Mittwoch, 24. Oktober 2012


Abt. Ersturteil - heute: gegen Maurice Thiriet


persoenlich.com meldet:

Überraschender Ausgang im Ehrverletzungsprozess am Bezirksgericht Zürich: Im Fall Barbara Burtscher vs. Maurice Thiriet ist der Tagi-Redaktor am Mittwoch für schuldig erklärt worden. Der Angeklagte habe sich in seiner Wortwahl vergriffen, als er Burtscher in einem Artikel als "Hochstaplerin" bezeichnete. Er wird erstinstanzlich zu 75 Tagessätzen à 90 Franken verurteilt und muss zudem eine Prozessentschädigung in der Höhe von 7500 Franken entrichten.
Das Urteil gegen den ausgezeichneten und ambitionierten Jungjournalisten mit den vielen Talenten löste da und dort unterschiedliche Reaktionen aus. Besonders bemerkenswert scheint uns vor allem der Vorschlag von Herrn Andreas Gossweiler:


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Abt. Do it again, Jean!


Während das SP-Präsidium Schweiz noch rumlaviert ("Niederlage gewiss", "wollen SVP keine Plattform bieten", "man muss es grundsätzlich angehen"), haut Jean Ziegler schon mal mächtig (und mit starken Argumenten) auf den Putz! Gut so.

(PS: Und all die kreativen Infamy-Leser sind herzlich eingeladen sich ebenfalls hier kreativ auszutoben. Meine Hoch-hoch-höchstachtung (!) ist euch gewiss.)


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Dienstag, 23. Oktober 2012


Abt. Vertrauen und Kontrolle


Die Basler Kantonalbank hat Schwierigkeiten. Nachdem ihr die Zürcher Filiale Zoff mit den US-Behörden eingebracht hatte, jetzt das Debakel mit den betrügerischen MAchenschaften der Vermögensverwalter ASE Investment AG. Der BKB-CEO Hans Rudolf Matter geht. Er geht in den vorzeitigen Ruhestand, wohl finanziell bestens abgefedert.

In einem Interview mit bazonline sagt Matter dazu:

"Hier wurde zu viel vertraut und zu wenig kontrolliert."
Wer ist denn das eigentliche Kontrollorgan einer Firma, also auch einer Bank? Jawohl. Der Verwaltungsrat. Hier Bankrat geheissen. Und diesem Bankrat steht der LDP-Grossrat Andreas Albrecht vor. Albrecht ist aber nicht nur das, sondern auch noch Partner des allmächtigen Basler Advokatutbüros Vischer, das seine Finger so ziemlich überall in Basel drin hat, wo ausserhalb des engeren Verwaltungskreises Entscheidungen anstehen. Unter anderem mit dem Alt-Regierungsrat Ueli Vischer, der nicht nur Verwaltungsratspräsident der Messe Schweiz ist, sondern auch Präsident des Basler Universitätsrates. Dieser Andreas Albrecht scheint eine Art Teflon-Haut zu haben. Schon beim Zoff mit den US-Steuerbehörden konnte er sich seltsam schadlos halten und auch jetzt wieder in der Öffentlichkeit beinahe unerkannt seine Hände im Unschuldsumpf waschen.

Beinahe unerkannt. Wenigstens die <a href=www.tageswoche.ch" target="blank">"Tageswoche" traut sich zu hinterfragen.


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Vernachlässigung des Tages


Nach dem Lob der "besten Geheimdienste der Welt" wirft Romney Obama in der jüngsten Fernsehdebatte vor "den Terrorismus vernachlässigt zu haben"; - weil unter der Obama-Administration keine Hochhäuser gesprengt wurden?


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Montag, 22. Oktober 2012


Abt. one less - heute: Fluggesellschaft Hello pleite


Die 4 Vögel der 2004 von Moritz Suter gegründeten Firma flogen gestern Abend das letzte Mal:

Die Fluggesellschaft Hello stellt ihren Flugbetrieb ab Basel und Zürich per sofort bis auf weiteres ein. Gründe für die Insolvenz sind weggefallene Grossaufträge, ein schwindendes Tourismusgeschäft, hohe Treibstoffkosten sowie die Fehlleistungen eines Kadermitarbeiters im Bereich Finanzen. Insgesamt hat die Hello AG mit rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vier Flugzeuge des Typs Airbus A320 betrieben. Für einen Sozialplan ist gesorgt.
"Fehlleistungen eines Kadermitarbeiters"? Das dürfte ein juristisches Nachspiel geben...

(via:

)

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Sonntag, 21. Oktober 2012


Abt. Wo war eigentlich Friedman ...


