Dienstag, 25. August 2009


Abt. Falschficker - heute: Unterschicht & Mittelstand


Wer finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, soll am besten keine Kinder haben. Denn wer nicht zum oberen Mittelstand aufwärts gehört, erhält Subventionen für z.B. Krankenkassenbeiträge und Fremdbetreuungskosten. Das aber macht unmündig. Und "von entmündigten Eltern gibt es selten mündige Kinder", die naturgesetzlich wiederum den Sprung in die upper class nicht schaffen werden. Also besser nicht zur Welt kämen. Weil "die Gesellschaft hat (...) nichts davon, wenn es mehr Durchschnittsmenschen gibt". Das ist - etwas verkürzt - die Argumentation des Freiburger Oekonomieprofessors Reiner Eichenberger, vom Tagi Magi unlängst gefeiert als "das liberale Gewissen", mit der er Kredite statt Subventionen für Familien fordert:

Drittens vermitteln die Subventionen aber trotzdem Anreize, mehr Familien zu gründen und mehr Kinder zu haben. Aber genau die, deren Entscheidung durch solche finanziellen Anreize geprägt werden, sind gerade nicht diejenigen, deren Familiengründung besonders förderungswürdig erscheint.
Können mal bitte jene, die Kinder machten, weil sie "Kindergeld, Subventionen und Steuerfreibeträge" dazu verführten, die Hand heben? Niemand? Dacht ich's mir. Warum baut dann Eichenberger den Popanz der für's Kindergeld fickenden Armen auf? Um Ressentiments der "haves" gegen die "have-nots" zu schüren und zu festigen. Aus keinem anderen Grund! "Nicht diejenigen, deren Familiengründung besonders förderungswürdig erscheint", sind nach Eichenberger alle, die heute Anrecht auf "Kindergeld, Subventionen und Steuerfreibeträge" haben, resp. hätten. Können also jene, die's für Eichenberger nicht verdient haben, Kinder zu bekommen, kurz aufstrecken? Das sind doch schon einige! in dubio pro reo: Angenommen, es gäbe tatsächlich ein Paar, das ein Kind macht, weil's dafür da und dort etwas Geld gibt (ein Geschäft ist das aber nicht!): Eichenberger bleibt in seinen Zeilen das schlüssige Argument schuldig, warum die zwei nicht auch statt für Kindersubventionen, für einen Kinderkredit ficken würden! Wobei andererseits: Die Aussicht, nach Empfang des Kinderkredits den Rest ihres Lebens mit Schulden abzahlen zu verbringen, triebe ihnen vielleicht sogar die Lust auf Familie ganz aus. Am Ende hat Eichenberger das ja sogar mit seinem wirren Vorschlag zum Systemwechsel im Sinn: Den Nicht-Reichen das Kinderkriegen gänzlich zu vermiesen. Und so die Armut auszurotten. Nachwuchs: Das Privileg der Wohlhabenden!


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Montag, 24. August 2009


Abt. Besetzen! heute: London


Am Mittwoch besetzt das Climate Camp London. Das ist der offene Video-Brief an den Londoner Polizeichef, der genauere Informationen verlangte darüber, WO das Camp stattfinden soll.


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Abt. One less – heute: News


mag sich Herr Hagemann gedacht haben. Jedenfalls wird die Gratispendlerzeitung News in Basel (und Bern) eingestellt. Vorläufig unbestätigt bleiben Gerüchte, wonach das Aus in Basel damit zu tun habe, dass die Zürcher Zentralredaktion ein Zwergflusspferd nicht von Baby-Hippo Farasi unterscheiden konnte.

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Abt. Nebenjob



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Abt. Unterbrecherwerbung


SF will mehr Unterbrecherwerbung schalten dürfen, so viel wie die deutschen Privatsender:

Kommt das neue Gesetz durch, können insgesamt 12 Minuten kommerzielle Reklame innerhalb einer Stunde ausgestrahlt werden. Alle 30 Minuten darf ein Werbeblock eingeblendet werden. Das Ganze darf umrahmt werden von Eigenwerbung und Trailern für Filme und Sendungen.
Ich gucks ja eigentlich eh nur wegen der geilen Trailer ("Die neuen Folgen", "Die finale Staffel" etc.). Denn Fussballspiele gibt's ja eh keine mehr. Aber wenn's gleich viele Vanish-Oxy-Action- und Alpecin-Coffein-Spots gibt, kann ich mir ja genausogut Bohlen & Klum anschauen wie Kilchsperger oder Giaccobo.


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Abt. Newsnetz-ille des Tages II


Das hat der Myanmarese nun von seinen ständigen Namensänderungen!


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Abt. Nomen est Omen


Manchmal ist eine entsprechender Hinweis nötig, denn ohne die Beschriftung könnte es ja sein, dass der eine oder die andere dieses Etablissement in Lörrach nicht unbedingt als Bijou bezeichnen täte.


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Abt. FUH2


Die Autonummer wurde aus Datenschutzgründen von der infamy Verschleierungssoftware unkenntlich gemacht.

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Sonntag, 23. August 2009


Abt. Newsnetz-ille des Tages


Sollte es nicht "Topffavorit" heissen?

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Abt. In Concert: 5:55 mit Triple 9


iPhone-Version hier <a href="blip.tv target="blank">Hi-Res-Version hier

Das Schlussbouquet des JKF 2009 auf dem Theaterplatz wurde von der Männerriege Triple 9 überreicht. Weil ihr's ja wieder mal verschnarcht habt und sowieso keinen Platz mehr gehabt hättet, kriegt ihr hier ein kleines Medley verpasst. Das Triple 9-Album "Dräggig" erscheint originellerweise am 9.9.09. Got to have it!


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Freitag, 21. August 2009


Abt. Vorurteile - heute: Lederhosenlochkäsefresser


Paul Krugman versucht in der NYT zu erklären, dass die Obama'sche Gesundheitsreform die USA nicht zur Sowjetunion mache, sondern allenfalls zur Schweiz, was aber auch nur die zweitbeste Wahl sei. Und was ist die Schweiz in Ihren Worten, Herr Krugman? Ein Land, das

may be occupied by lederhosen-wearing holey-cheese eaters, but wasn’t a socialist hellhole the last time I looked.
Nun ja. If you ask economiesuisse, dann we are fast ein sozialistisches hellhole! Aber erst Mal: Lederhosen are mainly bayrisch, Herr Krugman, but not swiss! Und: Hallo Präsenz Schweiz und Schweiz Tourismus, was tut ihr eigentlich? Macht ihr überhaupt etwas? Und wenn ja, warum tut ihr's so falsch, dass der jüngste Wirtschaftsnobelpreisträger - sonst einigermassen bei Trost - zu Helvetistan so idiotische Stereotypen assoziiert?


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Abt. now you see me, now you don't: Streetview


Hanspeter Thür will Google Streetview vom Netz haben. Jedenfalls bis die Gesichter und Autonummern alle verpixelt sind. Heute in der Tagesschau:


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infamous for 8595 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
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