Freitag, 12. Oktober 2012


Abt. Der neue Knüsel


Knüsels Vize ist der neue Knüsel. Andrew Holland, bereits ad-interim-Chef, wird Pro Helvetia-Direktor. Das ist keine Luftsprünge wert. Doch hätte die Sache offenbar viel schlimmer ausgehen können. Holland ist seit 2004 bei der PH, zuvor beim BAK. Ein grosser politischer Kämpfer für die Aufstockung der PH, wenigstens zur Erfüllung jener Aufgaben, die ihr das neue Gesetz vorgibt, scheint Holland nicht zu sein. Immerhin hat er sich für die soziale Sicherheit eingesetzt. Auch kennt er die Szene bestens. Hoffen wir also auf eine fruchtbarere Zusammenarbeit mit den Kunstschaffenden und eine PH, die nicht mehr v.a. PR-Abteilung in eigener Sache sein will.


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Donnerstag, 11. Oktober 2012


Abt. one less - heute: eggdrop


Ein globaler / lokaler online-Flohmarkt, viel einfacher als ebay, ricardo und wie sie alle heissen; sowas wie sowas, aber eleganter und nur auf'm Handy. Wär eigentlich eine gute Idee. Gäb's eigentlich auch. Aber macht jetzt dicht: eggdrop. Kennt jemand hiesige Alternativen dazu?

Ja, dachte erst auch an gango (made in Basel). Das ist zwar ähnlich, aber irgendwie eigentlich doch ganz anders...


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Abt. government data open - heute: @ Hamburg


In der Hansestadt gilt seit dem 6.10. ein Transparenzgesetz. Einer der ersten Anträge: Einsicht in die Verträge in Sachen Elbphilharmonie.

Basel-Stadt kennt schon etwas länger das verwandte Informations- und Datenschutzgesetz:

Jede Person hat Anspruch auf Zugang zu den bei einem öffentlichen Organ vorhandenen Informationen. Ausgenommen sind Aufzeichnungen, die nicht fertig gestellt sind. Die Information muss aufgezeichnet, also irgendwie verkörpert sein (insbesondere auf Papier, digitalen Speichermedien, Tonträgern, in Form von Plänen, Bildern usw.). Die gewünschte Information ist hinreichend genau zu bezeichnen. Ein Interessensnachweis oder eine Begründung des Gesuchs sind nicht erforderlich. Zugangsgesuche sind vorzugsweise direkt beim zuständigen öffentlichen Organ zu stellen (telefonisch, per E-Mail oder schriftlich).
Wann hast Du zuletzt ein "Zugangsgesuch" gestellt? Eben! Use it!


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Mittwoch, 10. Oktober 2012


Abt. Wozu Twitter? heute: für Selbstzweifel


Damit konfrontiert, kommt man schwer ins Grübeln. Und fragt sich: Was mach ich falsch?

:-)


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Abt. Flaschenpost - heute: mit SBB & visiosafe


Sensoren im Bahnhof, (wovon's Telebasel gestern ebenfalls hatte) 2. Teil...

P1040563

Mail an die SBB-Presseabteilung, beantwortet von Mediensprecher Daniele Pallecchi.

