Freitag, 25. März 2011


Abt. Rappenspalter – heute: Apple



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Abt. Die "Basler Zeitung" und die Sozialstaatphobie


Der Chefredaktor Markus Somm will ihn ja nur auf ein absolutes Minimum zurückfahren, jetzt aber darf sich in seiner Zeitung jemand zu Wort melden, der den Sozialstaat gleich ganz abschaffen möchte. Dieser Jemand ist Peter Ruch, evangelisch-reformierter Pfarrer von Küsnacht, einer der wenigen Landeskirchler, der sich öffentlich für ein Minarettverbot starkgemacht hatte. Dieser Peter Ruch nun darf in einem Artikel, der nicht als Gastbeitrag, nicht als Kommentar oder so gekennzeichnet ist, Folgendes kundtun:

"Der Sozialstaat ist Opium fürs Volk. Nach dem Vorbild der Heroindealer sorgen Sozialdealer dafür, dass sie genügend abhängige Klienten haben."
Und nicht nur der Sozialstaat wird gebrandmarkt, auch die Bildung:
"Auch Bildungsdealer machen möglichst viele Menschen von sich abhängig.
Bildungsdealer? Ist dieser Gottesmann von Gott verlassen? Irgendwie schon. Denn wie sonst kann jemand so etwas schreiben:
"Nicht die Zuwanderung und Kindererziehung muss man regulieren, sondern den Sozialstaat abschaffen. Sobald Ausländer, die ohne Unterstützung nicht durchkommen, auf eigene Kosten wieder zurückkehren müssen, geschieht Integration ganz von selbst."
Und weiter geht's in diesem (Un-)Sinne:
"Ohne Sozialstaat wäre jedermann auf Rücksicht und Integrität bedacht, weil man täglich in eine Lage geraten kann, in der man den Beistand anderer braucht. Wer würde da noch öffentliche Räume verwüsten oder Mitmenschen anpöbeln? Integrität ist der Stoff, aus dem die Integration gemacht ist. Deshalb ist der Abbau des Sozialstaates ein Gebot der Ethik."
Abbau des Sozialstaats als ein Gebot der Ethik? Solche Worte erinnern mich an einen anderen Pfarrer, Blocher mit Namen. Nur dass der nicht offiziell in der "Basler Zeitung" schreibt. Noch nicht wohl leider.


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Abt. Happy Birthday – heute: Mr. Spock


Mr. Spock wird heute 80. Das Ständli bringt ihm Cpt. Kirk.

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Eat sheeit


Ueli Maurer, Swiss Defence Minister, tagesanzeiger.ch, 25.03.2011

Arnold Gundersen, energy advisor with 39-years of nuclear power engineering experience, 23.03.2011

***

One of the two will soon have to

methinks.

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Donnerstag, 24. März 2011


Abt. fröhliche Wissenschaft - heute: SystemsX


SystemsX: Das ist dort, wo sie für 200 Millionen Franken u.a. rausfinden, dass Testosteron Frauen nicht bitchy macht. Echt! Das geht so: In der Abteilung "Neurochoice" werkeln u.a. Neuroökonomen, Verhaltensforscher und Hirnspezialisten zusammen. Die wollen die neuronalen, molekularen, zellulären Grundlagen finden dafür, warum Du Deine Biersorte magst. Oder SVP wählst. Ungefähr. Oder auf elektrisch:

