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Freitag, 9. Dezember 2011


Abt. Baz und Blocher – halt doch!


Auch wenn sich bei gewissen Leute die Zweifel hartnäckig halten (siehe Beitrag unten), scheint sich das Konstrukt BaZ und Blocher vielleicht gerade wegen den wiederholten Veröffentlichungen langsam aber sicher in der Öffentlichkeit zu konkretisieren. So schreibt die NZZ aufgrund von "Informationen, die auch der NZZ vorliegen":

"Danach ist Blocher direkt oder indirekt mit einem Darlehen von 68,5 Millionen Franken bei der «BaZ» engagiert, wobei verschiedene Verträge sicherstellen, dass Suter aussteigen, nicht aber Blocher als Darlehensgeber auswechseln kann."
Man kann das als Gerüchtejournalismus abtun. Nun befindet sich aber das Büro des Basler NZZ-Korrespondents im BaZ-Redaktionsgebäude am Aeschenplatz, also an einem Ort, wo man durchaus an der Quelle sein kann, wenn sich Gerüchte verdichten. Die Tageswoche will übrigens von Blocher selbst eine Bestätigung dieser Gerüchte aufgeschnappt haben.

Unter dem Strich braucht nun doch wirklich nicht allzu viel Fantasie, um dieses Konstrukt als glaubwürdig einzuschätzen. Wie kann sich ein Chefredaktor, der sich öffentlich als politischer Jünger Blochers outet, in einer Zeitung halten, die eben durch diesen Kurs laufend an Leser verliert, wenn er nicht eine klare, durch viel viel Geld gestützte politische Mission zu erfüllen hat?

Nun gut. Jetzt kann man natürlich behaupten, dass die NZZ selber ein Interesse hat, die BaZ durch die Streuung von Gerüchten in Schieflage zu bringen, weil sie noch immer daran interessiert sei, die Zeitung einzuverleiben, was sie ja auch gar nicht verbirgt:

"Die «BaZ» würde aber gut zur Mediengruppe passen: «Sie würde von einer Kooperation, bei aller publizistischen Unabhängigkeit, wirtschaftlich erheblich profitieren können.»
So zitiert die NZZ den CEO der NZZ-Mediengruppe Albert P. Stäheli.

Übrigens: Wer käme denn als offensichtlich nicht genannt sein wollender Informant in Frage? Martin Wagner zum Beispiel. Oder gar Moritz Suter selbst, der vielleicht zu merken beginnt, dass es schwierig sein könnte, die Geister, die die Geldgeber hinter ihm gerufen haben, wieder loszuwerden.


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Donnerstag, 8. Dezember 2011


Abt. hauchdünnes Eis - heute: SP Basel & "rettet Basel!"


Halten wir kurz fest: Weder Sonntag noch Tagesanzeiger noch Weltwoche noch NZZ heute (noch onlinereports bereits am 14. Juli!) belegen ihre Behauptungen darüber, dass und wie Blocher die BaZ kontrolliere. Jedenfalls nicht bis dato. Keine Mitwisser, die "on the record" und zitierfähig auspacken; keine zugespielten Dokumente, die reproduziert werden; kein involvierter (Kantonal-)Banker, dem der Kragen öffentlich platzt; kein Zeuge, der namentlich dazu steht, dass er Moritz Suter über Markus Somm hat herziehen hören; laut NZZ soll SP-Nationalrat Beat Jans von Suter einen Brief erhalten haben, worin letzterer schreibe "Der Chefredaktor hat es sich redlich erarbeitet, dass ihm jemand den Spiegel vorhält", und "der prompt in den Medien landete", aber "in den Medien" ist nichts von dem Brief zu finden (die massgebliche SMD findet zu "jans, blocher, brief" nur den offenen Brief VON Jans AN Blocher) UPDATE: "in den Medien" war der "Blick am Abend", Basler Split, vom 27.10., Seite 16, Pardon, mein Fehler, dass ich das nicht fand! (unten auf der Seite: Nachdruck von Kurt W. Zimmermanns Kolumne "Basler sind die dümmsten Zeitungsleser"); nichts und niemand, der die "Omertà" bricht, nicht Suter, nicht Blocher, nicht ihre Entourage, nicht ihre Gegner, nicht mal die Journalisten, die behaupten sie verfügten "über Informationen, die belegen", aber z.B. die SP Basel und "rettet Basel!" agieren, als ob das alles bereits hieb- und stichfest bewiesen wär. Das nur kurz, ohne zu werten (obwohl's mir schwer fällt)..., für's Protokoll.

