Freitag, 3. September 2010


Abt. neue Krankheiten - heute: Losingerfixierung


Martin "das wäre komisch" Wagners BaZ hat ja wahnsinnig den Narren gefressen an dem Losinger-Ding aus Oppenheims Küche! Heute ist die Luftnummer schon wieder auf der Frontseite, Oppenheim füllt Seite zwei und ein Voxpop Seite 27. Warum eigentlich die Fixierung? Ist es Verleger Wagners Spieltrieb? Näh, den lebt er wohl aus in seinem VR-Sitz bei Escor, das ist die Kasino- und Spielautomaten-Bude, die unlängst im mutmasslichen Zigarettenschmugglerparadies Montenegro ein von bösen Zungen als Spielhölle bezeichnetes Kasino aufgemacht hat. Die Linie führt nirgendwo hin. Oder doch? Spekuliert Wagner drauf, dass ihm die von der öffentlichen Hand für 130 Millionen gebaute, aber mangels Auslastung bankrott gegangene Eventhalle dereinst in den Schoss fallen wird und er daraus ein Grand Casino machen kann? Näh, nie im Leben! So perfid ist er sicher nicht! Die baz'sche Losingerfixierung bleibt unerklärlich!


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Abt. Happy Birthday Kaserne Basel


Georges Delnon, Direktor des grossen Theaters in Basel, gratulierte Carena Schlewitt, Chefin des kleineres Hauses, zum 30 Geburtstag der Kaserne Basel. Rechts auf dem Bild: Beat vor Wartburg, Kulturverantwortlicher der Christoph Merian Stiftung.

Kurz vor ihrer Nominationsreise nach Bern: Bundesratskandidatin und ehemalige Kasernen-Co-Leiterin Eva Herzog umringt von Tout Bâle culturel

Von Breakdance über Trashkultur bis Karl Valentin: Die Geburtstagsrevue der Kaserne Basel hat Spass gemacht. Dreissig Kurzproduktionen liessen in der Reithalle der Kaserne Basel die vergangenen dreissig Kulturjahre Revue passieren. Mit dabei: Vieles, was Rang und Namen hat in der Basler, Schweizer, internationalen Kulturszene, von Ueli Jäggi und Storm Störmer über The Famous Goldfinger Brothers und Les Reines Prochaines bis zu Capri Connection und Klara Theater.

Wer gestern Abend nicht dabei war, hat noch nicht alles verpasst, denn heute Freitag ist das Ganze noch einmal zu sehen. Fünf Franken kostet der fünfstündige Abend. Das kann man sich doch durchaus leisten. Und als besonderes Zückerchen heute Abend gibt eine nicht ganz unbekannte Basler Reggae-Formation ein Tex-Mex-Set zum besten!


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Abt. Quote of the day - heute: Martin Spieler


persoenlich.com macht verdankenswerterweise den Artikel von Teuwsen & Pöhner zum Sonntagsboulevard online zugänglich. Und dort lesen wir Spielers "Bonmot du jour":

Micheline Calmy-Rey: "Tatsächlich gilt es, auch das zu bedenken. Identifikation läuft auch über das Geschlecht. Zudem: Damit ein Gremium funktioniert, braucht es eine gute Durchmischung, was Mentalitäten und die berufliche Herkunft angeht." Darf man aus dieser Antwort eine Schlagzeile machen, die verkündet: "Calmy-Rey: Fünf Frauen im Bundesrat sind ein Problem"? Offenbar. In der internen Blattkritik, die der "ZEIT" vorliegt, schreibt der neue "Sonntagszeitung"-Chefredaktor Martin Spieler: "Sehr gute Front mit Calmy. Story wurde sehr gut gequotet. Mit dieser Story haben wir sehr viel bewegt, was die Geschichten in den elektronischen Medien und den Zeitungen zeigen. Genau so muss es sein: Wir sorgen mit unseren Primeurs nicht nur am Sonntag, sondern auch während der Woche für Debatten und Gesprächsstoff."
Effekthascher Spieler war zuvor Chef der Handelszeitung und betrieb dort auf der Frontseite Klassenkampf von oben:


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Donnerstag, 2. September 2010


1098m2 Kreativraum zu vermieten im Stellwerk St. Johann


Stellwerk vermietet 1198 m2 Ateliers und Büros für Jungunternehmen in den Bereichen Mode- und Produktdesign, Visueller Kommunikation, Interior Design und Architektur.

Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 30.09.2010. Anmelden kann man sich auf stellwerkbasel.ch.

Stellwerk steht für Unterstützung, Ermöglichung und Begleitung von Firmengründungen in der Kreativbranche. Wir bieten Räume, Infrastruktur und jeden Menge Kontakte. Direkt am neuen, pulsierenden Zentrum Vogesenplatz. Für den erfolgreichen Start in die Selbständigkeit.

Stellwerk bedeutet Ankunft in der Selbständigkeit und Aufbruch in den Erfolg. Ort der Begegnung für Mieter, Quartierbewohner, die Stadt und die ganze Triregio. Wo Kreatives entsteht, man sich gerne aufhält, wo man sich austauscht. Die Gleise sind frei: für eine Zukunft unter Volldampf.