Neurochoice is an interdisciplinary project, which proposes a multi-level study for tracing the synaptic and neuronal mechanisms underlying decision-making.
Unten auf der Seite, wo das steht, ist der Hinweis auf eine Mitteilung über ein Resultat aus dieser Küche. Titel:
Testosterone does not induce aggression (2009) - New scientific evidence refutes the preconception that testosterone causes aggressive, egocentric, and risky behavior.
Da steht in der deutschen Version des Communiqués:
Das Vorurteil, Testosteron bewirke beim Menschen aggressives, selbstbezogenes und riskantes Verhalten, wird durch neue Experimente widerlegt. Die Studie der Universitäten Zürich und Royal Holloway London beweist an über 120 Versuchspersonen: Das Sexualhormon mit dem schlechten Ruf kann faires Verhalten fördern, wenn dies dazu dient, den eigenen Status zu sichern. (...) Versuchspersonen mit künstlich erhöhtem Testosteronspiegel machten durchgehend die besseren, faireren Angebote als diejenigen, die Scheinpräparate erhielten.
Hast Du's gemerkt? Erst fällt es gar nicht auf, aber beim zweiten Blick siehst Du: Da ist nur von "Menschen" die Rede. Männer? Frauen? Es geht um Testosteron, es geht um Verhalten, aber es wird nicht differenziert? Respektive, es wird nicht deklariert, wie das Geschlechterverhältnis unter den "Versuchspersonen" war? Auf den dritten Blick wird ersichtlich, warum. Im "Letter" in "Nature", worauf die Jubelmeldung der Unipresseabteilung sich bezieht, lesen wir im Lead:
Here we show that the sublingual administration of a single dose of testosterone in women causes a substantial increase in fair bargaining behaviour, thereby reducing bargaining conflicts and increasing the efficiency of social interactions.
Mit Betonung auf "women". Im Artikel, den's hier ohne Paywall gibt, erfahren wir schliesslich, warum genau 0 Männer bei den Testosteronverhaltenstests einbezogen wurden:
We only recruited women because the parameters (quantity and time course) for inducing neurophysiological effects after a single sublingual administration of 0.5mg of testosterone are known in women (21), whereas these parameters are unknown in men.
Der Satz ist so schräg, man kann ihn kaum übersetzen: Weil bei Frauen die Parameter (Menge und zeitl. Verlauf) bekannt sind, um mit einer Einmaldosis von 0,5mg Testosteron unter die Zunge neurophysiologische Effekte hervorzurufen. Und Fussnote (21) verweise auf den Beleg dafür. Fussnote (21), die irgendwie der Grund sein soll, warum die Untersuchung im Rahmen von SystemsX nur Frauen auf ihre Reaktion auf Testosteron testete, verweist auf den Artikel "Time course of effects of testosterone administration on sexual arousal in women". Dort berichten Holländer davon, was mit der Vagina von 8 Frauen auf Testosteron (oder auf Placebo) passierte, als sie ihnen Pornos zeigten. Soviel zu Fussnote (21). Aber warum in der Pressemitteilung der Uni Zürich unterschlagen und verheimlicht wird, dass keine Männer an den Tests teilnahmen, und nur von "Menschen" die Rede ist, erklärt das auch nicht. Und soll mir jetzt niemand mit der Genderkeule kommen!


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Abt. Himmel überm Claraplatz


Und hier auch gleich noch die Prognose von 468 und Meteomedia für morgen:

Wetter Fr//Jura+Basel: Wieder ein Frühlingstag mit viel Sonnenschein und nur lockeren Schleierwolken. Höchstwerte meist 13 bis 17, am Rhein bis 20 Grad.

Bestellbar ist die tägliche Prognose für Basel übrigens mit WETTERBS START an 468

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Thorium statt Uran - LFTR ?


Die Uran Industrie hat 60 Jahre lang Kohle mit Waffen gemacht; es wird Zeit die heutigen Reaktoren in Museen zu verwandeln und endlich dort zu investieren wo das Geld schon längst hätte ankommen sollen: Liquid Fluorid Thorium Reactor - LFTR

Wenn ich's richtig verstehe, dann gilt: Es gibt 4x mehr Thorium als Uran in der Erde. Es braucht 1/30 an Brennmaterial um dieselbe Menge an Energie zu erzeugen wie mit angereichertem Uran. Es lassen sich keine Bomben bauen und das Zeug kann nicht überhitzen bzw. explodieren. Es fallen von der relativ kleinen Menge Brennmaterial nur 17% radioaktiver Abfall mit relativ kurzer Halbwertszeit an, der nach 300 Jahren Lagerung praktisch unbedenklich sei - was doch ein signifikanter Unterschied zu den 10'000 Jahren Lagerung der herkömmlichen Technologie ist.

Die Chinesen & Inder sind uns da schon Längen voraus; vielleicht erklärt mir mal jemand was daran schlecht ist oder warum im Westen kein Hahn danach kräht?


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Abt. Edle Tropfen – heute: von Sunrise


Ist schon ein Weilchen her, dass ich meinem Ärger Luft gemacht hab. Exakt sechs Wochen, um genau zu sein. Aber zwei Pullen Woi vermögen mich ja stets zu trösten. Über den Fail, dass Sunrise keine Warnung verschickt, wenn du deine Datenlimite ausgeschöpft hast, vermögen sie mich nicht hinwegzutäuschen. Da muss schon ein Kistchen her! Ich zittere:

Zurzeit werden unsere Kunden nach Erreichung der monatlichen Inklusivleistungen des entsprechenden Vertrags nicht per SMS informiert.
Was das eigentliche Gegenteil von dem ist, was mir der Sunrise-Mitarbeiter damals am Telefon erzählt hat. Der mir sogar noch versprochen hat, "die SMS-Warnung jetzt zu aktivieren". Was solls – proscht allerseits!


