Donnerstag, 28. Juni 2012


Abt. Jööö, Schnüffi!™


Das Gesundheitsdepartement von Basel-Stadt teilt mit:

"Im Kanton Basel Stadt wurden im vergangenen Jahr 190’610 Tiere in Tierversuchen eingesetzt"
Das ist mehr als ein Versuchstier pro Kopf der Bevölkerung. Damit dürfte Basel wohl eine der weltweit grössten Versuchstierquoten pro Kopf der Bevölkerung haben. Wer weiss, vielleicht könnte das Stadtmarketiung mal auf diesen Zug aufspringen?

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Zahl der eingesetzen Versuchstiere um 7’595 oder knapp 4 Prozent abgenommen hat. Und:

"Mit einem Anteil von über 96 Prozent war die Gruppe der Labornagetiere (Mäuse, Ratten, Hamster, Gerbils und Meerschweinchen) am stärksten vertreten. In abnehmender Reihenfolge wurden Fische, Kaninchen, Hunde, Primaten, Vögel, Minipigs, Amphibien und Schafe verwendet. Die Zahl der eingesetzten Primaten nahm um 9 Tiere ab (insgesamt 222 Affen)."
222 Affen! Wie stark diese Affen durch die Versuche belastet wurden geht aus der Mitteilung nicht hervor. Hier wird verallgemeinert:
"Bei der Durchführung der Tierversuche waren 3’669 Tiere (1,9 Prozent aller eingesetzten Versuchstiere) einer schweren Belastung ausgesetzt. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 1’269 Tiere. Die Anzahl der Tiere mit einer mittleren Belastung erhöhte sich um 5’885 Tiere (52’780 Tiere oder 27,7 Prozent der insgesamt eingesetzten Tiere). Die restlichen 134’161 Tiere wurden wenig oder gar nicht belastet."
Gar nicht belastet? Was für Versuche werden dies wohl gewesen sein?


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Abt. gelungenes GUI - heute: Podcast Client von Apple


Podcast Client von Apple

Das Graphical User Interface, GUI, der neuen Gratis-App von Apple zur Verwaltung und zum Hören von Podcasts simuliert ein Spulentonband. Nicht grad ein Revox A77, aber fast. Sehr schön und clever gemacht. Chapeau! Als Nostalgiker, der immer noch ein wenig den Zeiten nachtrauert, als er physisches Tonband mit der Schere schnitt und mit Klebstreifen wieder zusammenfügte, gefällt mir das natürlich ausnehmend gut.


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Mittwoch, 27. Juni 2012


Abt. Freie Sicht aufs Mittelmeer!


Stammt nicht von dort.

Sondern von hier.


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Abt. Plötzlich diese Vielfalt


Was wurde gestritten und gemotzt! Das neue Museum der Kuluren präsentiere seine Sammlung nicht in der erforderlichen Vielfalt, die Ausstellungen seien unsinnlich etc. (was nicht unserer Ansicht entsprach). Viele dieser Kritiker dürften verstummen, wenn sie jetzt die neue, erste Dauerausstellung im Museum der Kulturen betreten werden. "Expeditionen. Und die Welt im Gepäck" heisst sie. "Wir besinnen uns auf die Tradion des Hauses", sagt die Direktorin Anna Schmid dazu. Mit anderen Worten: Das Museum der Kulturen Basel führt über die Sammlungsgeschichte des Hauses an die Sammlungen heran.

Und weil das Prinzip des Sammelns im Vordergrund steht, präsentieren sich die Röumlichkeiten im ersten Stock des Museums neu ganz schön gefüllt: mit Prunkstücken, eigentlichen Trophäen aber auch auf den ersten Blick eher unscheinbaren Objekten, die die Sammlerpersönlichkeiten von den Vettern Paul und Fritz Sarasin, über Felix Speiser-Merian und Alfred Bühler bis zu Paul Hinderling und René Gardi.