P.S. Suters irgendwie zum BAA geleakter Brief an Beat Jans belegt vor allem dessen Intellektuellenfeindlichkeit und rhetorische Übung darin, Kritik abzufedern. Wenn Jans in die Zeilen einen Beweis für Suters Abneigung gegen Somm reininterpretiert, ist das primär Projektion.


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Abt. Politspektakel


Auf ihrer <a href=*www.svp.ch" target="blank">Website verkündet die SVP noch, dass der "Fall Zuppiger" nicht zum Fall Zuppigers führe:

"Die SVP-Spitze wurde vor der Nomination über die Angelegenheit informiert. Sie hat in der Folge Abklärungen vorgenommen und den Sachverhalt geprüft. Die Sache ist seit Längerem abgeschlossen. Alles wurde ohne Schaden für Dritte geregelt. Zwischen den involvierten Parteien wurde eine Stillschweigevereinbarung abgeschlossen. Für die SVP-Parteileitung ist wichtig, dass Bruno Zuppiger die Sache in Ordnung gebracht hat. Deshalb bestand auch kein Grund, eine Nomination in Frage zu stellen. Die Sache ist für die SVP damit erledigt."

Offensichtlich doch nicht ganz. Seit Mittag ist die Partei am beraten, was sie nun doch zu tun gedenke. Zuppiger weg?

Derweilen denkt die NZZ darüber nach, was denn dazu geführt haben könnte, warum ausgerechten die "Weltwoche" Zuppigers Verfehlungen veröffentlich hat, und kommt dabei auf ganz interessante Verschwörungstheorien. Etwa, dass der Abschuss des Kandidaten eine Taktik sei, die SVP in die Opposition oder zumindest in die ihr so behagende Rolle des Opfers der Classe politique zu treiben.

Dafür spricht, dass BaZ-Chefredaktor Markus Somm in seinem letzten Leitartikel am vergangenen Samstag die SVP im Falle einer Nichtwahl des zweiten Bundesrats bereits zum "moralischen Sieger" erkoren hat. Und dafür spricht auch das Editorial von Roger Köppel in der "Weltwoche", dass die SVP lieber auf den zweiten Bundesratssitz verzichten solle, als ihn auf Kosten der FDP zu erkämpfen:

"Es ist der Plan der Linken, das bürgerliche Lager zu spalten und auf drei Bundesratssitze einzudampfen. Die SVP sollte sich nicht hineinziehen lassen und nur den Sitz von Widmer-Schlumpf attackieren. Bekommt sie ihn nicht, kann sie in die Opposition gehen oder mit einem einzigen Bundesrat in der Regierung bleiben."
Ach?
Aber warten wir doch mal ab, was die SVP jetzt beschliesst.

Nachtrag

Bruno Zuppiger zieht seine Kandidatur zurück.


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Abt. Stilfragen


Diesmal, lieber patpatpat, kannst Du Dir trotz aller Vorbehalte Thiriets gegenüber das Kritteln ersparen. In der "Weltwoche" vermeldet der von Blocher vermutlich autorisierte Kurt W. Zimmermann lapidar: "Zum Schluss darum noch kurz zur Basler ­Zeitung zurück. Verleger Moritz Suter hat das Geld zu ihrem Erwerb vom ehemaligen UBS-Chef Marcel Ospel erhalten. Hinter Ospel wiederum steht ein Konstrukt von Investoren, bei denen auch Christoph Blocher mitredet. Derzeit wird das Konstrukt neu sortiert." So viel Absegnung von unerwarteter Seite erhält auch Thiriet nicht alle Tage.


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Abt. BaZ und Blocher


Nebulöse Besitzverhältnisse

Die "Basler Zeitung" veröffentlicht in der heutigen Ausgabe ein ganzseitiges Interview mit ihrem offensichtlichen und eigentlich nicht mehr ganz so geheimen "Hintermann" Christoph Blocher (es gibt aber noch Leute, die ihre Zweifel daran haben). Da werden nun also Fragen gestellt wie die folgende:

"Herr Blocher, am Mittwoch wählt das Parlament den Bundesrat. Die SVP portiert mit Zuppiger und Rime zwei gemässigte Vertreter. Sind das Ihre Wunschkandidaten?"
Die Antwort ist weiter nicht interessant, weil das wirklich Interessante, was es in diesem Zusammenhang zu sagen gäbe, im Interview gar nicht zur Sprache kommt und in der Zeitung auch nur versteckt als kurzer Einspalter abgehandelt wird: Nämlich die vom BaZ-Stiefbruderblatt "Weltwoche" veröffentlichte Geschichte um den "Erbsünder" Bruno Zuppiger, die in anderen Medien, von Radio DRS bis NZZ, sehr prominent wiedergekäut wurde.

