Mittwoch, 25. Mai 2011


Abt. Schöne Aussicht – Heute: Voltamatte


Eine Petition fordert die Umgestaltung der Voltamatte zum Parkplatz für Novartis-Camper. Auf einem Flugblatt lesen wir:

"Willkommen auf der oberirdischen Autobahnraststätte Basel Nord."
Ja. Und langsam wird's ernsthafter: Von den Expansionsplänen der Novartis ist die Rede (auf dem Freistaatgelände des Pharmariesen gibt es weitaus grössere Grünflächen als die Voltamatte). Und natürlich die Häuser an der Wasserstrasse, die der Kanton Basel-Stadt abbrechen möchte, und die langsam aber sicher zum Symbol des Widerstand gegen die Gentrifizierung von Basel 4056 werden.
"Auch sonst kommt rund um die sterilen Voltamittelbauten eher suizidales Lebensgefühl auf (...) Und immer wieder denknkst du, so jetzt ist aber Schluss, jetzt sind sie fertig mit billigem Wohnraum vernichten und für zahlkräftige ZuzügerInnen bauen. Du denkst, so die verdammte Nordtangente ist keine Baustelle mehr, ein bisschen wird ja schon dran sein sein mit Verkehrsberuhigung und so. Ist aber nicht so und war noch nie so, dass Strassen den Autoverkehr vermindern."
Das Aussichtstürmchen ist aber auch ein Zeichen des Widerstandes gegen die Umgestaltung der Voltamatte: Zwei Pappeln und sechs Linden seien der Spielplatzerweiterung bereits zum Opfer gefallen, monieren die Aussichtstürmchenbauer. Der Park werde aufgemotzt und vom Gestrüpp gesäubert, damit er als Vorhof des Novartis-Campus einen besseren Eindruck hinterlasse.
"Ende! Baupause! Die Voltamatte so, wie sie ist. sein lassen! (...) Wir haben genug vom stadtentwicklerischen Ordnungsfimmel"...
... wird gefordert.

Wie weiter? Vorerst wollen die Türmchenerbauer bleiben. Am vergangenen Wochenende gab es auf der besetzten Mattenecke auch bereits etwas Kultur. Etwas Musik, ein Openair-Kino. Wir bleiben dran.


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Dienstag, 24. Mai 2011


Abt. Happy welcome – heute: Economiesuisse


Voll up to date, unsere Patrons!

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Abt. @work – heute: Tree Huggers


"Bist du grad im Zoo?", fragte der Projektleiter aus Berlin gestern via Skype. "Nein, auf meinem Balkon", war meine Antwort. Das Vogelgezwitscher wurde auch heute morgen nur unwesentlich gestört. Denn die Jungs von baumpartner.ch machten sich an Nachbars Bäumen ausschliesslich mit Macheten und Handsägen zu schaffen. Nice job!


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Montag, 23. Mai 2011


Abt. public beta - heute: Das Magazin


Wir erinnern uns: Monatelang langweilte die Website des Magazins mit nichts weiter, als dieser lakonischen Botschaft: Jetzt, seit ein paar Wochen, begeistert dieselbe Site als - nahezu - linkfreiste der Welt und mit dieser Zusatzbotschaft: Who cares?


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Abt. Schöner neuer Meinungs-Trallala


Die "Basler Zeitung" hat es mit Kolumnen, Meinungspluralismus heisst das. Einmal dar der Vischer von Links, der Hubacher auch, viele andere Male dürfen andere das Zeitgeschehen von weiter rechts her beurteilen, und einmal pro Woche darf der Frenkel über alles seine Klosprüche ausbreiten. Aber nicht immer sind die Kolumnen auch als solche gekennzeichnet, etwa wenn Christoph Blocher sich als Feuilletonist betätigt oder andere Neoextremliberale, wie Pfarrer Ruch, den Sozialstaat dem Teufel einverleiben.

Das alles war dem Chefredaktor Markus Somm und seinem Ex-"Weltwoche"-Kumpan und heutigen BaZ-Textchef Eugen Sorg aber zu wenig präzis gebündelt, so dass die Zeitung ihre Kolumnenvielfalt jetzt neu auf zwei Seiten konzentriert. Ja und ausgebaut wird das Spektrum auch. Nach rechts ausgerichtet natürlich. So stösst neu auch "Weltwoche"-Aufklärer Hanspeter Born zu Somms Kolumnistentruppe. Und der Generalsekretär der Interpharma, Thomas Cueni, der heute sogar den Anfang machen durfte. Und er tut dies mit einem Text, der nicht den Eindruck erweckt, dass uns dieser Mann wirklich etwas von Belang mitzuteilen hat:

"Die Pharmabranche trägt heute mehr als ein Viertel zur nominalen Bruttowertschöpfung von Basel­Stadt und Basel­Landschaft bei. Weitsichtige, konsequente Manager haben aus der «Chemischen» Gesundheitskonzerne geformt. Diese leisten dank erfolgreicher Forschung nicht nur einen Beitrag zu besserer Gesundheitsversorgung, sondern sind auch der wichtigste Pfeiler für das wirtschaftliche Wohlergehen der Region. Freilich wurde auch Sorge zur Standortqualität getragen. Faktoren gibt es viele: ein traditionell guter und pragmatischer Dialog zwischen den Regierungen beider Kantone und der Industrie, die Qualität der Universität, Akzeptanz der Industrie und moder­ ner Technologien in der Bevölkerung, erträgliche Steuerbelastung, Anbindung an internationale Verkehrssysteme, Offenheit gegenüber dem Ausland und Ausländern."
Trarrari-Trarrara. Solche Sätze klingen sehr nach Interpharma-Imagebrochüre und danach, dass sich hier ein Mensch neue und vor allem eigenständige Gedanken zu etwas gemacht hat. Dagegen ist das, was uns -minu ein paar Spalten weiter rechts in seiner nun wirklich sehr gewohnten Art und Weise auftischt, hohe Literatur.

