Donnerstag, 16. September 2010


Abt. Alles so schön bunt hier


Die neue WOZ. Die letzte Zweifarbenbastion ist gefallen. Viel Glück.

Zur neuen "Basler Zeitung" ist, wie hier weiter unten bereits erwähnt, Interessantes zu erfahren:

Jetzt hat die «Basler Zeitung» und mit ihr die rot-grün regierte Stadt auf einen Schlag eine kraftvolle Stimme. Auch wenn diese Stimme mit Markus Somm, dem politischen Konvertiten und ehemaligen stellvertretenden Chefredaktor der «Weltwoche», ers tens erzkonservativ und zweitens aus dem Aargau ist. Doch, so sagen zwei «BaZ»-Journalisten, habe die Ernennung Somms nach der ersten Konfusion insgeheim Euphorie ausgelöst. Ein Ruck soll durch die Büros gegangen sein, womöglich ausgelöst durch den Umstand, dass der Redaktion zwar ein Rechter vorgesetzt wurde, dafür aber auch ein Vollblutjournalist und kein grauer Betriebswirtschafter, der in erster Linie rechnet und in zweiter Linie noch irgendwie an den Journalismus zu denken versucht.
Hauptsache Journalismus! Mal sehen.


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Abt. FUCK YOU... - heute: Interbrand!


"Multisensorisches Branding" my ass!

Wie wir aus anderen Erfahrungen wissen, läuten bald dank Google Alert bei Interbrand alle Glocken: Ein Google-Hinweis auf dieses Posting liegt innert weniger Stunden in den Inboxes aller Interbrand-Onkels und -Tanten. Herzlich willkommen! Und wenn ihr schon mal hier seid, sei's euch bei der Gelegenheit grad ins Stammbuch geschrieben: Auch wenn alle Medien euer nach einer hirnverbrannten, total beliebigen Methode erstelltes Markenrating nachdrucken, mit dem ihr vor allem auf euch selber aufmerksam machen wollt, ist die Liste trotzdem nicht mal die Bytes wert in denen ihre Pixel gespeichert sind! Watch out: Irgendwann fliegt ihr auf!

Und in meinem Unterbewusstsein erwartet euch und euer "multisensorisches Branding" bestenfalls die Hölle! Wollt ihr das?

Was haltet ihr von "monosensorischem antibranding"? Das geht ganz einfach:


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Mittwoch, 15. September 2010


Abt. Was will ... - heute: Tettamanti?


Daniel Ryser fragt in der WoZ:

Was also, Herr Tettamanti, haben Sie mit der «BaZ» vor? Wollen Sie Markus Somm zum künftigen NZZ-Chefredaktor aufbauen? Oder wollen Sie, wie Ihr Kollege Martin Wagner, ins Mittelland expandieren? Oder beides? Welche Hoffnungen stecken Sie in das Projekt «BaZ»? Und was hat es mit dem Gerücht auf sich, dass Sie das Projekt «Weltwoche» als gescheitert betrachten und nun von Basel aus die bürgerlich dominierte Schweizer Medienwelt von rechts aufrollen wollen?
Antworten hat Ryser auf diese Fragen keine, aber sehr interessant ist sein Artikel dennoch. Lesen!


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Abt. (Not so) live in HD – heute: Cluj - FCB


Eins vorweg: Ein Juniorengoalie des FCB kann den Unterschied sowieso nicht erkennen. Aber ich! Und deshalb freue ich mich, dass der FCB-Match gegen die Blutsauger von Cluj auch in HD zu empfangen ist. So man denn Digital TV o.ä. hat und HD Suisse empfangen kann. Einziger Wermutstropfen: Die Übertragung fängt erst an, wenn das Spiel vorbei ist.


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Abt. Qualitätsjournalismus – Heute: geklärt


Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt teilt mit:

"Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen konnten zwei in Basel wohnhafte Tatverdächtige, ein 18 Jahre alter Schweizer und ein 17-jähriger Serbe, festgenommen werden. Die beiden Festgenommenen werden dringend verdächtigt, ihr Opfer vergewaltigt und sexuell genötigt zu haben. Die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariates und der Jugendanwaltschaft sind im Gange.
bazonline/newsnetz übertitelt diese Meldung korrekt mit:
"Mutmassliche Vergewaltiger festgenommen"
Weniger genau nehmen es die leider unverlinkbaren onlinereports.ch:
"Brutales Sex-Delikt von der Schützenmattstrasse geklärt"
Geklärt ist der Fall, wenn er geklärt ist!