Nun aber zurück zur Blocher-BaZ-"Achillessehne". Lass mich, lieber patpatpat, nun doch noch kurz auf den Inhalt der Tagi-Recherche (auf newsnetz – wen wundert's – nicht zumindest für mich nur über diesen Direktlink auffindbar) eingehen. So soll sich Christoph Blocher seinen Einfluss auf die von seinem Intimus Markus Soll inhaltlich auf SVP-Kurs gebrachte "Basler Zeitung" über ein kompliziertes Konstrukt an geheimen Vereinbarungen gesichert haben:

"Bisher geheim sind zwei Dinge: Erstens existiert eine Geheimvereinbarung zwischen Suter und Blocher, laut der Suter sein Aktienpaket, das er vor Jahresfrist für 1 Million Franken gekauft hat, jederzeit an Blocher zurückgeben kann. Andererseits kann Blocher die Aktien von Suter innerhalb von sechs Monaten zurückverlangen. Diese Frist läuft seit September."
Ja, ich hab's auch gesehen. Quellenangaben fehlen, das ist nicht ganz sauber. Aber die Geschichte klingt eigentlich glaubwürdig und könnte mittelfristig vielleicht tatsächlich etwas dazu beitragen, dass sich der Nebel um die tatsächlichen Besitzverhältnisse bei der "Basler Zeitung" etwas lichtet.

Nachtrag (oder Berichtigung): Ein Mitarbeiter der "Basler Zeitung" meldet, dass das Blocher-Interview am Tag vor Veröffentlichung von Zuppigers Verfehlungen in der "Weltwoche" geführt worden sei und Blocher deswegen auch nicht dazu habe befragt werden können.


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Abt. schiefe Bilder - heute: Thiriets Achillessehne


Maurice Thiriet & Arthur Rutishauser arbeiten sich heute in Tagi & Bund ebenso vergeblich an der Blocher-Suter-Connection ab, wie Herr Mensch unlängst. Sie ventilieren im Indikativ Behauptungen, kolportieren Gerüchte und führen keinerlei Zeugen vor, die "on the record" eine Aussage machen, zeigen kein einziges Dokument, das ihre Geschichte belegt. Warum lässt man denen sowas durchgehen? Ein neuer Tiefpunkt des journalistischen Metiers. Zurück auf Feld 1!

Und, viel schlimmer als ihr miserabler Journalismus: Sie bringen es fertig, in dem Artikel, von dem gestern schon anzunehmen war, dass er heute eine überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit erhalten wird, den Satz zu platzieren:

Das war die Achillessehne des Konstrukts.
Dass die Metapher von der Achillesferse in der versiebten Form unbemerkt vom Autorenduo durch das Korrektorat, die Abschlussredaktion in die Druckerei und ins Blatt gelangt, ist Grund genug, tamedia den Bankrott an den Hals und morgens um 3, wenn niemand im Haus ist, den Einsturz des Verlagsgebäudes in die Chronologie zu wünschen!

UPDATE: Ich darf mich nicht wertend über andere Medien und deren Mitarbeitende äussern. Pardon. Für Details, siehe Medienwoche.


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Mittwoch, 7. Dezember 2011


Abt. Reminder Verkehrsregeln


Bild: vcs Trotz breiter Diskussion in den Medien, Kampganen etc. reisst die unheilvolle Serie von verunfallten Fussgängern - vornehmlich auf Zebrastreifen - nicht ab. Hier nochmals der Hinweis auf die Verhaltensregeln für langsam Verkehrende. Und was ist eigentlich aus der Unfallkarte geworden?

