Dienstag, 30. September 2008


Abt. Jackpot - heute: für Investigativen Journalismus


Nicht weniger als 10 Millionen Dollar pro Jahr stecken die Milliardäre Herb und Marion Sandler in ProPublica, eine Website die sich dem investigativen Journalismus verschrieben hat:

ProPublica is an independent, non-profit newsroom that produces investigative journalism in the public interest. We strive to foster change through exposing exploitation of the weak by the strong and the failures of those with power to vindicate the trust placed in them.
Wohin geht hierzulande das Geld der Milliardäre? Kunst, Museen, Jazz Clubs, Musikerwohnheime, Fussball, Pflege... Aber darüber haben wir ja schon vor langer Zeit geklöhnt! Offensichtlich hat dieser Trend hierzulande noch nicht Fuss gefasst: Dass die Superreichen Organisationen finanzieren, die jene Funktion erfüllen sollen, die das zuschanden gerittene Mediensystem von sich aus nicht mehr wahrnimmt. Mäzene für die Vierte Gewalt! Aber wir dürfen zuversichtlich sein: Wenn der Journalismus weiter so den Bach runter geht, wie in den letzten Jahren, dann fliessen bald Roche-Millionen in para-mediale Institutionen, die all jene Skandale aufdecken werden, über deren Existenz schon nur zu spekulieren, dem journalistischen Nachwuchs heute konsequent ausgetrieben wird. Handkehrum: Warum geht denn eine/r überhaupt noch in den Journalismus? Wohl nur, weil er oder sie es nicht in die Castingshow XY geschafft hat - oder dort in der ersten Runde rausgefault ist. Gibt es seriöse Motivationsforschung im Medienbereich? Hallo MAZ? Was steht denn so in den Briefen, die eure Azubis schreiben, wenn sie begründen müssen, warum sie bei euch TransmediajournalistIn werden wollen?


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Montag, 29. September 2008


Abt. Talfahrt - heute: US-Senat sagt Nein


228 Nein zu 205 Ja: Es gibt keine 700'000'000'000$ für die Banken. What's next?


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wochen wo ...


schau bleibt die neue?


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Abt. Gääli Kääre


So richtig zum Blickfang wird dein gäggeligääler Lamborghini, wenn du eine BL-Nummer dran hast, am Barfi neben dem 11er stehst und mit heulendem Motor dem BVB-Tram den Weg versperrst. Nice job, Rampass!


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Abt. Ferien, in denen Sie alles vergessen?!


Ich buch doch nicht bei Kuoni!

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Abt. doppelte Knete - heute: Wie geht das?


Ist doch ganz einfach! Sagt diese Grafik: von denen da.


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Abt. Klassenkampf - heute: im Fumoir


In diesem kurzen O-Ton spricht Noam Chomsky über die Geschichte der Kriminalisierung von Marihuana. Er stellt darin die These auf eines Zusammenhangs zwischen der Klassenzugehörigkeit der Mehrheit der Konsumenten einer Droge und ihrem legalen Status. Ab Minute 4 zitiert er den erst vor wenigen Tagen verstorbenen Juristen Charles Whitebread. Dieser soll 1995 in einem Vortrag, den Chomsky offensichtlich gehört hat, vorhergesagt haben, dass bis in 10 Jahren Tabak illegal werden würde. Den Vortrag gibt's hier.

Whitebread argumentiert in etwa so: Ausgangssituation in den 70er Jahren: Rauchen ist in allen Schichten relativ weit verbreitet. In welcher Klasse geht das Rauchen in den folgenden Jahrzehnten zurück? Bei den besser Ausgebildeten. Und wenn diese kommende Elite als Nichtraucher das Ruder übernimmt, dann wird sie sich von den "rauchenden Arbeitern" bedroht fühlen. Und die Antwort auf diese Bedrohung wird eine juristische sein. Ein Verbot. In den Worten Whitebreads:
You know the Federal Government has been spending a lot of money since 1968 trying to persuade us not to smoke. And, indeed, the absolute numbers on smoking have declined very little. But, you know who has quit smoking, don't you? In gigantic numbers? The college-educated, that's who. (...) Who are they? Tomorrow's what? Movers and kickers, that's who. Tomorrow's movers and kickers don't smoke. Who does smoke? Oh, you know who smokes out of all proportion to their numbers in the society -- it is the people standing in your criminal courtrooms, that's who. Who are they? Tomorrow's moved and kicked, that's who. And, there it is friends, once it divides between the movers and kickers and the moved and kicked it is all over and it will be all over very shortly. It starts with "You know, they shouldn't smoke, they are killing themselves." Then it turns, as it has -- you see the ads out here -- "They shouldn't smoke, they are killing us." And pretty soon, that class division will happen, we will have the legislatures full of tomorrow's movers and kickers and they are going to say just what they are going to say any time now. "You know, this has just gotta stop, and we got an answer for it." We are going to have a criminal statute that forbids the manufacture, sale, or possession of tobacco cigarettes, or tobacco products period. (...) One day -- when's it gonna happen, ten years, fifteen? -- some legislator will get up and, just as though it had never been said before, "You know we gotta solve this smoking problem and I got a solution -- a criminal prohibition against the manufacture, sale, or possession of tobacco cigarettes." And then you know what happens. Then everybody who did want a cigarette here today, if there is anyone here who smokes, you are going to have to hide in the bathroom. And cigarettes are no longer going to be three dollars a pack, they are going to be three dollars a piece. And who's going to sell them to you? Who will always sell them to you? The people who will sell you anything -- organized crime. (...) If we get together here in the year 2005, I will bet you that it is as likely as not that the possession of marijuana may not be criminal in this state. But the manufacture, sale, and possession of tobacco will be, and why? Because we love this idea of prohibitions, we can't live without them. They are our very favorite thing because we know how to solve difficult, social, economic, and medical problems -- a new criminal law with harsher penalties in every category for everybody.
Soviel zum Thema Rauchverbote.

