Sonntag, 3. Februar 2013


Abt. Lektüretipps - heute: von Ernst Hafen


#badpharma empfieht @ehafen , der ETHZ-Genetiker

Allem Anschein nach äusserst beunruhigende Lektüre für jene, die "an das Gute im Pharmakonzern" glauben. Wer am Montag in London ist, kann den Autor (auch von "Die Wissenschaftslüge" und dem Artikel "Health Care’s Trick Coin" in der NYT) treffen:

Alle anderen dürfen in einigen Tagen hier nachhören, was Goldacre erzählte.

Vielleicht ist der Talk in London eine Gelegenheit, ihn auch auf die von seinen Kritikern bemängelten Punkte anzusprechen:


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Samstag, 2. Februar 2013


Abt. Traktätchen - heute: "Basel baut"


"In Zusammenarbeit mit dem BVD" gab "Frehner Consulting" ("Unternehmensberatung für PR"), produziert und vermarktet von "MetroComm", beide in St. Gallen, Mitte Dezember 2012 eine Flugschrift mit dem Titel "Basel baut" raus, enthaltend Traktätchen über dies und das, was in Basel-Stadt das Hoch- und Tiefbaugewerbe grad so beschäftigt. Der BVD-Chef himself liefert das Editorial.

Die Postille kommt ergo durchaus mit einem offiziösen Anstrich daher. Zum Download gibt's das Ding zudem beim BVD - und zum Abholen im "Kundenzentrum" am Münsterplatz 11 (das Backup).

Den baudepartementalen Rahmen & Segen nutzen die Frehners und MetroComms für ganz triviale, um nicht zu sagen ordinäre PR-Gschäftlhuberei. Zwischen die autorenlosen, anonymen Lobgesänge auf die städtische Planungsarbeit des BVD schmuggeln die Sanktgaller sowohl grossflächige Inserate, wie auch in offensichtlich betrügerischer Absicht mit "Fachartikel" überschriebene PR-Elaborate: über einen Bodensanierer, einen Immobilienfonds der UBS, eine Generalbauunternehmung.

Eine Sekunde lang fragt man sich, warum das BVD sich zu so einer offensichtlich nutzlosen, informations- und sinnfreien, rein profitgetriebenen Sache der Sanktgaller PR-Heinis hergibt. Und wenn die eine Sekunde vorbei ist, ist man sich ganz sicher: Darüber nachzudenken, ist jede Sekunde zu schade 'für.

(sehe grad, die TaWo hatte es damals auch kurz davon)


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Abt. Patente - heute: Google Knochen-Audio


Google Brillen haben keine Lautsprecher. Sie übertragen Töne direkt auf Deine Knochen.


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Freitag, 1. Februar 2013


EINLADUNG



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Abt. Neubau - heute: Natur- und Staatsarchiv II


Wir erinnern uns: Das rechts von der Brücke soll das neue Natur- und das links von der Kreativwirtschaftsbrutstätte Stellwerk das neue Staatsarchiv werden (UPDATE: Vielleicht wandert auch beides in den Bau rechts der Brücke; dessen Grundfläche beträgt knapp 10'000m2; neues Staatsarchiv + NatHistMus brauchen, laut RR, 22'100m2 - aber was ist dann der Wurmfortsatz nördlich vom Stellwerk, an der Stelle der Güterhalle?)):

Planauflage Campus St. Johann

Also hier, zwischen Zugsgeleisen und Entenweidstrasse,

Bahnhof St. Johann – 67

vis-à-vis dieses schmucken Ensembles,

Bahnhof St. Johann – 59

kommen die Dinosaurier in u.a. einen Turm links der Brücke, drei Mal höher als das Stellwerk:

Bahnhof St. Johann – 51

Und hier

Bahnhof St. Johann – 54

steigen künftig die Angestellten des Staatsarchivs aus, um zu ihren auf den Ruinen des Langhauses

Bahnhof St. Johann – 49

errichteten Büroarbeitsplätzen zu gelangen. Möge nie einer der am Bahnhof St. Johann vorbeibretternden Gefahrenguttransporte (Phosgen etc.?)

Bahnhof St. Johann – 33

dort entgleisen und die von Morin vom Tisch gewischten Bedenken nachträglich bestätigen!


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Abt. one less - heute: metrobasel


... titelt die BaZ heute auf Seite zwei. metro who? metrobasel (bei infamy keine Unbekannte)! Deren damaliger Kopf (Fotoquelle )...

... liess sich im September 2010 in der Basellandschaftlichen zitieren mit:

Der tatsächliche Verlauf, zumindest laut Tabelle t03.0.02 des Statistischen Amtes BS, sieht noch nicht danach aus...:

Vermutlich sagt auch WirtschaftsPROGNOStiker K. sich: "Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?"