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Abt. psychische Störungen - heute: according to RR


Heute Mittwoch verhandelt der Grosse Rat in Basel-Stadt u.a. das "Schreiben des Regierungsrates zu den Anzügen Andrea Frost-Hirschi und Christian Klemm und Konsorten betreffend Suizidprävention im Kanton Basel-Stadt sowie Martina Saner und Konsorten für einen Massnahmenplan zur Förderung der psychischen Gesundheit und zur Prävention von psychischen Erkrankungen für die Bevölkerung in Basel-Stadt". Darin schreibt der Regierungsrat:

Depressionen, Angsterkrankungen, Demenzen und Schizophrenien zählen mittlerweile weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und sind damit durchaus vergleichbar mit den so genannten Volkskrankheiten wie Diabetes oder Übergewicht. So zeigt die Statistik des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums OBSAN aus dem Jahr 2003, dass psychische Störungen in der Schweiz im internationalen Vergleich überdurchschnittlich oft auftreten und rund 50% der Schweizer Wohnbevölkerung während ihres Lebens mindestens einmal an einer psychischen Störung leiden.
Das heisst, jede und jeder zweite von uns ereilt, gemäss Regierungsrat, mindestens einmal im Leben eine "psychische Störung". Schauen wir uns die Quelle, die der Regierungsrat zitiert, einmal genauer an. Seine Kronzeugin für die 50%, das OBSAN, schreibt hier 2003 in "Bestandesaufnahme und Daten zur psychiatrischen Epidemiologie in der Schweiz" auf Seite 8:
Die epidemiologischen Daten, welche uns über die psychischen Erkrankungen und Symptome informieren, entstammen in erster Linie grösseren Untersuchungen, wozu in der Schweiz die sogenannte Zürich-Studie von Jules Angst und die Querschnittuntersuchung in Basel von Hans-Rudolf Wacker zu zählen sind.
Auf Seite 28 lesen wir darüber:
Die Basler Studie wurde 1988-91 durchgeführt (Wacker, 1995). Die Stichprobe bildeten 470 Einwohner von Basel-Stadt, 261 Frauen und 209 Männer. Auf ein Screening von Probanden und eine allfällige Schichtung der Stichprobe wurde verzichtet. Fokussiert wurden insbesondere Angst- und Depressionsstörungen.
Aha. Und auf derselben Seite etwas weiter unten:
Aktuelle schweizerische psychiatrisch-epidemiologische Forschung ist mit vielen verschiedenen Namen und Forschungsgruppen verbunden. Eine aufeinander abgestimmte psychiatrisch-epidemiologische Forschung existiert nicht.
Und auf Seite 97:
Wie im Monitoring-Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Rüesch / Manzoni, 2003) bereits angeführt wurde, sind zuverlässigere Daten zur Epidemiologie psychischer Störungen in der Schweiz notwendig. Die in diesem Bericht präsentierten Zahlen und Zwischenergebnisse belegen, dass die zur Zeit verfügbaren Datenbasen ungenügend sind (...)
Tja. Pech. Seriöse, koordinierte Epidemiologie gibt's nicht. Die Datenbasen sind ungenügend. Aber egal. Den Regierungsrat ficht das nicht an. Er zitiert munter drauf los. über die "Zürich-Studie" lesen wir auf Seite 27 beim OBSAN:
Das Sample der Zürich-Studie (Binder et al., 1982; Angst et al., 1984) geht einerseits aus einer Befragung anlässlich der militärischen Eintrittsmusterung der im Kanton Zürich wohnhaften Männer des Jahrgangs 1959 hervor sowie aus zusätzlich erhobenen Samples (im Kanton Zürich wohnhafte Schweizer Frauen des Jahrgangs 1958). (...) Von den 591 TeilnehmerInnen der ersten umfassenden Befragung 1979 sind über die Befragungen 1981, 1986, 1988, 1993 und 1999 hinweg jeweils durchschnittlich 10 % der Befragten als Drop-Outs ausgeschieden. An der letzten Befragung 1999 beteiligten sich etwas mehr als 60% des Ausgangssamples. 47% der Befragten haben an allen sechs Befragungen teilgenommen.
Über die Resultate dieser Langzeitbeobachtung, dem Kern der Aussage des Regierungsrates mit den 50%, lesen wir hier:
The cumulative weighted prevalence rates for any psychiatric disorder were 48.6% excluding, and 57.7% including tobacco dependence. In addition 29.2% and 21.8%, respectively manifested sub-diagnostic syndromes. Overall there were no significant gender differences. The corresponding treatment prevalence rates were 22.4% and 31.1%, respectively for the diagnostic subjects and 6.9% and 6.1%, respectively for the sub-diagnostic groups. The total treatment prevalence rate was 37.2% of the population (males 30.0%, females 44.1%). CONCLUSIONS: Our findings reveal that psychiatric disorders are quite common in the general population. When the spectra of mental disorders are considered, nearly three quarters of the general population will have manifested at least one of the mental disorders across their lifetime.
Ganz am Schluss, nach den dramatischen “Conclusions” (Raucher [!] inbegriffen, erwischt es dreiviertel aller SchweizerInnen mindestens ein Mal im Leben mit einer “mental disorder”) lesen wir dort:
LIMITATIONS: The data are based on a relatively small sample; a single age cohort, and the study was conducted in Zurich, Switzerland. These study features may diminish the generalisability of the findings.
Die Referenzstudien, auf die sich der baselstädtische Regierungsrat beruft mit der Aussage, "dass psychische Störungen in der Schweiz im internationalen Vergleich überdurchschnittlich oft auftreten und rund 50% der Schweizer Wohnbevölkerung während ihres Lebens mindestens einmal an einer psychischen Störung leiden", umfassen also gerade mal eine Studie mit 470 BaslerInnen vor 20 Jahren und eine Langzeitstudie mit 277 Männern des Jahrgangs 1958 und Frauen des Jahrgangs 1959 in Zürich über gut 20 Jahre bis ’99. Letztere sagt allerdings von sich selber, ihre Anlage (nur eine Alterskohorte, nur Personen aus Zürich) reduziere die Verallgemeinerbarkeit ihrer Erkenntnisse. Mehr steckt nicht hinter den dramatischen Zahlen des Regierungsrates! Und für die Behauptung, "dass psychische Störungen in der Schweiz im internationalen Vergleich überdurchschnittlich oft auftreten", bleibt er den Beweis gänzlich schuldig.


