Donnerstag, 17. November 2011


Abt. dünne Post - heute: Parzelle 1474


Christian "Sonntag" Mensch insinuierte bekanntlich unlängst ["wird favorisiert", "dem Vernehmen nach", "steht im Vordergrund", "die wohl stille Hoffnung": Journalismus war das alles keiner, sorry!], das derzeit beim Bauinspektorat liegende Baugesuch der Post könnte etwas zu tun haben mit dem Studioumzug von DRS in Basel. Recherchen von infamy haben jetzt allerdings ergeben:

Dem ist nicht so.
Darum geht es dabei tatsächlich:
Im Niveau 8 Restfläche wird der bestehende Boden abgebrochen, ein neuer Unterlagsboden sowie Bodenbelag eingebracht. In der Fassade werden zwei Fensterelemente demontiert und ein Windfang (spring leicht vor) als externer Zugang realisiert. Darüber hinaus wird diese Fläche nach allen Seiten brandschutztechnisch abgeschottet. Alle diese Massnahmen dienen einem evtl. Fremdmieterbezug.
Die Baukosten werden im Baugesuch mit Fr. 990'000.- beziffert. Und der "Fremdmieter" wird voraussichtlich die Firma Straumann sein mit ihrer Logistikabteilung. Letzteres hätte Herr Mensch mit 1 Telefonat an unsere Journalistenkollegen, die in dem Gebäude arbeiten, rausfinden können... links: Baukosten, rechts: glepante Arbeiten P1030313P1030274 Die Fläche ist überdies mit gut 2'000m2 viel zu klein für die Rasselbande von SRF. P1030275 Warum allerdings die Post das Häkchen bei "Asbest / Spritzasbest" im Fragebogen des AUE nicht gesetzt hat auf die Frage
Befinden sich in den abzubrechenden Objekten, resp. auf der Parzelle gegenwärtig noch Sonderabfälle im Sinne der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) vom 22. Juni 2005, wie z.B.:
verstehe ich nicht ganz, denn... Ob allerdings SRF nicht vielleicht doch in das Gebäude zieht, aber in einen anderen Teil, das muss natürlich offen bleiben, bis die entsprechenden Gremien ihren Entscheid gefällt und kommuniziert haben.


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Abt. Leserservice


Am Samstag beginnt die Badesaison in Kleinhüningen: Das Schulschwimmbad steht der Allgemeinheit jeweils samstags und sonntags offen. Details hier: Hallenbad_Kleinhuenigen_Flyer (application/pdf, 227 KB)


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Mittwoch, 16. November 2011


Abt. Stellenausschreibung - heute: NASA-AstronautIn


No joke, Barbara! Jetzt suchen sie wirklich! <a href="www.usajobs.gov" target=_blank">Da ist das Inserat (Ausschreibung startete gestern und läuft bis 27.1.2012; Ausbildungsbeginn: Juni 2013), und hier kommt das Promovideo:

(via DLR)

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Abt. dicke Post - heute: Parzelle 1474


Christian "Sonntag" Mensch hat recherchiert und rausgefunden: Studio Basel Umzug Ein Blick ins Kantonsblatt vom 9.11. bestätigt, was ihm "Die Post" bestätigt hat. "Sie" hat ein Baugesuch eingereicht für den Bau über und neben den Geleisen auf Parzelle 1474: Post Basel Baupublikation Wer's nicht grad vor sich sieht, dabei handelt es sich um diesen da:

Ein Besuch beim BVD steht, schon wieder, an!

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Abt. Mikropolitik - heute: Planauflage, 2. Akt


Als Teil dieser über 250 Einsprechenden...


Einsprechende auf einer größeren Karte anzeigen

...hatten wir, wie vermeldet, separat eine Einladung zur Einsicht in die Unterlagen erhalten. Jetzt sind sie seit heute online für alle (und an der Rittergasse 4 physisch einsehbar): Die Materialien der 2. Planauflage zur Zonenplanrevision in Basel-Stadt. Wem etwas liegt an der mittel- und langfristigen raumplanerischen und städtebaulichen Entwicklung der Stadt am Rhein, kommt wohl um eine Einsichtnahme und Meinungsbildung nicht herum... Man beachte insbesondere die Rechtsmittelbelehrung! Auch in der 2. Variante ist es so, dass ihr Garten auf dem Milchsuppeareal platt gemacht werden soll:

Der WWF war mal wieder am schnellsten mit der detailierten Beurteilung: WWF-Stellungnahme (application/pdf, 30 KB) . Als Steilvorlage sehr interessant. Merci! Hier übrigens das offizielle Communiqué der Regierung in der Angelegenheit.