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Dienstag, 26. Juni 2012


Abt. Putzfimmel - heute: präsidiale anti-Antifa


Ob's der "destroy fascism"-Kleber (siehe oben links auf dem ersten Bild) war, der das Präsidialdepartement auf die Idee brachte, wissen wir nicht, aber es lädt jedenfalls ein, ihn - und andere - wegzumachen:

Und zwar so:

Basel – unverklebt schön!

(...) Am 2. Juli 2012 wird erneut geputzt: Freiwillige reinigen die Regenfallrohre der Innenstadt von Verklebungen. Für ein sauberes und attraktives Basel. Wir freuen uns, auch mit Ihnen das Stadtbild zu verbessern!

Und das ist das Programm:

Wir sind leider ausgerechnet an diesem Morgen verhindert und können erst kommen zu "Wurst und Brot" (Vegetarier müssen draussen bleiben?) und zu "Verlosung und Dank". Aber das ist sicher ok, oder?

Gibt's eigentlich auch Kleber, die zur "Regenkännel-Putztete" einladen? Die würden wir gerne im Vorfeld in der Innenstadt gut sichtbar anbringen an Regenfallrohren.


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Abt. Onlinereportslicher Kampf gegen Anonymität


Es steht in allen Online-Medienportalen: Die Basler Staatsanwaltschaft erachtet die von der "Weltwoche" kolportierten Vorwürfe gegen eine Mitarbeiterin im Basler Bau- und Verkehrsdepartement (Filz im Rotlicht-Milieu) als haltlos. Das Departement prüfe sogar eine Klage gegen die Wochenzeitung.

Soweit so gut. Die meisten Medien verzichteten in Vergangenheit und verzichten nun erst recht darauf, die zu unrecht angeschuldigte Mitarbeiterin mit Namen zu nennen. Nicht daran hält sich (neben der "Weltwoche", "Blick am Abend" und "20 minuten") ein Schreiber mit dem Kürzel pkn auf dem unverlinkbaren Newsportal onlinreports.ch. Gemäss seiner Devise, dass jegliche Anonymität des Teufels ist, nennt er deren Namen, der nun im Internet bis in fast alle Ewigkeit mit dem Rotlicht-Milieu in Verbindung bleiben wird.


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Montag, 25. Juni 2012


Abt. famous last words - heute: Andreas Reckwitz


"last words" in seinem Buch nota bene! Hier der letzte Satz von "Die Erfindung der Kreativität", eines der gescheiteren zeitdiagnostischen Bücher, die mir seit langem untergekommen sind, nach nicht ganz leicht konsumierbaren 368 Seiten:

Vielleicht sind wir bisher zu sehr auf unsere Kreativität fixiert gewesen und zugleich nicht kreativ genug.
Reckwitz' an Foucault geschulte Einführung und Herleitung des Begriffs "Kreativitätsdispositiv", seine Diagnose eines gesamtgesellschaftlichen ADHS (= meine Umschreibung, nicht R.s Worte!), seine Kritik daraus an der "creative class", an der Ideologie der "Kreativindustrie", an der - wie er es nennt - "kulturorientierten Gouvernamentalität" (Basels Stadtentwicklungspolitik könnte dafür ein perfektes Beispiel sein, scheint es mir), sein wohlargumentierender Vorschlag, darauf mit "Verlangsamungen" und "Konzentrationen" zu reagieren, wird da und dort noch zu reden geben, wage ich mal zu behaupten.


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Sonntag, 24. Juni 2012


Abt. famous first words - heute: Andreas Reckwitz


Wenn es einen Wunsch gibt, der innerhalb der Gegenwartskultur die Grenzen des Verstehbaren sprengt, dann wäre es der, nicht kreativ sein zu wollen.

Das ist der erste Satz in seinem soeben bei Suhrkamp erschienenen "Die Erfindung der Kreativität"


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Abt. De gustibus non est disputandum ...