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Abt. Fortsetzungsroman - heute: 6 richtige, Teil 1


6 richtige, wann immer wir wollen, holen wir aus dem Schweizer Zahlenlotto seit heute Freitag, dem 13. September 2013. Jetzt folgt der langweilige Teil der Operation.

Mit dem Aufbau unseres technischen Hauptquartiers im Hochparterre der Engelgasse 30 starteten wir am 1. Februar. Von hier aus haben wir unbehindert Einblick auf die rückwärtige Glas-Fassade des Bürokomplexes von Swisslos. Unbehindert im elektromagnetischen Sinne. Unsere Empfänger lesen den Datenverkehr in den Netzwerken des Lotteriehauptsitzes mit. Mehr aus Spass. Nicht dass wir's unbedingt bräuchten. Aber ein bisschen Kontrolle muss sein. Man will ja rechtzeitig wissen, wenn jemand Verdacht schöpft.

Der Zugriff auf die zentrale Datenbank im Keller des Hauptquartiers von Swisslos läuft über drei Dutzend umgeflashte, daumennagelgrosse Netgear N150 USB-WLAN Microadapter. Redundanz is your friend! Unser Mann im Reinigungspersonal stöpselte sie etwa Mitte Februar auf der Rückseite der PCs von Swisslos ein. Von da an war es ganz einfach.

Nein, wir sitzen nicht selber an der Engelgasse! Wir steuern die Operation von einem Land ohne Auslieferungsabkommen mit der Schweiz aus.

Wir wissen, dass die Ziehung der 6 richtigen rund 30 Minuten nach Annahmeschluss stattfindet. Also am Mittwoch um 19.30 Uhr und am Samstag um 17.30 Uhr. In einem winzig kleinen Studio von SRF am Leutschenbach. Rolf Gasser von Swisslos und Notar Reto Lauber hocken dort drin auf zwei Holzschemeln und schauen zu. Die Kameraführung geschieht automatisch. Gasser streift weisse Stoffhandschuhe über, bevor er die Lottokugeln aus dem silbernen Transportkoffer holt und in die Maschine einfüllt.

Kommt von der Zentrale in Basel und von der Lotterie Romande das OK, dass die Annahme gesperrt ist, beginnt die Ziehung. Gasser startet die Maschine. Alles geht sehr schnell. Nach 2 Minuten ist der Zauber vorbei. Gasser notiert auf dem Ziehungsprotokoll von Hand die Zahlen, Lauber bestätigt. Gasser meldet die Zahlen an Swisslos und Lotterie Romande. Eine Stunde später geht die Ziehung über den Sender, samt Gewinnquoten.

Ein Freund hat die Kameras im Lottostudio von Leutschenbach angezapft. Kleine Arduino-Rechner streamen die Bilder ins SRF-Intranet. Im Land ohne Auslieferungsabkommen mit der Schweiz verfolgen wir die Ziehung in Echtzeit. Natürlich macht der Stream ein paar Umwege...

Der einzige kritische Moment beginnt, sobald wir die 6 richtigen kennen. Noch bevor Gasser sie nach Basel meldet, müssen wir in der Swisslos-Datenbank checken, ob jemand korrekt getippt hat. Wenn nicht, setzen wir einen rückdatierten Eintrag in die DB. Die 15 Sekunden, bis Gasser die SMS abschickt, reichen dafür lange.

Die Quittung für den Sechser drucken wir auf dem gezinkten Lotto-Terminal aus, das uns eine Freundin von der Kiosk AG letztes Jahr beschaffte, kurz bevor sie und viele ihrer Kolleginnen bei der Valora entlassen worden waren.

Den Cash holen gute Freunde und Freundinnen ab, die dafür 5% der Gewinnsumme erhalten. Das sind jedesmal zwischen 50'000.- und 100'000.-. Leicht verdientes Geld. Dafür schweigen sie gerne. Viel zu erzählen hätten sie sowieso nicht. "Da, dies ist ein Lottosechser. Du holst ihn ab und gibst mir das Geld. Damit abhauen ist nicht. Wir haben Dich im Auge. Dein Anteil: 5%." Das ist alles, was sie wissen.

Noch Fragen?


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Mittwoch, 30. Januar 2013


Abt. Glatti Sieche


André Auderset, engagierter Kämpfer für ein autofreundliches und möglichst jugend- und ausländerfreies Kleinbasel, hat sich wieder einmal zu Wort gemeldet. In der Tageswoche liess er eine Replik auf die rührende Kleinbasel-Ode von Journalisten-Kollege Werner Blatter veröffentlichen. Darin schreibt er unter anderem:

"Und wenn Du dann noch über den Claraplatz geschlendert wärst, so hätten Dir vielleicht die jungen Pfeiferinnen und Tambouren der dort ansässigen Fasnachtscliquen schildern können, wie sie sich für ihre Übungsstunden durch die Horden von afrikanischen Drogendealern den Weg zum Eingang in die «Rätz-Stadt» oder den Keller der «Antygge» bahnen müssen."
Durch "Horden von afrikanischen Drogendealern"? Ein wahrhaft glatter Siech, der solches behauptet, ohne sich dabei absolut lächerlich zu fühlen.

