Montag, 22. November 2010


BaZ sabotiert


Zahlreiche (noch-)BaZ-Abonnenten schauten heute Morgen vergeblich in den Briefkasten. Unbekannte haben mehrere 1000 Exemplare für die Frühzustellung entwendet. Ausserdem wurde die Lieferung der Zeitung durch angekettete Verteilwagen verhindert, respektive verzögert.


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Abt. Der Onlinereporter äussert sich


Der Erfinder des Online- und Recherchejournalismus äussert sich im "Tages-Azeiger" zu alfälligen Alternativpublikationen zur "Basler Zeitung und erinnert sich:

Unentwegte lancierten vor knapp 20 Jahren in Basel das Projekt «Neue Zeitung». Es scheiterte nach zwei Probeausgaben kläglich – an Geldmangel.
Die "Neue Zeitung" scheiterte aus Geldmangel. Das stimmt. Ob das kläglich ist, sei dahingestellt. Aber zwei Probenummern waren es nicht. Es gab nur eine. Aber keine schlechte, wie sich viele hier auf infamy Schreibende wohl noch erinnern werden.


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Abt. Stadtentwicklung - heute: Erlenmatt = St. Pauli


Das Milieu dränge in die Wohnquartiere, titelt die basellandschaftliche heute. Unser aller Thomas "in 50 Jahren leben wir alle in citynahen Wohntürmen" Kessler wird zitiert:

Bereits 2002 verfasste das Basler Büro für Angewandte Sozialforschung und Entwicklung ein Empfehlungsgutachten zum Thema «Rotlichtmilieu, Wohnquartiere und Stadtentwicklung». Dessen Erkenntnisse gelten laut Kessler auch heute noch: «Auf politischer Ebene muss man die Einschränkung der Gewerbefreiheit prüfen. Eine Alternative wäre auch, dass der Staat Bordelle ausserhalb der Wohnquartiere finanziert», wird der Stadtentwickler konkret. Dies könnte auch den Kampf gegen schlechte Arbeitsbedingungen der Prostituierten unterstützen.
Die Studie haben wir tatsächlich im Internet gefunden. Hier das backup davon:Gutachten_Rotlicht (application/pdf, 270 KB) . In dem Zusammenhang erlauben wir uns, an die infame Idee zu erinnern, die wir hier vor 5 Jahren bereits in die Runde warfen: Macht Erlenmatt zu St. Pauli!


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Abt. Tito Tettamanti sagt ab


Er hätte heute Abend in der Uni Basel auf Einladung der Statistisch-Vokswirtschaftlichen Gesellschaft Basel über "Mediokratie – Die Macht der Medien: eingebildet oder real?" sprechen sollen. Ein wahrlich aktuelles und brisantes Thema, zumal es sich beim Vortragen um den BaZ-Mehrheitsaktionär Tito Tettamanti gehandelt hätte. Doch der Tessiner Medieneinkäufer hat das Gespräch abgesagt. Wegen Angst vor zuviel Aufmerksamkeit.


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Sonntag, 21. November 2010


Abt. Lohndiskriminierung - heute: bei Novartis II


Vorgestern Freitag fand in New York ein letztes Hearing statt zur Lohnsammelklage gegen Novartis (infamy berichtete). Das Wall Street Journal vermeldete danach, die Richterin werde sehr wahrscheinlich kommende Woche ihre Zustimmung zu dem Vergleich geben. Novartis wird demnach voraussichtlich 152,5 Millionen Dollar an 6'200 ehemalige und derzeitige Angestellte bezahlen. Gemäss der NY Times lautete der Vorwurf der Klägerinnen, für gleiche Arbeit habe Novartis Frauen einen tieferen Lohn bezahlt und sie bei Lohnerhöhungen und Beförderungen diskriminiert, insbesondere wenn sie ein Kind erwarteten. Ob Frauen auch diskriminiert werden bei den vergangene Woche ziemlich unbemerkt angekündigten Abbauplänen von Novartis, war nicht in Erfahrung zu bringen... In der PR-Newspeak ist Abbau natürlich "Wachstum":

Novartis unveils long-term strategy to grow in a dynamically changing healthcare environment
Update 08:30 - Novartis dementiert: Statt eigene Stellen zu streichen, prüfe man deren "Auslagerung". Die BaZ nennt als Beispiel für diese Art "Effizienzsteigerung" (BaZ-Wording) das Beispiel Hüningen: Die Zäpfchen- und Sirupfabrik dort habe Novartis an Delpharm verkauft, die hätten alle 218 Leute übernommen, und lieferten jetzt an Novartis. Natürlich zu tieferen Preisen. Aha. Der Direktor von metrobasel war leider nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, ob er bei seiner Prognose von plus 50'000 bis 80'000 Arbeitsplätzen in der Region Basel bis 2020 die von Roche und Novartis und BASF Entlassenen schon abgezogen habe.