... oder doch? Ganz sicher, wenn es um Musik geht. Da lässt sich treffelich über Geschmack streiten. Etwa im Fall des Konzerts von Slash und Mötley Crüe in der St. Jakobshalle. In der "Tageswoche" schreibt Cédric Russo:

"Mötley Crüe hingegen, wissen wie man eine gute Show macht. Ein Riesenrad mit Scheinwerfern dominiert das Bühnenbild. In dessen Mitte Trommler Tommy Lee, der auf sein Schlagzeug eindrischt, als wäre es Pamela Anderson. Nikki Sixx Bass glitzert und funkelt, als hätte er die letzten 30 Jahre Tiefschlaf gehalten und sich den Sternenstaub noch nicht aus den Augen gewischt. Sänger Vince Neil ist top in Form, rennt von einem Bühnenrand zum anderen, während sich sein Falsett an die Decke des Stadions schraubt, um von dort wie Nadelpfeile ins Publikum zu schiessen."

Das mit "Eindreschen als wäre es Pamela Anderson" wollen wir jetzt mal einfach so stehen lassen.

Ganz anderer Meinung ist Stefan Strittmattet in der "Basler Zeitung":

"Weniger Spielfreude und mehr Hang zum Bühnen-Schnickschnack zeigen Mötley Crüe, die im Gegensatz zu Slash ihre Band in Originalbesetzung zusammenhalten konnten. Doch ist das leider auch das Positivste, was man zum Auftritt der Kalifornier sagen kann. Ein pompöses Intro kann nicht darüber hin- wegtäuschen, dass das Quartett seinen Höhepunkt Mitte der Achtziger hatte. Die drei Jahrzehnte sind vor allem an Bassist Nikki Sixx und Sänger Vince Neil nicht spurlos vorbeigegangen. Die aufgedunsenen Anfangsfünfziger wirken in ihren Rockerklamotten wie ältere Herren beim Karneval."

Die beiden Ausschnitte deuten an, dass sch die Autoren auch über den Aufritt von Slash nicht einig sind:

"«Alle nass, alle Spass», kritzeln wir auf unseren angefeuchteten Block und freuen uns ab dem ausufernden Solo, das sich der Mann mit dem Zylinder gönnt."
... schreibt der BaZ-Mann, während sich der Tageswoche-Schreiber ärgert:
"Auch bekannt ist der Soli-Gewichse-Gitarrero für sein freizügiges Mitklimpern in jeglichen Bands und auf allen möglichen Platten der letzten 20 Jahre. Für die aktuelle Tour hat er sich «The Conspirators» und den Sänger von «Alter Bridge», Myles Kennedy, als Spielwiese geholt. Darauf duddelt er nach Herzenslust und lässt seine LesPaul jaulen und singen. Irgendwie wirkt das alles schal und fahl."
Herrliche Uneinigkeit!


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Abt. Klamauk & Kritik - heute: Meckel & de Weck


Klamauk und Kritik macht infamy, wie medienkritik-schweiz.ch bekanntlich völlig zurecht feststellt. Und weil der Herr Rohr bei Twitter vorhin grad auf den Anlass hinwies, dessen Behandlung auf infamy medienkritik-schweiz.ch als Illustration zu ihrer infamy-Besprechung verwendet,...

... wollen, dürfen und können wir unserem geschätzten Publikum die Diskussion der Kommunikationsfachfrau mit dem Generaldirektionsfachmann nicht vorenthalten:


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Abt. Warnung vor den Hunden


Die Langen Erlen sind heute Vormittag von der üblichen sonntäglichen Hundeplage heimgesucht worden. Nur mühsam konnten die armen Herr-/Frauchen ihre lustigen und neugierigen Tölen davon abhalten, sich gegenseitg zu zerfleischen. Offenbar sind aber selbst vielen Hündelern die gefühlten 25 Hunde auf 100qm mittlerweile zuviel, so dass sie nun neuerdings auch noch in den Tierpark ausweichen. Hundelose und Familien haben das eigentlich recht idyllische Terrain an der Wiese ja schon lange den Vierbeinern überlassen; wahrscheinlich findet man auch im Tierpark demnächst mehr kläffende Hunde als andere Tiere. Schönen Sonntag noch.


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Abt. Was macht eigentlich? Heute: infamy


"Klamauk und Kritik". So ist es nachzulesen auf medienkritik.ch.


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infamous for 8572 Days
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