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Samstag, 10. November 2012


Abt. Geplagte Automobilisten, böse Velofahrer


Das mit dem neuen Sicherheitsdirektor hat nicht geklappt, also muss die "Basler Zeitung" Christoph Haller ein anderes Forum bieten. So darf er in der heutigen Ausgabe ohne wirklichen Aktualitätsbezug als TCS-Präsident gegen die Basler Auto-Verkehrspolitik wettern:

"Der Präsident des TCS beider Basel wirft der Regierung vor, «alles zu tun, um den motorisierten Individualverkehr zu behindern». Das habe unter Baudirektorin Barbara Schneider (SP) begonnen und setze sich nun unter Hans-­Peter Wessels (SP) in verstärkter Weise fort, sagt Haller. «Die Stadt hat überhaupt kein Konzept, wie sie mit den Autofahrern umgehen will. Man hat fast den Eindruck, dass den zuständigen Behörden das Chaos gefällt.»
Ach ja? Da gab es doch diese Initiative, die eine Reduktion des Autoverlehrs verlangte und vom Volk angenommen wurde. Da gab es doch die Abstimmung über die Verkehrsberuhigung der Elisabethenstrasse, gegen den Bau neuer Parkgaragen etc. Das aber hält auch die "Basler Zeitung" nicht davon ab, Wessels als bösen, bösen Autofeind hinzustellen:
"Auch wenn die Regierung den Auftrag hat, den Autoverkehr um zehn Pro­zent zu reduzieren, Baudirektor Wes­sels ist ein ebenso leidenschaftlicher Gegner von Autos wie begeisterter Velo­fahrer. Er hat sich auch schon öffentlich dafür ausgesprochen, dass Autofahrer «umerzogen» werden müssten, was nichts anderes bedeutet, als sie durch eine Vergällungsstrategie zum Benut­zen der öffentlichen Verkehrsmittel und des Velos zu zwingen."
Das ist kein Kommentartext, auch nicht ein Zitat eines Automobillobbyisten, sondern ganz normaler Lauftext im Artikel.

Und wenn wir gerade dabei sind: Drei Seiten weiter lesen wir die Überschrift:

"Das Problem mit den Velofahrern"
Aufhänger hier ist der aktuelle Fall eines Velofahrers, der im De Wette-Park eine betagte Fussgängerin angefahren und verletzt hat. Aber immerhin wird in diesem Artikel, in dem ganz heftig auf die ungehobelten Velofahrer an und für sich losgedroschen wird, gegen Schluss auch noch ein Blick auf Tatsachen geworfen:
"Autofahrer sind die häufigsten Unfallverursacher, bei denen Personen verletzt werden, wie die Basler Unfallstatistik 2011 zeigt. Die Polizei registrierte 317 Unfälle mit Personenschaden, wovon 33,9 Prozent durch Personenwagenlenker, und je 25,2 Prozent durch Velofahrer und Fussgänger verursacht wurden. 10,5 Prozent gehen auf das Konto von Motorradlenkern."
Ach ja. Und wenn wir gerade dabei sind, kurz noch dies: Nachdem die BaZ wegen eines Auftritts von Thomas Kessler in der Arena dem Regierungspräsidenten Guy Morin eins ausgewischt hat (siehe Kommentar in der "Tageswoche"), erscheint heute ein ziemlich breitgetretener Jubelartikel über den Umstand, dass die Wirtschaftsverbände nun endlich geeinigt Baschi Dürr im zweiten Wahlgang unterstützen.

Soviel zur vielbeschworenen Meinungsvielfalt. Noch irgendwelche Fragen?


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Freitag, 9. November 2012


Abt. einstürzende Mauern - heute: @ Berlin


Sie heisst @Falling_Walls und hat's von wissenschaftlichen Neubauten, die Konferenz, von der das der Livestream ist:


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Abt. Neumitglied - heute: @ IG Velo


In welche Kategorie fällt DAS? "Einzelmitglied Fr. 40.; Familienmitglied Fr. 50.; Studierende/Lehrlinge Fr. 25.-; Firma ab Fr. 50.-; Gönner Fr. 150.-"? Ich plädiere für "Lehrlinge"!


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Donnerstag, 8. November 2012


Abt. Wozu Kinect? - heute: Homekinoabrechnung


Kinect, der Bewegungssensor (Zubehör) der Xbox, stellt fest, wieviele Personen vor der Glotze hocken. Und wer. Und belastet dann pro Person den Ticket-Preis für den Film, den ihr euch reinziehen oder das Game, das ihr zocken wollt bei Dir daheim. Oder sperrt das Vergnügen, wenn jemand von euch - in Kinects elektronischen Augen - zu jung dafür ist. Darauf hat Microsoft das Patent angemeldet (<-Link zu heise.de, hier hat's noch weitere Berichte darüber).