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Abt. Staatsbürgerlicher Unterricht


Link to classroom


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Abt. Die Sonntagspresse bleibt am Ball


Die "NZZ am Sonntag" hatte die ganze Geschichte um Blocher und "Basler Zeitung" am letzten Sonntag publik gemacht. Heute setzt die Sonntagspresse nach. Die "NZZ am Sonntag" berichtet, dass Blocher schon beim Kauf der Zeitung durch Wagner/Tettamanti beteiligt war, und dass dessen Einfluss nicht so unbedeutend sein soll wie das Herausgeberberduo und Chefredaktor Markus Somm behaupten:

"Christoph Blocher ist nicht erst seit kurzem für die «Basler Zeitung» tätig, wie das deren Besitzer suggerieren. Der SVP-Stratege war bereits involviert, als Tito Tettamanti und Martin Wagner das Medienunternehmen im letzten Februar kauften. Damals überprüfte Blochers Firma Robinvest die finanzielle Situation der «Basler Zeitung», wie Recherchen der «NZZ am Sonntag» zeigen. Seither steigt Blochers Einfluss in der Mediengruppe kontinuierlich. So erfolgt das monatliche Reporting über die finanzielle und personelle Situation der Zeitung spätestens seit letztem Juli an die Robinvest. Zudem führt Blochers Firma Strategieseminare für die «BaZ»-Verantwortlichen durch.

Die "Sonntags-Zeitung" mutmasst, dass die Tage von Martin Wagner als Verleger der BaZ gezählt sind:

"Das Auftreten Blochers dürfte Martin Wagner endgültig die Augen geöffnet haben, dass er nur noch als Galionsfigur gebraucht wird. Und weil niemand mehr daran glaubt, dass Tettamanti/Blocher/Somm für eine unabhängige Zeitung für Basel «mit nationaler Ausstrahlung» stehen, kann sich Wagner jetzt einen ehrenhaften Abgang verschaffen: als Wahrer der Basler Interessen gegenüber den nationalkonservativen Machtansprüchen von aussen."
Der "Sonntag" weiss, dass Tettamanti und Somm den Rechtskurs der "Basler Zeitung" personell zu untermauern wissen:
"Mitten in den Wirren um Christoph Blochers Beratungstätigkeit für die «Basler Zeitung» sickert eine weitere Personalie durch: Der frühere «Weltwoche»-Autor Eugen Sorg wird Textchef der «BaZ». Erstmals auf der Redaktion gesichtet wurde letzte Woche Max Frenkel. Ihn hat Chefredaktor Markus Somm als Kommentator verpflichtet."
In der gleichen Zeitung lässt Medienwissenschaftler Roger Blum das Belusconi-Gespenst spuken:
"Und bereits geht ein Gespenst um in der Schweiz – das Gespenst von Berlusconi. Silvio Berlusconi, studierter Jurist und Bauunternehmer, hatte in Italien zuerst ein Medienimperium aufgebaut, bevor er 1994 in die Politik ging, die Partei Forza Italia gründete und Premierminister wurde. Christoph Blocher, Jurist und Unternehmer an der Spitze der Ems Chemie, ging zuerst in die Politik und war Parteiführer, Nationalrat, Bundesrat, bevor er allenfalls ein eigenes Medienimperium aufbaut. In beiden Fällen geht es um eine Symbiose von politischer Macht und Medienmacht."

Auch Medienspezialist Peter Studer äussert sich zur Blocheriade. In der "Zentralschweiz am Sonntag" sagt er in einem Interview:

"Wie kommt das Unternehmen der «Basler Zeitung» dazu, ausgerechnet einen politisch derart etikettierten und ideologisierten «Berater» wie Blocher anzustellen, wo es doch ein Dutzend spezialisierte Mediensanierer gäbe? Ist da das Publizistische ausgeklammert, wie Blocher behauptet, obwohl Chefredaktor Somm auch zum – jetzt verschobenen – Sanierungsrapport bestellt war?

Nicht sehr viel Neues erfährt man im "Sonntagsblick". Dort darf Christoph Blocher erneut eine Einflussnahme auf den Inhalt der "Basler Zeitung" dementieren.


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Abt. Die Bewegung bewegt


Basel will offensichtlicht eine Publikation zusätzlich zu den vorhandenen Publikationen:

„Verschiedene Privatpersonen aus Basel und Umgebung, denen die Meinungs- und Medienfreiheit ein wichtiges Anliegen ist, haben in einem ersten Schritt bachmann medien ag beauftragt, die Realisierung einer neuen Zeitung für Basel zu prüfen.

Geplant ist ein Medium im Eigentum seiner Abonnenten, das täglich online und wöchentlich in gedruckter Form erhältlich ist. Es soll parteiunabhängig sein, differenzierte Information und eine ausgeprägte regionale Forumsfunktion bieten.