... am Wochenende? 11. von 85 www.derwesten.de


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Abt. Schreibrestriktionen - heute: bei infamy


Bis grad vorhin konnten hier alle einen Beitrag publizieren. Wer ein Konto besass, durfte auch posten. In letzter Zeit häuften sich allerdings die "Spamattacken". Irgendwer schmierte irgendwelche hässliche Werbung hin mit HTML-Code, der die ganze Site zerschoss. Drum machen wir jetzt die bisher volldurchlässigen Schotten etwas dichter. Ein Standard-Konto alleine reicht nicht mehr für das Recht, einen eigenen Beitrag zu publizieren hier (kommentieren können weiterhin alle nach Lust und Laune). Falls Du zu dem - jetzt leider handverlesenen - Kreis der Beitrags-AutorInnen gehören möchtest, hinterlasse bitte bei diesem Posting einen kurzen Kommentar. Wir ändern dann Deine Rolle von "Abonnent" auf "Autor". Und Du kannst wieder schreiben, was Du willst. Wir möchten weiterhin so offen wie möglich sein. Aber die Vandalen dennoch eher draussen halten. Danke für's Verständnis.


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Samstag, 20. Oktober 2012


Abt. Black Tiger - heute: 1 city 1 song


Live @KaserneBasel heute Abend: Der längste Rapsong der Welt! Respect!

Es ist soweit: am 20. Oktober präsentieren über 140 Rapperinnen und Rapper im Alter zwischen 15 und 44 Jahren in acht Sprachen ihren gemeinsamen Song für die Region! Die Uraufführung des Monster-Tracks «1 City 1 Song.» wird während 80 Minuten die Reithalle zum Beben bringen. Gemischt wurde der Song von Fred Herrmann (Bligg) und gemastert von Dan Suter (Kool Savas, Xavier Naidoo). Somit konnten zwei absolute Vollprofis der Szene gewonnen werden. Für einen gelungenen Auftakt sorgen aber zunächst die Pioniere der Szene (Luana, Skelt!, Kalmoo, Shape, Poet, MC Rony, Red G, Tarek und Black Tiger) mit einigen ihrer bekanntesten Songs von damals. «1 City 1 Song» wird Basler Musikgeschichte schreiben und auf eindrückliche Art und Weise das Potential der hiesigen HipHop-Szene aufzeigen!

Wer alles mitgemacht hat, findest Du hier.


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Freitag, 19. Oktober 2012


Abt. 110 Tonnen Stein


Der echte und der falsche Scheich

Vor zweihundert Jahren hat der falsche (links) den echten (rechts) Scheich wiederentdeckt. Beziehungsweise das Reich des echten Scheichs, das heute mit dem Namen Petra in aller Munde ist. Der falsche, das war Scheich Ibrahim, das zweite Ich des Basler Abenteurers und Altertumforschers Johann Ludwig Burckhardt,

Das Jubiläum war für das Antikenmuseum Basel Grund genug für die Sonderausstellung "Petra. Wunder in der Wüste. Auf den Spuren von J. L. Burckhardt alias Scheich Ibrahim". Zumal es noch ein zweites, kleineres Jubiläum zu begehen gibt: Seit 25 Jahren sind Archäologen aus Basel im jordanischen Petra am Buddeln. Und dass sie und ihre internationalen Kollegen dabei phantastische Objekte, Statuen, Reliefs Büsten etc. an die Oberfläche brachten, davon kann man sich in der Ausstellung überzeugen.

110 Tonnen Steil sind ausgestellt, wie sich der noch amtierende Museumsdirektor Peter Blome gewohnt flapsig ausdrückt. Aber was für welchen! Die Nabatäer haben im 1. Jahrhundert n. Chr. wahrhaft Imposantes zustande gebracht, und die jordanischen Behörden haben sich bei der Ausleihe ausgesprochen grosszügig gezeigt.

Natürlich kann der Museumsbesuch eine Reise nach Petra selbst nicht ersetzen. Dafür erhält man aber über den wunderschönen Bildband "al-Bdul – Beduinen von Petra" des Museumsfotografen Andreas F. Voegelin (lektoriert von einem gewissen Roger Ehret) auch einen Einblick in das Alttagsleben rund um das Unesco-Weltkulturerbe. Voegelin hat nicht nur die archäologischen Prunkstücke, sondern auch die dort ansässigen Beduinen fotografiert.


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Mittwoch, 17. Oktober 2012


Abt. Das DAB+Debakel


Wie haben uns die Schweizer Radio-Oberen immer und immer wieder eingebläut: Ein DAB-Radio müsse her. Und zwar am besten gleich. Und so weiter. Also sind wir vor ein paar Jahren ins Fachgeschäft gegangen und haben uns ein schönes, teures und vor allem gut klingendes DAB-Empfangsgerät gekauft.

Und nun heute die böse Überraschung: Um 19 Uhr schalte ich das Gerät an, um auf DRS 2 das "Echo der Zeit" zu hören. Es blieb stumm. Auf dem Display stand zwar nach wie vor DRS 2, neu aber mit dem Zusatz "+". Und ich erinnerte mich, gehört zu haben, dass das alte DAB durch das neue, noch viel bessere (wodurch bessere weiss ich allerdings nicht) DAB+ ersetzt werde.

