Montag, 29. Dezember 2008


Abt. finde die unterschiede



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Abt. Spam of the Day - heute: relatorio.exe


Der mir leider unbekannte Autor des Mails mit dem Absender Relatorio@mail.blueearth.net (from mail.blueearth.net (mail.blueearth.net [209.46.18.196]), offenbar ein Texaner) erinnert mich grad daran, dass die Dezemberzahlungen noch ausstünden. Ich solle das angehängte File einfach ausdrucken. Merkwürdig nur, dass es sich bei "Relatorio-Dezembro2008.doc" um den Link auf ein .exe-File (relatorio.exe) auf einem russischen Server (shkafdesign.ru - die russische IKEA?) handelt... Der Virus scheint recht neu zu sein, denn weder clamav noch kaspersky erkennen das File als solchen.


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Abt. alte Männer und ihre Ideen - heute: Scharia


SCHweiz - SCHaria: Nur weil beide mit "Sch" beginnen, müssen sie ja nicht zwingend was miteinander zu tun haben. Anders sieht das Christian Giordano von der Uni Fribourg. Er sorgt kurz vor seiner Pensionierung breit für Aufsehen mit seinen paar Zeilen im Magazin "Tangram" der Eidgenössischen Kommisssion gegen Rassismus unter dem Titel "Rechtspluralismus: ein Instrument für den Multikulturalismus?". Da steht u.a.:

Der Rechtspluralismus – der sich vor allem in Aspekten des Zivil- und Familienrechts sowie Finanz- und Wirtschaftsrechts aufdrängt – möchte natürlich keine parallelen und autonomen Rechtsprechungen errichten. Es geht eher darum, in einigen Bereichen des gesetzten Rechts Mechanismen einzuführen, die den kulturellen Eigenheiten Rechnung tragen. Selbstverständlich muss die Hierarchie, auf welcher das Rechtssystem beruht, respektiert werden, um die Rechtsgültigkeit der Verfassung, die säkular sein muss, die Menschenrechte und die demokratischen Grundprinzipien zu garantieren. Hinzu kommt aber, dass die Individuen die freie Wahl haben sollten, zu entscheiden, welcher Rechtsprechung sie unterworfen werden möchten.
In der NZZ gestern präzisiert er:
Der Staat müsse Scharia- und andere religiöse Gerichte für Immigranten in der Schweiz anerkennen. Dabei denkt er vor allem an Prozesse in Zivilsachen, aber auch bei Delikten bis zur Körperverletzung.
Nun ja. Es kann ja jeder seine Meinung haben und äussern, wie's ihm gefällt. In der Sache schreibt das deutsche, von Evangelen finanzierte Institut für Islamfragen:
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat 2001 und 2003 im Zusammenhang mit der Bestätigung der Rechtmäßigkeit des Verbots der türkischen „Refah Partisi“ (Necmettin Erbakan) die Unvereinbarkeit der Scharia mit den Menschenrechten festgestellt. In fünf Bereichen sind die bis heute geltenden Scharia-Bestimmungen nicht mit den Menschenrechten vereinbar: 1. Körperstrafen (Verstoß gegen Art. 5 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“, Verbot inhumaner Strafen, der Folter und erniedrigender Behandlung), 2. Religionsfreiheit (Benachteiligung anderer Religionen: Verstoß gegen Art. 18 AEMR), 3. Apostasie („Abfall vom Islam“, Verstoß gegen Art. 18 AEMR), 4. Im Blick auf die militante Konzeption von „Dschihad“ (Verstoß gegen Art.3, Recht auf Leben) und 5. hinsichtlich der Frauenfrage (Verstöße gegen Art. 16 AEMR und Art. 7, Gleichberechtigungsgrundsatz).
Damit sollte die Debatte eigentlich beendet sein. Und übrigens dreht sich die Sonne um die Erde! Da hat's noch more of that Jazz!


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Sonntag, 28. Dezember 2008


Abt. early early adopters - heute: 25 Jahre WWW


Nun ja, man kann's ja mal behaupten. Dass man schon 25 Jahre Erfahrung habe in Webtechnologien.