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Abt. Auf allen Kanälen – heute: Tele Supra


Der infamy-Feuilletonist entwickelt sich langsam zum Telebasel-Dauergast. Nachdem er unlängst den kultigen Zwist Heeb vs. Schneider kommentieren durfte, machte er sich gestern über den Erpressungsversuch der Basler SP in Sachen Kunstmuseum (infamy berichtete) Luft. Natürlich kennen wir den wahren Grund der gesteigerten Supra-Präsenz auf Telebasel: Dem Bebbisender wird laut baz.ch zwar eine hohe Qualität attestiert, aber er gewinne keine neuen Zuschauer. Und wie könnte das einfacher gehen als mit Bildern von unserem ewig jungen Schönheitskönig!


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Abt. Stadionoper Aida


Sie gehören zum normalen Repertoire für die breite Masse: die aufgeblasenen Operntourneetheater, die mit irgendeinem Ost-Orchester und einem Ost-Chor, Protagonisten mit italienischen Namen, vor allem aber mit Elefanten und haufenweise Pyro-Spezialeffektne und Papp-Pyramiden die Fussballstadien der Welt mit Guiseppe Verdis "Aida" beglücken. Auch Opernregisseur Calixto Bieito setzt seine "Aida" in der Opernsaisoneröffnung am Theater Basel (mit Video-Ausschnitt) in eine Fussballarena. Statt Elefanten aber gibt's einen Schäfer- und ein Schosshündchen, statt dem blutdürstigen ägyptischen Volk randalieren Fussball-Hooligans auf der Bühne.

Bieito will mit der Fussballfan-Metapher die Abgründe der menschlichen Unmenschlichkeit offenlegen (das mit dem Wolf und so ...). Das gelingt ihm aber nur zum Teil. Einmal mehr arrangiert der katalanische Regisseur wundervoll-stimmige und aufwühlende Bilder. Die lange Länge von drei Stunden aber vermag diese Idee nicht zu füllen. Wenn die Sklavin Aida und die Königin Amneris den armen Feldherren Radames nach der Pause mit ihrer Liebe zwischen sich erdrücken, wird aus dem Bilderfeuerwerk des ersten Teils mehr oder weniger statisches Operntheater. Allerdings eines mit tollen Frauenstimmen!

Die Basler"Aida" kommt übrigens am 1. Oktober live im Schweizer Fernsehen – allerdings in einer ganz anders arrangierten szenischen Fassung von Theaterdirektor Georges Delnon.


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Abt. Qualitätsjournalismus oder: Der Sprache ist dems Schwizer sini Probläm!



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Dienstag, 14. September 2010


Abt. Kommerzialisierungskritik – heute: Ivan Ergić


Allen, denen die BaZ hier so madig gemacht wurde, dass sie sie nicht mehr kaufen wollen, sei der Beitrag von Ivan Ergić im heutigen Sportteil ans Herz gelegt, in dem er die Kommerzialisierung des Fussballs und die damit einhergehende Entfremdung von Sportlern und Fans sowohl voneinander als auch von sich selbst anprangert – featuring Kalle Marx, Adam Smith und Guy Debord. Ziziert sei hier nur der schönste Satz:

Mit der Unterstützung der Marketinggurus in den Vereinen und der Bürokraten, die ihren Sitz in der Fifa und der Uefa und keinerlei Ahnung vom Fussball und Sport haben, entstand so eine sportökonomische Struktur, in der die Beziehung zwischen den Fans und dem Sportler von den Marktkräften und deren Logik bestimmt wird.
Der Mann hat recht. Aber eine Sorte von Vermarktern hat er vergessen (siehe unten). Der sagt, ein paar Seiten weiter vorne in der gleichen Zeitung:
Im Fussball vertragen sich alle, Arm und Reich. Im Fussball haben wir auch keine Glaubensdiskussionen. Fussball verbindet.
Einer von den beiden irrt sich.