Nun aber die Funkstille. Auf digitalradio.ch verspricht man mir Hilfe:

"Für Sie ändert sich prinzipiell nichts. Sie müssen lediglich ab 17. Oktober einen Sendersuchlauf durchführen. Wie ein solcher funktioniert, steht in der Geräte-Gebrauchsanleitung unter «Suchlauf» oder «Scan». Danach können Sie weiterhin alle Digitalradio-Programme Ihrer Region empfangen."
Wie beruhigend. Also führen ich einen Sendersuchlauf durch. Aber mit dem Resultat, dass die Funkstille Funkstille bleibt. Denn:
"Wenn Sie kein DAB+ Gerät besitzen, können Sie bestimmte DAB Programme ab 17. Oktober 2012 nicht mehr empfangen. Gewisse DAB Programme werden jedoch weiterhin parallel via DAB und DAB+ gesendet."
Die grosse Ernüchterung folgt, wenn man erfährt, welches die "gewissen DAB Programme" (ohne Bindestrich) sind: neben ein paar wenigen welschen, Tessiner und rätoromanischen Sendern sind dies DRS 1, DRS Musikwelle und DRS 4. Daneben finden sich Hinweise, wie die alten Geräte zu entsorgen seien.

Entsorgen? Klanglich gab es bei meinem Gerät nichts einzuwenden. Es funktionierte bis gestern Dienstag, 16. Oktober, einwandfrei.

Meine spontanen Ausrufe lasse ich hier mal weg ...


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Abt. Kriminaltango


Eines muss man der "Basler Zeitung" ja lassen: Von Tatsachen lässt sie sich nicht aus dem Konzept bringen! Einen Tag nachdem die "Tageswoche" (nach infamy) einen unbrauchbaren Vergleich zwischen Stadt- und Landkantonen bei Raubüberfällen veröffentlicht hatte, nimmt die BaZ die von der "Tageswoche" auf Anfrage eruierte Zunahme an Einbruchdiebstählen auf. Dies nota bene, ohne die "Tageswoche" als Quelle der Erstveröffentlichung zu nennen und ohne auf die gleichzeitig veröffentlichte Abnahme bei den Körperverletzungen einzugehen. Und natürlich ohne den ober erwähnten, wenig aussagekräftigen Vergleich bei den Raubüberfällen zu relativieren.

Nun also lesen wir zum Beispiel im Untertitel zum BaZ-Artikel:

"Seit Anfang Jahr gab es alleine in Riehen mehr als 250 Fälle"
... eine Zahl, die aber lediglich auf "unbestätigten Angaben" fusst, wie weiter unten im Artikel zu lesen ist. Es deutet vieles darauf hin, dass es sich bei der Quelle dieser "unbestätigten Angaben" um die Website der SVP Riehen handelt. Dort schreibt SVP-Fraktionspräsident und Verwaltungsrat der BaZ-Holding, Karl Schweizer:
"Nachdem Ende August noch in Riehen 170 Einbrüche (Vorjahresvergleich 40 Einbrüche) registriert wurden, entwickelt sich Riehen dem Vernehmen nach mit derzeit beinahe 250 Einbruchsdelikten und aufgrund von Gesprächen mit Riehener Bürgern geradezu zu einem Einbruch-Eldorado."
Nun gut. Ende August sprach auch der Riehener Gemeinderat von einer starken Zunahme auf 170 Einbrüche. Gleichzeitig relavierte er aber:
"Der Gemeinderat ist von der Polizei zuletzt über die Einbruchsserie in verschiedene Gartenhäuser informiert worden. Diese machen denn auch einen grossen Teil der Einbruchdiebstähle in Riehen aus."
Von Gartenhäusern ist im BaZ-Bericht nichts zu lesen. Dafür aber, dass diese Einbrüche "hauptsächlich auf das Konto von kriminellen Roma-Gruppen, osteuropäischen Kriminaltouristen und Asylsuchenden" gehen. Um dies so explizit behaupten zu können, müsste doch eigentlich die Aufklärungsquote sehr hoch sein. Laut Kriminalstatistik wurden 2011 in Basel-Stadt aber lediglich 17,8 Prozent der Einbruchdiebstähle aufgeklärt.


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Abt. Skandal! - heute: Pigor nicht in Basel!


Thomas Pigor, Autor von so zeitlosen Evergreens wie "Ich hock in meinem Bonker"

und "Nieder mit IT!"

ist auf Tournee in der Schweiz, aber kommt NICHT über Wädenswil, Luzern und Winterthur hinaus!

"Heidegger" als Reggae! Grosse Klasse:

Immerhin hat DRS2 ihn und Benedikt Eichhorn in Berlin in ihrer Küche besucht.


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infamous for 8570 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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