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Dienstag, 6. Dezember 2011


Abt. Unverlangt zugesandt


Die "Coopzeitung" beglückt uns seit heute ungefragt mit einem 4-Wochen-Probeabo. Den Schunken kurz durchgeblättert – schliesslich hat man für die mal gearbeitet vor langer Zeit – stossen wir auf Seite 44 auf das Naturaline-Cashmere-Model Seraphine. Seraphine hat modelmässig gerade dermassen viel um die Ohren, dass sie kaum zum Zeitunglesen kommt, schreibt die "Coopzeitung". Aber wenn Seraphine doch mal Zeitung liest, ja dann...


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Abt. Schuldenkrise, Vermögensobergrenzen, Enteignung


Während die NASA erfreut die Entdeckung einer Zweiterde verkündet, setzt sich Gero Jenner hier www.gerojenner.com in diesem lesenswerten Beitrag mit dem Thema Schulden, Gläubiger, Recht und Rückzahlung auseinander und zieht interessante Schlüsse. Braucht etwas Zeit zum Lesen. Lohnt sich aber.


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Abt. TED Spread - heute: er steigt wieder


Je höher sein Wert, desto paranoider die Banken untereinander, haben wir bei Oekonomie-Nobelpreisträger Paul Krugman gelernt. Am letzten Mitwoch meldete Reuters, die Notenbanken "fluteten" die Finanzmärkte mit Geld aus genau dem Grund: Weil die Banken untereinander sich aus Misstrauen immer weniger Geld ausliehen. Als Folge flachte die Kurve dieses Wertes etwas ab, was - ohne Gewähr - vermuten lässt, dass die Geldschwemme eine gewisse, im Systemsinne "positive" Wirkung hatte. Seit gestern scheint der Effekt verpufft. Der TED Spread steigt wieder an: Hätte ich eine Ahnung von der Materie, wäre ich vielleicht versucht zu denken, dass das wohl für die Banken nichts Gutes ahnen lässt. Krugman erklärte 2008:

The TED spread is the difference between the interest rate banks charge each other on 3-month loans (3-month LIBOR) and the interest rate on 3-month U.S. Treasury bills. It’s a measure of financial jitters. If banks believe that their peers are solid, they should be willing to lend each other money on almost the same terms as money lent to Uncle Sam. When they start demanding a big interest rate premium, that’s a sign of fear.
Je höher der Wert, desto höher die "fear". Das erinnert an den Thriller auf meinem Nachttisch: "Angst" von Robert Harris:

P.S. Das Wall Street Journal hat vor kurzem auch mal wieder einen Blick auf den Indikator geworfen.

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Abt. Was macht eigentlich? Heute: Die Voltamatte



Nun leben tut sie nicht wirklich, wie ein Augenschein vor Ort zeigt:

Hoppla. Ist sie jetzt neu Teil des Novartis-Campus? Nein. Es handelt sich um die Rohbauten des Robi-Spielplatzes, der als Bollwerk gegen den Lärm der grossen Lastwagen an die Voltastrasse verlegt und "zu einem Kinderdorf ausgebaut" wird.

Ein Kinderdorf! Womöglich als Brutstätte für linksextreme Krawallmacher.

Telebasel übernehmen Sie.


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