Dienstag, 21. September 2010


Abt. Wohin mit dem Naturhistorischen Museum?


Das Gerippe muss zügeln und weiss nicht wohin

Eines sei gewiss, teilt die Basler Regierung heute mit: Das Naturhistorische Museum Basel muss weg:

Für das Naturhistorische Museum Basel soll aus räumlichen und betrieblichen Gründen in zehn bis fünfzehn Jahren ein neuer Standort gesucht werden. Diesen Grundsatzentscheid hat heute der Regierungsrat getroffen.
Doch wohin mit all den ausgestopften Tieren, Skeletten, Käferpräparaten, Labors und Ateliers, wohin mit den Millionen an Objekten, die eingelagert sind? Auf diese Frage weiss die Regierung keine Antwort. Denn die Heuwaage, die vom scheidenden Kulturabteilungsleiter Michael Koechlin als Ersatzstandort favorisiert worden ist, kommt nicht in Frage:
Nicht mehr im Vordergrund steht dabei die Heuwaage: Sollte sich im Zuge der Zonenplanänderung die Bebaubarkeit des Areals Heuwaage für eine Nutzung im öffentlichen Interesse ergeben, würde dem Projekt Ozeanium der Zoo Basel AG der Vorzug gegeben.

Ein synergetisches "Haus der Naturen" dürfte es also nicht geben, obschon der Zolli neuerdings von Kanton Basel-Stadt als eine Kulturinstitution behandelt wird.

Das Museum dürfte frühestens in zehn bis fünfzehn Jahren an einem neuen Standort wiederauferstehen. Dennoch sind dringliche Überbrückungsmassanahmen nötig, wie die Regierung schreibt:

Unabhängig vom Standortentscheid müssen möglichst bald neue Präparatorien und Werkstätten im Naturhistorischen Museum geschaffen werden, weil die bisherigen Einrichtungen den Hygiene- und Sicherheitsvorschriften nicht mehr entsprechen. Die neuen Werkstätten werden auch dringend benötigt, um die mit Spritzasbest belasteten Museumsräume zu sanieren.
Nun ja, billig dürfte das nicht werden. Aber vielleicht könnten wir ja bei der Standortsuche behilflich sein?

Wo soll das neue Naturhistorische Museum Basel zu stehen kommen?

Ergebnis

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Abt. Ausgegrabenes aus Eretria


Was ist das auf diesem Bild hier, das so gülden glänzet?

Jawohl! Es handelt sich um einen Büstenhalter. Ein klassisch-antikes Modell aus Eretria (das ist eine Stadt in Griechenland und NICHT ein Land am Horn des afrikanischen Kontinents). Ausgegraben wurde diese edle Teil von Schweizer ArchäologInnen, die seit den 1960er-Jahren dort am Buddeln sind.

Zusammen mit dem Nationalmuseum in Athen präsentiert nun die Schweizerische Archäologische Schule im Antikenmuseum Basel (UND Sammlung Ludwig, so heisst das Haus offiziell) unter dem Titel Eretria einen Überblick über die Grabungsarbeiten der letzten vierzig Jahre. Herausgekommen ist eine schmucke Ausstellung, die für einmal nicht mit den berühmten Glanzstücken, sondern u. a. mit antiken Alltagsobjekten jenseits von Sparta, Olympia und Athen sowie mit einem Einblick in die Stadt der heute Lebenden zu überzeugen vermag.

Tagesschau vom 26.04.2010

So hatte die Tagesschau des Schweizer Fernsehen über die erste Station der Ausstellung im Nationalmuseum in Athen berichtet.


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Abt. BaZille des (gestrigen) Tages


BaZ Da Niklaus anscheinend Johanns zweiter Vorname ist, mag es nur ein BaZilleli sein, irritierend bleibt die Niklausisierung des FDP-Bundesratskandidaten aber doch, wie unser gmerkiger Aussenposten in Arlesheim richtig feststellt.