- Wozu dienen die Kisten? Das sind Infrarotsensoren, die die Personenströme im Basler Hauptbahnhof messen. Die aus den Messungen entstehenden Heat Maps dienen der SBB dazu, Verbesserungen zu realisieren. - Was genau befindet sich an technischen Geräten darin? Von aussen schien es mir, dass durch das Sichtfenster der Kiste u.a. ein ASUS Xtion Bewegungssensor sichtbar ist, der - in der Kiste - auf einem Gehäuse steht, worin sich vermutlich ein kleiner dedizierter Rechner befindet, der seinerseits per Netzwerkkabel nach aussen verbunden ist. (keine Antwort) - Welche Art von Daten erfassen Sie damit? s.o. - Wer sammelt die Daten? Die SBB in Zusammenarbeit mit einem Spin off der EPFL. - Wer werten die Daten zu welchen Zwecken aus? s.o. - Wo sammeln Sie die Daten? s.o. - Wer hat Zugriff auf diese Daten? s.o. - Wie gross ist der Einzugsbereich eines Gerätes? Im Bahnhof befinden sich 36 solcher Infrarotgeräte. Der Bereich ist also klein. - Was genau erfasst das Gerät von mir, wenn ich mich im Einzugsbereich eines der Kistchen befinde? Die Software macht aus den Infrarotdaten eines Menschen einen Punkt, der sich im Zeitverlauf zu einer Linie verdichtet. Als Resultat aller Daten entstehen Heat Maps. Sie geben uns Informationen darüber, wann, wo, zu welcher Tageszeit und bei welchem Passagieraufkommen sich Staus bilden. - Die Geräte sind - von der Schalterhallenseite her kommend - "nur" bis in die Mitte der Passerelle installiert. Welche Überlegung führte Sie dazu, die Personenströme von der Seite Gundeldingerquartier her nicht zu erfassen? Die Installation ist nicht abgeschlossen, die Messungen starten voraussichtlich Ende Oktober. - Warum haben Sie sich für diese Technologie entschieden, die zusätzliche Daten erhebt, über jene hinaus, die mit den in der Passerelle zahlreichen installierten Überwachungskameras bereits erfasst werden? Das hat keinen Zusammenhang. Es handelt sich bei den Sensoren nicht um Überwachungskameras (s.o.). Beachten Sie ausserdem, dass für die SBB die scharfen und unmissverständlichen Regelungen des eidgenössischen Datenschützers gelten.
Soweit, so ungenau. Viel klarer ist die Sache noch nicht. Ob die Lieferfirma gesprächiger ist? Aber auch auf die direkte Frage danach wollte der SBB-Sprecher den Namen des EPFL-Spinoffs nicht nennen. Zum Glück gibt's Twitter und ein Bekannter konnte weiterhelfen. Er vermutete, der Laden heisse "visiosafe". Und kannte auch einen Beitrag auf RTS über dieselbe Sensor-Zähl-Aktion in Lausanne. Bingo!

Für weitere technische Fragen verweist mich die SBB an Michael Themans von der EPFL. Also schicke ich dieselben Fragen an ihn. Er wiederum schickt mich für alle technischen Fragen über die Basler Installation zum CEO von visiosafe, Alexandre Alahi. Also nochmals: Alle Fragen an Alahi. Seine kurze Antwort auf die vielen Fragen:

The sensors extract people's trajectories only, i.e. x y coordinates on the ground to measure density and congestion areas. No videos, neither images are captured. The goal is to measure and understand pedestrian flows with the goal to figure out how to adapt our built environments to the customers’ needs. Finally: First results will be available by the end of winter.
Dieselbe Auskunft, wie vom SBB-Sprecher. Nur die Wege würden registriert, keine Videos oder Bilder aufgenommen. Keine technischen Détails.

Hm. Aber wie kommen die cleveren Kistchen auf den Plakatsäulen denn an die Information über meinen Weg in der Passerelle? Ohne Bilder? Wie soll das gehen? Also nochmals alle Fragen an Alahi geschickt. Darauf wird er langsam ungeduldig. Warum ich das alles wissen wolle? Also gut, die Server stünden bei den SBB. Es würden nur Wege und Zahlen gespeichert, keine Bilder. Die Sensortechnologie sei besser für die Aufnahmen geeignet, denn so könne man den Weg der Personen verfolgen, ohne Bilder aufzunehmen. Damit sei die Privatsphäre geschützt.