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Abt. Kasch go Filme


Brüder, die Kamera geschultert, und raus in Basels Norden. Die Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung, von der man eigentlich nicht so richtig weiss, was ihre Aufgabe ist, lanciert einen Kurzfilmwettbewerb.

Gesucht werden filmische Beiträge, welche sich mit dem alltäglichen Lebensraum in den Quartieren St. Johann, Matthäus, Rosental, Altstadt Kleinbasel, Klybeck, Kleinhüningen und Clara auseinandersetzen. Die Bevölkerung soll die Möglichkeit erhalten, mit einem Beitrag die Stadtentwicklung im Norden von Basel zu beleuchten.
Der Kurzfilm muss in Basel Nord spielen und darf eine Länge von drei Minuten nicht überschreiten. Eingereicht werden dürfen Strassenumfragen, Interviews, Statements, Erfahrungsberichte, Spielfilme, Animationsfilme oder experimentelle Filme aller Art. Also auch ppps Milchsuppe-Experimentalfilm oder natürlich die wunderbaren Volta-Visionen von Fonzi Trmboni.

Eine gute Idee? Immerhin weiss man jetzt, was die Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung so tut.


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Abt. BaZille des Tages - heute: Heissluft um Hagnau


Keiner der Betroffenen / Konkurrenten / Entscheidungsträger lässt sich on the record zitieren. Sie alle antworten mit "no comment!". Nur die eine Partei, die mit ihrem ambitionierten Bau-Projekt rein kommerzielle Eigeninteressen verfolgt, die bedient die BaZ - zum ihr geeignet erscheinenden Moment - mit vagen Visualisierungen (siehe Bild), hochtrabenden Versprechungen und happigen finanziellen Ansprüchen an die Oeffentliche Hand. Daraus bastelt die BaZ eine mehrteilige Story, beginnend auf der Frontseite, voller Konjunktive und Mutmassungen. Der erste Satz lautet aber vollmundig und unbescheiden:
Was die Basler Zeitung vor Jahresfrist ankündigte, wird nun konkret...
Was war das vor einem Jahr? Da kolportierte dasselbe Blatt erstmals unbestätigte Gerüchte über dasselbe Wolkenkuckucksheim:
Es gibt Pläne für eine neue Sporthalle beim Schänzli. Sie soll auf dem jetzigen Areal des Kunsthauses Baselland zu stehen kommen. Mit dem Projekt in Verbindung gebracht wird der Totalunternehmer Losinger AG. Das Basler Erziehungsdepartement ist über die Hallenpläne informiert. Noch hüllen sich jedoch alle Beteiligten in Schweigen.
Alles was an der Geschichte seither "konkret"er wurde, ist offensichtlich Losingers gewachsene Ungeduld, weshalb der Konzern den Druck auf Behörden und Grundeigentümer erhöhen will, wozu er gerne die BaZ vor seinen Karren spannt. Ist das wirklich eine Geschichte? Ich hab da so meine Zweifel. Dabei wär's so einfach! Der französische Baukonzern Bouygues will vom Bauboom in Basel (Stücki, Erlentor, Janus usw.) profitieren, so wie andere Generalunternehmer auch. Also schickt er die "Projektentwickler" seiner Schweizer Tochter Losinger aus, in Basel nach Betätigungsfeldern zu suchen. Und offenbar haben diese dabei ein Auge auf das Areal neben dem Joggeli geworfen. Und bezüglich dessen Zukunft ihrer Phantasie freien Lauf gelassen. Und mit diesen Phantasien behelligen sie nun seit längerem mögliche Investoren, aktuelle Grundeigentümer und Behörden. Mehr ist da ziemlich sicher nicht. Dass am anderen Ende von Basel, auf der Erlenmatt, derselbe Konzern, zusammen mit der Vermögensverwaltungsfirma Helvetic Trust, sich vor wenigen Tagen das grösste Kuchenstück unter den Nagel gerissen hat, aber angeblich die beiden noch keine Ahnung haben, was sie damit anfangen wollen, diese für die Stadtentwicklung mittelfristig mindestens ähnlich relevante, wirklich "konkrete" Veränderung, war derselben BaZ am 25.8. gerade mal 20 Zeilen wert auf Seite 25. Aber man kann natürlich seine (im Wagner'schen Sinne "wirtschaftsfreundlichen"?) journalistischen Prioritäten schon auch so setzen...

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Mittwoch, 1. September 2010


Abt. Qualitätsjournalismus und Hochstapelei


Wie war das schon wieder mit dieser Hochstapelei und so? bazonline weiss es offensichtlich nicht so genau.

Gestern hat die Sendung "Schweiz aktuell" von SF DRS ein Interview mit der gefallenen Astronautistin gesendet.

Schweiz aktuell vom 31.08.2010


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Abt. Worüber lacht man in... - heute: der Astrophysik?