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Montag, 20. September 2010


Abt. Schweizerisches Mittelfeld


Haben wir doch eigentlich immer gedacht: "Basel tickt anders". Dabei will die Stadt bzw. der Stadtkanton ja gar nicht anders ticken, sondern sich im "schweizerischen Mittelfeld" gütlich tun. Etwas genauer:

"Der Kanton Basel-Stadt ist bereits heute ein attraktiver Wirtschaftstandort. Die Wirtschaftsdelegation des Regierungsrats und die Präsidenten der Basler Wirtschaftsverbände wollen diese Standortqualität erhalten und weiter stärken. Zu diesem Zweck haben sie heute eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben, welche zum Ziel hat, den Kanton Basel-Stadt in den kommenden Jahren bei den Unternehmenssteuern ins schweizerische Mittelfeld zu führen."
Was heisst das? Der maximale Gewinnsteuersatz soll in mehreren Schritten von derzeit 22% auf 18% gesenkt werden. Die Regierung, die diese Mitteilung gleich zu dritt unterzeichnete (neben Finanzdirektorin Eva Herzog und Wirtschaftsminister Christoph Brutschin taucht als Gewerbejoker auch noch der Name des Erziehungsdirektors und ehemaligen Direktors des Basler Gewerbeverbandes, Christoph Eymann, auf), geht damit nach eigenen Angaben einen Schritt auf die bürgerlichen Steuersenker zu, während die Wirtschaftsverbände zugesichert haben sollen, dass sie darauf verzichten, ...
Forderungen bezüglich anderer steuerlicher Massnahmen bei juristischen oder natürlichen Personen zu stellen bzw. aktiv zu unterstützen.
Die Unternehmen sparen damit rund 165 Millionen Franken – nicht wenig Geld, das dem Kanton an Steuereinnahmen entgehen wird.


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Abt. Gesucht wird... - heute: Brief an Grundbesitzende


Der Hauseigentümerverband Basel-Stadt moniert in seiner Stellungnahme zur Zonenplanrevision in Basel-Stadt in den Schlussbemerkungen, dass der Kanton in seinem Brief an die GrundeigentümerInnen, die davon betroffen sein könnten, diese nicht über ihre Rechtsmittel aufgeklärt hat. Im O-Ton (Achtung, sprachholpriges Gelände!):

Wir begrüssen es sehr, dass die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, deren Parzellen von der Zonenplanrevision betroffen sind, schriftlich orientiert wurden. Da allerdings nicht alle Grundeigentümer weder rechtskundig noch im Besitze des Internets sind oder die Möglichkeit haben, die öffentliche Planauflage zu besuchen, wäre es zwingend erforderlich gewesen, im Orientierungsschreiben auch die Rechtsmittel aufzuführen. So, wie es nun versandt worden ist, erweckt das Schreiben bei den Empfängern den unzutreffenden Eindruck, es bestehe derzeit noch kein Handlungsbedarf mit der Folge, dass sie die laufende Rechtsmittelfrist verpassen und ihrer Rechte verlustig gehen. Den wenigsten Betroffenen ist oder war es bewusst, dass und welche rechtlichen Möglichkeiten Ihnen offenstehen.
Haben wir im Publikum vielleicht jemanden der oder die einen solchen Brief erhalten hat und uns den per Foto / Scan o.ä. zugänglich machen könnte? Irgendwie pikant, was der Kanton da fabriziert hat, um sich möglichst wenig Scherereien einzuhandeln. Dass er die Planauflage zudem in die Sommerferienzeit gelegt hatte, müssen wir wohl nicht noch extra erwähnen...


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Abt. Nicht verpassen! - heute: Lichtfeld


Draussen auf dem Dreispitz, da wo bald kulturell die Bärin abgeht - oder so - ist noch diese Woche zu sehen: Lichtfeld 2010! Ein paar Schnapsschüsse (sic!):


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Free the bertbow!


hurra! mein bogen wird aus der isohaft entlassen und mir morgen in lörrach, mitsamt pfeilen, feierlich von der reumütigen bundespolizei übergeben. von einer weiteren strafverfolgung meiner person wird abgesehen.