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Abt. Alles wird gut


Wenn vieles den Bach runtergeht, soll man Gebrauchtes recyklieren. Nehmen wir uns ein Beispiel aus der Tierwelt: En Guete. Heute Nachmittag an der Schifflände


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Samstag, 27. Dezember 2008


Abt. the party's over - heute: Art Basel Miami Beach


Schluss mit lustig für die "Adabei"s, die sich in besseren Jahren an der Art Basel Miami Beach tummelten: die rund 450 Berater und Art-Banker der UBS. Die Bilanz schrieb anfangs Dezember, dass von der Hauptsponsorin der Kunstmesse

weder UBS-Kundenberater aus der Schweiz noch die Schweizer Vertreter des UBS Art Banking und der UBS Art Collection, noch ihre Schweizer Kollegen aus der UBS-Sponsoring-Abteilung für das Event vom 4. bis 7. Dezember nach Miami geflogen
seien. Damit habe man auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens reagiert, sagte UBS-Sprecher Rudolf Bürgin der Bilanz. Das Blatt liefert auch gleich die wohl eher zutreffende Begründung:
(...) inzwischen ist die glamouröse Kunstmesse wegen der Klagen der US-Justiz gegen die UBS zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt. Die Kunstmesse sei von UBS-Vermögensverwaltern als Jagdrevier benutzt worden, wo Kunden zur Eröffnung von Offshore-Konten bewogen worden seien. So steht es fast wörtlich in den Klageschriften gegen den früheren UBS-Vermögensberater Bradley Birkenfeld und gegen Raoul Weil, ehemaliges Konzernleitungsmitglied und Chef der konzernweiten UBS-Vermögensverwaltung.
Siehe hier Punkt 39 auf Seite 10. Via. Hat Kunstsponsoring von Banken je zu etwas anderem gedient als Kundenpflege und -akquisition?


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Abt. Hütchenspieler - heute: UBS, SNB, Northern Trust


Die UBS hat vor knapp zwei Wochen der Schweizerischen Nationalbank die erste Tranche Giftmüll rübergeschoben in die dafür geschaffene Zweckgesellschaft namens SNB StabFund. Die transferierten Papiere waren am 30. September noch 16,4 Mrd $ wert (heute? don't ask!). Wie geht die SNB mit dem Ramsch um? Sie gründet offenbar zunächst eine StabFund (GP) AG zur Gründung, Leitung und Verwaltung der StabFund Kommanditgesellschaft. Hans Kuhn, der Präsident der Pensionskasse der Nationalbank und Leiter des Rechtsdienstes der SNB, tut fast genau dasselbe. Mit dem kleinen feinen Unterschied, dass die von ihm präsidierte LiPro AG nur "die Gründung der SNB StabFund" bezweckt, explizit aber nicht berechtigt ist "zur Führung von Geschäften und zur Vertretung der SNB StabFund Kommanditgesellschaft". Warum braucht's 2 AGs zur Gründung der Giftmülldeponie? Die SNB gibt sich kryptisch:

Die SNB StabFund Kommanditgesellschaft für kollektive Anlagen ist als Zwei-Partner-Kommanditgesellschaft ausgestaltet. Sie besteht aus einem unbeschränkt haftenden Partner, der die Geschäfte der Zweckgesellschaft führt, und einem beschränkt haftenden Partner. Beide werden vollständig durch die SNB beherrscht.
Warum 2 Partner? Keine Ahnung! Gründe nennt die SNB keine. Egal. Was aber macht die StabFund Kommanditgesellschaft mit den Papieren? Einfach nur versiegeln und hermetisch abgeriegelt endlagern? Sieht eher nicht so aus. Denn verwalten tut die Dinger offenbar eine US-Bank namens "Northern Trust". Die wird von der SNB als "Custodian" genannt, was ich mal so interpretiere, dass das die sind, die das Zeugs wieder verhökern sollen, mittelfristig [Danke! Korrektur:], dessen Funktion Wikipedia erläutert. Northern Trust seinerseits gehört aber mit zu den - etwas überspitzt formuliert - Sozialhilfeempfängern unter den US-Banken. Die NZZ meldete am 28.10., Northern Trust erhalte vom US-Staat 1,5 Milliarden $ Hilfsgelder via Ausgabe von Vorzugsaktien:
Vierzehn amerikanische Regionalbanken erhalten vom Schatzamt Kapitaleinlagen in Höhe von über 31 Mrd. $. Es handelt sich um die Verteilung der zweiten Tranche aus dem vom Kongress verabschiedeten Hilfepaket im Umfang von 700 Mrd. $. Liste: Mrd. $PNC Financial 7,70; Capital One 3,60; SunTrust 3,50; Regions Financial 3,50; Fifth Third Bancorp 3,40; KeyCorp 2,50; Comerica 2,30; Northern Trust 1,50; Huntington Bancshares 1,40; First Horizon 0,87; City National Corp.¹ 0,40; Valley National 0,33; Washington Federal 0,23; First Niagara 0,19; Total 31,40
Northern Trust selber redet die eigene Position als Staatshilfeempfänger schön in dem die PR-Abteilung den Vorgang in sein Gegenteil verkehrt durch die Formulierung, Northern Trust würde sich beteiligen am Programm des Finanzdepartements, das in die Firma investieren wolle...:
Northern Trust Corporation announced today its participation in the U.S. Department of the Treasury’s voluntary Capital Purchase Program. The Treasury has notified Northern Trust that it intends to invest $1.5 billion in senior preferred stock and related warrants in Northern Trust Corporation as part of the program.
Das heisst unter'm Stich: Weil die UBS sich verspekuliert hat, müssen die Schweizer Steuergelder eine Gesellschaft finanzieren, deren Wertpapiere eine US-Bank verwaltet [Custody!], die sich verspekuliert hat und darum US-Steuergelder verbrät. Oder hab ich wieder den Tunnelblick? Zur Erinnerung: Wie läuft das mit der Finanzierung der Gesellschaft "Stabfund", die der UBS die Papiere abnimmt? FuW erklärt am 20.12.08:
Stabfund wird durch ein Darlehen der SNB über maximal 54 Mrd. $ finanziert, UBS steuert 6 Mrd. $ Eigenkapital bei, der Bund wiederum hat der Grossbank 6 Mrd. Fr. Eigenkapital über einen Zwangswandler zur Verfügung gestellt.
Oder kurz, wenn ich's recht versteh: Die UBS zahlt, ausser maximal 30 Monate lang 12,5% Zins auf 6 Milliarden (spätestens dann erhält der Bund die 6 Mrd. in UBS-Aktien retour [-> Pflichtwandelanleihe]), gar nichts. Denn die 6 Milliarden, die die UBS vom Bund erhalten hat, gehen - als UBS-Beteiligung - direkt wieder an Stabfund.

