Dienstag, 1. März 2011


Abt. Wo-Wo-Wochenschau!!!


-> ڜoحh٤nگchڹ؈.ch


... link (no comments)   ... comment



Abt. Was ist eigentlich ... – heute: eine AG?


Kommt ganz drauf an: Wenn man eine Arbeitslose aus der Statistik haben will, <a href="bazonline.ch target="blank">steuert man sie aus. Dann steht die AG für Ausgesteuerte. Will man einen unrentablen Unternehmenszweig abhaben, verselbständigt man ihn als AG. Dann steht das AG für Ausgegliederte.


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Nööö, Schnüffi - heute: Importverbot


Der Ständerat hat es abgelehnt, den Import von tierquälerisch hergestellten Pelzprodukten zu verbieten. Kommissionssprecher Maissen, Theo, Christ aus den Bündner Bergen fand, die WTO würde sonst hässig. Anita F. aus Basel hielt zwar heftig dagegen, drang aber nicht durch mit ihrem Argument:

Die Schweiz kennt bereits heute ein Einfuhrverbot für Hunde- und Katzenfelle. (...) Warum sollen Hunde und Katzen besser geschützt sein als, ich weiss jetzt auch nicht, Wölfe und Bären?
Leider erfolgte die Abstimmung offenbar nicht namentlich. Inderkum Hansheiri, Ständeratspräsident: "Die Initiative ist damit gemäss Artikel 109 Absatz 3 des Parlamentsgesetzes endgültig abgelehnt."


... link (4 comments)   ... comment



Abt. Du bisch duss! – heute: John Galliano


-- Christian Dior is firing designer John Galliano after his "I love Hitler" remark recorded on a video. CNN

"I love Hitler?!" Offenbar gehts um das hier:


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Reibach des Tages – heute: Bank Coop


Seit Ralph Lewin an Bord ist, geht es aufwärts mit der Bank Coop. Schade nur, dass die Beste aller Zeitung das Thema so verschenkt. Über 50 Milliarden Reingewinn – und das auf dem Peak der globalen Finanzkrise – das wäre schon eine fette Frontheadline wert gewesen! Wenn's denn so wäre. Gerade mal 50 Milliönchen haben sie verdient. Und: nicht an mir!


... link (no comments)   ... comment



Abt. Mikropolitik - heute: Familiengarteninitiative


Gestern Abend hat, wie mir zugetragen wurde, das ZK der Familiengartenkolchosen im Kreis Basel beschlossen, eine Doppelstrategie zu fahren.

  1. Die Volksinitiative, deren Annahme alle Gärten retten würde, wird nicht zurückgezogen.
  2. Der vom kapitalistisch unterwanderten Bezirkssowjet als "Kompromiss" bezeichnete Gegenvorschlag wird aktiv unterstützt. Eine Abstimmungsparole wird nicht ausgegeben. Das heisst, dass der vom kapitalistisch unterwanderten Bezirkssowjet als "Kompromiss" bezeichnete Gegenvorschlag zusammen mit der Initiative zur Rettung aller Gärten am 15. Mai zur Abstimmung gelangen wird. Obsiegt der Gegenvorschlag über die Initiative, würden im Stadtkreis ab 2015 300 Gärten plattgemacht. Das sind knapp 9 Fussballfelder von der Grösse jenes Spielfeldes im Volksstadion von Traktor Basel. Sollte die Initiative über den Gegenvorschlag obsiegen und würden ergo alle Gärten im Stadtkreis erhalten bleiben, hat der kapitalistisch unterwanderte Bezirkssowjet bereits Retorsionsmassnahmen angedroht. Wie zu hören war, wolle er in diesem Falle notwendige Investitionen in die Garteninfrastruktur boykottieren und Gärten ausserhalb des Stadtkreises kampflos den Weissarmisten aus Liestal überlassen. Das Autonome Komitee für zukunftsfähige Stadtentwicklung gibt angesichts dieser Ausgangslage für den 15. Tag nach dem Tag der Arbeit die Parole aus: Zwei Mal Ja!, Stichfrage: Initiative!