Wie bitte? Sorry, aber die Suppe ess ich einfach immer noch nicht! Ohne Bilder? Da steckt ein ASUS Xtion PRO Live drin. Das Ding legt einerseits über seine nähere Umgebung im Umkreis von 3,5 Metern mit einem Infrarot-Laser ein Punktmuster. Eine Kamera andererseits nimmt dieses Punktmuster auf und erstellt daraus ein 3D-Bild der Umgebung und erkennt, dass Personen sich in seinem Einzugsbereich befinden und bewegen. Dafür ist es ausgelegt. Die Methode heisst "Light Coding", ist patentiert und gehört PrimeSense. Recht verständlich erklärt wird sie z.B. in der Masterarbeit von Arne Bernin von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, ab Seite 64. Derzeit 36, im Endausbau wohl um die 50 solche Infrarot-Laser-Sensoren stehen auf der Passerelle rum. Und diese Sensoren können nun mal Bilder aufnehmen, sogar in 3D. Bei allem Verständnis für ihr gutgemeintes Anliegen, die Passagierströme in der Passerelle zu erfassen (eigentlich reicht dafür ein Besuch dort mit offenen Augen zu den Stosszeiten...!), wie wollen die SBB und Alahi mit diesem Setup, das durchaus vergleichbar ist mit einer intensiven Videoüberwachung im öffentlichen Raum, für die klare Spielregeln gelten, da die Privatsphäre des Publikums wahren? Also frag ich Alahi das.

Jetzt geht im langsam die Geduld aus mit mir. Ob ich seine früheren Mails nicht gelesen hätte, will der CEO von visiosafe, schon leicht gereizt, wissen. "Wir nehmen keine Bilder auf, nur die Wege!" Ob es ein Sprachproblem gäbe zwischen uns. Nö! Die ASUS-Sensoren (aha, er bestätigt!) hätten sie gewählt, weil die billig seien und erlaubten, die Weginformation herauszuziehen, ohne Bilder zu machen. Der ASUS Xtion nehme keine 3D-Information der Personen auf, die vorbeigehen. Nur ihre Position am Boden.

Und dann wird er richtig bestimmt: "Wir sind Wissenschaftler [Publikationen von u.a. Alahi bei der EPFL zu Bilderkennungsproblemen], die dieses Projekt durchführen, um das Gedränge in Bahnhöfen zu reduzieren, und damit die Leute bequemer zu ihren Zügen kommen. Das ist die interessante Information. Nicht der Rest!" So so. Nun, dass Sie das so sehen, versteht sich. Ob wir Zugspassagiere, die Sie zu tausenden ungefragt scannen werden, die Ansicht teilen, wär ich nicht so sicher. Immerhin haben wir noch die Möglichkeit des Aufkunftsbegehrens via Formular beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB). (LINK ist BROKEN!)

UPDATE: NEUER LINK zu Formular für Auskunftsbegehren!


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Dienstag, 9. Oktober 2012


Abt. Yummy Yummy Yummy


Es geht doch nichts über ein passendes Werbeumfeld! (20min)

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Abt. Basels Staatsangestellte bauen


Was machen gelangweilte Staatsangestellte um die Soll-Steuergeldausgabeziele zu erreichen wenn der Teer vom Voltaplatz noch warm ist ? Sie ersetzen aus Energiespargründen neuwertige Backöfen durch solche mit identischem Energieverbrauch. Und erreichen damit eine "wesentlich verbesserte Ausschöpfung der Investitionsvorgabe": Die Rechnung 2011 zeigt mit Investitionen in der Höhe von CHF 111.7 Mio. eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Vorjahr (CHF 97.1 Mio.) Gleichzeitig lagen die Investitionsvorgaben tiefer als im Vorjahr (CHF 116.4 Mio. gegenüber 129.7 Mio. im 2010). Mit dieser Ausgangslage konnte die Ausschöpfung wesentlich verbessert werden und beträgt nun 96% der Investitionsvorgaben. Jahresbericht Immob-BS, pdf Weiter steht darin auch: In Bezug auf die personellen Ressourcen bleibt der zu bewältigende Projektvorrat anspruchsvoll. Wohl wahr mit solchen Angestellten.


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Abt. Lagerpolitik ausbremsen


Das feine Kurzargumentarium von Solidarité sans frontières listet fünf zentrale Punkte der Asylgesetzrevision auf und liefert die wichtigsten Argumente dagegen. Unterschriftenbögen für das soeben gestartete @Asylreferendum kann, darf, sollte, muss man sofort hier bestellen. Es het so lang s'het...