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Abt. bei Geburt getrennt - heute: ...


Ach, schau halt selber: Die Ähnlichkeit ist einfach verblüfffend! Drum raten wir dem Blattmacher vom Blick am Abend dringend, vorläufig einen weeeeiten Bogen um Biel zu machen, bis der Mann rechts auf dem Bild gefasst ist! Sonst stürzt sich plötzlich ein wildgewordener Mob oder eine schwerbewaffnete Sondereinheit auf ihn, der von der Welt nicht viel mehr wollte, als seine Ruhe vor ihr! Oder ist es doch der links im Bild? Siehst Du, jetzt kann ich die zwei schon selber nicht mehr unterscheiden! (Ein Scherz! Es ist nur ein Scherz! Vielleicht ein schlechter und geschmackloser, zugegeben. Aber nur ein Scherz!)

© by Thomas Benkö & 20min


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Abt. Qualitätsjournalismus II


Die beste aller Basler Tageszeitungen aka BaZ ist die beste aller Basler Tageszeitungen, weil sie heute schon weiss, was morgen verkündet wird, und auch schreibt, warum sie das weiss. So zum Beispiel die Tatsache, dass das 50-Meter-Becken im Joggeli-Schwimmbad nicht überdacht werden wird:

"Dies werden an der morgigen Pressekonferenz der Schwimmverein beider Basel sowie die Sportämter Basel und Baselland vekünden. Die BaZ wusste das schon vor diesem offiziellen Termin. Regierungsrat Christoph Eymann (LDP) hatte es in einem informellen Gespräch mit der BaZ erwähnt.
In einem informellen Gespräch, das nun jetzt nicht mehr so informell ist, obschon:
"Das Sportamt wollte die Geschichte nie bestätigen und vertröstete auf die offizielle Medienkonferenz."
Und morgen lesen wir vielleicht, warum genau auf die Überdachung verzichtet wird.


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Abt. Qualitätsjournalismus – heute: das Publi-Interview


BaZ

Der Besten aller Zeitung hat viele Chefs. Im Verwaltungsrat sitzt unter bzw. neben anderen Bernhard Burgener, Präsident von Highlight Communication sowie CEO und Vorstandsvorsitzender von Constantin Medien. Wie man dem Exklusiv-Interview in der heutigen BaZ entnehmen kann, legt der "aussergewöhnliche Unternehmer" (BaZ) keinen Wert darauf, in der Zeitung zu erscheinen. Umso verdienstvoller, dass es der BaZ gelungen ist, ihn gleich für eine Doppelseite im ersten Bund zu gewinnen. Anlass für das hausinterne Publi-Interview ist der Start der "Geldfabrik" (BaZ) Champions League, die Burgener mit seiner Luzerner Agentur Team vermarktet. Burgener, der selbst einmal im Vorstand des FC Basel sass, dessen aktuelle Präsidentin bekanntlich die Constantin-Produktion "Das Parfum" mitproduziert hat, ist natürlich bekennender FCB-Fan. Ob all der Synergien, die der BaZ-VR, Constantin-Chef und Champions-League-Vermarkter in seinem beruflichen Alltag zu nutzen vermag, ist es nur naheliegend, dass ihn – und das hab ich jetzt nicht erfunden! – die BaZ-Interviewer fragen:

Warum investieren Sie nicht selber in eine Mannschaft, zum Beispiel in den FCB?
Das gehe aus geschäftlichen Gründen nicht, sagt Burgener, als Vermarkter der Champions League müsse er neutral sein. Da sieht man wieder einmal, wie eng es die Nichtbasler mit so genannten Verflechtungen sehen! Dabei könnte der FCB durchaus einen Fürsprecher in der Champions League brauchen. Ausserdem ist das mit der Neutralität, wie die BaZ derzeit eindrücklich demonstriert, immer auch eine Frage des Blickwinkels. Jedenfalls würde es einem von der BaZ anscheinend auch nichts mehr ausmachen, über einen Klub zu berichten, dessen Besitzer im VR seiner Zeitung sitzt. Wir sind doch alle eine grosse Familie!


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infamous for 8585 Days
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