Die Projektarbeit ist angelaufen. Weitere Initiativen und Interessengruppen für wirklich unabhängige Medien sollen nach Möglichkeit in das Projekt eingebunden werden.“

Nach gut unterrichteten Kreisen steckt hinter dieser dieser Initiative mehr als nur heisse Luft.


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Samstag, 20. November 2010


Abt. Basel for Dummies - heute: BN & NZ


Nachdem unser aller -minu (no shit, we love him!) unlängst BaZ-Chef Markus Somm den Basler "Daig" erklärt hat, erklärt ihm heute Daniel Wiener die Zeitungszwangsheirat von Basler Nachrichten mit National-Zeitung (nur ein Bruchteil online). Wir erinnern uns, Wiener hatte in der BaZ mal eine, nun ja, Kolumne unter dem Titel "unsere kleine stadt". Und als Christph B. Keller im Tagimagi Basel portraitierte als "Eine Stadt stirbt in Schöhneit", diagnostizierte Wiener empört "eine teilweise mediale Enteignung" der Region Basel und befand, es "wäre Aufgabe der Medienpolitik beider Basel, Strategien für die Rückeroberung der medialen Autonomie und Ausstrahlungskraft unserer Region zu entwerfen". Die Forderung verhallte zwar ungehört, aber dafür ist jetzt, 5 Jahre später, vielleicht sein Moment gekommen? Er kann heute immerhin in der BaZ ein langes, auf der Frontseite gross angerissenes Bewerbungsschreiben platzieren. Er schreibt u.a.:

Wahrscheinlich könnte der BaZ nichts Besseres passieren, als wenn aus der Bewegung www.rettet-basel.ch tatsächlich eine neue publizistische Kraft in der Region entstünde (ich mache mir aber keine Illusionen). Damit wäre das Fusionstrauma endgültig getilgt und der professionelle, journalistische Wettbewerb würde in den Vordergrund treten. Es geht nicht darum, das Rad der Zeit zurückzudrehen, sondern um etwas Grösseres: Es geht um die Wiedereinführung der Marktwirtschaft auf dem publizistischen Platz Basel. Das ökonomische Rezept dafür habe ich nicht in der Tasche, das Geld auch nicht. Aber vielleicht möchten die Personen, die als zukünftige Käufer des sauber ausfiletierten BaZ-Mantels ausersehen sind, schon heute mit ihrem Hobby beginnen – und wer weiss, vielleicht wird es zum Geschäft.
Will der gefühlte Grünliberale Wiener Chefredaktor der Wochenzeitung nach Bachmanns Konzept werden (beim Unverlinkbaren steht, es gäbe sowas)? Wie fänden wir das denn?


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Abt. Amok-Publizistik - heute: blick.ch


Gabriela Battaglia, "Blick-Reporterin", hat einen langen Trackrecord von Hetzartikeln. Aus ihrer Küche erstaunt solches Zeug nicht. Aber Sandro Inguscio? Der hat erst grad das MAZ absolviert. Bringt man den jungen Leuten dort bei, dass solche "Polls" heute dazugehören? Stell Dir vor, Du bringst Dich in U-Haft um. Und noch bevor Deine Leiche ganz kalt ist, macht blick.ch die Umfrage, ob es OK ist, dass Deine Bewacher so geschlampt haben. Wieviel dreckigen Zynismus braucht es, um sich diese Frage und die Antworten auszudenken - und dann noch online zu schalten? Zu solcher Amok-Publizistik applaudiert wohl der ganze Blick-Newsroom!


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Freitag, 19. November 2010


Ein Koffer voller Fragen


Terrorgefahr Vor einem Flug nach Deutschland wird in Namibia ein Bomben-Dummy gefunden - und keiner will`s gewesen sein. Die Deutschen nicht, die namibischen Behörden nicht, Air Berlin nicht. Eine Spur führt in die USA. Eine kleine Sicherheitsfirma in Kalifornien behauptet, die Attrappe gebaut zu haben. Doch wer hat den Koffer platziert?


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Abt. Ohne Worte – heute: BaZ


So gespannt haben wir auf die letzten Neuigkeiten gewartet, und jetzt das:

Die Redaktionskommission der Basler Zeitung hat sich heute Nachmittag mit Verleger Martin Wagner zum Gespräch getroffen. Martin Wagner nahm Stellung zur Forderung der BaZ-Redaktion, das Beratungsmandat der von Christoph Blocher präsidierten Firma Robinvest unverzüglich zu beenden und öffentlich zu garantieren, dass Christoph Blocher in keiner Art und Weise in die Basler Zeitung involviert ist. Über den Inhalt des Gesprächs wurde Stillschweigen vereinbart. Die Redaktion wird sich nächste Woche zum weiteren Vorgehen äussern.
Warten wir halt weiter. Oder?


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