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Abt. Geili Kääre


Ist das der Kaare, der alle Parkplatzprobleme aus- bzw. wegräumen kann? Oder dient der Frontschutz dazu, Lackschäden bei der Kollision mit Velofahrern oder strassenüberquerenden Kindergärten zu vermeiden? Wir wissen es nicht so genau.

Aber wir sehen, dass der Kaare zu ISS gehört. ISS ist eine internationale Firma für Facility Services. Die Bandbreite ihrer Dienstleistungen ist gross. Dazu gehört u.a. "Parkflächen Services":

"Ein professionelles Konzept für Parkplätze und Parkhäuser hat auch in finanzieller Hinsicht einige sehr interessante Aspekte. Denn es umfasst die Kontrolle der Personal- und Besucherparkplätze, die Anzeigenerstattung der fehlbaren Benutzer, die Verwaltung der Nachzahlungsgebühren und das Handling der Geldautomaten."
Schädlingsbekämpfung, Security Services, Tunnelreinigung und ...

... viele Sachen, für die es halt so einen Kaare braucht. Oder nicht?


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Dienstag, 15. November 2011


Abt. @democracynow - heute: live von #ows Räumung



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Montag, 14. November 2011


Abt. Feierabendmusik - heute: Tom Waits


Endlich eine adäquate Antwort auf Jagger & Richards!

"Satisfied" ab seiner neuen Scheibe "Bad as me".

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Abt. Kunstmuseum Basel ganz neu


Warum guckt der Harlequin so traurig drein? Es könnte die Aussicht auf grosse Einsamkeit sein. Denn nächstes Jahr beginnt das Kunstmuseum Basel, wo er daheim ist (bzw. sein berühmtes Original von Picasso, das die Stadt Basel 1967 in einer Aufsehen erregenden Aktion aufgekauft hat) mit dem Bau des schmucken Erweiterungsbaus auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Dort sollen ab 2015 die publikumswirksamen Sonderausstellungen stattfinden, während das Mutterhaus aus dem Jahr 1936 zu seiner ursprünglichen Funktion – zum Hort der Sammlung – zurückgeführt werden soll. Konkret wird rund um den Picasso die Sammlung bis 1950 ihren festen Platz haben.

Ebenfalls das Haus wechseln wird der Shop, während das Ticket-Office in den Eingangshof des Altbaus zügeln wird, wo sich ja bereits das Museumscafé befindet. Es sind also allein die alten Bilder, die künftig Quote machen müssen.

Nun denn. Kunstmuseumsdirektor Berhard Mendes Bürgi beruhigt: "Die weltberühmte Sammlung mit den Holbeins und Picassos wird schon noch den einen oder anderen Besucher anlocken." Wird sie sicher. Aber das Gros der Menschen wird wohl den Neubau bevorzugen. Denn neu ist chic. Wie auch das "Sonder" hinter "Ausstellung" mehr Anziehungskraft hat als das Altehrwürdige. Das musste das Kunstmuseum Basel auch bereits bei seiner Konrad Witz-Ausstellung erfahren. Rund 30'000 Besucher sahen die wunderbare Schau rund um den bedeutenden alten Basler Meister. Zur gleichen Zeit pilgerten weit über 100'000 Besucher zur Wien-Ausstellung in die Fondation Beyeler, die, sagen wir es mal so: eher austauschbar war.

Das soll nun aber die Vorfreude auf den Neubau nicht allzu sehr trüben. Gut für die Sammlungswerke ist letztlich nämlich, dass sie künftig nicht jedes mal weggeräumt werden müssen, um einer Sonderausstellung Platz zu machen. Und schön kann es doch auch sein, den wunderbaren Meisterwerken der Kunstgeschichte in aller Ruhe gegenüberstehen zu können.


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Freitag, 11. November 2011


Abt. Tiere essen - heute: Bolzenschuss


"Einstein" von SF war gestern im Schlachthof in Hinwil (nicht in Basel) und hat ein Rind von der Weide zum Bolzenschuss (Bild) zum Schnitzel verfolgt. Sekunden danach: Minuten später:


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Abt. Angst vor den Stadt-Chauvis


Au ja!, freute ich mich. Endlich bekomme ich die Gelegenheit, meine Vorurteile und Ressentiments gegenüber dem armen Baselbiet auch ausserhalb infamy ausleben zu können. Zum Beispiel schreiben, dass wir Städter an einer Wiedervereinigung gar nicht mehr interessiert sein müssen, weil wir das Baselbiet ja eh bald für einen symbolischen Franken kaufen müssen, um zu retten, was überhaupt noch ... und so.