UPDATE: Es sei nicht verschwiegen, dass die Contras in Gewerbeverband und Handelskammer bereits angekündigt haben, sie würden nicht ruhen, bis der letzte Grashalm in der Stadt ausgerupft ist. Oder in ihren Worten:

Die Vereinbarung [gemeint: "Gegenvorschlag plus"] stellt nicht sicher, dass seitens Familiengärten oder Initiativkomitee nicht doch Einsprachen gegen den überarbeiteten Zonenplan oder den Bebauungsplan eingereicht werden, was eine erneute Verzögerung der Revision nach sich ziehen würde. Denn bis heute wurde die Familiengarten-Initiative nicht zurückgezogen, obwohl Regierung und Parlament erhebliche Zugeständnisse gemacht haben.

Die Handelskammer beider Basel und der Gewerbeverband Basel-Stadt lehnen daher die Vereinbarung ab und fordern bereits heute die Basler Bevölkerung auf, die Initiative und den Gegenvorschlag abzulehnen.

Lieber Peter Malama, wir können Sie beruhigen. Die 250 Einsprachen gegen den das Areal Milchsuppe betreffenden Teil der Zonenplanrevision wurden fristgerecht eingereicht!


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Breaking News - heute: Guttenberg is gone


Jedenfalls sagte er das soeben in Berlin. Vielleicht stellt sich ja raus, dass sein Rücktrittsschreiben auch ein Plagiat und insofern ungültig ist. Warten wir's mal ab!


... link (3 comments)   ... comment



Abt. Atari-Journalismus - heute: @ tamedia


Atari-Journalismus ist der Journalismus, der sich, weil's grad trendy ist, der Hardware anpasst, auf der er geschehen soll. tamedia sucht jetzt halbherzig (60%-80%) jemanden, der oder die gerne Atari-JournalistIn sein möchte. Natürlich geht's um's iDings, das übergewichtige, befettfingerte, bunte Stück Glas, das die holzverarbeitenden Medien vor dem Bankrott retten soll. Von dem auf morgen die Version 2 angedroht ist.


... link (4 comments)   ... comment



Abt. Nachzügler - heute: BaZ @ Klein-Dubai


Nachdem die Basellandschaftliche Zeitung sich bereits im Mai 2010, infamy im September 2010 und die südbadischen Blätter schon viel früher und intensiv mit der kommenden "Basler Goldküste" a.k.a. "Klein Dubai", die - wie stimmig - auf oder in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer alten Chemiemülldeponie entstehen soll, beschäftigt haben, zieht die beste aller heute nach: P1000715


... link (one comment)   ... comment


Montag, 28. Februar 2011


Abt. Krankheitspropaganda - heute: Depression


Die Schweizerische Depeschenagentur verbreitet heute, was ihr an einer Medienkonferenz der Werner Alfred Selo Stiftung diktiert wurde. SDA Titel der Meldung von 13.28:

Schweizer wissen immer noch sehr wenig über Depressionen
Was 20min.ch daraus verschlimmbesserte, verkürzte und zusammenphantasierte, steht morgen vermutlich in der Printausgabe und ist online hier zu finden. Die Medienmitteilung der Stiftung beginnt marktschreierisch mit dem Titel:
Volkskrankheit Depression: Die Schweiz hat immer noch Berührungsängste
Im Lead des PR-Textes der Stiftung steht:
Die Schweizer Bevölkerung weiss immer noch sehr wenig über Depression.
Grundlage: Eine im Auftrag der Selo Stiftung durchgeführte Umfrage von GfS: Werner Alfred Selo Umfrage 2010. Dort drin allerdings ist nachzulesen, dass auf die Frage "Was sagt Ihnen der Begriff Depression?" nur gerade 4 von 714 Befragten antworteten: "Noch nie gehört." 11% der Befragten geben an, den Begriff vom Hören zu kennen. 33% wissen, was er bedeutet; 17% kennen Symptome und Verlauf. Daraus wird in der Medienmitteilung die gelinde gesagt flapsige, eigentlich kreuzfalsche Formulierung:
Über 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung – ca. 800'000 Menschen – wissen nicht einmal, was Depression ist.
Ebenfalls in "Zusammenfassung & Folgerungen" wird daraus, man weiss nicht wie, gar:
Eine breite Aufklärung der Schweizer Bevölkerung tut dringend not. Besonders wichtig ist die Früherkennung der Krankheit bei Kindern und Jugendlichen.
Auf die Frage
Was denken Sie, wo liegen die Ursachen einer psychischen Erkrankung?
geben 43% an "Arbeitssituation / Wirtschaft". Und gefragt, wem sie davon erzählen würden, wenn sie in psychologischer oder psychiatrischer Behandlung wären wegen einer Depression, nennen 75% die Familie, 38% Freunde, 4% Kollegen. Daraus wird in der Interpretation der Stiftung:
Arbeitsbedingte Probleme, materielle Belastungen und die gefühlskalte Umwelt werden gesamthaft als häufigste Ursachen für Depression genannt. Gleichzeitig ist es kaum möglich, im Arbeitsumfeld über das Thema zu sprechen. Folgerung: In den vergangenen Jahren ist klar geworden, dass Depression eine chronische Stressfolgeerkrankung ist. In diesem Spannungsfeld ist also auf verschiedenen Ebenen anzusetzen: beginnend bei Information und Prävention, um eine Enttabuisierung und Entstigmatisierung am Arbeitsplatz zu erreichen.
Die Frage an die Laien war, wo sie die Ursachen für, nota bene, eine psychische Erkrankung, nicht spezifisch Depression, vermuten. Mit Betonung auf "vermuten"! Und mit wem sie reden würden, wenn sie in Behandlung wären. Mit Betonung auf "wären"! Beides sind ergo Spekulationen und Vermutungen von zufällig ausgewählten nicht-Fachleuten! Der PR-Text aber erweckt den Eindruck, man habe spezialisierte Arbeitsmediziner befragt über Beobachtungen in ihrer Praxis und Depressive zu ihren Möglichkeiten, über die Behandlung ihrer Krankheit zu reden. Aus den bei Laien abgerufenen, ins Blaue formulierten Mutmassungen folgert der Text im Namen der Stiftung sofort "Präventionsmassnahmen" etc. pp. am Arbeitsplatz. Das ist pure Manipulation und Propaganda!

Eine weitere Aufgabe an die Befragten war, einige Aussagen auf einer Skala von 1 (trifft sicher nicht zu) bis 4 (trifft sicher zu) zu bewerten. Darunter auch:

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leiden an Depressionen.
Diese Behauptung erhielt gemittelt eine 3,1. Daraus wird in "Zusammenfassung & Folgerungen":
Fast alle Befragten teilen die Einschätzung, dass etwa 5% der Schweizer Bevölkerung an Depressionen leiden.
Laien, die von Epidemiologie im Allgemeinen und jener von Depression im Speziellen keine Ahnung haben, werden mit einer unklar formulierten Behauptung (Lebenszeitprävalenz? Jahresinzidenz?) konfrontiert und sollen über deren Realitätsgehalt spekulieren. Worin liegt da der Erkenntnisgewinn? Er ist genau Null!

Die im Titel der Medienmitteilung grossspurig behaupteten "Berührungsängste" der Schweiz gegenüber Depressionen klingen in "Zusammenfassung & Folgerungen" viel kleinlauter:

Der Vergleich zu 1995 zeigt: Der Anteil der Personen, die mit niemandem über Depression sprechen würden, ist um zwei Drittel (von 18% auf 6%) gesunken. Die Gesamtbevölkerung scheint heute besser für das Thema Depression sensibilisiert zu sein, sodass man offener darüber spricht. Auf der anderen Seite hat sich der Anteil derer, die im Prinzip mit allen darüber reden würden ebenfalls von 11% auf 4% reduziert. Offenbar werden sensible Themen heute selektiver kommuniziert und man wendet sich damit vor allem an die Familie.
Aber dieser Befund, dass heute mehr Leute präziser wissen, mit wem sie worüber reden wollen, ergibt natürlich keine alarmistische, Panik verbreitende Schlagzeile. Also landet dort, im Titel der Medienmitteilung, nur grotesker Mumpiz!