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Montag, 8. Oktober 2012


Abt. Markthalle - heute: für CHF 600'000.- zum 360°Kino


Es hallt dort drin, wie in einer Kathedrale! Das wusste, wer es wissen wollte, seit Jahr und Tag. Diese Aufnahme entstand in der neurenovierten, aber noch leeren Markthalle:

Das ist ein Problem. Für kleine Veranstaltungen. Und für Konzerte jeder Art sowieso. Jetzt aber wird alles anders. Das besagt dieser Anschlag neben dem Markthalleeingang:

Markthalle Basel

Und ein kurzer Gang auf's Bauinspektorat bringt's an den Tag: Aus der Stellungnahme der Kantonalen Denkmalpflege vom 20. Juli 2012 zu den Umbauplänen geht hervor, dass damals schon, nur 4 Monate nach der Eröffnung, die eingemieteten Läden dunkelschwarz sahen:

Markthalle akustische Sanierung

Was tun? Die Eigentümer investieren nochmals 600'000.- Franken:

Markthalle akustische Sanierung

Dafür gibt's: Rollläden für eine vollständige Verdunkelung. Und: Die gesamte Kuppelinnenseite soll von zuunterst bis zuoberst mit einer Projektionsfläche, einer Leinwand, bespannt werden. Und die 8 Sektoren der Kuppel erhalten je 1 Hochleistungsbeamer XLM HD30. Das geht aus den Plänen hervor:

P1040578

Ist schon Schluss mit "der neuen Einkaufskultur" dort? Zumindest scheinen solche Ideen auch im Raum gestanden zu haben. Die Denkmalpflege schreibt in ihrem Brief vom 20.7.12:

Zur Sprache kam diesbezüglich auch eine vollkommene Neuausrichtung z.B. unter Verzicht auf die bestehenden Einbauten.
"Einbauten": Das wären wohl die "Schollen", in denen derzeit noch ein paar Kleiderläden und eine Bio-Kosmetik-Franchise - vermutlich vergebens - versuchen zu überleben. "Schollen" weg, bequeme Bestuhlung rein: Und die Markthalle wird zum 360-Grad-Kino. Ist das der Plan? Wir sind gespannt.

P.S. Bei Twitter hat sich nach diesem Posting ein kurzer Austausch ergeben, worin Renato Beck ergänzte, dass die 360°-Idee schon mal rumgegeistert sei:

Ich wünsche ja eigentlich sonst nie jemandem Böses, aber...


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Abt. this is your captain speaking - heute: @ ISS


Unter @Astro_Suni tweetet die Kommandantin der Internationalen Weltraumstation, ISS, Sunita Williams:


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Sonntag, 7. Oktober 2012


Abt. Bitte lächeln! - heute: 3D-Sensors scan you


36 solche Boxen - die Schuhschachteln mit dem Sichtfenster - neben den Überwachungskameras,

P1040563

scannen Dich und jede Deiner Bewegungen auf der Passerelle am Bahnhof SBB in Basel seit ein paar Tagen.

P1040569

Über der Rolltreppe hängen ebenfalls 2:

P1040556

Und 2 hat's auch in der Schalterhalle:

P1040572

Wenn ich mich nicht schwer täusche

steckt in jeder der 36 Kisten ein ASUS Xtion:

Darin und im Vorgänger Microsoft Kinect arbeitet die Sensor-Technologie von primesense.

Es ginge darum, die Anzahl Personen zu zählen, meinte ein SBB-Mensch vor Ort. Wer das installiert hat und die Daten sammelt, wusste er allerdings nicht.

NACHTRAG

Wenn die Xtions in den Sensoren auf der Passerelle gleich arbeiten wie die Konect, dann benutzen sie auch einen Infrarot-Laser (?), der ein für's normale Auge unsichtbares Punktmuster über die Umgebung legt...

... und mit einem monochromen Sensor daraus - irgendwie - die 3D-Information errechnet. Wenn Du nahe und lange genug vor einer der Schuhschachteln auf der Passerelle stehen bleibst, kann der Datensammler im Hintergrund daraus sowas (Quelle) basteln:


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Samstag, 6. Oktober 2012


Abt. Grundeinkommen - heute: Adolf Muschg


(via)

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infamous for 8570 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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