Mittwoch, 14. Mai 2008


Abt. Zerfall im Alltag


DSC00174.JPG Vom Glanz alter Tage ist nicht mehr viel übrig. Tramschiene auf der Mittleren Brücke.

Noch-Regierungsrat Lewin kam gerade über die Mittlere Brücke geschritten, als mich Derendinger auf diese marode Tramschiene aufmerksam machte. Das Drämmli tschädderet hueremässig, wenn es über diese Stelle rattert. Obwohl wir den Missstand säuberlich dokumentierten, um ihn hernach an dieser Statt anzuprangern, tat Herr Lewin nicht dergleichen. Geht ihn ja auch nichts mehr an. Soll sich doch Godzilla Wessels mit dem Kram rumschlagen, und von den Autos befreien kann er die Brücke bei der Gelegenheit auch gleich.


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Abt. bazille des Tages


Auf der Frontseite konfrontiert uns die beste aller Basler Tageszeitungen mit einer Befürchtung, die wir doch beinahe alle teilen:

"Im Gebiet St. Jakob droht ein Verkehrschaos"
Wie sie zu dieser Behauptung im Titel der Meldung kommt, ist allerdings weniger nachvollziehbar, denn zwei Sätze weiter unten ist vom Gegenteil die Rede:
"Ein Verkehrschaos wird es rund um Basel trotzdem nicht geben."
Chaotische Zustände sind das ...


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Abt. Jööö, Schnüffi!™


schnueffi.jpg

Nein, der Image-Upload geht noch nicht. Aber das Problem ist deponiert und Hilfe sicher schon unterwegs. Wir bitten um ein wenig Geduld und verkürzen euch die Wartezeit mit dem Kalbsschnüffi von Valencia.


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Abt. Finger weg! heute: vom iPhone


Nun hat offenbar tatsächlich die Swisscom den Zuschlag erhalten und wird das Ding verkaufen. Aber warum ich mir so eines antun soll, weiss ich immer noch nicht. Ich für meinen Teil warte auf das N96 von Nokia.


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Abt. Blaumachen liegt nicht drin


Wir wissen, dass die im Notfallbereich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Verwaltungen in den Host Cities der EURO08 während eben dieser EURO08 mit einem Ferienverbot belegt wurden. Nicht nur das, erfahren wir aktuell aus den Mitteilungen der Basler Regierung:

"Während der EURO 08 müssen viele Mitarbeitende der kantonalen Verwaltung – insbesondere jene der so genannten Blaulichtorganisationen (Polizei, Sanität, Feuerwehr) – Überstunden leisten."
Schön, dass der Regierunsschreiber mit Blaulichtorganisationen einen neuen Sammelbegriff kreiert hat. Allerdings muss er ihn, damit keine Verwechslung mit Blaukreuzorganisationen aufkommen, die ihrerseits ja gerne mit Rotkreuzorganisationen verwechselt werden, die wiederum zu den Blaulichtorgansisationen zu zählen wären (wobei wir hier die Rotlichtorganisationen mal beiseite lassen möchten) ....

... um nun also Verwechslungen ausschliessen zu können, deutscht der Sprecher den Begriff in der Mitteilungen dennoch aus, so dass sein Sinn als platzsparende Sammelbezeichnung verloren geht.

Zurück nun aber zum Inhaltlichen:

"Es muss in diesem Zeitraum damit gerechnet werden, dass diese Mehrleistungen stark von der üblichen Norm abweichen. Deshalb hat der Regierungsrat eine Ausnahmeregelung zur Kompensation dieser Überstunden in Freizeit bzw. zur finanziellen Abgeltung getroffen."
Mit anderen Worten: die Euro wird noch teuro, zumal ja auch noch die Überstunden der Bauleute bezahlt werden müssen, die die Abschrankungen vor den Kleinbasler Boulevardrestaurants auf- und abbauen!


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Dienstag, 13. Mai 2008


Abt. Der Jungbürgerliche zu 1968


1968 ist, 40 Jahre danach, in aller Munde. In fast aller zumindest, was aber dennoch viel viel zu viel ist. Auch ein gewisser Baschi Dürr, jungdynamischer Basler FDP-Politiker (Jahrgang 1977) und Mitarbeiter im PR-Büro Farner, das sich laut Gründervater Rudolf Farner befähigt sah, mit einer Million einen Kartoffelsack zum Bundesrat machen zu können, äussert sich in der besten aller Basler Tageszeitungen zum Thema '68. Das tönt dann in etwa so:

"Und manch Nachgeborener versucht gleichsam als Bildhauer, sich durch die Arbeit am Monument in dessen Tradition zu stellen. Fürwahr können unter der Metapher 1968 nachhaltige Umwälzungen subsumiert werden.
Gleichsam! Fürwahr! Grosse Worte wählt der PR-Spezialist dann vor allem, wenn er nichts zu sagen hat:
"Nicht wenige weiland Bewegte wedelten im Kampf gegen den «Faschismus» mit dem roten Büchlein, wollten den Teufel also mit dem Beelzebub austreiben."
Aha. Das kommt uns doch – weiland – irgendwie bekannt vor: Moskau einfach! Oder?
Es sind diese Parolen von 1968, die bis heute grosse Teile der Gesellschaft verkennen lassen, dass der linke und der rechte Sozialismus nicht nur die gleichen Konsequenzen zeitigen, sondern auch der gleichen Mutterlauge des Kollektivismus entstammen."
"Mutterlauge"! Schon wieder so ein grosses Wort. Man merkt, dass der Autor weiland durch die PR-Schule eines Chemiekonzerns gegangen ist. Ja und eben dieser Kollektivismus ist der Urfeind des liberalen Individualismus-Fetischisten.
"Wer aber den autoritären Vater durch den gewaltmonopolistischen Staat ersetzt, wird früher oder später zwingend selbst zum Einmischer."
Ach so: "Mehr Freiheit, weniger Staat", wie weiland die FDP verkündete, als sie noch gehört wurde.
"Dass so aus Regeln Gesetze wurden, spiegelt das Selbstscheitern der «Befreiung» nachhaltiger als alle Gewaltexzesse der «radikalen Avantgarde» der 1970er-Jahre."
Selbstscheitern! Ist das eine Steigerung von Scheitern? Oder das Gegenteil von Fremdscheitern? Aber lassen wir diese Spitzfindigkeiten. Kommen wir auf das zurück, was sich inhaltlich aus dem Aufsatz des Herrn Dürr herauskristallisieren lässt: Das wirklich Böse liegt im Regulierungsterrorismus verborgen. Gesetze verderben den Menschen. So einfach ist das also.

1968 machte es möglich, dass junge Menschen sich politisch Gehör verschaffen konnten. Manchmal muss dazu gesagt werden: nicht immer zu deren Gunsten.


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infamous for 8748 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

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Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)