Im Lead der Medienmitteilung der Selo Stiftung wird behauptet:

Dabei leiden über 20 Prozent der Menschen an Depressionen.
Diese Formulierung ist mindestens missverständlich, vermutlich irreführend und ziemlich sicher kreuzfalsch. Über die Häufigkeit von Depressionen in der Gesamtbevölkerung oder über die Grösse des Anteils der Menschen, die im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkanken, sind für die Schweiz keine gesicherten Zahlen vorhanden! Jeder kann plusminus behaupten was ihm in seinen Kram passt.

Dieses Spielchen mitgetragen wird von einem so genannten "Wissenschaftlichen Beirat". Dort drin sind zu finden:

Prof. Dr. med. Julius Angst, Psychiater, Zürich; Dr. med. Irene Barone-Kaganas, FMH für Neurologie, Basel; Dr. med. Fritz Ramseier, Psychiater, stv. Chefarzt Psychiatrische Klinik, Königsfelden; Dr. med. Eberhard Rust, Psychiater, Chefarzt Psychiatrische Klinik, Oberwil; Prof. Dr. med. Brigitte Woggon, Psychiaterin, Zürich; Dr. med. Hansruedi Isler, FMH für Neurologie, Zürich; Prof. Dr. med. Edith Holsboer-Trachsler, Leitende Ärztin, UPK, Basel; Prof. Dr. med. Erich Seifritz, PUK, Zürich; Prof. Dr. med. Konrad Michel, Psychiater, Thun; Prof. Dr. Volker Dittmann, Psychiater, Basel; Dr. med. Hansjoerg Weissenrieder, Psychiater, Zug; Dr. med. Martin Preisig, Psychiater, Lausanne; Dr. med. Waldemar Greil, Psychiater, Stauffacher Praxis, Zürich; Dr. med. Barbara Hochstrasser, Privatklinik Meiringen; Dr. med. Peter Sandor, FMH für Neurologie, Kantonsspital Baden

Die Umfrage, für welche die Damen und Herren ihren Namen hergeben, erscheint mir, mit Verlaub, alles andere als "wissenschaftlich", sondern sehr tendenziös und einseitig angelegt und interpretiert. Depression ist für die Betroffenen eine Tragödie. Ich wünsche ihnen bessere Anwälte als die, die hinter dieser Art Umfrage und der daraus hergeleiteten, von einer Küsnachter Bude namens "Life Science Communication" zu verantwortenden PR stehen.


... link (4 comments)   ... comment


 
infamous for 8813 Days
Sperrfrist: 09.08.26, 21:18

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
E-Mail



status
Youre not logged in ... Login

menu
... infamy home
... such!
... topics
... 
... Home
... Tags

... antville home
... disclaimer






Für die Kaffeekasse:
Neuzugänge:
Abt. Was wurde eigentlich aus
der Anfrage dieser Damen? infamy fragt nach
by morrow (09.08.26, 21:18)
Abt. Dreh die Klimaanlage hoch
Neulich an der Feldbergstrasse: Schatz, dreh die Klimaanlage noch etwas...
by bagger (02.08.26, 15:07)
Abt. Keintunnel Nicht
vergessen, die Auto-Nerds wollen Milliarden in den Autobahnbau verlochen. Das ist sowas...
by bagger (02.09.24, 09:53)
Abt. Witz des Tages "Es
soll sogar prominente Klimakleber geben, die Flugreisen nicht grundsätzlich ablehnen,...
by bagger (15.06.24, 18:30)
Abt. Wohnschutz schützen Wenn die
Investoren husten, haben Basels Bürgerliche Grippe In einem beispiellosen Akt...
by bagger (15.06.24, 10:21)
Abt. Leckerschlecker The DEA
Northeast Laboratory (New York, New York) recently received a submission of...
by fuzzy (26.02.24, 12:06)
Abt. Wo-Wo-Wochenschau!
Männiglich fragte sich, was eigentlich Fonzis Leihkampffisch so macht. Die Antwort (oben) entnehmen...
by fuzzy (26.02.24, 12:04)
Abt. Schuss des Tages
by fuzzy (26.02.24, 12:02)