Aber dann dieses hier:

Na dann halt ohne mich. Aber eigentlich steht ja im Artikel eh schon alles Böse drin, was ich noch zu sagen gehabt hätte.


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Donnerstag, 10. November 2011


Abt. PISA taugt nichts - heute: @ Orientierungsschule


Dieser Tage lässt das Erziehungsdepartement mal wieder eine "standardisierte Leistungsmessung" auf die 12jährigen OS-SchülerInnen der 2. Klassen in Basel-Stadt niederdonnern. Gestern Mittwoch Deutsch, morgen Freitag Mathe. In allen Schulhäusern. Derselbe Test. Die Kinder werden aber den ausgewerteten Test nicht nach Hause bekommen. Die Fragebogen haben zudem nahezu den Status eines Staatsgeheimnisses. Aus kompetentem Munde weiss ich, dass die Eltern sie bestenfalls einsehen, aber keinesfalls mitnehmen dürfen.

I smell Oeffentlichkeitsgesetz!

Mit ein bisschen googlen war leicht zu finden, wie die Resultate den Schulhausleitungen dann präsentiert werden: Beispiel-Auswertung (application/force-download, 63 KB) Von einem Direktbetroffenen weiss ich, dass dies eine der Aufgaben in dem 30seitigen Test war (nur sinngemäss, aber korrekt wiedergegeben, wie erzählt bekommen):

Stell Dir vor, Du hast einen Pritt-Stift, in dem nicht Klebstoff steckt, sondern Butter. Damit kannst Du einfacher Butterbrote streichen: So wie mit dem Pritt-Stift Klebstoff auf's Papier. Der Butter-statt-Pritt-Stift ist eine neue Erfindung. Die soll jetzt bekannt gemacht werden. Wie gehst Du vor? Was für Werbesprüche usw. fallen Dir ein dazu?

No joke. Das war eine der Aufgaben gestern. Ihr habt's ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank! Was testet ihr mit sowas an unseren Kindern? Ob sie die Warenlogik des Kapitalismus schon ausreichend internalisiert haben? Ob sie reproduzieren können, wie ein krankes Werberhirn tickt? Müssen sie beweisen, dass sie gute KonsumentInnen sind?

Der Test kommt aus dem "Institut für Bildungsevaluation", einer profitorientierten Aktiengesellschaft, die "assoziiert" ist mit der Universität Zürich und mit der Zweckbestimmung:

Aufbau, Ausführung, Organisation und Vermarktung der Forschung insbesondere im Bereich der Bildungsevaluation und der Leistungsmessung im In- und Ausland; führt Veranstaltungen und Kongresse im Bereich der Forschung durch und sorgt für den nötigen Wissenstransfer; kann alle kommerziellen, finanziellen und anderen Tätigkeiten ausüben, welche direkt oder indirekt mit dem Hauptzweck der Gesellschaft im Zusammenhang stehen sowie Immobilien erwerben, verwalten und verkaufen.
Dessen Geschäftsführer und Verwaltungsrat ist Urs Moser. Von dem Mann, der sein Geld verdient damit, dass er unsere Kinder vermisst, und der Mitglied der nationalen Projektleitung PISA 2012 ist, stammen denkwürdige Sätze wie:
PISA führt zu einer sehr allgemeinen Standortbestimmung eines Bildungssystems und vor allem zu Hypothesen, die weit von gesichertem Wissen entfernt sind. Der grosse Wert von PISA liegt vor allem auch darin, dass die bildungspolitische Diskussion zu einer öffentlichen wird und Reformbewegungen innerhalb der einzelnen Länder beschleunigt werden. Wollen wir aber die richtigen Massnahmen einleiten, dann lohnt es sich, die Ergebnisse weiterer wissenschaftlicher Studien heranzuziehen.
Ein Mitglied der Schweizer Projektleitung für PISA sagt also, sehr frei interpretiert, PISA taugt eigentlich nichts, sondern die Übung dient nur dazu, Wind zu machen und die OECD-diktierte Deregulierung im Bildungswesen voranzutreiben. Endlich mal ein offenes Wort! Merci Herr Moser! Hören Sie doch bei der Gelegenheit mal den Vortrag vom PISA-kritischen finnischen ex-PISA-Funktionär Jarkko Hautamäki:


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infamous for 8575 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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