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Abt. vorher / nachher - heute: TagiMagi


vorher:

nachher:

eine nahezu vollständig linkbefreite Website, die nur noch wirbt für Apples verschiedene iDingens.


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Abt. Old School - heute: Google mach ein Heft


Think Quarterly heisst das neue, vierteljährlich erscheinende Magazin. Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema "Daten":


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Mittwoch, 23. März 2011


Abt. Mikropolitik - heute: "Steuersubstrat"


Zum 6. Mal in Folge macht Basel-Stadt Überschuss. 2010: 278 Millionen, wie heute mitgeteilt. Wir gratulieren Frau Herzog und ihrem Team! Die Nettoschulden hat der Kanton gleich um 600 Millionen auf 1,8 Milliarden runterfahren können. Die Einnahmen aus den Einkommenssteuern der natürlichen Personen sind um 200 Millionen hoch auf 1,4 Milliarden. Vermögenssteuern holte der Staat gut 20 Millionen mehr rein, insgesamt 263 Millionen. Das klingt doch alles ganz nett. Es fällt schwer, da irgendwo ein Haar in der Suppe zu finden, ausser man gehört zur Sekte der Nachtwächterstaat-Taliban. Die hocken vermutlich jetzt in der Zentrale des Gewerbeverbandes zusammen und brüten über einem neuen Argument, warum die Familiengärten unter Beton gehören. Denn das mit den fehlenden oder entgehenden Steuereinnahmen ist definitiv geplatzt. Wer weiterhin damit für "2 mal Nein" am 15.5. argumentiert, und darum eine Familiengartenfläche 50 mal so gross wie der Basler Marktplatz (die Zonenplanrevision will 200'000 m2 bebauen, der Marktplatz ist rund 4'000 m2 gross; rechne!) jenen wegnehmen will, die sie jetzt bestellen, macht sich angesichts der übervollen Staatskasse lächerlich. Der bedient lediglich die egoistischen Partikularinteressen von Immobilienhaien und Baulöwen. Und die Bevölkerungszahl ist übrigens ebenfalls weiterhin am Steigen. Auch so. "Ganz von alleine". Die Stadt entwickeln, sie weiter-, neu- und umbauen, ist Ok und sogar dringend nötig. Aber nicht auf der grünen Wiese! Es gibt genügend Alternativen. Finger weg von den Freiflächen! 2 X Ja am 15.5. zu Gegenvorschlag & Initiative! Stichfrage: à vous de choisir!

UPDATE Donnerstag: Der BaZ entnehmen wir, dass heute die Partei der Finanzdirektorin ihre Parolen fassen wird zum 15.5. Na dann sind wir mal gespannt, ob Tobit "NeinNein" Schäfer sich durchsetzen kann...


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Abt. Unterbrecherwerbung - heute: für t4lk.ch


#t4lk : 4 Nasen, die sich kurzschliessen und drauflosplaudern über Onlinezeugs. So ungefähr funktioniert t4lk.ch mit "Hansdampf in allen Gassen" Hannes Gassert, Reto "Internet Briefing" Hartinger, namics CEO Jürg Stuker und noch einem. Das ist die jüngste Ausgabe, in der es geht um: NATEL data premium, Bandbreite Internet-Zugang weltweit, FON, AGB Cablecom, AT&T Buys T-Mobile for $39 Billion und mögliche Gründe, Do it yourself Telco: Village Telco, Openwireless.ch, Amazon Kindle Global 3G Coverage Map, Amazon Appstore für Android und die Klage von Apple, der erste Tag von Firefox 4 (in der Zwischenzeit über 2,5 Mio. Downloads), Current State of HTML 5 Forms, Argumente von Microsoft für IE9, Paul Rouget gegen IE9, Java Script Benchmark für IE9, Joiz TV, Paywalls bei der NYT, ICT Investor’s Day in Zürich im Dezember, Eventreihe in Basel für Webentwickler, Anwender, IT-Unternehmer, Forscher und sonstigen Web-Interessierte www.webilea.ch


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infamous for 8580 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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Basel
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Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
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