Abt. Mikropolitik - heute: Gewerbe subventionieren


Da,

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wo einst die Villa Rosenau stand

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hat das Gewerbe, das auf der Parzelle mit einem "Gewerbehaus" beglückt werden soll, einfach nicht so recht Lust auf den Bau:


Bildquelle

"Zu teuer!" fand der Gewerbeverband. Und Christian Mensch schrieb in der SchwamS gestern:

Verlangte der Kanton im ersten Anlauf jährliche Baurechtszinsen von 250'000 Franken, garantiert für die ersten zehn Jahre, so wurde dieser Betrag um 13 Prozent auf 216'000 Franken reduziert. Rolf Borner, Leiter Portfoliomanagement bei Immobilien Basel, begründet dies mit der neuen Rechtsform: Wären in Plan A die Gewerbler direkt als Baurechtsnehmer aufgetreten, werden sie in Plan B lediglich noch Mieter sein. Damit auch der Investor etwas verdienen kann und die Gewerbler nicht mehr als die von Gewerbedirektor Gabriel Barell genannten zehn bis zwölf Franken pro Quadratmeter bezahlen müssen, die öffentliche Hand die Mindereinnahmen.
Der letzte Satz ist auch im Original unvollständig. Es fehlt, vermutlich, ein "akzeptiert" o.ä. zwischen "," und "die öffentliche Hand". Item!

Die Parzelle ist 4'316m2 gross. Statt 250'000 Fr. / 4'316m2 = 58.- / m2 verlangt Immobilien Basel-Stadt also 213'000 Fr. / 4'316m2 = 49.- / m2, "damit auch der Investor etwas verdienen kann" und den Gewerblern der vom Gewerbedirektor versprochene Maximalmietzins garantiert werden kann. Das ist, man muss das Kind beim Namen nennen, Subvention für's Gewerbe!

"Gewerbehaus" Neubau überflüssig?

Dass sich das Gewerbe so ziert und den Baurechtszins drücken kann, liegt allerdings vielleicht ja auch daran, dass es die Räumlichkeiten gar nicht braucht! Gemäss der offiziellen Statistik, mit Stichtag 1. Juni, explodierte der Leerstand an Gewerbefläche im Kanton von 2003 bis 2013 von 3'400m2 auf das Allzeithoch von knapp 20'000m2 (die Zahl für 2014 ist noch nicht draussen).

Ob's vielleicht "nachhaltiger" wäre, den bestehenden Leerstand an Gewerbeflächen besser zu bewirtschaften (von mir aus mit Unterstützung des Kantons!), bevor neue Gewerberäumlichkeiten hingeklotzt werden, die dann zur Hälfte leerstehen, wie der Stücki-Businesspark seit Jahr und Tag?



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