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Abt. Size matters - heute: Kleinbasler Kürbis-Contest


Inan G. und sein Gewinnerkürbis.

Wie es sich für Basels Familiengärtnerblog #1 gehört, publizieren wir die Resultate des Kleinbasler Kürbiswettbewerbs, dessen Gewinner gestern auf dem Matthäusmarkt gekürt wurden: Bewertet wurden sowohl Grösse und Gewicht der Kürbisse, aber auch Haut und Musterung. Der erste Platz ging an Inan Gürgöz für einen "Balkonkürbis, der farblich sowie von seiner Grösse und Kraft überzeugte". Platz 2 ging an einen "mittelgrossen Balkonkürbis mit ausgesprochen glatter Haut" von Flurina Manz. Rang 3 ging an Moritz Gossenreiter für das unten abgebildete Prachtsexemplar, an dem der selige Chabis-Aschi gewiss seine Freude gehabt hätte. Wir gratulieren!

"Sehr gesunder Hinterhofkürbis mit schöner Musterung" von Moritz. Fotos: Andrea Becker (!)

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Samstag, 18. September 2010


Abt. Drive-by


Winke, winke: Familie Tromboni driving by!


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Abt. Giezknäpper


Statt sich bei infamy einen ordentlichen Titel fürs Blatt zu holen, spart man sich lieber die paar Rappen und textet selber. Dabei verkündete der Chef-Verleger doch erst jüngst, die Medienkrise sei vorbei. Aber das Volk soll das letzte Wort haben. Stimmt also selber ab:

Welcher Titel gefällt?

Ergebnis

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Abt. What's my motherfucking name?


Der infamy-Beitrag über den Dreirosenbeschuss hat es in die PaZ geschafft, nicht nur online, sondern auch in die Printausgabe (siehe Ausriss). Samt "imfamy"-Bild …

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Freitag, 17. September 2010


Die Polizeieieieieieieiei ...


eurer geschätzter friedman wurde erneut opfer eines justizirrtums. wie einige von euch wissen, habe ich gelegentlich nichts besseres zu tun, als mit dem gewehr oder dem bogen rumzuschiessen. in der regel auf unbelebte objekte. zwecks erwerbs eines wertvollen, gebrauchten black widow jagrecurvebogens, begab ich mich vorgestern nach freiburg im breisgau. nach der übergabe des bogens wartete ich am bahnsteig auf meinen zug. plötzlich sah ich mich von fünf zivilpolizisten mit waffe im anschlag umzingelt, musste den bogen «gaaanz langsam» auf den boden legen und mich, die hände hinter dem kopf, hinknien. als ich die d*%&en darauf aufmerksam machte, dass ein bogen ein sportgerät und keine waffe sei und sie mich gefilzt hatten, wurde der ton etwas freundlicher und von einer fesselung abgesehen. statt in den gerade abfahrenden zug geleiteten mich die jungs auf die wache der bundespolizei. dort schmorte ich mal wieder ein paar stündchen, bis mir endlich einer der schwabencops eräuterte, jemand hätte telefonisch behauptet, ich hätte ihn mit dem bogen gedroht und wollte ihn umbringen.

nachdem ich die fassung wiedererlangte und meinerseits gegenanzeige wegen übler nachrede etc. stellte glaubten mir die leute dann auch, dass ich keine gefahr für die öffentlichkeit sei und liessen mich auf den letzten zug sprinten. allerdings ohne bogen. den würde ich dann schon wiederkriegen. die genauen formalitäten würden telefonisch geklärt. jetzt ist es aber so, dass alle nummern, die mir die leute schriftlich gegeben haben und auch die nummer aus dem internettelefonbuch ungültig sind. wie zur hölle soll ich an meinen bogen kommen? zum vergleich: die black-widow hat etwa einen stellenwert, wie fuzzys völlig überbewertetes tomac-bike. und jetzt will ich ein lob, weil ich nicht das böse b-wort geschrieben hab.


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infamous for 8585 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
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