Empirisch belegt sind diese beiden jüngeren Beispiele von primär für Personen mit fortgeschrittenen physikalischen Kenntnissen witzigen Witzen: Darüber lachten nachweislich Astrophysiker der ESA. Und, etwas abstrakter, darüber... ... dieser Astrophysikstudent in Berlin.


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Abt. 1 + 1 = ? heute: National-Zeitung


Drüben bei @thomnagy ist nachzulesen, worauf Fred David kommt, wenn er gestern in der Kommentarspalte vom @medienspiegler die Puzzleteile Wagner, Somm, Blocher, Frey, Tettamanti, Wanner und Curti zusammensetzt.

@fuzzy und @rasputin Ihm traut ihr vielleicht eher. Mich habt's ihr ja vorgestern noch ausgelacht, als ich was Ähnliches orakelte, allerdings ohne Davids Insiderkenntnisse. Und @derendinger nannte gestern früh schliesslich das Kind schon beim Namen!


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Abt. overhyped - heute: Amokpräventionsprogramm


32 multiple choice Fragen über einen Typen beantworten, die gewichteten Antworten auswerten und das Resultat auf einer Skala von 1 (Passt nicht!) bis 6 (Mister Perfect!) darstellen: Das, Pardon, trainiert jede Leserin einer "Frauen-" oder "Mädchenzeitschrift" mehrmals im Jahr. Nach demselben Prinzip funktioniert Dyrias. Nur fragt Dyrias "Zeigt die Person starkes Interesse an Militärthemen?" oder "Hat die Person Zugang zu scharfen Schusswaffen?", ist nicht auf Papier, sondern kommt als webbasierte "Software" vom "Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement" daher und behauptet am Ende, der Kandidat mit der Note "6" könne jederzeit Amok laufen. Bild = screenshot von hier. 6 = "Alle Vorzeichen, die einer Gewalttat gegen andere oder sich selbst vorausgehen sind vorhanden. Eine Gewalttat kann jederzeit bevorstehen.", S. 3 davon
Der elektronische Fragebogen geistert laut BaZ seit Sommer 2009 auch in Basel durch die Amtsstuben. Jens Hoffmann, der über Promi-Stalking dissertiert hat, der Mitinhaber ist der privaten Firma "Team Psychologie & Sicherheit" und der privaten Firma, die als "Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement" auftritt und Lizenzen für Dyrias verkauft, kann's nur recht sein, dass die Behörden in BS und ZH noch nicht auf die vermutlich günstigere Idee gekommen sind, so etwas wie seine 32-Punkte Checkliste (Hoffmann widerspricht auf seiner Site: "DyRiAS ist KEINE Checkliste – Es ist eine dynamische Mustererkennung, bei der das Ganze mehr ist als die Summe der Einzelteile." Aha. Also doch eine Checkliste!) als Diplomarbeit oder Dissertation bei den lokalen Unis in Auftrag zu geben. Ist Dyrias tatsächlich overhyped? Auf der Skala von 1 (völlig unterschätzt) bis 6 (massiv überbewertet) geben wir ihm eine 4.


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Abt. Kryptokommunisten - heute: Markus Somm


Der uns von Komiker Martin Wagner als strammer Vorzeigerechter angepriesene neue Chefredaktor der BaZ sei früher im Kommunistischen Aufbau gewesen, behaupten die Witzbolde von "Nation of Swine", und bestätigen damit ein Gerücht, das wir - oder war's doch jemand anders? - kurz zuvor frei erfunden und in die Welt gesetzt haben.


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Abt. tell it like it is! - heute: Stratenwerth


Christoph Stratenwerth heute im Kulturteil der BaZ, im Streitgespräch zum Thema "Kasernenareal":

Die Schlüsselfrage ist, wie finden die Planungsprozesse statt? Ist der städtebauliche Ansatz so, dass ich eine schöne Vision habe, die ich dann im Computer visualisiere? Oder sollte es nicht zuerst um die Inhalte gehen? Was macht Habitat und Bollag am Wiesenplatz? Die beiden privaten Initiativen reanimieren den Wiesenplatz. Wer hat die Rheingasse reanimiert? Der Staat? Nein, private Initiativen. Wer hat das Gundeldingerfeld reanimiert? Gegen den Widerstand der Verwaltung ist dieses Projekt entstanden. Viele lebendige Orte in dieser Stadt sind nicht über städtebauliche Prozesse entstanden, sondern dank risikofreudigen Privaten. Die Frage ist: Ermöglicht die Politik solche Initiativen? Sie muss uns nicht zeigen, wie wir zu leben haben.
Stratenwerth, der anti-Kessler? In der Sache: Die Politik muss uns sicher nicht zeigen, wie wir zu leben haben. Umgekehrt würde ein Schuh draus: Sie sollte der demokratisch formulierte Ausdruck davon sein, wie wir leben wollen. Ist sie das heute? Und wenn sie das bei der Stadtentwicklung vielleicht nicht ist: Warum nicht? Lauter Fragen. Demokratie ist anstrengend, aber Jacques Herzog' Gottesstaat ist keine Alternative!


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infamous for 8585 Days
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