Dienstag, 10. Juli 2012


Abt. infamyleaks - heute: the Large Balloon Collider


Ein Informant am CERN spielte uns dieses Video zu über infamyleaks. Es zeigt, was in den Kavernen tief unter Genf, in den Labors des Kernforschungszentrums, derzeit vor sich geht: Nachdem der LHC seinen Zweck erfüllt und durch die Kollision von winzig kleinen, unsichtbaren Protonen das Higgs-Teilchen hervorgebracht hat, planen die Forscher jetzt offenbar den LBC. Damit sollen überfussballgrosse, leicht erkennbare Luftballons auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Und miteinander kollidieren. Wenn da mal keine Schwarzen Löcher entstehen! Otto Rössler, übernehmen Sie!


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Abt. Schleichwerbung - heute: the holy grail @ iPad



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Abt. Frühpensionierung - heute: in China


Gestern beim Deutschlandfunk von Silke Ballweg in ihrem Beitrag "Alt werden in China" gelernt (bei Position 1:00 im Audio): In China gehen Frauen schon mit 50 in Rente, Männer mit 60.



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Montag, 9. Juli 2012


Abt. Von Textmonstern und anderen Mostrositäten


Das mit wissenschaftlichen Texten ist so eine Sache. Schön, dass das die NZZ wieder einmal deutlich (oder sagen wir: mehr oder weniger deutlich) auf den Punkt bringt. Auf einer ganzen Seite mit dem Rubriktitel Erziehung & Bildung.

Bereits der Titel bringt es auf den Punkt:

"Die Textmonster der Wissenschaft", ...
... heisst es da. Und:
"Sagen, was Sache ist, und diese ohne Umschweife auf den Punkt bringen: Was Journalisten tagtäglich tun, ist den Geistes- und Sozialwissenschaften fremd."
Wer als Journalist solches von sich behauptet, muss natürlich gewähren, dass man seinen Text auch etwas unter die Lupe nimmt. Beginnen wir also beim Textanfang:
"Der moderne Hochschulprofessor muss neuerdings vieles sein: Forscher, Lehrer, Manager – und Kommunikator."
Der Professor! Was ist mit der Professorin? Ist natürlich mitgemeint, was sich unten auf der Seite bestätigen lässt. Denn dort ist es tatsächlich eine Frau (die Historikerin Caroline Arni), die sich in einem Interview über die neue Rolle des Hochschulprofessors äussert.

Der Autor des Artikels, Urs Hafner, beschränkt sich wiederholt auf die männliche Form ("der Leser", "die Jouranlisten"). Er habe damit verhindern wollen, dass sein Text selber zum Textmonster mutiert, könnte man einwenden. Tatsächlich wäre der ober zitierte Satz bei einer konsequenten geschlechtsneutralen Formulierung zu einem solchen geworden: Die modernen Hochschulprofessorinnen und -professoren müssen neuerdings vieles sein: Forscherinnen und Forscher, Lehrerinnen und Lehrer, Managerinnen und Manager – sowie Kommunikatorinnen und Kommunikatoren.

Also verzichtete er auf diese "Umschweife". Konsequent geht der Autor aber nicht vor. Denn bereits im dritten Satz tauchen dann "Staatsbürgerinnen und Staatsbürger" auf, manchmal ist von "Wissenschaftlern" die Reden, ein anderes Mal wiederum werden auch die "Wissenschaftlerinnen" erwähnt.

Bevor ich mich nun als penetranten Feministen bezeichnen lassen muss, wollen wir den Text noch kurz inhaltlich betrachten. Der journalistische Autor bemängelt bei den Texten der wissenschaftlich Schreibenden, dass sie langfädig seien:

"Das umständliche Darlegen des «Aufbaus», das langfädige Herleiten der ausgewählten Methode und Theorie, die Beteuerung, wie viele spannende Inhalte aus Platzgründen weggelassen werden mussten – all dies gilt als integraler Bestandteil der Arbeit, obschon doch ein guter Aufbau sich selbst erklärte, die Methode und Theorie nicht mehr als Hilfsmittel sind und das Problem der Auswahl eine Konstante eines jeden Lebens ist, vom Namen des Kindes bis zum Joghurt im Supermarktregal."
Aber sind diese kritisierten Punkte im Angesicht von Guttenberg und Co. denn nicht geradezu ein Muss für publizierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? ist denn diese ...
... "Inkommensurabilität von wissenschaftlichem und journalistischem Arbeiten" ...
... nicht etwas durchaus Vernünftiges.