Chefredaktor Markus Somm wünscht uns "unterhaltsame und anregende Lektüre":

"Uns hat die Planung und Realisierung der neuen Meinungsseite Spass gemacht."
Nun, das ist doch schon etwas ...

Nachtrag

Also wenn das so weitergeht mit der Doppelseite "meinungen und profile", dann endgültig gute Nacht. Heute beweisen zum Beispiel gestandene Feuilletonisten (nicht Neo-F...), solche, die oft beweisen konnten, dass sie schreiben können, dass auch ihnen manchmal wirklich nichts Gescheites einfällt.


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Samstag, 21. Mai 2011


Abt. Jetzt isch's duss – heute: Woher Moritz Suter das Geld für die BaZ hat


"Vom Stammhaus …": Geschäftsergebnis der BZM.

Das ist doch mal ein Geschäftsbericht, den sogar ich lesen kann! Believe it or not: Neben dem Ergebnis der Stiftung «BaZ hilft» (Einnahmenüberschuss: Fr. 23 000.–) ist das die einzige Tabelle in dem 24 Seiten fassenden Werk. Dafür gibt es hübsche Aufsätze, etwa von Markus Somm:

Wir scheuen uns nicht, an dieser prominenten Stelle ein Porträt von Mike Shiva mit dem gleichen professionellen Ernst zu bringen wie die letzten Entwicklungen im Nahen Osten. Wir sind uns nicht zu schade, hier den Niedergang des männlichen Geschlechts zu diskutieren."
Und ein Interview mit Capt'n Mo, der mit Stumpen in der Hand vor einem Gemälde der Basler Nachrichten posiert und "Das Fehlen eines Team-Spirits" beklagt. Im Interview mit dem Inhaber erfahren wir endlich auch, woher die Kohle kommt, mit der er die Beste aller gekauft hat:
Die Situation ist klar. Die Mittel für die Übernahme der BZM-Holding stammen aus meinem privaten Vermögen. Ich habe damit ein Unternehmen gekauft, das weit über 100 Millionen Franken Schulden bei verschiedenen Kreditgebern hat.
Die älteren Leser erinnern sich vielleicht noch an die "Neue Heimat", die damals für eine D-Mark verkauft wurde. Vermutlich hat Herr Suter den Laden für einen symbolischen Schneck bekommen. Auch der scheidende Reko-Präsident Patrick Künzle darf im Geschäftsbericht auf einer knappen Spalte die Wirren um Tettamanti und Blocher schildern und endet mit der Feststellung:
Aus Sicht der Reko ist die Personaldecke der Redaktion derzeit zu dünn.
Ob die Sparmassnahmen, die dazu führten, wirklich viel bringen, darf allerdings bezweifelt werden. Dem Vernehmen nach gibt Chefredaktor Somm das knappe Geld derzeit mit beiden Händen aus, um verbliebene RedaktorInnen zu halten und neue an Bord zu holen.


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Abt. Reminder – heute: #spanishrevolution


Zur Erinnerung: Fünf Beiträge weiter unten wird gerade die #spanishrevolution live übertragen.


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Abt. Wer nid tailnimmt isch kä Basler


Reminder, morgen an die Anti AKW Demo in den schönen Aargau!


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Freitag, 20. Mai 2011


Abt. Alte Tante resp. infamily of Blogs


Ein Taucher der nicht taucht, taugt nichts. (Werner) infamily of Blogs


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Abt. Feuilletonist Blocher


Der Christoph Blocher mag Basel nicht, dafür aber die "Basler Zeitung". Dies, weil er in ihr so oft und prominent zu Wort kommt. Und die Basler Zeitung" mag Christoph Blocher. Weil sie ihr so oft und so prominent zu Wort kommen lässt. Nicht nur in ausgedehnten Interviews. Nein. Christoph Blocher ist richtiger Zeitungsautor. Er darf sich als Feuilletonist auch abseits der Gefilde des "gesunden Menschenverstands" tummeln. Er darf sich als Rechtsintellektueller im Sumpf eines zurechtgestutzten Geschichtsverständnisses suhlen.

Ich habe Blochers letzten Feuilletonbeitrag, eine offenbar als Buchbesprechung getarnte Ode an die abgeschottete Neutralität, nicht gelesen. Nur die Replik des Historikers Lucas Bukart. Nicht der erste Historiker, der dem BaZ-Feuilletonisten vorwirft, "zutiefst ahistorisch, anachronistisch und methodisch fehlerhaft gedacht" zu analysieren.


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Abt. Lachen oder weinen - heute: T4lk #4


Mit seinem Komposthaufen hat er uns monatelang angeödet, aber wenn er mal was Lustiges macht, verheimlicht patpatpat es uns: Von seinem Soundcloud-T4lk ist bereits die vierte Folge erschienen Besonders ulkig der Schluss, wo einer der Geeks gesteht, dass er das Amnesty-Inserat mit Victor Giacobbo auf Facebook nicht angeklickt habe, weil er den selben Wurm dahinter vermutete wie beim "Todesvideo von Bin Laden".


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Abt. #spanishrevolution - heute: "the end of government"


Paul Baran erfand in den 50ern das technische Prinzip des "packet switching", worauf die Netzarchitektur des Internet heute basiert. Er progonstizierte damals in einem Artikel, "packet switching" würde zum "end of government" führen. Wir hatten's hier vor fünfeinhalb Jahren mal kurz davon... Angesichts der Ereignisse jetzt u.a. in Spanien sei kurz daran erinnert.


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Abt. Keintunnel CH
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