Den Cousin von Kinect, den ASUS Xtion, setzt die SBB übrigens ein, um Dich zu scannen und Deinen Fussweg zu tracken in der Passerelle von Basel SBB (infamy berichtete):

ASUS Xtion close up Xtion auf Saeule


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F-U-K zieht ab


soeben auf facebook erschienen:

Sehr geehrte Damen und Herren, nach intensiven Gesprächen haben wir vom freistatt unteres kleinbasel beschlossen die Kandidatur von Christian Mueller zurückzuziehen und Damian Heizmann zu unterstützen. Wir wollen nicht, dass sich die liberalen und sozialen Stimmen in Basel zwischen zwei guten Alternativen zu Baschi Dürr aufteilen müssen. Wir möchten unsere Kräfte bündeln, damit wir den pseudoliberalen Konzepten der Bürgerlichen und der SVP entgegentreten können. Unsere Initiativprojekte für eine öffentliche Wasserrutschbahn von der Johanniterbrücke in den Rhein und gegen die Lebensmittelverschwendung werden wir selbstverständlich weitertreiben. Sie werden von uns hören.

freundliche Grüsse: freistaat unteres kleinbasel f-u-k: Christian Mueller

und jetzt dem FCB die Daumen drücken!


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Abt. in da house - heute: Lou Reed


Ziemlich genau jetzt beginnt die Vernissage von "visual thoughts": Fotos von Lou Reed. Morgen liest er. "Der Künstler ist an beiden Abenden anwesend", verspricht die Website.

Lou Reed @ Villa Renata

Das Ganze steigt in der Villa Renata an der Socinstrasse. Wie's dazu kam, erzählt die TagesWoche. Netter Hinterhof...

Lou Reed @ Villa Renata

Lou Reed @ Villa Renata

UPDATE 20.23: Aus zuverlässiger Quelle wird uns mitgeteilt: "Er ist". Gemeint: in da house!


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Mittwoch, 7. November 2012


Abt. "Dümmlich, arrogant und rassistisch"


Wir haben uns schon gefragt, was denn mit BaZ-Chefredaktor Markus Somm los ist. Die USA haben gewählt und eigentlich wenig überraschend den amtierenden Präsidenten in seinem Amt bestätigt. Und Somm schweigt ...

... tut er aber nur in der Printausgabe. Auf bazonline.ch schlägt der Chefredaktor nun zu:

"Der Mann aus Hawaii oder Indonesien oder Kenia oder Chicago, der nicht zu wissen scheint, wer er ist und woher er kommt, schafft sich ein neues, eigenes Amerika, das mit dem «Land der Tapferen und Freien» nicht mehr viel gemein haben wird."
Wie bitte? Es geht weiter in diesem Stil:
"Noch nie hat ein derart linker amerikanischer Präsident das Weisse Haus bewohnt, noch nie hat ein derart überzeugter Sozialdemokrat sich als so unwillig gezeigt, Kompromisse zu schliessen. Dass die Tea Party überhaupt entstanden ist – bloss wenige Monate nach der bittersten Niederlage der Konservativen vor vier Jahren: Man hat es Obama zu verdanken. Er hat die Konservativen erst wieder gestärkt. Dass seine Wiederwahl fast gescheitert ist: Obama hat sich das selbst zuzuschreiben. Nie ist es ihm geglückt, ein Präsident für alle Amerikaner zu werden. Niemand polarisiert mittlerweile mehr als ausgerechnet jener erste schwarze Präsident, der angetreten war, die Polarisierung zu beenden."
Irgendwie will uns dazu, frei nach Karl Kraus, gar nichts mehr einfallen. Auch Daniel Bindwanger vom "Magazin" geht es so. Auch er scheint Mühe zu haben, die richtigen Worte zu finden:
"Er veröffentlicht auf der Website der BAZ einen Kommentar, der dermassen dümmlich, arrogant und rassistisch ist, dass es einem schlicht und einfach die Sprache verschlägt."
Noch etwas möchten wir aus Somms Kommentar zitieren:
"Der Niedergang des Westens: Vielleicht hat er begonnen. Und niemand will hinterher dabei gewesen sein."
... und daraus ableiten: Der Niedergang der "Basler Zeitung", er hat schon vor längerer Zeit begonnen. Und der Somm wird es ganz bestimmt ebenfalls nicht gewesen sein wollen.


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Abt. ça suffit! - heute: ARTE Radio


Kommenden Samstag ist drum ab 14 Uhr Schlussverkauf im IRCAM à Paris.


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Abt. Der Prophet bei der BaZ


Am Sonntag schrieb "Weltwoche"-Auslandchef und BaZ-Kolumnist Hanspeter Born in der "Basler Zeitung":

"Am Mittwochmorgen werden wir aufwachen und verblüfft feststellen, dass der neue Präsident Mitt Romney heisst."
Da war wohl der Wunsch Vater der Behauptung!