Ja, und jetzt gebe ich zu, dass ich nachschlagen musste, um herauszufinden, dass "Inkommensurabilität" Unvergleichbarkeit heisst.

Oder wie sagt die Hochschulprofessorin im Interview so schön:

"Es ist paradox, hängt aber vermutlich zusammen: Im gleichen Mass, wie der Jargon wuchert, sinkt die Toleranz für stilistischen Eigensinn."
q.e.d.


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Abt. Tag der Religionen auf dem Claraplatz


Links der Stand für die Bibel, rechts konnte man sich (am vergangenen Samstag auf dem Claraplatz) über den Islam informieren lassen und dazwischen herrschte Eiseskälte. Speiseeiseskälte, um genau zu sein, die aber einiges mehr an Kunden anzulocken vermochte als Bibel und Koran.


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Abt. Sonntagsreise - heute: 10^-35 bis 10^27


You need a more recent version of Adobe Flash Player. (via, Original: da)

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Sonntag, 8. Juli 2012


Abt. Tweets from hell - heute: @simonthiriet


Würde mich nicht wundern, wenn der Tweet vom Autor schon bald gelöscht wird, weil Herr Thiriet (Simon, nicht der andere!), ansonsten eigentlich ganz bei Trost, - zu spät zwar, aber immerhin - doch noch merkt, was er geschrieben hat:


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Samstag, 7. Juli 2012


Abt. Ausflugstipps - heute: Canal de Huningue


Von der Brücke... Canal de Huningue

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Abt. Kinotipp - heute: Mensch 2.0


"Alexander Kluge und Basil Gelpke besuchen Robotiker, Neurologen und Ärzte. Sie fragen: Was ist der Mensch? Wird aus ihm zukünftig eine Maschine? Was ist Bewusstsein und was künstliche Intelligenz? Roboter als Ebenbild des Menschen, als Hilfe im Alltag oder gar als neuer Körper? Trotz unterschiedlicher Antworten -- einig sind sich alle Wissenschaftler: das Jahrhundert der Biotechnologie verändert den Menschen wie nie zuvor." Sagt der PR-Text unter anderem.

Auf fb verrät Basil Gelpke zusätzlich: "ab dem 21.9.2012 in ausgewählten Kinos in ganz Deutschland. Wir starten im Arsenal Kino in Berlin."

Was aber in aller Welt macht der Helge Schneider in dem Film? Im Trailer ist er bei 1:06 während 1 Sekunde zu sehen. Was ist damit wohl für eine Kluge'sche subliminale Botschaft verbunden?

Wir sind gespannt auf den ganzen Film, wo dann vielleicht zu erkennen ist, was Kluge, Gelpke und Schneider verbindet. Die Neugier ist jedenfalls geweckt!


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Abt. Immer dieses niedergehende Kleinbasel


Zuerst dies: Wir haben uns hier an dieser Stelle immer wieder über die unsinnige Bezeichnung "Klein-Istanbul" für das Untere Kleinbasel geäussert, was aber die "Basler Zeitung" in einem aktuellen Sermon über den Niedergang des Kleinbasels nicht daran hindert, diesen Begriff erneut zu benützen. Erstens wäre aufgrund der Tatsache, dass die Deutschen schon seit längerer Zeit die stärkste Nationengruppe der ausländischen Wohnbevölkerung stellen, die Bezeichnung "Klein-Berlin" angebrachter (Deutsche: 1280, Türken: 990). Und zweitens würde den vielen "Türken" kurdischer Abstammung die Bezeichnung "Klein-Istanbul" wohl ganz und gar nicht behagen. Bei einem Schweizeranteil von 50 Prozent ist die Bezeichnung Kleinbasel aber noch immer der zutreffendste.

Aber für rechtsbürgelichen Kampagnenjournalismus spielen Tatsachen eine untergeordnete Rolle. Das zeigt sich deutlich an folgender Aussage:

"Seit 2000 blieb die Wohnbevölkerung im Clara- und Matthäus-Quartier zwar auf ähnlichem Niveau, deutlich angestiegen hingegen ist der Anteil der ausländischen Bevölkerung.