Und wenn wir gerade dabei sind: Das Regionaljournal von SRF berichtete gerade, dass das Basel Tattoo seinen Militär-Folkloreanlass bislang von der falschen Stelle bewilligen liess. Zuständig sei eigentlich das Bau- und Gastgewerbeinspektorat und nicht die Allmendverwaltung, die sie Bewilligungen in Vergangenheit erteilt hat. Das heisst, dass in Zukunft nun eine neue Instanz für die Bewilligung des Anlasses zuständig sein wird, gegen die erneut eingesprochen werden kann.

Huiuiui!


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Abt. Neubau - heute: Natur- & Staatsarchiv


Guy Morin verkündet frohgemut (und entschied damit offenbar gegen die Bedenken von "Kommission für Risikobeurteilung" und "Kontrollstelle für Chemie- und Biosicherheit"):

Neubauprojekte für das Staatsarchiv Basel und das Naturhistorische Museum Basel beim Bahnhof St. Johann

Es ist vorgesehen, für das Staatsarchiv einen Neubau mit rund 8'600 m2 Hauptnutzfläche zu erstellen. Die Kosten werden auf 66 Millionen Franken geschätzt. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat für die Ausarbeitung eines Neubauprojekts einen Projektierungskredit von 4 Millionen Franken. (...) Es ist vorgesehen, für das Naturhistorische Museum einen Neubau mit rund 13’500 m2 Hauptnutzfläche zu erstellen. Die Kosten für das Gebäude werden auf 124 Millionen Franken geschätzt. Der Regierungsrat beantragt beim Grossen Rat für die Ausarbeitung eines Neubauprojekts einen Projektierungskredit von 7 Millionen Franken.

und alle Welt fragt sich natürlich: "Wie soll das aussehen?" denn die regierungsrätliche Mitteilung hat keine der sonst so gerne und grosszügig verteilten Visualisierungen im Anhang. Aber:
infamy hat die Bilder!
Planauflage Campus St. Johann

Planauflage Campus St. Johann

Planauflage Campus St. Johann

Planauflage Campus St. Johann

Planauflage Campus St. Johann

Planauflage Campus St. Johann

Keine Ahnung, ob das auch nur entfernt etwas zu tun hat mit der Realität, denn in 3 Dimensionen sind die Pläne doch noch sehr vage. Aber diese Blöcke füllten das Gebiet, wo die Neubauten hinkommen sollen, auf dem Modell im BVD im Mai 2012 bei der Planauflage für den Campus St. Johann.


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Dienstag, 29. Januar 2013


Abt. Naturgesetze - heute: Schwerkraft ist ein Fehler


"The Centrifuge Brain Project" ist schon soooo viiiiiiel weiter...

(via)

... als "The Human Brain Project"!


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Abt. Breaking News +++ Neue Einwanderungspolitik


Die Schattenwirtschaft mit x-tausenden von Sans-Papiers soll ans Licht geholt werden, ihre Arbeitsplätze z.B. als Haushaltshilfen oder billige Erntehelfer sollen legalsiert werden, alle sollen künftig unter gleichen Bedingungen arbeiten. Alle sollen die Möglichkeit erhalten, zu einer Aufenthaltsbewilligung zu kommen und auch ihre Kinder sollen deutlich leichter zu einem sicheren Aufenthaltsstatus gelangen. Es gehe dabei nicht um Politik, es gehe dabei um Menschen, Männer und Frauen und Jugendliche. Das Land brauche neue Impulse; viele der grössten Unternehmer des Landes seien Zuwanderer.

Aber jetzt keine Schweissausbrüche kriegen; der das sagt ist kein Schweizer Bundespräsident, nein, es ist US-Präsident Obama.


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Abt. grosse Namen - heute: Peter Greenaway


Den Totentanz werde er in Basel im November neu interpretieren, erfahren wir soeben vom Verein "Totentanz 2013" durch einen elektronischen Kassiber:

Das Kunstwerk ist dann jedoch kein Ölgemälde, sondern eine Filminstallation. (...) Der neue monumentale Totentanz wird während dem ganzen Monat November auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs [bei der Predigerkirche] als öffentliche Kunstinstallation zu sehen sein. Zeitgleich finden mehrheitlich in der Predigerkirche in Basel Veranstaltungen für ein breites Publikum statt. Es wird ein Programm an Vorträgen, Reden, Konzerte und weitere Bühnenkunst geben. Der Spielplan ist noch im Entstehen. Jede Zeit hat ihren Totentanz: Mit "Totentanz 2013" gibt es eine neue Interpretation für das 21. Jahrhundert.
Wir sind sehr gespannt!


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