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Abt. Wahlnacht - heute: @democracynow


#DNvote live von 01:00 bis 07:00 CH-Time als Alternative zu SF, ARD, ZDF, CNN, BBC und wie sie alle heissen...


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Dienstag, 6. November 2012


Abt. one less - heute: GABA


Rund eine Milliarde sackten die GABA-Besitzer ein beim "Sell Out" an Colgate-Palmolive 2003 (wir berichteten schon damals...). Die Begründung lautete:

Mit dem Verkauf an den grössten Zahnpastahersteller der Welt will sich die Gaba-Gruppe langfristig die Zukunft sichern. Colgate erschliesse Gaba Märkte, die das Familienunternehmen im Alleingang nicht erobern könnte, hiess es.
Und der Tages-Anzeiger titelte am 19.12.2003 vollmundig:
Colgate sichert Gaba die Zukunft Elmex & Co. verkaufen sich zwar nach wie vor bestens. Trotzdem hatte die Schweizer Zahnpastaherstellerin Gaba im globalen Wettbewerb keine Chance mehr.
Trotzdem schliesst Colgate-Palmolive jetzt laut 20min das GABA-Werk Therwil teilweise (-98 Stellen von 250), jenes in Lörrach ganz (-142 Stellen). Mindestens 250 Menschen stehen in absehbarer Zeit auf der Strasse. Der damalige VR-Präsident hingegen, Werner Degen aus Liestal, der 2003 verkündet hatte, Colgate würde GABA langfristig die Zukunft sichern, macht heute weniger in Zahnpasta, sondern mehr in Hotels. Der aktuelle Besitzerin von GABA, Colgate-Palmolive, steht wirtschaftlich gesehen eigentlich recht solide da. Aber das scheint den Chefs dort nicht auszureichen, und darum streichen sie weltweit 2'300 von 38'600 Stellen. Während die Aktionäre seit Jahren, Quartal für Quartal, immer höhere Dividenden einstreichen.


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Abt. Mikropolitik - heute: Büroleerstand reloaded


SBB Cargo

SBB Cargo

zieht in 2 Jahren um, nach Olten (RR Brutschin "bedauert", aber "kann nachvollziehen": immer sein Mantra, wenn weggezogen, abgebaut, gestrichen wird). Die leerwerdenden 7'500 Quadratmeter addieren sich dannzumal zum Büroleerstand in Basel, sofern die SBB-Immobilienabteilung keinen Nachmieter aus dem Hut zaubern kann. Der langjährige Trend auf baselstädtischem Boden ist in der Statistik von Ende August 2012 unschwer zu erkennen. Achsen: Y = leere Quadratmeter, X = Jahr:

Büro + Gewerbe + Laden am Stichtag: 123'610 m2 = 17 gähnend leere FIFA-Fussballfelder.

Haben wir schon erwähnt, dass nach der Fertigstellung des Roche-Hochhauses

Planauflage Campus St. Johann

dort einige zehntausend Quadratmeter Büro konzentriert werden, die der Pharmakonzern bisher dezentral im Kanton angemietet hat (u.a. im Messe-Turm)? Die von Roche geräumten Flächen kommen in ein paar Jahren dann in der Leerstands-Statistik ebenfalls hinzu. Oder hast Du vor, demnächst eine Firma in Basel anzusiedeln, die tausende von Quadratmetern Bürofläche braucht???

Wenn ja, dann warte noch einen Moment. Die allerneusten Büros, auf die niemand wartet, entstehen demnächst im so genannten "Stapelvolumen":

2011-09-29 14.18.42

Und am 11.10.2012 schrieb die Handelszeitung:

So werden in den nächsten drei Jahren alleine in Zürich, Basel und Genf fast 500'000 Quadratmeter neue Büroflächen auf den Markt kommen. Dies entspricht in Genf und Basel nahezu einer Verdoppelung gegenüber dem bestehenden Angebot. Eine steigende Nachfrage, welche dieses Angebot in Anspruch nehmen könnte, ist wegen der schwächelnden Konjunktur nicht in Sicht.
"Verdoppelung"?!?! Entweder überrascht uns Wirtschaftsminister Brutschin demnächst mit dem Zuzug tausender hochqualifizierter, gutbezahlter, wertschöpfungsintensiver Arbeitsplätze, oder einige Immobilienfonds- und / oder Pensionskassen-Manager müssen sich bald gute Ausreden einfallen lassen auf die Frage, warum sie sich total verspekuliert und die ihnen anvertrauten Gelder in den Sand gesetzt haben!

Wir prognostizieren, dass diese Kreise in ein paar Jahren händeringend bei Regula Küng (Leiterin Fachstelle Stadtwohnen in der Kantons- und Stadtentwicklung) vorsprechen werden und ihre leeren Büro-Glaspaläste in Wohnungen umwandeln wollen.


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infamous for 8570 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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by bagger (23.09.23, 11:32)