Ein Blick in die offizielle Bevölkerugsstatistik (siehe Grafik oben) widerlegt diese Behauptung deutlich. Von 2000 bis 2009 ist der Ausländeranteil im Matthäusquertier von 48,9 auf 50,4 Prozent nur marginal angewachsen (im Clara stieg der Anteil von 42 auf 45,2 Prozent). Von "deutlich angestiegen" kann also keine Rede sein.

Aber das sind Details. Massgeblich bietet der Autor des BaZ-Artikels – ja, es handelt sich um Mischa Hauswirth – einer Frau L., sekundiert durch Kleinbasler Ehrengeselschafts-Vorsitzende, eine Plattform, ihre persönliche Frustration als Hausbesitzerin loszuwerden:

"«Das neue Asylheim an der Feldbergstrasse veranschaulicht, wie egal wir Kleinbasler Hausbesitzer den Behörden sind», sagt Lüthy. «Die Regierung macht das Quartier kaputt.»"
Da ist einmal mehr davon die Rede, dass "Dönerbuden oder türkische Geschäfte" die Schweizer Handwerksbetriebe verdrängt hätten, dass der Verkehr auf der "Feldbergstrasse mehr und mehr wuchs" und dass das neue "Asylzentrum" an der Ecke Feldberg-/Klybeckstrasse zu "Lärmstörungen, zwielichtigen Gestalten auf der Strasse und einem hohen Anteil an Leuten, die auf der Strasse herumlungern würden" geführt habe.

Dass der Autor des Beitrags diese Aussage unkommentiert übernimmt, spricht für ausgesprochen mangelnde Ortskenntnisse. An der Feldbergstrasse gibt es gerade mal ein einziges Geschäft, das sich mit "Dönerbude" bezeichnen liesse. In den letzten Jahren haben sich mehr und mehr Läden von einheimischen KreativwirtschaftlerInnen (Stichwort Reh4) angesiedelt. Diverse (ganz und gar westeuropäisch-urban ausgerichtete) Bars lassen allabendlich junges Ausgehvolk, das mit türkisch-kurdischer Folklore wenig am Hut hat, über die Johaniterbrücke wandern.

Die Behauptung, dass das Kleinbasel mit Asylunterkünften überschwemmt werde, widerlegt der Autor (unkommentiert) gleich selber:

"In verschiedenen Liegenschaften rechts des Rheins leben zurzeit 338 Asylsuchende (...) Zum Vergleich: Auf Grossbasler Seite leben aktuell 415 Asylsuchende."

Zur suggerierten Verkehrszunahme: Die Feldbergstrasse ist tatsächlich stark verkehrsbelastet. Aber dies nicht erst seit kurzem. 2011 wurden an der Zählstelle Johanniterbrücke durchschnittlich 15'002 Motorfahrzeuge pro Tag gezählt. 2002 (frühere Zahlen sind auf dem Internet nicht erhältlich) waren es rund 20'000).

Alles in allem bringt aber folgende Aussage den Inhalt auf den Punkt:

"Lüthy mag als Einzelperson auftre- ten, doch sie ist nicht die Einzige, die genug hat von der «kantonalen Ansiedlungsstrategie von Asylsuchenden».
Das stimmt bestimmt. Zusammen mit dem SVP-Quartierverein Kleinbasel werden es ein paar mehr sein ...

... obschon ein aktuelles "Ansiedlungsprojekt" für Asylsuchende (Asylbewerber werden NICHT angesiedelt, sondern untergebracht), nämlich das Schiff am Grossbasler Rheinufer, ursprünglich auf einen Vorschlag eben dieser Partei zurückgeht. Aber das ist eine andere Geschichte.


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Freitag, 6. Juli 2012


Abt. Themenvorschlag - heute: undercover @ Shiva


Du bist Journi & hast keine Idee? Das Sommerloch droht Dich zu verschlingen? Hier unser Vorschlag: Meld Dich unter falschem Namen als Hellsich-Tiger bei Mike Shiva und schreib danach die Repo Deines Lebens:

Shiva sucht Hellsichtige...

Quelle: Stellenanzeiger BaZ heute, letzte Seite.


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Abt. Lesetipp - heute: "Cui bono?"


Marcel Hänggi presents:

Direktlink.


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