interpretationen von Standards zu hören. Verrappt, umgedichtet, neugeschrieben. My funny Valentine, Just a Gigolo etc. Very nice!

Das zweite Set gehörte zu 90% dem Freestyle. Hier Pyro (links) und BugsMC (?) am Mic:

Kalmoo:

von rechts: Luana, Gwen und eine Sängern mit überzeugender Stimme, deren Namen - sorry - mir entfallen ist:

von links: Luana, Skelt!, Black Tiger:

Und da waren noch viele mehr. Merci! allen Sängerinnen & Sängern und der grossartigen Band für den coolen Abend! It was big fun! Fand auch mein (bald) 11jähriger (der weitaus Jüngste im Publikum)!


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Sonntag, 19. Mai 2013


Abt. vorher / nachher - heute: Scientology in the 'hood


Vorher: ein seit vielen Monaten sträflich leer stehender Büroklotz, ein Annex des Implenia HQs an der Burgfelderstrasse 211:

Nachher: ein Treff für - gelinde gesagt - fehlgeleitete Science-Fiction Fans. Wikileaks bietet verdankenswerterweise einigen Einblick in deren Vorstellungswelten. Ich sag nur: Xenu!

Aline Wanner von der "Schweiz am Sonntag" hat die Bilder zugespielt erhalten.

Hier hört der Spass auf! Was meine unmittelbare Nachbarschaft braucht an der Stelle ist zu allerhinterletzt eine Zombiezucht. Sondern ein lebendiges Quartierzentrum, wie schon vor längerem hier vorgeschlagen. Mein Bauchgefühl sagt mir: Sobald die Hubbard-Jünger ihr Baugesuch eingeben, wird es Einsprachen hageln!

Ach, hätten die SchiessstandbesetzerInnen doch diesen Block gekapert nach ihrer Vertreibung aus Allschwil...

UPDATE 1.11.2013: Das Baugesuch wurde offenbar bereits 2010 eingereicht und - laut TeleBasel - am 24.5.2013 bewilligt.


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Abt. Piratensender @ Basel - heute: Radio Energy Bern


Die Funkkonzession von Radio Energy Basel ist eindeutig. Ihr Artikel 1 sagt klar und deutlich:

Die Konzessionärin erhält das Recht, ihr Programm gemäss Veranstalterkonzession des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vom 7. Juli 2008 in der Region Basel nach Massgabe von Ziffer 4, Nummer 17 nach Anhang 1 zur RTVV mit den im beiliegenden funktechnischen Netzbeschrieb aufgeführten UKW-Frequenzen in analoger Technik zu verbreiten.
Wir merken uns die Betonung auf "ihr Programm". In der Programmkonzession von Radio Energy Basel steht in Artikel 4:
Die Konzessionärin veranstaltet ein tagesaktuelles Radioprogramm, das vorwiegend über die relevanten lokalen und regionalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge informiert sowie zur Entfaltung des kulturellen Lebens im Versorgungsgebiet beiträgt. 2 Die Konzessionärin stellt werktags während den Hauptsendezeiten (06.30-08.30, 11.30-13.30, 17.00-19.00) sicher, dass ihre lokalen und regionalen Informationsangebote: a. in erster Linie relevante Informationen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport beinhalten; b. thematisch vielfältig sind; c. eine Vielfalt an Meinungen und Interessen wiedergeben; d. eine Vielfalt von Personen beziehungsweise Personengruppen zu Wort kommen lassen, und e. das gesamte Versorgungsgebiet berücksichtigen.
Wir merken uns "vorwiegend über die relevanten lokalen und regionalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge".

Heute Morgen lief (und läuft derzeit noch!) auf der Basler UKW-Frequenz von Radio Energy (101,7 MHz) stundenlang ein, gemäss Internetlivestreams, in Bern, Zürich und Basel identisches Programm. Dem Akzent der Moderatorin nach zu urteilen ist es "Radio Energy Bern". Also nicht das vom Bundesrat konzessionierte Programm für diese Frequenz.

Wenn ein dafür nicht konzessioniertes Radio auf einer ihm nicht zugesprochenen Frequenz in einem dafür nicht vorgesehenen Verbreitungsgebiet sendet, darf man es wohl mit Fug und Recht als Piratensender bezeichnen.

Insofern sendete heute Morgen - und sendet derzeit noch - in Basel auf der Frequenz von Radio Energy ein Piratensender.

Vermutlich handelt es sich dabei um ein in Bern hergestelltes Mantelprogramm.

So in der Sache nachvollziehbar es ist, dass Ringier die Produktionskosten für seine "Hit-Music-Only"-Klitschen minimieren will durch zeitweises Networking unter den "Radio Energys" dieses Landes, so konzessionsrechtlich zumindest fragwürdig ist diese Praxis. Hallo Aufsichtsbehörde Bakom???

NACHTRAG: Auf DAB+ läuft unter "Enery Basel" derzeit ebenfalls dasselbe wie unter "Energy Zürich". Auf DAB gelten allerdings andere, laschere Spielregeln als auf UKW. Insofern handelt es sich hierbei allenfalls um "Ettikettenschwindel".

(full disclosure: Der Autor ist Minderheitsbeteiligter an der RX AG, die die Stiftung Radio X auf die Beine stellen half.)


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Freitag, 17. Mai 2013


Abt. Wir ...


... gratulieren ainewäg ;)

Edit:Nachsatz war doof, daher getilgt.


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Reminder: See you tommorow:



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Abt. Zahl des Tages - heute: 10'620


So viele Kilometer (!) lang sind insgesamt die Wurzelhaare einer einzigen (!) vier Monate alten Roggenpflanze. Die erstaunlichen Daten stammen aus "A Quantitative Study of the Roots and Root Hairs of a Winter Rye Plant (Secale Cereale)" von Howard J. Dittmer, erschienen im "American Journal of Botany", Vol. 24, No. 7 (Jul., 1937), pp. 417-420, veröffentlicht von der "Botanical Society of America". Die weiteren Angaben in der Tabelle im Bild umgerechnet:

  • Wurzeloberfläche insgesamt (mit Wurzelhaaren): 639 m2
  • davon Wurzelhaare 402 m2
  • Gesamtlänge des Wurzelsystems (ohne Wurzelhaare): 622 km
  • Länge der Wurzelhaare insgesamt: 10'620 km (!)
  • Wachstum des Wurzelsystems pro Tag (mittel, ohne Wurzelhaare): 4,99 km
  • Wachstum der Wurzelhaare pro Tag: 89 km

Das heisst u.a., Wurzeln und Wurzelhaare dieser einen Roggenpflanze wuchsen in den 4 Monaten im Durchschnitt 1,5 Meter. Pro Sekunde! Jetzt steh mal vor ein Roggenfeld ...

Kornfeld bei Bingen

... und stell Dir vor, was da im Untergrund los ist!

(foto: leo.laempel @ flickr [click on it!])


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infamous for 8559 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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Abt. Keintunnel CH
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