übrigens: Hier erklärt einer mal einigermassen nachvollziehbar, wie das läuft mit dem Bündeln von Hypotheken, und - indirekt - warum die UBS Milliarden um Milliarden abschreiben muss(te). via. Und hier erzählt er in groben Zügen, was es mit den "Hilfspaketen" auf sich hat, indirekt auch mit jenem des Bundes an die UBS. Manchmal hilft es tatsächlich, eine Zeichnung zu machen...
Sein Lösungsvorschlag? Stammt von einem seiner Freunde. Kurzfassung: "Vergiss die 'Hilfspakete' für existierende Banken! Lass sie bankrott gehen! Gründe mit dem Geld für das Hilfspaket stattdessen neue Banken mit sauberen Bilanzen. In jedem Bundesstaat 1 Bank. Zahle dort normale Löhne! Verschenke die Aktien der neuen Banken an die Bevölkerung." Klingt interessant. Erinnert sehr, an was hierzulande "Kantonalbank" heisst...


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Freitag, 26. Dezember 2008


Abt. Was macht eigentlich ...


... supra?

Er fährt ab und ab und ab:

... und vielleicht kommt er tatsächlich mal ganz unten an, dort wo ihn der (Trom-)Peter K. bereits längst hingeschrieben hat ----


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Abt. Landschaden - heute: am Gempen


Unser Weihnachtsspaziergang führte von Pratteln über den Sulzchopf und die Schönmatt nach Arlesheim (Route als PDF). Erst dachten wir, der Wind der vergangenen Nacht habe die Bäume umgeblasen. Bis wir in der Ermitage eine Gruppe Vandalen auf frischer Tat ertappten. Die Dame machte es vor und murmelte etwas Unverständliches über "Kraft", anschliessend mussten die Kleinen ran.


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Donnerstag, 25. Dezember 2008


Abt. Grundsatzdiskussionen - heute: bei den Beatles


Wie es wirklich war, erzählt jetzt Ringo Starr!


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Abt. Der Weg alles Irdischen - heute: Desserts


Wo landet eigentlich der Rest des Desserts, das Du gestern im Restaurant beim besten Willen nicht mehr ganz runtergebracht hast? Da:


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Mittwoch, 24. Dezember 2008


Abt. offiz. nicht des Teufels - heute: Leerverkäufe


Remember Leerverkäufe? Das ist wie: Dein Nachbar links verkauft Dir heute gegen bar mit Liefertermin Ostern zu einem völlig überhöhten Preis das Auto des Nachbars rechts, welcher noch gar nichts davon weiss, dass er seine Blechkutsche dereinst verkaufen wird, aber der linke Nachbar ist sicher, dass er den rechten Nachbarn wird über den Tisch ziehen und ihm sein Gefährt abluchsen können deutlich unter dem, was er Dir abgeknöpft hat. Seit 18.12. ist es jetzt amtlich bestätigt: Sowas ist "nicht des Teufels". Herausgefunden hat das Prof. Dr. Roger M. Kunz, seines Zeichens in Personalunion Chefstratege der Bank Clariden Leu und Oekonomieprof an der Uni Basel, Abteilung Corporate Finance. Verkündet hat er seine Weisheit via NZZ-Freakshow "Impulse".


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infamous for 8602 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)