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Sonntag, 28. September 2008


Abt. vorher / nachher - heute: Rostiger Anker


Vorher ein Geheimtipp unter Insidern: Nachher blutleer und entzaubert: ("irgend ein Privatclub" sei das gewesen, sagen die Wirtsleut heute, liest man bei Doener & Falafel drüben). "Verräter!" schilt mich Fonzi, weil ich dort gegessen hab, jetzt da das Lokal seiner Seele beraubt, entweiht und zu Tode renoviert ist (a.k.a. Gentrification). Die Spaghetti an Rahmsauce mit Lachsstreifen waren dennoch ganz ok. Die Salatsauce allerdings hat noch viel Entwicklungspotential! Alles zusammen aber natürlich nichts gegen die ANTIPASTI & MINESTRONE COMPLETO "L'ANCORA" von damals, zugegeben.


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Abt. organized Crime - heute: McCain? McMafia!


Das freut James Ellroy: McCain ist ein Mann des Glücksspiels. Aktiv am Roulettetisch in Las Vegas und anderswo, wie auch <a href="www.nytimes.com" target=_blank">seit Jahren als Lobbyist in Washington. Schreibt die New York Times gestern, üblicherweise eine einigermassen verlässliche Quelle. Der Mann ist dick befreundet mit den Big Shots in Vegas:

(...) he has rarely wavered in his loyalty to Las Vegas, where he counts casino executives among his close friends and most prolific fund-raisers. “Beyond just his support for gaming, Nevada supports John McCain because he’s one of us, a Westerner at heart,” said Sig Rogich, a Nevada Republican kingmaker who raised nearly $2 million for Mr. McCain at an event at his home in June.
Vegas ist zwar nicht mehr unter Kontrolle der alten Mafiosi, aber offenbar seit einigen Jahren wieder der Spielplatz einer Art "New Mob". Und was war jeweilen die andere Einnahmequelle der Mobsters bei Ellroy? Der Alkohol! McCain hat dazu ein sehr familiäres Verhältnis. Seit er 1980 seine zweite Frau Cindy Lou Hensley heiratete, muss er sich keine Sorgen mehr um's Geld machen. Denn die Hensleys betreiben eine der bedeutendsten Biergrosshandelsfirmen in den USA und halfen mit deren sprudelnden Gewinnen, McCains politische Karriere zu starten.
John McCain benefits from James Hensley's money. James Hensley benefits from John McCain's political power.
schreibt die "Phoenix New Times" bereits vor 8 Jahren. McCains Schwiegervater James Hensley soll laut der Zeitung, zusammen mit Bruder Eugene, sein Geld unter anderem mit undurchsichtigen Machenschaften im Schnapshandel und mit Pferdewetten gemacht haben. Die "Phoenix New Times" hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten eine eigene Archivseite gewidmet... Wer will, kann sich dort ausführlich über McCains Hintergrund informieren. Die pro-demokratische Site democrats.com titelte gar:
John McCain: Married to the Mob
Ein Mann, der so richtig dicke ist mit Kasino- und Bierkönigen, will Präsident der USA werden: Das muss James Ellroy freuen!


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Abt. Was macht eigentlich... - heute: James Ellroy?


Ellroy? Er hat kein DVD- oder CD-Player, er hat kein Handy, er hat keinen Computer. Er liest keine Zeitungen, geht nicht ins Kino. Nacht für Nacht liegt er im Dunkeln und spricht mit nicht anwesenden Frauen. Sagt er selber. Und vielleicht träumt er von McCain, wenn er denn überhaupt schläft.


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Samstag, 27. September 2008


Abt. Was gibt's auf den Tisch? - heute: keine Ahnung!


<a href="blog.weichspueler.com" target=_blank"> Gibt's zwar schon gut zwei Jahre offenbar. Aber erst jetzt drüber gestolpert: Der Basler Beizen Blog (BBB) "Gourmet Experience" von Doener & Falafel (whoever that is). So als Orientierungshilfe vielleicht mal ganz nützlich.


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Abt. Wahlthemen - heute: horeseshit


election.twitter.com scannt Twitter nach us-wahlrelevanten Stichworten. Und zeigt zuoberst jene, die gerade am häufigsten vorkommen: "horseshit" soll McCain gebrummt haben als Reaktion darauf, dass Obama ihm vorhielt in der Debatte, er habe gesagt, er wolle nicht mal mit dem spanischen Premier sprechen, weil er nicht sicher sei, ob die Spanier wirklich Allierte der USA seien.


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infamous for 8605 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)